RunnerNeu22.08.2026Samstag, 22. August 2026 23:570 gefällt das
Runner
Dominik Leinen
Beilingen
Deutschland . RP
Am vergangenen Samstag, dem 15. August 2026 stand für mich endlich mal wieder ein onride-Treffen auf dem Plan. Kurz vor 6 Uhr in der Früh fuhr ich daher nach Wittlich. Von dort nahm ich den RE nach Koblenz, wo ich die 40-minütige Umsteigezeit nutzte, um mir beim Bäcker ein belegtes Brötchen zum Frühstück zu besorgen. Glücklicherweise stand der RE nach Wesel anschließend schon bereit, sodass ich mir direkt einen Platz sichern und im Zug sitzend auf die Abfahrt warten konnte. Über Bonn, Köln, Düsseldorf und Duisburg ging es schließlich nach Oberhausen, wo die Fahrt wegen eines Stellwerksausfalls vorzeitig endete. Mir machte das aber nichts aus, denn weiter wollte ich an diesem Tag eh nicht. Auf dem Bahnhofsvorplatz fand ich relativ schnell die Tram-Haltestelle, verpasste allerdings knapp die gerade abfahrende Bahn. Theoretisch hätte ich auch einen der ebenfalls hier haltenden Busse nehmen können, ich hatte aber Zeit und wartete auf die nächste Straßenbahn.
Nachdem das Straßenbahnnetz in Oberhausen in den 1960er Jahren vollständig stillgelegt worden war, sorgte die Schließung einer 143 Hektar großen Industriefläche Anfang der 90er für eine Wiederbelebung der Straßenbahn in Oberhausen. Als Neue Mitte sollte die Industriebrache zum neuen wirtschaftlichen Zentrum der Stadt entwickelt werden. Einen großen Teil der Fläche übernahm eine englische Investorengruppe, um dort ein riesiges Einkaufszentrum zu errichten. Die Grundsteinlegung erfolgte 1994, eröffnet wurde das CentrO Oberhausen mit über 250 Geschäften auf einer Gesamtfläche von 830.000 m² (davon 125.000 m² Verkaufsfläche) im Jahr 1996. Im Zuge der Entwicklung wurde eine ehemalige Güterzugstrecke vom Oberhausener Hauptbahnhof quer über das Gelände der Neuen Mitte bis nach Sterkrade zur sogenannten ÖPNV-Trasse umgebaut. Also eine eigenständige Trasse, auf der Busse und auch wieder Straßenbahnen vom übrigen Straßenverkehr unabhängig verkehren können.
Gegen 11 Uhr erreichte ich die von Christoph Parade und seinem Architekturbüro entworfene Station Neue Mitte Oberhausen.
Gleich neben der Haltestelle im Stil des Dekonstruktivismus erhebt sich die Rudolf Weber-Arena.
Die Multifunktionsarena mit Platz für fast 12.700 Besucher wurde ebenfalls 1996 als Arena Oberhausen eröffnet. Von 2002 bis 2021 hieß die Veranstaltungshalle König-Pilsener-Arena, ehe 2022 Rudolf Weber Gebäudereinigung und Gebäudedienste aus Essen das Namenssponsoring übernahm. Ein Teil des großen, runden Platzes vor Arena und Haltestelle wurde 2020 von einer Wasserfläche zum Centro Beach für Outdoor-Events in den Sommermonaten umgebaut.
Und gegenüber schließt das Hauptgebäude des Einkaufszentrums an.
Diesem vorgelagert ist die Promenade mit zahlreichen Gastronomieangeboten entlang eines Kanals.
Auf der anderen Seite dieses Kanals entstand ein zunächst 8,5 Hektar großer Landschaftspark.
Der war auch der Grund, weshalb ich schon vor über 20 Jahren mal nach Oberhausen wollte - und weshalb ich dies nun endlich in die Tat umsetzte. Denn 2001 übernahm Schausteller Oscar Bruch Jr. den CentrO.Park und stattete ihn nach und nach mit Fahrgeschäften aus. Außerdem wurde Benjamin Blümchen als Maskottchen etabliert. Nach der Saison 2010 zog sich Bruch allerdings aus Oberhausen zurück, die meisten Attraktionen wurden verkauft. So hatte ich die Spinning-Maus 2016 im Skara Sommarland in Schweden nachholen können. Für die Saison 2011 übernahm Merlin den Betrieb des CentrO.Park mit fünf Attraktionen. In der Saison 2012 blieb der Park geschlossen, um 2013 als Sea Life Abenteuerpark neu eröffnen zu können. Hauptattraktion war eine neue Wildwasserbahn von ABC Rides mit angeschlossenem Pinguingehege. Direkt neben dieser wurde in einer Ecke des Areals ein Legoland Discovery Centre errichtet. Zunächst wurde der Park als Teil des nahen Sea Life Oberhausen vermarktet, ein separater Zutritt war erst 2014 wieder möglich. Nach dem Ende der Saison 2015 ging der Abenteuer Park in die Winterpause, wurde im folgenden Frühjahr jedoch nicht wieder geöffnet. Trotz der Ankündigung, das Areal ohne Attraktionen wieder frei zugänglich zu machen, blieb der Park abgesperrt. Erst 2018 erfolgte der Abbau der Fahrgeschäfte, das Gelände lag aber weiterhin brach und war für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Hoffnung machte Robert Dahl, als er 2021 ein Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen ankündigte.
Die angepeilte Eröffnung bereits zum Ende des folgenden Jahres stellte sich allerdings als völlig überambitioniert heraus. Bürokratische Hürden und langwierige Anpassungen des Bebauungsplans führten dazu, dass das Projekt immer weiter nach hinten geschoben und zunächst die Entwicklung anderer Standorte priorisiert wurde. 2025 konnten aber endlich die Bauarbeiten starten und im Juli 2026 eröffnete schließlich Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen - mit einer Woche Verspätung, denn der ursprüngliche Termin am 15.07. konnte aufgrund der anhaltenden Hitzewelle nicht ganz gehalten werden, sodass die Eröffnung wenige Tage vorher auf den 22.07. verschoben werden musste.
Hier in der südwestlichen Ecke des Areals hätte ein ehemaliges Restaurant eigentlich zu einem kleinen Hotel umgebaut werden sollen.
Das leerstehende Gebäude wurde im Dezember 2024 allerdings durch einen Großbrand vollständig zerstört und musste abgerissen werden.
Ebenso wie zuvor schon der benachbarte Irish Pub An Crannóg, der an Neujahr 2013 von einer Silvesterrakete in Brand gesteckt worden war.
Diese und weitere Flächen im Schatten des Gasometers nutzt das Erlebnis-Dorf bislang nicht.
Es gibt also noch reichlich Platz für Erweiterungen.
Da das Treffen erst für 12 Uhr angesetzt war, hatte ich noch etwas Zeit, das CentrO selbst zu erkunden.
Beziehungsweise inzwischen Westfield Centro - ohne den Kniff mit dem großgeschriebenen O für Oberhausen. Denn die Investorengruppe Stadium hatte zunächst 2011 50% seiner Anteile an den kanadischen Pensionsfond und 2014 die verblieben 50% an das Immobilien- und Investmentunternehmen Unibail-Rodamco verkauft. Letztere haben 2018 die australische Westfield Corporation übernommen, deren Namen sie im Zuge einer internationalen Markenstrategie nutzen - seit 2021 eben auch beim deutschen Centro.
Wobei ich im Wesentlichen nur die Promenade zu Gesicht bekam.
Erst auf der Suche nach Toiletten kapierte ich nämlich, dass das eigentliche Einkaufszentrum dahinter liegt.
Im eigentlichen Hauptgebäude war ich daher nur kurz.
Das Kino am Ende der Promenade ist gerade frisch modernisiert worden.
Unterquert man die dahinter verlaufende Bahnstrecke, gelangt man zum 2004 eröffneten Sea Life Aquarium.
Ebenfalls seit 2004 kann man auch mit dem Boot anreisen und dieses in der Marina parken.
Der AQUApark Oberhausen wurde 2009 am anderen Ende der Marina eröffnet.
Tatsächlich hatte ich kurz überlegt, vor dem Treffen im Karls noch den AQUApark mit seiner einzigartigen Bergbau-Thematisierung zu besuchen. Allerdings hätte ich dann weitere anderthalb Stunden früher losfahren müssen und wäre trotzdem nur eine Stunde früher am Centro gewesen. So früh wollte ich dann doch nicht aufstehen. Eigentlich wollte ich trotzdem Badesachen einpacken, um mir je nach Länge des Treffens vielleicht am Nachmittag noch eine Erfrischung gönnen zu können, aber das hatte ich im morgendlichen Halbschlaf natürlich vergessen.
Ein drittes Gebäude befindet sich seit 2008 an der Längsseite der Marina zwischen Sea Life und AQUApark. Dieses wurde extra für die Modellbahnwelt Oberhausen errichtet, die mit einer Anlagengröße von zunächst 420 m² eröffnete. Während dieser erste Bauabschnitt das Ruhrgebiet in der Zeit um 1965-1970 zeigte, hätte der zweite Bauabschnitt dieselbe Szenerie in der heutigen Zeit nach dem Strukturwandel zeigen sollen. Da die Betreiber aber bereits 2009 Insolvenz anmelden mussten, wurde dieser Plan nie umgesetzt. Die bestehende Modellbahnanlage wurde schließlich 2012 an die Modellbahnwelt Odenwald (seit 2020 Fürther Miniaturwelten) verkauft. Stattdessen zog in der Halle in Oberhausen ein interaktives Spionagemuseum ein, welches bis 2015 bestand. Seit 2016 findet sich in der Halle nun ein 3.500 m² großer Trampolinpark.
Schließlich postierte ich mich auf dem Platz vor dem Kino, wo gerade das Grand Carousel von Rudolf Barth ausgepackt wurde.
Während mich das nach eigenen Angaben größte transportable Etagenkarussell der Welt mit schwungvoller Musik berieselte und ich das zweite aus Koblenz mitgebrachte Brötchen aß, trudelten nach und nach auch die weiteren Onrider ein - größtenteils aus Richtung der riesigen Parkhäuser, ein paar waren aber auch schon vorab im Erlebnis-Dorf gewesen. Und ein letztes Auto stand noch im Stau. Nachdem wir zunächst noch etwas gewartet hatten, entschieden wir uns, doch schonmal rein zu gehen.
Vorbei am schon erwähnten Legoland Discovery Centre.
Hinein ins Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen.
Der Eintritt ist wie bei allen Karls-Standorten kostenlos - aber hoffentlich nicht umsonst.
Hinein kommt man trotzdem nur durch das große Hauptgebäude mit der außen angebrachten Erdbeer-Rutsche.
Deren Eingang hatte ich im Trubel allerdings nicht ausmachen können, sonst wäre ich im Verlauf des Tages sicherlich mal gerutscht. Auffälliger waren dagegen die im Eingangsbereich positionierten Security-Mitarbeiter. Die sollen wohl verhindern, dass Besucher mit ihrem halben Hausstand in den Park kommen. Denn nach der Eröffnung des Erlebnis-Dorfs hier in Oberhausen hatte Karls nochmal etwas deutlicher klargestellt, dass das Mitbringen von eigenen Speisen und Getränken eigentlich nicht erwünscht, bzw. sogar untersagt ist - wobei man gnädigerweise eine 0,5l-Flasche Wasser und Kekse durchgehen lassen würde. Einen Blick in meinen Rucksack (in dem sich tatsächlich nur eine entsprechende Wasserflasche für den späteren Heimweg befand) wollte allerdings niemand werfen.
Der Manufakturen-Markt im Hauptgebäude ist die Haupteinnahmequelle von Karls. Hier findet man alles von Marmelade über Getränke bis hin zu Krimskrams.
Und über den Köpfen der Besucher türmen sich die Kaffeekannen - hoffentlich gut festgeklebt, nicht dass die bei einer größeren Erschütterung alle runterfallen.
Mit 27.390 unterschiedlichen Kannen handelt es sich nämlich um die größte Sammlung der Welt.
Außerdem gibt es hier zwei kleinere Fahrgeschäfte. Ein Drop'n Twist Tower von SBF, der hier als Stabmixer daherkommt.
Der wirbelt wiederum den Erdbeertraum, einen Mini Tagada des selben Herstellers, herum.
Am hinteren Ende der Halle findet sich neben dem Restaurant Kuddel-Muddel und Friedas Hof-Küche noch das Tobeland.
Ein kleiner Indoor-Spielbereich.
Am seitlichen Übergang zum Außenbereich sind einige alte Radios ausgestellt, die das Programm des hauseigenen (Web-)Radiosenders abspielen.
Karls Erlebnis-Radio wurde Ende 2022 mt dem Moderator Wetter Werner gestartet.
Draußen trifft man dann zunächst auf die Go-Karts, inklusive kleinem See mit Fernlenkbooten in der Mitte des Parcours.
Es folgt der große Spielplatz Poggys Pumpwerk.
Mit Rutsche von der aufgestellten Ladefläche eines kleinen LKWs.
Ergänzt wird das Ganze von einem Wasserspielplatz.
Direkt dahinter stößt man dann auch schon auf den Hauptgrund für unseren Besuch.
Die Fahrgeschäfte sind natürlich nicht kostenlos. Wer keine Tages- oder Jahreskarte besitzt, zahlt den Fahrpreis direkt am Eingang.
Und zwar wie alles in diesem Karls bargeldlos. Die Raupenbahn schlägt mit 4€ zu Buche.
Den Rest des Gebäudes nimmt der Shop der Karls Bande ein.
Augenscheinlich vorwiegend mit Kinderbekleidung und Spielzeug mit den Charakteren der Karls Bande.
Ein hübsch angelegter Wartebereich schlängelt sich außen an der aktuell größten Achterbahn Oberhausens entlang.
Der klassische Big Apple wurde ebenfalls von SBF geliefert.
Hier aber natürlich mit einer riesigen Erdbeere anstelle des üblichen Apfels.
Direkt am Parkrand platziert, sodass die Erdbeere über den Zaun hinausragt und einen perfekten Blickfang am Kanal bildet.
Leider schafften wir es nicht alle zusammen in den Zug.
Und die erste Gruppe vernünftig abzulichten, gelang mir in den gerademal zwei Runden auch nicht.
Macht 2€ pro Runde. Das hatte ich auf der Kirmes schon deutlich günstiger...
Quasi direkt daneben schwingt sich der Erdbeer-Döner durch die Lüfte. Aber dazu später mehr.
Wir gönnten uns erstmal eine Erfrischung, während wir auf die Nachzügler warteten und die jüngsten Teilnehmer sich auf dem Spielplatz austobten.
Dabei überraschte mich vor allem der Preis. Während man andernorts ja kaum noch eine Cola für unter 3€ bekommt, zahlt man an den Verkaufsständen bei Karls gerademal 1,58€ für eine 0,33l-Flasche der hauseigenen Erdbeer-Cola. Also der gleiche Preis, den man auch im normalen Laden für eben diese Flasche zahlen würde. Einziger Nachteil: Das Pfand kann man sich an diesen Ständen bei Rückgabe der Flaschen nicht auszahlen lassen, weil eben bargeldlos. Entweder man nimmt die leere Flasche also mit, bis man sie an einem Pfandautomaten abgeben kann, oder man stellt sie halt einfach so in die neben der Ausgabe stehenden Getränkekisten und verzichtet auf die läppischen 8 Cent.
An den Spielplatz angrenzend befindet sich auch die Station der Parkeisenbahn LPG Rote Rübe.
Auch hier kostet die Fahrt mit Einzeltickets 4€, die Runde ums Erlebnis-Dorf soll etwa 10 Minuten dauern.
Ein Teil der Strecke verläuft aktuell am Parkrand. Das wird sich mit den in Aussicht stehenden Erweiterungen des Parks aber sicher ändern.
Die Rückseite der Eisenbahn-Station bildet Die Scheune.
Ein weiterer Shop, hier vorwiegend mit allerhand Deko-Zeug.
Weiter geht es mit dem Hüpfland und direkt daneben der Holzkugelbahn Kugel-Trubel.
Das Bällebad hat bei Karls besonders kleine Bälle - nämlich Maiskörner.
Die zweite Achterbahn des Parks steht, wie in letzter Minute noch schnell irgendwo hingestellt, quasi in der hintersten Ecke.
Für unsere Größen- und Gewichtsklasse ist die mit Muskelkraft angetriebene Mini-Achterbahn freilich nicht gedacht.
Interessanter wäre die im Zentrum des Parks gelegene Treggerbahn gewesen.
Dass die Traktorfahrt so im Mittelpunkt steht, hat mit der Historie von Karls zu tun. Namensgeber Karl Dahl hatte den Grundstein für das Erdbeer-Imperium 1921 in einem kleinen Dorf in Mecklenburg gelegt. Von seinem Gemüsehof fuhr er zweimal pro Woche nach Rostock, um Obst und Gemüse auf Wochenmärkten an den Mann zu bringen. Nach dem zweiten Weltkrieg flüchtete die Familie nach Ostholstein. Zufälligerweise eröffnete wenig später unweit der neuen Heimat die heute weltbekannte Marmeladenfabrik Schwartau. Karl Dahl erkannte die Zeichen der Zeit und setzte voll auf den Anbau von Erdbeeren, um den Bedarf von Schwartau zu decken. Nach der Wende machten allerdings günstigere Erdbeeren aus Osteuropa den Dahls Konkurrenz und Schwartau sprang als Abnehmer der Erdbeeren ab. Kurzerhand wurden Verkaufsstände in Form von Erdbeeren angefertigt, um die Früchte wieder direkt an die Endkunden verkaufen zu können. Robert Dahl, Enkel des Karls-Gründers, kehrte 1992 wieder in die Heimat zurück und eröffnete einen eigenen Hof in Rövershagen. Da auch außerhalb der Erdbeer-Saison immer wieder Besucher den Hofladen besuchten, wurde das Angebot nach und nach erweitert. Auch ein erster Spielplatz kam hinzu. Aus dem reinen Erdbeerhof entwickelte sich so ein Erlebnis-Hof. 2008 wurde dann mit der Traktorbahn in Rövershagen die Entwicklung zum Erlebnis-Dorf eingeleitet, dem inzwischen 8 weitere Standorte folgten.
Also bei mir hat's jetzt im Nachhinein wohl doch funktioniert. Ich habe mich heute sogar für lange Ärmel entschieden.
An die Treggerbahn angeschlossen sind Tregger-Shop und Tregger-Grill.
Stilecht mit Tregger-Sitzbereich.
Auf der anderen Seite der Treggerbahn erhebt sich die 9 Meter hohe Kletter-Pyramide.
Und gleich daneben die Klorutsche, die eine ausgerollte Klopapierrolle darstellen soll.
Rutschte leider schon nicht mehr optimal, auf den Wellen spürte ich eine deutliche Bremswirkung.
Vom Treppenaufgang kann man einen Blick auf einen der Backstage-Bereiche des Parks erhaschen.
Im zugehörigen Pipi-Kaka-Land wird das Eis in winzigen Kloschüsseln serviert.
Also wenn man früh genug zuschlägt. Als ich später ein Eis probieren wollte, wurden nur noch klassische Pappschälchen ausgegeben.
Vom Dach des Eisstands führt die Abflussrutsche hinunter.
Ohne Currywurst geht im Ruhrgebiet natürlich nichts - schließlich wurde sie wohl doch in Duisburg erfunden.
Bei Quatsch mit Soße reitet man daher auf einer Currywurst durch die Landschaft.
Und im Curryversum kann man sie anschließend auch essen - selbstverständlich auch mit Erdbeer-Aroma.
Der Angsthasen-Dachboden soll erst im Oktober pünktlich zur Halloween-Saison eröffnet werden.
Damit waren wir nach etwas mehr als einer Stunde auch schon einmal rum. Beim anschließenden Shopping-Bummel im Manufakturen-Markt verlor sich die Gruppe dann leider etwas. Wir waren aber in jedem Fall im Begriff, den Park schon wieder zu verlassen. Zumindest vorläufig, zum Essen wollte die Mehrheit nämlich ins gegenüberliegende Einkaufszentrum wechseln. Ich selbst hatte aber andere Pläne und setzte mich daher ab. Leider wurde zwischenzeitlich dann entschieden, doch nicht mehr zu Karls zurückzukehren und stattdessen das für den Abend geplante Treffen auf der Cranger Kirmes etwas vorzuziehen. So konnte ich mich leider nicht mehr adäquat von den anderen Teilnehmern verabschieden, denn am Abend sollte ich nicht mehr dabei sein.
Ich blieb also im Erlebnis-Dorf, denn ich wollte auf jeden Fall die Erdbeer-Spezialitäten kosten. Allen voran hier in Oberhausen natürlich die Currywurst. Markus hatte bei unserer Runde schonmal kurz im Curryversum reingeschaut und sofort abgewunken. Als ich kurz vor 14 Uhr kam, waren aber gerademal zwei Familien an den Bestellbildschirmen zugange, eine dritte wartete dahinter. Dann war ich schon an der Reihe. Und ich glaube, wir hätten gar nicht warten müssen, wenn wir gesehen hätten, dass die Bestellbildschirme von beiden Seiten genutzt werden können. Neben der Quittung samt Bestellnummer fürs Essen bekommt man auch noch einen weiteren Abholschein für die Getränke. Die sollten in der Regel ja schneller fertig sein, sodass man diese schonmal separat abholen kann. Glücklicherweise hielt sich der Andrang in Grenzen, sonderlich fix war der Mitarbeiter bei den Getränken nämlich nicht. Allzu lange dauerte es auch nicht, bis mein Essen abholbereit war und ich mir einen Sitzplatz suchen konnte. Für die Currywurst mit Erdbeer-Currysoße und Pommes, sowie eine Cola im Marmeladenglas zahlte ich 11,30€. Das entspricht dann schon eher dem erwartbaren Freizeitpark-Niveau. Als jemand, der bis vor einigen Jahren gar keine Erdbeeren gegessen hat, ärgere ich mich nun, dass ich nur die normale Wurst mit Erdbeer-Currysoße statt der richtigen Erdbeer-Wurst genommen habe. Herausgeschmeckt habe ich die Erdbeeren nämlich nicht.
Nach einer zweiten Fotorunde mit kurzen Blicks in die weiteren Shops wollte ich dann auch noch den Erdbeer-Döner probieren.
Also erstmal das Farhgeschäft, den Sky Fly von Gerstlauer. Hier werden 5€ für das Einzelticket fällig.
Gute 20 Minuten dauerte es vom Anstellen an der Kasse bis zum Pre-Show-Raum - in dem keine Pre-Show lief.
Dann hieß es endlich: Achtung! Fliegender Döner!
Jeder der zwölf Sitze stellt eine andere Zutat des Döners dar.
Ich landete in der zweiten Reihe ganz innen, also auf dem Tomaten-Sitz. Blöderweise hatte ich wohl falsch herum angefangen zu flattern, denn am höchsten Punkt war ich immer wieder kurz vorm Überschlag, aber eben immer in die falsche Richtung. In der anderen Richtung hätte ich mich definitiv eher überschlagen. Letztlich konnte ich keine einzige vollständige Drehung absolvieren, auch wenn der eingebaute Zähler am Ende trotzdem einen einzelnen Überschlag registriert haben wollte - immerhin einen mehr als alle anderen.
Kaum gelandet, fing es dann tatsächlich auch noch an zu regnen.
Das war für mich das Zeichen, die Heimreise anzutreten. Auch wenn ich ursprünglich gerne noch etwas Zeit totgeschlagen hätte, um auch noch einen Erdbeer-Döner essen zu können. Aber so satt, wie ich nach der Currywurst nach wie vor war, hätte das noch eine ganze Weile dauern können, sodass ich den Erdbeer-Döner auf einen anderen Besuch verschieben musste. Aber aufgeschoben ist definitiv nicht aufgehoben!
Ich schnappte mir noch ein Sixpack Erdbeer-Cola als Geburtstagsgeschenk für meine Mutter, dann verabschiedete ich mich gegen 15:30 Uhr von Karls.
Mit der Straßenbahn ging es wieder zurück zum Hauptbahnhof Oberhausen und von dort per RE nach Koblenz und schließlich Wittlich. Das war das Gute am frühen Ende des Treffens, denn bei einer späteren Rückfahrt hätte ich ab Koblenz auf die Bimmelbahn oder den Schienenersatzverkehr zurückgreifen müssen.
Fazit: Vielen Dank für dieses kurze, aber dennoch wieder schöne Treffen im Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen. Für mich war es der erste Besuch bei Karls und meine Erwartungen wurden vollends erfüllt. Ich hatte im Vorfeld zwar ein paar Bedenken wegen der doch recht negativen Kritiken im Netz zu diesem neuesten Park, aber die erwiesen sich als größtenteils haltlos. Der Park war an diesem Tag zwar gut gefüllt, aber weit entfernt von überlaufen. Die Wartezeiten sowohl an den Attraktionen als auch bei den Gastronomieangeboten waren absolut im Rahmen - auch wenn die Mitarbeiter zum Teil tatsächlich etwas trantütig unterwegs waren. Wenn da mal richtig der Bär steppt, müssen die auf jeden Fall einen Zahn zulegen, sonst kann ich den Unmut verstehen. Die Gestaltung des Parks gefällt mir - von Knollis Mais Express mal abgesehen - sehr gut, die Auswahl der Attraktionen mit Fokus auf Familien mit jüngeren Kindern und dem Erdbeer-Döner für die größeren ist ebenfalls gelungen. Bei dem freien Eintritt fände ich es zwar schöner, wenn man den Park auch an anderen Stellen einfach betreten könnte, aber natürlich möchte man die Besucher durch den Manufakturen-Markt schleusen, um sie zum Kauf der unzähligen Produkte zu animieren - denn das ist letztlich der einzige Grund, weshalb es Karls in dieser Form überhaupt gibt. Ich werde in jedem Fall nochmal vorbeischauen, spätestens wenn im Zuge einer Erweiterung eine weitere Achterbahn eröffnen sollte.
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fLoariNeu23.08.2026Sonntag, 23. August 2026 11:400 gefällt das
fLoari
Deutschland . NW
Vielen Dank für den schönen Bericht von einem tollen Tag
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