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| Runner Neu 24.01.2026 Samstag, 24. Januar 2026 20:08 | ||||
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Dominik Leinen Beilingen Deutschland . RP |
Wie im Anreise-Bericht bereits gesagt, wurden wir kurz vor 14 Uhr am Fuße des Cliff Lifts abgesetzt. Der ein oder andere steuerte direkt die öffentlichen Toiletten am Three Shells Beach an. Beziehungsweise an der 2016 dort eingerichteten Three Shells Lagoon gleich neben unserem eigentlichen Ziel. Für etwa 1,9 Millionen Pfund waren damals (neben dem Bau der Toilettenanlage samt Duschen) in einer Ecke des Strands Granitsteine im Halbkreis platziert und so eine etwa fußballfeldgroße Lagune geschaffen worden. Das bei Flut in die Lagune strömende Wasser wird von den Steinen bei Ebbe am abfließen gehindert und so bildet sich ein natürlicher Pool, der ein gezeitenunabhängiges Planschen rund um die Uhr ermöglichen sollte. Allerdings sorgten Algen und verrottender Seetang über die Jahre eher dafür, dass die Lagune als stinkender Tümpel aus grünem Schleim verschrien war. Wie man sieht, war die Lagune bei unserem Besuch komplett trocken gelegt und die grünen Algenablagerungen am Boden sichtbar. Den Namen Three Shells Beach bzw. Lagoon hat man übrigens vom dortigen Café (mit Takeaway und Eisverkauf zur Straße hin), dessen dreiteiliges Dach die Form dreier Muscheln bildet. Aber wir hatten ja eh ein anderes Ziel. Und das lag gleich nebenan, zwischen der Lagune und dem Southend Pier. Da wir bereits erwartet wurden, versammelten wir uns vor dem Zugang und weitere Toilettenbesuche sollten im Park erfolgen. Was aussieht wie ein Backstage-Zugang ist tatsächlich einer von drei offiziellen Eingängen von Adventure Island. Denn laut eigener Aussage handelt es sich um die Nummer 1 der britischen Freizeitparks mit freiem Eintritt - leider ohne nähere Erläuterung, worauf sich dies bezieht. Wer auf obigem Bild genau hinsieht, erkennt durch den Zaun übrigens ein größeres Modell eines Märchenschlosses. Das war einst Teil eines weiteren Freizeitparks, beziehungsweise dessen zweiter Auflage. Der kleine Landschaftspark Shrubbery Gardens im Hang zwischen Cliff Lift und Pier wurde ab 1935 jeden Sommer mit Modellen von Schlössern, Märchenfiguren und einer kleinen Parkeisenbahn zum Never Never Land umgebaut. Sinkende Besucherzahlen führten 1972 allerdings zur Schließung des Märchenparks, die Modelle wurden verschrottet. Das Gelände blieb als öffentlicher Landschaftspark zugänglich. Mit einem kleinen Aufschwung in Southend startete man 1987 einen neuen Versuch und baute wieder Schlösser und Dioramen auf. Nach drei guten Jahren gingen die Besucherzahlen aber erneut zurück und die Stadt verpachtete den Park an einen privaten Betreiber. Steigende Kosten und Vandalismus führten schließlich im Januar 2001 zum endgültigen Aus von Never Never Land. Nachdem 2019 schon die verbliebenen Reste des Parks wie das Schloss und ein künstlicher Wasserfall von einem ortsansässigen Künstler restauriert wurden, gibt es seitens der Stadt wohl Pläne für eine neuerliche Wiederbelebung des Never Never Lands - natürlich in modernerer Form. Leider war mir das Schloss vor Ort nicht aufgefallen, sonst wäre ich nach dem Adventure-Land-Besuch mal kurz rübergelaufen. Adventure Island hat seinen Ursprung sogar schon im Jahre 1918. Ähnlich wie bei der Lagune wurde damals westlich an den Southend Pier anschließend ein großer Wall errichtet, um dem Meer neues Land abzutrotzen. Dort entstand ebenfalls ein Landschaftspark, der dank des Walls - zumindest bei Flut - tatsächlich unterhalb der Wasseroberfläche lag und entsprechend den Namen Sunken Gardens trug. Bereits in den 1920er-Jahren wurden erste Kinderfahrgeschäfte dort installiert. 1931 entstand auf der Ostseite des Piers ein identischer Wall. Dort wurde ein See angelegt, der sich bei Flut mit Wasser füllte, welches dank Rückschlagventilen bei Ebbe nicht mehr entweichen konnte. Ab 1977 wurde dieser See von einer Parkeisenbahn umrundet, ansonsten tat sich auf dem östlichen Gelände wenig. Die Eisenbahn stellte 1986 den Betrieb ein, wenige Jahre später wurden auch die übrigen kleineren Attraktionen und der See selbst geschlossen. Bei den Sunken Gardens auf dem westlichen Gelände lief die Entwicklung dagegen besser. Es entstanden diverse Rutschen, Schaukeln, Karussells und GoKarts. 1956 sprang man auf den Erfolg des auf der anderen Straßenseite liegenden Never Never Lands auf und benannte den Park in Peter Pan's Playground um. Der Park westlich des Piers wurde 1976 schließlich von der noch heute über Stockvale Ltd. am Ruder sitzenden Familie Miller übernommen und als Peter Pan's Adventure Island zu einem vollwertigen Freizeitpark ausgebaut. 1995 erwarb man auch das brachliegende Gelände östlich des Piers zur Erweiterung des Parks, der aufgrund des gesunkenen Interesses an Piraten und Märchen nun schlicht in Adventure Island umbenannt wurde. So jedenfalls die Chronik der Webseite Southend Timeline. Nach anderen Quellen (und der parkeigenen Webseite) erfolgte die Umbenennung zu Peter Pan's Playground erst mit der Übernahme 1976. Laut rcdb soll es aber schon vorher eine Achterbahn mit dem Namen Wendy Glide gegeben haben, die um diesen Dreh geschlossen wurde. Das spricht aus meiner Sicht dafür, dass das Peter-Pan-Thema samt Name auch schon früher vorhanden gewesen sein müsste. Den ursprünglichen Peter Pan Park passierten wir zunächst nur und gingen unter der Wurzel des Southend Piers hindurch zur Erweiterungsfläche. Zur Saison 2015 war der Durchgang mit einer großen Halle auf der Ostseite des Piers erweitert worden. Darin finden sich neben zahlreichen Spielautomaten auch eine große Soft Play Area und vier kleine Fahrgeschäfte von SBF Visa. Nämlich ein klassisches Karussell, darunter ein Bounce Spin, eine kleine Schiffschaukel und ein Drop'n Twist Kinderfreifallturm. Anders als der Outdoor-Park ist die Halle (mit Ausnahme der beiden Weihnachtsfeiertage) das ganze Jahr über geöffnet. Entsprechend hatte man die Öffnung zwischen dem Hauptteil der Halle und dem für uns geöffneten Durchgang mit Zäunen abgesperrt. Einerseits damit wir uns nicht in die regulär geöffnete Halle verirrten, andererseits aber primär auch, damit keiner der Hallenbesucher in den eigentlich geschlossenen Freizeitpark gelangte. Die Halle selbst - zur Eröffnung Adventure Inside, inzwischen Funtopia - besitzt dazu natürlich einen eigenen Eingang oben an der Straße. Sofern Adventure Island geöffnet ist, ist Funtopia auch im Wristband und sogar in der Jahreskarte enthalten. Ansonsten gibt es natürlich deutlich günstigere Wristbands rein für Funtopia. Schon im Jahr 2000 hat man als Ganzjahresangebot das 1993 eröffnete Sea Life Center ein paar Hundert Meter die Straße runter von Merlin übernommen und betreibt es seither als Sealife Adventure (wundert mich, dass Merlin das durchgehen lässt). Kombitickets scheint es allerdings nicht zu geben, lediglich mit den Jahreskarten bekommt man 20% Nachlass bei der jeweils anderen Location, sowie beim aufpreispflichtigen Adventure Golf an der östlichen Spitze von Adventure Island. Für uns sollten an diesem Tag allerdings nur die fünf Achterbahnen von Adventure Island in Betrieb genommen werden. Beginnend eben mit Green Scream und Rage im östlichen Parkteil. Erstere debütierte 1999 als neue Hauptattraktion des Parks und wäre als älteste Achterbahn eigentlich der perfekte Einstieg in die God-save-the-Coasters-Tour gewesen - zumal die meisten schon zum direkt neben dem Durchgang anstelle der früher dort zu findenden Wildwasserbahn platzierten Eurofighter Rage abgebogen waren, der 2007 den Tivoli New als Hauptattraktion ablöste und nach eigenen Angaben bis heute eine der größten Investitionen der Parkgeschichte darstellt. Leider war das wohl beabsichtigt, denn bei Green Scream war der Eingang noch versperrt, sodass auch ich mich als einer der letzten in die Schlange bei Rage einreihte. Unter dem First Drop hindurch geht es in den Innenbereich der Bahn, wo sich der Eingang befindet. Die Ausgangsrampe führt dagegen außen an der Schlussbremse entlang. Der hinter Rage platzierte Sky Drop wirkte dort etwas einsam und verlassen. Außerdem gibt es unter Rage wohl noch eine Halle mit einem kleinen Weihnachtsdorf (mal wieder zu lang gebraucht für den Bericht... Aber zurück zum Eurofighter, der für uns mit zwei von drei Zügen operierte. Das reichte aber auch, da es offenbar immer wieder Probleme mit den Bügeln gab. Fast bei jeder Fahrt musste irgendwo nachgedrückt werden, mehrfach wurden die Bügel auch nochmal komplett geöffnet und neu geschlossen. Während meiner Fahrt - also als fast alle ihre Fahrt schon absolviert hatten - kamen dann auch die Techniker vorbei und schauten sich die Sache mal an, sodass wir vor dem Ausstieg noch eine Weile warten mussten, ehe es weiter ging. Insgesamt hatte es für mich somit rund 20 Minuten gedauert, Rage abzuhaken. Es handelte sich um die Erstauslieferung des Modells Eurofighter 320+, wie man es auch im Duinrell oder den IMG Words of Adventure findet. Auf den typischen Senkrechtlift mit 97°-Drop folgt also ein klassischer Looping. Daran schließt sich ein Cutback an. Nach einer Auffahrt führt eine enge Wendekurve über der Christmas-Ville-Halle in eine Heartline Roll als dritte Inversion. Und schließlich geht es mit einer Helix (das + in der Modellbezeichnung) in die Schlussbremse. Leider habe ich in meinen Notizen nichts zu den Fahreigenschaften vermerkt. Soweit ich mich erinnere, waren die aber im üblichen Rahmen. Nicht butterweich, aber entgegen des Namens auch keine Prügelmaschine. Das Layout an sich ist für einen Park dieser Größe auch hervorragend geeignet und solange nicht gerade zwei Reisebusse voller Achterbahnverrückter gleichzeitig in den Wartebereich stürmen, sollte auch die Kapazität ausreichend sein. Green Scream auf der anderen Seite dieses Parkteils dürfte angesichts des aus 20 Wagen bestehenden Zuges dahingehend keine Probleme haben. Im Gegenteil, hier wäre ich gerne hinten eingestiegen, aber die Mitarbeiterin bestand darauf, den Zug von vorne aufzufüllen. So musste ich bei recht leerer Station mit einer der vorderen Reihen des als Parkmaskottchen Snappy (ein Krokodil) gestalteten Zuges vorlieb nehmen. Es handelt sich wie schon erwähnt um einen Zierer Tivoli in der Ausführung New, die hier ihre Premiere feierte. Als größtes Modell der Tivoli-Reihe wirkt der quasi mitten im Park platzierte Lifthill durchaus beeindruckend. Zumal die Bahn hier noch höher aufgeständert wurde als die beiden weiteren Auslieferungen im Boudewijn Seapark und im Bayern-Park. So befindet sich die Station quasi auf Straßenhöhe und verwunderte Passanten fragten uns, ob der Park doch geöffnet sei. Der First Drop führt nach einer Linkskurve sehr flach zu einer langen Rechtskurve, die zwischendurch nochmal ansteigt. Erst danach geht es richtig ab mit einer flotten Helix neben der Station. Dann über den Viking Boats einmal um den Lifthill herum, quer unter der Anlage hindurch und schließlich in die Schlussbremse hinein. Damit war ich nun alle drei Tivoli New gefahren, nachdem ich am Morgen noch davon ausgegangen war, ausgerechnet den ältesten davon ob des geschlossenen Parks zu verpassen. Danke FunTours, dass das also doch noch geklappt hat. Etwas schockiert musste ich nach der Fahrt allerdings feststellen, dass mein in die Seitentasche des in der Station abgelegten Rucksacks gestecktes Namensschild verschwunden war. Ich suchte den Boden der Station ab, versuchte zwischen den Brettern hindurchzuschauen, konnte aber nichts entdecken. Auch im Wartebereich unterhalb der Station gab es keine Spur meines Namensschilds und ich musste davon ausgehen, es gleich am ersten Tag schon verloren zu haben. Übrigens wurde auf Green Scream im Jahr 2010 der Weltrekord für die meisten nackten Fahrgäste auf einer Freizeitparkattraktion aufgestellt, als 102 Personen blankzogen, um mit der Bahn zu fahren. 2015 sollte dieser mit 122 Personen nochmals überboten werden, Guinness World Records erkannte den Versuch allerdings nicht an. Inzwischen hat Blackpool den Rekord 2019 mit 195 Nackedeis auf Grand National gebrochen. Eine Bahn, die wir im Verlauf der Tour ebenso noch fahren sollten, wie die vorherigen Rekordhalter Nemesis (bzw. dessen neue Version) und Nemesis Inferno, wo sich die gewertete Zahl 2004 noch auf die Kapazität eines einzelnen Zuges (32 bzw. 28 ) beschränkt hatte. Ansonsten gibt es in diesem Parkteil noch ein Kettenkarussell und hinter dem Dining-Saurs Restaurant das Adventure Golf. Dazu Schlauchbootrutschen, die Geisterbahn Over the Hill 2: Spooksville, sowie die Time Machine. Die 1999 als Beezlee Bob's Trail eröffnete Geisterbahn ist ein Eigenbau des Parks und wurde 2007 zu Over the Hill und 2017 eben zu Over the Hill 2 umgestaltet. Auch die Time Machine ist eine Eigenentwicklung, die 2012 eröffnet wurde. Der Mittelbau stellt sich leicht auf und die ausschwingenden Sitze sind drehbar, sodass man nicht nur wie in der Grundstellung seitlich, sondern auch ähnlich einer Enterprise vorwärts und sogar rückwärts herumgewirbelt wird. Nach über zweijähriger Erneuerung war der Flatride ganz frisch wieder aufgebaut worden. Schade, dass wir uns auf die Achterbahnen beschränken mussten, hätte ich beides gerne mal getestet (wobei die Time Machine offenbar sowieso erst im Juli wiedereröffnet wurde). Die übrigen Attraktionen diesseits des Piers sind dagegen nicht weiter erwähnenswert und so sammelten wir uns, nachdem alle ihre Fahrten auf den beiden Achterbahnen absolviert und die übrigen Bereiche erkundet hatten, nach etwa 40 Minuten wieder am Durchgang, um auf die andere Seite des Piers zu wechseln. Dort gibt es noch mehr Fahrgeschäfte aus den parkeigenen Werkshallen. Wie den Fire Ball aus dem Jahr 2006 gleich neben dem Durchgang. Aber auch der Drop 'n' Smile Familienfreifallturm, sowie die kleine American Whip sind Eigenbauten. The Screature ist aber ein gewöhnlicher Remix von Tivoli Manufacturing und kam 2021 nach Adventure Island. Der Zamperla Disk'O macht seit 2004 Ramba Zamba - oder Rambo Zambo, wie man im Sauerland wohl sagt. Der Twister mit ägyptischer Gestaltung von Sonacase eröffnete 1998 und heißt Pharaoh's Fury. Der Maxi Dance Party 360 von SBF wirbelt die Besucher seit 2019 herum, das City Wheel aus türkischer Produktion kam 2022 hinzu. Letzteres ist 36 Meter hoch und stammt von Güven Amusement Rides. Zwischen zwei der Achterbahnen steht aber noch ein zweites, kleineres Rad, das 1983 wiederum in Eigenregie hergestellt wurde. Aber kommen wir zu den drei Achterbahnen dieses Parkteils, die wir nun der Reihe nach je einmal fuhren. Beginnend mit dem Barnstormer. Ebenfalls ein Zierer Tivoli, aber mit Custom Layout, der ein Jahr nach Green Scream eröffnet wurde. Wieder stand ich recht weit hinten in der Schlange, sodass es knapp 10 Minuten dauerte, bis ich die Station erreichte. Die Fahrt beginnt mit einem 9 Meter hohen Lifthill, der recht schön im Grünen liegt. Der als Kurve über einer Blechhalle ausgeführte First Drop mündet in einem hübschen Umschwung. Daran schließt sich direkt neben der Station eine überraschend druckreiche Aufwärtshelix mit Bauernhof-Theming an. Nach 222 Metern geht es danach schon wieder in die Station, dafür gibt es direkt eine zweite Runde. Quasi direkt daneben - eben mit dem kleinen Riesenrad dazwischen - folgte 2003 ein Mini Mega Coaster von Pinfari. 2010 wurde die äußerst kompakte Bahn eine Etage höher gesetzt und darunter eine Arcade eröffnet. Der Zug ist leider eher Mini als Mega und die letzte Reihe war gesperrt. Außerdem blieb der Zug bei Einfahrt in die Station zu früh stehen, der letzte Wagen stand noch über die Einstiegsplattform hinaus. Ich glaube, der Operator versuchte noch, das fehlende Stück zu schieben, letztlich musste aber auch hier wieder ein Techniker kommen, um den Zug über die manuelle Steuerung in die korrekte Ausstiegsposition zu bringen. Erst danach konnte ich mich nach insgesamt etwa fünfminütiger Wartezeit in die enge Front Row quetschen. Und auch im Anschluss an meine Fahrt musste der Techniker den Zug wieder von Hand einparken. Das 9 Meter hohe und 233 Meter lange Layout kommt sehr verschlungen daher und wirkt teils etwas seltsam gebogen. Aber Mighty Mini Mega fährt sich überraschenderweise butterweich und überzeugt vorne auch mit ordentlich Druck in den Helices. Ein Jammer, dass Pinfari 2004 Pleite ging und dass ich keine Gelegenheit mehr für eine Wiederholungsfahrt hatte. Und als jüngste (und kleinste) Achterbahn des Parks eröffnete 2011 wiederum gleich daneben der Kiddi-Koasta. Damals auch wieder auf dem Boden zwischen der neuen Arcade mit Mighty Mini Mega drauf und der Themenfahrt Devil's Creek Gold Mine. Letztere wurde 2016 durch die neue Themanfahrt Adventureville ersetzt, für die auch eine neue Halle errichtet wurde (beide waren bzw. sind ebenfalls wieder Eigenbauten). 2018 füllte man dann auch die Lücke zwischen Arcade und Themenfahrt mit einer Halle und setzte die Achterbahn erneut obendrauf. Ende 2024 bekam der Zamperla Speedy Coaster dann eine neue Optik verpasst - inklusive Schreibfehler. Während auf Webseite und Attraktionsschild Kiddi-Koasta zu lesen ist, hat man an der Stationsverkleidung und dem Bedienerhäuschen wohl das erste A vergessen und KiddiKosta geschrieben. Leider wird der Blick auf Mighty Mini Mega durch eine - immerhin hübsch gestaltete - Wand verdeckt. Erneut musste ich fast 10 Minuten auf die Fahrt warten - auch weil der Liftmotor immer wieder abschaltete. Mit einem ordentlichen Rums klinkte der Zug dann am Fuße des Lifthills in die stillstehende Kette ein und verharrte dort, bis ein Mitarbeiter quer durch die Anlage zum Liftmotor gelaufen war und diesen wieder angeschmissen hatte. Dafür, dass wir in zwei Stunden lediglich die fünf Achterbahnen fahren wollten, mussten mir die Techniker hier etwas zu oft zum Einsatz kommen. Das machte hinsichtlich des Zustands der Anlagen jetzt nicht den besten Eindruck, wenngleich das alles nur Kleinigkeiten waren. Erwartungsgemäß war der Kiddi-Koasta auch die schwächste Achterbahn in Adventure Island. Neben dem unsanften Einklinken fühlte sich der Lift auch so an, als würde immer mal wieder eine Raste übersprungen. Die Fahrt an sich führt nach einer leicht abfallenden Kurve und einer Senke in eine Abwärtshelix. Daran schließen sich zwei kleine Buckel an, danach geht es mit einer Kurve zurück in die Station. Da hätte eine Runde locker gereicht. Der 1995 eröffnete Sea Dragon wurde noch auf dem Adventureville-Dach platziert, ansonsten ist es da oben recht leer. Aber immerhin hat man eine nette Aussicht über den westlichen Teil des Parks. Das Crooked House (schiefes Haus) im Vordergrund ist mit Baujahr 1949 die älteste Attraktion des Parks und stammt somit noch aus der Zeit vor der Übernahme. Es handelt sich um einen zweistöckigen Walkthrough, der über die Jahre aber natürlich mehrfach modernisiert und umgestaltet wurde. Zuletzt 2018, als die Figuren des benachbarten Darkrides Adventureville einzogen. Gleich dahinter ragt mit dem 38 Meter hohen Drop Tower Vertigo die jüngste Attraktion in den Himmel über Southend. Der SBF-Turm wurde 2024 eröffnet. Leider musste im Gegenzug der Helter Skelter - eine der aus der RollerCoaster-Tycoon-Reihe bekannten Spiralrutschen - den Park verlassen. Glücklicherweise wurde sie nur verkauft, ein auf solch alte Fahrgeschäfte spezialisierter Schausteller hat die Rutsche in sein Portfolio aufgenommen. Den neuen Turm nutzte eine Mitarbeiterin begleitet von einem Techniker nun, um noch ein Gruppenfoto von oben zu schießen. Also fix aufstellen, lächeln und winken. Leider habe ich noch keines dieser Bilder irgendwo gesehen. Aber damit endete nach etwas weniger als zwei Stunden auch schon wieder unser exklusiver Besuch in Adventure Island. Gegen 15:45 Uhr verließen wir den Park durch jenes Gate, durch das wir ihn auch betreten hatten. Allerdings waren unsere Busse wohl zwischenzeitlich von der Polizei zum Umparken aufgefordert worden. Während sich Bus 1 mit einer vorgetäuschten Panne irgendwie rausreden und somit auch zeitnah samt Insassen abfahren konnte, fehlte von Bus 2 zunächst jede Spur. Luca hatte offenbar eine etwas größere Runde gedreht und brauchte noch eine ganze Weile, bis er uns gegen 16:20 Uhr endlich einsammelte. Einige nutzten die Wartezeit, um sich am Three Shells Café noch ein Eis zu gönnen. Dann führte uns der Weg wieder gen London, diesmal über die schon erwähnte Queen Elizabeth II Bridge in Dartford und weiter über den Londoner Autobahnring bis nach Epsom, wo wir gegen 18:15 Uhr unser Hotel für die ersten vier Nächte erreichten. Im südwestlich von London gelegenen Vorort wurde nicht nur Draco Malfoy - respektive der ihn verkörpernde Schauspieler Tom Felton - geboren. Auch das Derby hat hier seinen Ursprung. Denn im Süden des Ortes liegt die Pferderennbahn Epsom Downs, wo bereits seit dem 17. Jahrhundert Pferderennen ausgetragen werden. Nachdem 1779 das Oaks Stakes für dreijährige Stuten erstmals ausgetragen worden war, entstand bei einer anschließenden Feier die Idee für ein weiteres Rennen, an dem dreijährige Vollblut-Hengste und -Stuten teilnehmen können sollten. Angeblich soll ein Münzwurf darüber entschieden haben, ob das Rennen nach dem Gastgeber, dem 12. Earl of Derby, oder nach einem seiner Gäste Sir Charles Bunbury benannt würde. Das Derby Stakes wurde schließlich 1780 erstmals ausgetragen und ist heute das höchstdotierte und prestigeträchtigste Pferderennen in Großbritannien. Da das Gelände rund um die Rennbahn frei zugänglich ist, gehört das Rennen zudem zu den bestbesuchtesten Sportveranstaltung Großbritanniens und wird weltweit im TV übertragen. Zwei Wochen vor unserer Tour erhielt der Sieger des 246. Derbys 909.628 Pfund aus dem 1,5 Millionen Pfund schweren Preisgeldtopf. Das Holiday Inn Express London - Epsom Downs, liegt quasi mitten im Zielauslauf der Rennbahn. ![]() Quelle: ukbettingsites.com epsom-flat-course.jpg Es handelt sich nämlich nicht - wie man es vermutlich eher kennt - um einen ovalen Rundkurs, sondern die Bahn beschreibt quasi ein U. (Quelle) Vom Start weg geht es leicht geschwungen den Berg hinauf und dann in einer weiten Linkskurve und über die lange Zielgerade an der Haupttribüne vorbei wieder bergab. Die Ziellinie befindet sich natürlich vor der Tribüne, was eine Renndistanz von gut 1,5 englischen Meilen oder 2.420 Metern ergibt. Für kürzere Sprintrennen über 5, 6, oder 7 Furlongs gibt es weitere Startmöglichkeiten in Verlängerung der Zielgeraden, sowie in der Kurve. Ein Furlong sind gut 201 Meter und diente nach einem Statut von 1593 zur Definition einer Meile, die demnach 8 Furlongs entsprechen sollte. Damit die Pferde nach dem Zieleinlauf nicht abrupt stoppen müssen, führt die Strecke noch ein Stück weiter über die Straße hinweg, am Hotel vorbei und in einer engeren Kurve um dieses herum. Bus 1 hatte längst die Zimmer bezogen. So ging immerhin das Verteilen der übrigen Zimmerkarten noch etwas schneller. Timm und ich hatten dabei wohl das Zimmer mit dem kürzesten Laufweg erwischt. Wir mussten aus der Lobby lediglich die vier Stufen zum Gang überwinden, wo unser Zimmer direkt nach der Tür das erste zur Rechten war. Aus dem Fenster sahen wir über einen kleinen Platz mit Picknickbänken hinweg auf unsere Busse, für die extra der hintere Teil des Parkplatzes mit Pylonen abgesperrt worden war. Da wir am Abend noch ein gemeinsames Kennenlern-Dinner haben sollten, sprangen wir fix unter die Dusche und machten uns frisch. Gegen 19:20 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Rubbing House auf der anderen Straßenseite. Direkt über die Rennbahn. Die Pferde-Fußgängerampel vor der Tribüne haben wir erst am Folgetag entdeckt - und ich ziemlich schlecht fotografiert. Der Name Rubbing House leitet sich von der ursprünglichen Nutzung des Gebäudes ab, denn einst wurden hier die Pferde gestriegelt (to rub down). Schon 1801 wurde der Schuppen aber zu einem Gasthaus umgebaut. Nach einem Brand 1857 erfolgte der Wiederaufbau und über die Jahre natürlich auch immer wieder Umbauten und Renovierungen. Für uns waren Tische reserviert, die wir bis 19:45 Uhr besetzt haben sollten, um pünktlich um 20 Uhr mit dem vorbestellten Essen beginnen zu können. Vor dem Eingang stießen wir jedoch auf eine elendig lange Schlange. Wie sich herausstellte, gehörte die allerdings nur zur Getränke-Bar. Zu den Tischen hätten wir erstmal auch einfach daran vorbeilaufen können. Gegen 19:50 Uhr war unser Tisch dann endlich vollzählig - die Sitzordnung war so gewählt, dass an jedem Tisch komplette Tour-Neulinge auf alte Hasen trafen, um die etablierten Gruppen etwas aufzubrechen und die neuen Teilnehmer (noch) besser integrieren zu können. Eine super Idee, wie ich finde! Leider dauerte es etwas, bis alle Tische - die teils auch sehr eng standen - versorgt waren. Während rundherum schon alle am Essen waren, hatten wir bis 20:30 Uhr warten müssen, ehe auch wir unseren Hunger stillen konnten. Ich hatte das sehr leckere Hähnchenschnitzel, belegt mit gerösteten Kirschtomaten, Rucola, Parmesan und Balsamico-Glasur mit Pommes. Beim Nachtisch ging das Servieren etwas schneller, hier hatte ich ein klassisches Eis mit je einer Kugel Schoko, Vanille und Erdbeere. Das kam auch wie gerufen, denn im Restaurant wurde es relativ schnell warm und stickig. Erst als sämtliche Fenster und Türen so weit wie möglich geöffnet waren, wurde es besser. Gegen 22 Uhr begaben wir uns wieder über die Rennbahn zurück ins Hotel, wo wir nach der langwierigen Anreise und dem ersten, kurzen Freizeitpark-Tag erschöpft in unsere Betten fielen. Fazit: Dirk hat sich mal wieder nicht lumpen lassen und uns mit dem exklusiven Besuch von Adventure Island gleich zum Beginn der Tour überrascht. Das ist schon irgendwie cool, wenn mal eben fünf Achterbahnen nur für uns angeschmissen werden, während sich die übrigen Besucher mit dem Angebot des Indoor-Parks begnügen müssen. Für die paar Fahrten kamen mir die Techniker wie erwähnt etwas zu oft zum Einsatz, andererseits hätte man ohne uns planmäßig ja eigentlich noch den ganzen Tag Zeit gehabt, die Bahnen für den Betrieb am Folgetag fit zu machen. Während Rage für das normale Publikum ohne Zweifel die Hauptattraktion darstellt, haben mich vor allem Barnstormer mit der intensiven Helix und Mighty Mini Mega mit der unerwartet sanften und doch druckreichen Fahrt positiv überrascht. Und mit Green Scream war ich nun tatsächlich alle drei Auslieferungen des Tivoli New gefahren. Schade nur, dass uns die übrigen Attraktionen entgingen. Aber man kann ja nicht alles haben. So gibt es zumindest einen guten Grund, Adventure Island in Zukunft nochmal einen Besuch während der regulären Öffnungszeiten abzustatten. |
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