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[God save the Coasters] Tag 3.1: Legoland Windsor

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Runner Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied. Neu  22.03.2026 Sonntag, 22. März 2026 22:39
Avatar von Runner Runner Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied.
Dominik Leinen
Beilingen
Deutschland . RP
Die festgelegten Zeiten für das zweite Frühstück in England waren ein wenig großzügiger bemessen, da die Abfahrt an diesem Morgen etwas später erfolgen sollte. So war ich mit Gruppe 4 ab 8:15 Uhr an der Reihe und erschien tatsächlich auch nur rund fünf Minuten zu früh. Um 8:45 Uhr setzten sich dann die beiden Busse in Richtung des nächsten Parks in Bewegung.


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Eine knappe Stunde später erreichten wir das westlich von London gelegene Städtchen Windsor mit dem gleichnamigen Schloss.


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Mehr als die aus dem 12. Jahrhundert stammenden Steine der englischen Königsresidenz interessierten uns aber dänische Klemmbausteine. S


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Denn rund 3,5 Kilometer südwestlich von Windsor Castle stellte das Legoland Windsor unser heutiges Ziel dar.

Nach dem Erfolg des ersten Legolands, 1968 gleich neben der heimischen Fabrik in Billund eröffnet, sollte in den 90er-Jahren endlich ein zweiter Park folgen. Zwar hatte schon 1973 ein Legoland im Norden Deutschlands eröffnet, dabei handelte es sich aber um einen unabhängigen Park, der lediglich über eine Lizenz von Lego verfügte. Und da die für die schwachen Besucherzahlen zu teuer war, wurde der Park schon 1976 wieder verkauft und im Folgejahr als Hansaland ohne Lego-Bezug neu eröffnet. Heute kennt man dieses als Hansa-Park. Lego selbst soll schließlich über 1.000 Standorte weltweit für den zweiten eigenen Park in Erwägung gezogen haben, wobei letztlich eine Insolvenz den Ausschlag für Windsor gab.

Ihren Ursprung nimmt die Geschichte im 18. Jahrhundert, als ein verfallenes Haus auf dem St. Leonard's Hill (benannt nach einer früheren Kapelle, die Saint Leonard of Noblac gewidmet war) südlich von Windsor neu aufgebaut wurde. Der Duke of Gloucester übernahm das Anwesen 1773 zusätzlich zum benachbarten Herrenhaus St. Leonard's Hill. 1850 zog Sir Theodore Brinckman ein. Auch Annie Chapman, das zweite Opfer von Jack the Ripper, lebte als Frau eines Kutschers zeitweise auf dem Gut. Im Jahr 1932 wurde St. Leonard's Mansion von Anna Dodge gekauft - Witwe von Horace Elgin Dodge, der zusammen mit seinem Bruder die Dodge Brothers Motor Company gegründet hatte. Vom alten Gebäude blieb jedoch wenig erhalten, da Frau Dodge das Anwesen nahezu komplett nach ihren Vorstellungen umbauen ließ, ehe ihr Sohn Horace einzog. Zwischen 1938 und 1940 wurde die Villa der Familie Kennedy zur Verfügung gestellt, Joseph Kennedy war zu dieser Zeit US-Botschafter in London. Nach dem zweiten Weltkrieg stand das Gebäude lange Zeit leer, ehe Anna Dodge das Anwesen in den 1960er-Jahren an den Zirkusdirektor William George Smart Sr. - besser bekannt als Billy Smart - verkaufte. Seine Idee von einem Safari Park auf dem weitläufigen Gelände konnte er jedoch nicht mehr umsetzen, er starb 1966. Seine drei Söhne setzten das Vorhaben schließlich in die Tat um und eröffneten 1969 den Windsor Safari Park, der sich mit bis zu 2,5 Millionen Besuchern großer Beliebtheit erfreute. Themes International kaufte den Park 1988 und investierte in den Folgejahren mehrere Millionen in eine neue Gestaltung. Der neue Eingangsbereich im ägyptischen Stil wurde allerdings kaum genutzt, denn die kostspieligen Erneuerungen in Verbindung mit stetig sinkenden Besucherzahlen im Zuge der Rezession Anfang der 1990er zwangen das Unternehmen und den Park 1992 in Konkurs. Und so kaufte Lego das gut 60 Hektar große Areal und plante sein zweites Legoland, welches schließlich 1996 eröffnet werden konnte. Gleich im ersten Jahr kamen 1,4 Millionen Besucher nach Windsor, inzwischen ist das Legoland Windsor mit über 2,4 Millionen Besuchern im Jahr der meistbesuchte Freizeitpark im Vereinigten Königreich.


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Entsprechend stießen wir vor dem Eingang auf eine recht große Menschenmasse, welche auf die Öffnung des Parks wartete.


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Derweil fragte ich mich (natürlich für einen Freund Smilie :58: - Maxi - 396670 Zugriffe ), wie man es wohl auf diese Wand schafft?


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Ich hoffe, der für 2026 vorgenommen Umbau des Eingangsbereich sorgt auch für einen zügigeren Einlass.


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Bis ich im Themenbereich The Beginning oben auf dem Berg mit Shops und Co. war, zeigte die Uhr bereits 10:07 Uhr.


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Mit tollem Blick über den Rest des Parks, die Umgebung und auf die im Landeanflug auf Heathrow befindlichen Flugzeuge.


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Ich wollte mich gerade zu Fuß auf den Weg ins Tal machen, da sah ich eine Standseilbahn den Berg erklimmen.


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Also warum sich unnötig anstrengen? Fix das Stück zurück zur Station, um sich bequem nach unten kutschieren zu lassen.

Dabei ist der Hill Train sogar älter als das Legoland selbst, denn es handelt sich um das einzige Überbleibsel des Windsor Safari Parks. Die Standseilbahn war 1991 im letzten Jahr des Parks eröffnet worden. Leider konnte ich weder eine valide Info zum Hersteller, noch Bilder von damals finden. Daher kann ich leider nicht prüfen, ob es ursprünglich tatsächlich in den Stationen nur ein einzelnes Gleis und in der Mitte eine Ausweiche mit Weichen gegeben hat. Der heutige Hill Train besitzt in jedem Fall keine Weichen, denn jeder der beiden an einem umlaufenden Stahlseil befestigten, 3-teiligen Züge besitzt ein eigenes Gleis.


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Auch wenn die sich größtenteils überlappen.


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Der das äußere Gleis nutzende Zug braucht dennoch eine Verbreiterung der Bodenplatte, um den Abstand zum Bahnsteig zu überbrücken.


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Lediglich in der Mitte der geschwungenen Strecke gehen die Gleise auseinander, damit die beiden Züge aneinander vorbei kommen.


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Aber eben ohne mechanische Weichen, es genügt ein Herzstück am Schnittpunkt der inneren Schienen.


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Leider bot sich auf dem Weg nach unten ein eher trostloser Anblick. S


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Denn das 2007 von abc rides eröffnete Rafting Vikings' River Splash führt schon seit Ende 2023 kein Wasser mehr.


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Immerhin wurde nun endlich eine Abrissgenehmigung eingereicht, wonach der Betonkanal im Laufe des Jahres 2026 verschwinden soll.


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Was stattdessen an dieser Stelle entstehen soll, ist indes noch nicht bekannt.


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Wirklich sinnvoll scheint angesichts der Lage im Hang aber eigentlich nur eine neue Achterbahn.


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Mutmaßlich als Erweiterung der 2017 im Zwischenraum des Raftings eröffneten Ninjago World.


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Auch wenn Ninjago: The Ride nach den Versionen in Billund, Florida und Günzburg für mich die uninteressanteste Attraktion in Windsor war...


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nahm ich den Darkride bei angeschlagenen 5 Minuten als erste Fahrt des Tages mal eben mit.


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Aufgrund der Hanglage muss man hier im Gegensatz zu den anderen Ninjago-Rides zunächst Treppen steigen.

Denn die Haupthalle liegt eine Etage höher als der vorgebaute Eingang mit Shop und Vorplatz - an den auch der Rockin' Tug Destiny's Bounty angrenzt, der schon 2008 im Land of the Vikings eröffnet und 2017 eben der neuen Ninjago World zugeschlagen wurde. So kurz nach Parköffnung herrschte noch quasi Walk-On und ich bekam einen kompletten Wagen für mich alleine. Und natürlich machte ich mich dort breit und fuchtelte über zwei der Sensorplatten herum. Die linke Hand machte 141.200 Punkte, die rechte steuerte nochmal 29.500 Punkte zusätzlich bei - was trotz der frühen Uhrzeit schon nicht mehr für einen Platz unter den Top-Scorern des Tages reichte. Smilie :250: - Stef - 110413 Zugriffe


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Zusammengerechnet bedeuteten die 170.700 Punkte immerhin den zweithöchsten Rang Master of Spinjitzu für mich. S


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Weiter ging es für mich gegenüber im Kingdom of the Pharaohs, denn die Drachen-Achterbahn war laut WhatsApp-Gruppe noch geschlossen.


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Erreichbar mit einer Brücke über die Strecke des Legoland Express.


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Zur Eröffnung des Legolands hieß dieser Bereich noch Brickadilly's Fairground Rides.


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Zwei Bertazzon-Karussells, ein Zamperla Mini-Riesenrad und ein Zirkuszelt waren hier zu finden.


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Sie wurden allesamt 2009 dem neuen Thema angepasst - hier hat man sich bei der Namenswahl wohl im Heide Park inspirieren lassen. S


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Das Zirkuszelt wurde als ägyptischer Tempel verkleidet.


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Darin wurden zwei Junior Freifalltürme von S&S installiert.


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Den Rest des Zelts nimmt der als Ausgrabungsstätte gestaltete Wartebereich für den 2009 eröffneten Darkride Laser Raiders ein.


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Eine größere Freifläche wurde im ersten Jahr wohl für eine Pre-Show genutzt.

Darauf hat man ab dem zweiten Jahr aber schon wieder verzichtet. Stattdessen wird die Fläche nun als Kids Zone ausgewiesen. Während die Eltern sich also nebendran in der langweiligen Schlange Meter für Meter nach vorne schieben, können sich ihre Kinder dort so lange austoben. Am anderen Ende der Fläche können sie sich dann wieder einsammeln lassen. "Meet your Grown Ups here", heißt es dazu auf einem Schild. Wenige Meter weiter ist ein Mitarbeiter postiert, der zum einen das Einsortieren der Fastrack-Nutzer ermöglicht, und zum anderen darauf achtet, dass der verbleibende Wartebereich nicht zu voll steht. Denn das eigentliche Fahrgeschäft wurde aus Platzgründen etwas abseits gebaut und mit einem planenbehangenen Weg - aufgeteilt in Wartebereich und Ausgang - an das ehemalige Zirkuszelt angeschlossen.


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Dieser Weg kreuzt die Gleise des Legoland Express und muss für jede Durchfahrt des Zuges abgesperrt werden. Smilie :927: - Maliboy - 150315 Zugriffe


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Doch auch innerhalb des stickigen Planengangs fiel mir ein Tor in der Abgrenzung zwischen Wartebereich und Ausgang auf.


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Bei genauerem Hinsehen stellte ich zudem fest, dass auch der Holzboden aufgeklappt werden kann.


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Tatsächlich kreuzt man hier weitere Gleise, nämlich jene zur Werkstatt der Parkeisenbahn.


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Unmittelbar danach erreicht man dann aber endlich die Station.

Für mich war dies nach der 2011 eröffneten Version in Florida erst die zweite Ausführung des Sally-Darkrides mit den einzelnen Fahrzeugen von Bertazzon, die sich ansonsten noch in den Legoländern California und Malaysia findet (bis auf Windsor allesamt als Lost Kingdom Adventure). Die weiteren Ausführungen in Billund (The Temple), Dubai, Günzburg (Temple X-pedition) und Japan - von denen mir nur noch letztere fehlt - nutzen dagegen ein Endlossystem von Mack. Die sind auf jeden Fall besser, was die Kapazität angeht. Wegen der Einzelfahrzeuge (und der recht langen Queue) dauerte es hier in Windsor trotz des noch überschaubaren Andrangs knappe 10 Minuten, bis ich ganz alleine in einem solchen Wägelchen Platz nehmen konnte.


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Kurz vor Ende der Fahrt blieb das Fahrzeug dann plötzlich stehen und die Laserpistole schaltete ab. Dafür ging die Werksbeleuchtung an. S

Nach dem Grüffelo-Ride am Vortag also schon der zweite Merlin-Darkride, in dem ich mit einer Störung stecken blieb. Auch hier kam nach kurzer Zeit eine Mitarbeiterin vorbei, die erklärte, dass es gleich weitergehen würde und ich auf Wunsch gerne nochmal fahren dürfe. Als sich der Wagen nach gut fünf Minuten dann wieder in Bewegung setzte, waren meine zuvor hart erspielten Punkte (hier wird der Zielpunkt nur beim Feuern sichtbar) natürlich weg und die Anzeige stand auf Null. In der Station gab es dann entgegen der Ankündigung auch keine Rückfrage, ob ich gleich nochmal fahren wöllte. Da ich aber eh abgelehnt hätte, nahm ich das leicht enttäuscht zur Kenntnis und machte mich endlich auf den Weg in Richtung des ersten Counts, der inzwischen geöffnet hatte.


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Vorbei an Ninjago und der Spinning Spider, einem Tassenkarussell von Intamin.

Die gehörte ursprünglich zusammen mit drei Heckenlabyrinthen zum Themenbereich Wild Woods. Zwei der Labyrinthe fielen dem Bau des Raftings zum Opfer, das verbliebene wurde zusammen mit dem Spinnenkarussell dem neuen Land of the Vikings zugeteilt. Anstelle des dritten Labyrinths entstand zwischenzeitlich die Ninjago World und mit der Schließung des Raftings änderte sich die Zuteilung der Spinning Spider wieder zurück zum alten Themenbereich, der inzwischen als Pirate Shores firmiert.


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Im Zuge der Umgestaltung zog dort 2010 auch die Jolly Rocker ein. Dabei handelt es sich um die einstige Santa Maria aus dem Heide Park. S


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Der Spielplatz Castaway Camp folgte 2014. Die Wildwasserbahn mit angeschlagenen 60 Minuten als Hauptattraktion hob ich mir für später auf.


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Mein Ziel war das angrenzende Knight's Kingdom, welches 1998 als CastleLand die erste Erweiterung des Parks darstellte.


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Nachdem im Jahr zuvor schon eine Drachen-Achterbahn im Legoland Billund eröffnet worden war...


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sollte auch das Legoland Windsor endlich seine erste Achterbahn bekommen.

Während man sich in Dänemark für einen Powered Coaster von Mack entschieden hatte, sollte bei der englischen Variante ein heimisches Unternehmen zum Zuge kommen. Nämlich W.G.H Ltd - oder ausgeschrieben Whiteley, Geddes & Howarth Ltd. Andrew Ward Howarth war einer der drei Gründer, die beiden anderen hießen allerdings weder Whiteley, noch Geddes, sondern John Martin und Anthony Frank Brown. Sie hatten zuvor bei Gyro Mining Transport - spezialisiert auf Transportsysteme für Bergwerke - gearbeitet. Mit dem 1989 neu gegründeten Unternehmen sollten Transportlösungen auch für andere Branchen entwickelt werden - und so landete man recht schnell im Vergnügungssektor. Wenn auch primär begrenzt auf Großbritannien, wo uns im Verlauf der Tour noch ein paar weitere W.G.H.-Anlagen erwarten sollten (und auch am tags zuvor besuchten London Eye war W.G.H. beteiligt). Leider verschwand der Name mit der Übernahme des Unternehmens durch Stage One 2016 aus der Öffentlichkeit, wenngleich die Firma laut Companies House zumindest auf dem Papier nach wie vor zu existieren scheint. Im 1999 eröffneten Legoland California kam dagegen ein Vekoma Junior Coaster zum Einsatz - ebenso wie im Legoland Florida, wo eine bestehende Bahn der früheren Cypress Gardens entsprechend umgebaut wurde. Ansonsten wurden seit 2002 alle neuen Legoländer mit einem Zierer Force Five als Dragon ausgestattet.


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Hier musste ich dann erstmals etwas länger warten, nämlich gute 25 Minuten.

Beim Passieren des Eingangs war die Wartezeit noch mit 20 Minuten angegeben gewesen. Als ich das Ende der Schlange auf der Burgmauer erreicht hatte, sah ich, dass die Angabe zwischenzeitlich auf 35 Minuten heraufgesetzt worden war. Wenig später behauptete eine Durchsage, dass die Wartezeit sogar 45-50 Minuten betrage. Glücklicherweise kam die ursprüngliche Angabe der Realität dann doch am nächsten, auch wenn die beobachtete Abfertigung in der Tat eher schleppend verlief. Wobei die Abfertigung an sich nicht das Problem war. Bevor der fertige Zug abfahren konnte, erfolgten zunächst noch die Sicherheitsanweisungen. Und zwar erst mit einer normalen Durchsage und dann nochmal vom Band mit Merlins Stimme. Smilie :12: - Dr. Weizenkeim - 902529 Zugriffe Wie ich inzwischen weiß, ist der eigentliche Knackpunkt aber das Blocksystem der Bahn. Tatsächlich kann die Anlage in Windsor nur mit zwei Zügen betrieben werden, was angesichts des obligatorischen Darkride-Parts und damit einer Gesamtfahrzeit von fast drei Minuten eben eine entsprechend große Pause zwischen den Abfahrten zur Folge hat.

Der Darkride selbst ist ähnlich den übrigen Drachen-Achterbahnen in anderen Legoländern - vielleicht noch ein bisschen detaillierter, als bei den neueren Ausgaben. Während man bei den Zierer-Bahnen allerdings unter dem Drachenkopf wegtaucht und über eine flotte Gerade im dunklen Keller der Burg zum Lifthill rauscht, wird der Drache hier in Windsor lediglich umkurvt und die eher spärlich gestaltete Gerade zum Lifthill mit dem Schwanz des Drachen als einzigem Highlight wird weiterhin im Darkride-Tempo befahren. Dafür geht es am Ende mit einer ansteigenden Rechtskurve aus der Burg hinaus direkt auf den ersten Lifthill, der hier als Reibradlift ausgeführt ist. Nach Überquerung einer Straße im Backstagebereich beginnt die Fahrt mit einem nach links abdrehenden First Drop. Leicht in den Boden eingegraben setzt sich die Linkskurve fort und geht dann unter der Kuppe des Lifthills in eine Rechtskurve über. Parallel zur Backstage-Straße steigt die Streckenführung wieder an und geht dabei fließend in den zweiten Lifthill über, der als Linkskurve wieder auf die andere Seite der Straße führt.


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Nach diesem eher sanften Auftakt folgt nun ein durchaus ordentlicher Drop, hinein in einen kleinen Tunnel.


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Daraufhin absolviert die Strecke eine bodennahe Acht, wiederum mit recht weiten Kurven.


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Schließlich geht es mit einem letzten Rechtsschwenk wieder hinauf und ein letzter Reibradlift bringt den Zug zurück in die Station.


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Der wirkt, als wäre beim Designen die Auto-Complete-Funktion zum Einsatz gekommen. Smilie :58: - Maxi - 396670 Zugriffe


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Rein von der Intensität würde ich den Dragon in Windsor als schwächsten Vertreter seiner Art einstufen.

Dafür überzeugt er mit seiner Einzigartigkeit. Die langen, sanften Kurven und die geschwungenen Reibrad-Lifte haben tatsächlich eher etwas von einem Backyard-Coaster als von einer Hauptattraktion in einem der meistbesuchten Parks des Landes. Zumal auch die Kapazität besser sein könnte. Aber die Fahreigenschaften empfand ich trotz der teils eigenwilligen Optik des Schienenstrangs als einwandfrei. Außerdem bietet der hiesige Dragon einen guten Einstieg in die Achterbahnwelt für die kleineren Besucher ab 1 Meter Körpergröße - für die Zierer-Drachen muss man in der Regel nochmal größer sein.


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Für die noch kleineren Besucher folgte 1999 mit Dragon's Apprentice gleich die zweite Achterbahn des Parks.


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Der Lehrling des Drachens wurde ebenfalls durch W.G.H. gebaut, wobei das Layout etwas an einen Zierer Force One erinnert.


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Also eine Abwärtshelix, ein kleiner - diesem Fall geschwungener - Airtimebuckel und eine finale Kurve zurück zur Station.


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Leider entging uns diese Fahrt, laut den Technikern sollte die Bahn noch bis zum Ende des Monats geschlossen bleiben. S


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Ebenso wie die benachbarte Berg- und Talbahn. Die war 2005 am anderen Ende des Parks eröffnet worden und 2011 ins Knight's Kingdom umgezogen.


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Für mich ging es nun zurück durch den Piratenbereich und das Kingdom of the Pharaohs zur Heartlake City.


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Die gehörte früher als My Town ebenso wie der Vorgänger des Pharaonen-Königreichs zur Lego City und wurde 2015 neu gestaltet.


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Neu hinzu kam damals der Disc'O Mia's Riding Adventure, bzw. seit 2024 Autumn's Riding Adventure.


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Ein abgetrennter Teil des großen Sees dient als Heartlake Harbour Arena.


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Die wird für Stunt-Shows genutzt, dafür fehlte mir jedoch leider die Zeit.


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Stattdessen ging es gleich weiter in den 2021 eröffneten Themenbereich Lego Mythica.


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Anders als bei der zwei Jahre später eröffneten Erweiterung im Legoland Deutschland handelte es sich auch hier wieder um eine Umgestaltung.


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Die S.Q.I.D Surfer wurden als Hydra's Challenge aus dem sich um das Ostufer des Sees erstreckenden Adventure Land herausgelöst.


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Neu hinzu kamen wie in Günzburg die Fire and Ice Freefall Türme von Zierer.


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Ein neuer Spielplatz.


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Sowie der Flight of the Sky Lion - wobei es sich hier in Windsor dabei nicht um einen Wing Coaster, sondern "nur" ein Flying Theater handelt.


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Ursprünglich als Lego Movie World wie in Florida, California und Billund geplant, schwenkte man in Windsor kurzfristig auf ein eigenes Thema um.


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Wobei die paar Modelle mythischer Wesen in einer Glasvitrine wie in Günzburg recht spärlich wirken. S

Eine Wartezeit war bei meiner Ankunft nicht zu sehen, stattdessen stand nur "Back Soon" auf der Anzeigetafel. Es schien also gerade eine Störung zu geben. Aber der Wartebereich war geöffnet und ehe ich das Ende der Schlange erreicht hatte, wurden auch schon wieder Besucher eingeteilt. Letztlich war auch ich nach gut 15-20 Minuten an der Reihe. Ich landete in der oberen Reihe, auf der linken Bank ganz rechts (also insgesamt mittig in der Reihe).


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Leider ist das Treppenhaus, sowie der Raum der Pre-Show genauso spartanisch gestaltet wie der Wartebereich.

Dafür fand ich das Pre-Show-Filmchen mit dem putzig bunten, geflügelten Einhorn Bits & Bobs ganz witzig. Auch der Hauptfilm hat mir - trotz der klar sichtbaren Decke - deutlich besser gefallen, als die unscharfe Lego-Movie-Version in Florida. So eine richtige Story gibt es hier nicht, man beschränkt sich im Grunde wie bei den meisten Flying Theatern auf spektakuläre Bilder beim Flug mit Maximus durch die verschiedenen Welten von Lego Mythica. Inklusive einiger Spezialeffekte natürlich - vorwiegend Wasserspritzer.


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Ein wenig schwindelig wurde mir dennoch, aber nicht so schlimm wie in Florida.


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Anschließend umrundete ich den See.


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Hier am Ostende des Parks eröffnete 2012 das Legoland Hotel.

Dahinter beginnt quasi die Zufahrtsstraße, die einmal nördlich um das Resort herum zu den Parkplätzen auf der Westseite führt. Bevor das Hotel gebaut wurde, war 2004 an dieser Stelle mit dem Jungle Coaster eine Wilde Maus von Mack eröffnet worden. Aufgrund von Lärmbeschwerden der Anwohner - die nächsten Häuser befinden sich hier nur rund 350 Meter vom Park entfernt - wurden die Wagen 2008 mit aufklappbaren Plastikhauben versehen, was aufgrund des Gewichts jedoch zu einer Begrenzung von maximal zwei Erwachsenen pro Wagen führte. Nach der Saison 2009 wurde die Bahn wieder abgebaut und ist inzwischen als Great Lego Race im Legoland Florida zu finden - wo ich sie 2022 hatte fahren können.


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2017 folgte gleich daneben am Nordufer das Castle Hotel, dem die Dino Safari weichen musste.


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Die Lage der Hotels so direkt am See ist wirklich idyllisch.


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Zumal sich aufgrund der Abgeschiedenheit hier eher wenig Besucher hin verirren.


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Auch wenn sich mit Deep Sea Adventure unmittelbar neben dem Castle Hotel die nächste Attraktion befindet.


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Mit dem wohl hässlichsten Hinterhof-Wartebereich des Parks, den ich knappe 15 Minuten ertragen musste. Smilie :276: - AngelRides - 300772 Zugriffe


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Gut, der Teil innerhalb der Halle ist ja ok.


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2011 als Atlantis Submarine Voyage eröffnet, handelte es sich um den ersten U-Boot-Darkride in einem Legoland.


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Inzwischen sind Ableger in Dubai, Japan und California entstanden.


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Freilich taucht man nicht wirklich in einem U-Boot ab. In Wirklichkeit handelt es sich um einen Suspended Darkride von Mack.


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Lediglich der untere Teil der Gondeln befindet sich unterhalb der Wasseroberfläche.


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Dort ermöglichen große Glasscheiben den Blick auf die Fischwelt. Sowohl auf jene aus Plastik...


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als auch auf die organische. Wobei ich hinten links sitzend primär die Außenwände des Aquariums sah. S


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Selbstverständlich gehören auch Haie zum Inventar. Die Fahrt war leider extrem kurz, Dubai hatte mich mehr überzeugt.


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Weitere Aquarien - zum Teil mit einer Kuppel zum reinklettern von unten - finden sich im Ausgangsbereich.


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Seit 2020 gehört Deep Sea Adventure nicht mehr zum Adventure Land, sondern zur neuen Lego City - die bis 2014 noch Traffic hieß.


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Passend zur üblichen Fahrschule - in zwei Größen.


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Und der Boating School, bzw. Lego City Coasterguard HQ.


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Außerdem kann man noch in einem nicht fotografierten Ballonkarussell das Ballonfahren lernen.


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2005 kam noch die Fire Acadamy hinzu.


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Zwischen Boating School und See entstand 2019 zudem Haunted House Monster Party.

Die Front des Gebäudes erinnert sehr an Ghost - The Haunted House im Legoland Billund. Dort handelt es sich um einen sehr schönen Walkthrough, der mit Effekte auslösenden Taschenlampen durchlaufen wird, kombiniert mit einem familienfreundlichen Indoor-Freifallturm von abc rides. Das hatte mir bei unserem Besuch 2016 ziemlich gut gefallen, weshalb ich mir die vermeintliche Kopie in Windsor natürlich nicht entgehen lassen konnte.


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Zumal der ähnlich trostlose Friedhofs-Wartebereich hier deutlich weniger gefüllt war. Lediglich einen Durchgang musste ich abwarten.


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Das reichte aber schon, um die bereits deutlich abblätternde Farbe an den Gestaltungselementen der Fassade zu bemerken. S


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Da wäre nach gerademal 6 Jahren tatsächlich schon eine größere Renovierung fällig...

Im Inneren musste ich dann recht bald feststellen, dass es sich - anders als 2014 geplant - tatsächlich nicht um eine Kopie des Haunted House in Billund handelt. Denn nachdem die Baugenehmigung hatte auf sich warten lassen, waren die Pläne für Windsor zwischenzeitlich nochmal abgewandelt worden. Statt des Walkthroughs erwartet die Besucher im Obergeschoss des Spukhauses ein mit Bildern und Lego-Girlanden geschmückter Raum, in dem eine Pre-Show stattfindet. Lord Vampyre schwärmt von seinem neuesten Party-Trick, der den Raum auf den Kopf stellen soll, und freut sich darauf, mit seinen Snacks... äh, Freunden! zu feiern. Anschließend geht es weiter zum Festsaal mit der eigentlichen Attraktion.


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Leider untergebracht in einem weniger ansehnlichen, aber dennoch sehr gut einsehbaren Blechkasten.


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Vielleicht hätte es geholfen, das durchaus hübsche Vekoma Madhouse ins Erdgeschoss zu legen, statt im Obergeschoss zu bleiben.

Es soll sich zudem um die erste Auslieferung des Madhouse 2.0 handeln, bei dem es vor allem auf technischer Seite einige Verbesserungen und Optimierungen gab. Für Besucher ist die auffälligste Neuerung die Unterteilung der Sitzbänke, sodass nun wirklich jeder einen eigenen Sitzplatz hat und sich nicht mehr Leute auf eine Bank quetschen, als eigentlich vorgesehen. Passend zum Party-Thema wird die Fahrt hier begleitet von bunt zur Musik blinkenden Lichtern und einem eingängigen Monster-Party-Soundtrack. Leider wurde letzterer bei meiner Fahrt gleich viermal von einer Durchsage unterbrochen, die einen oder mehrere andere Besucher zum Wegstecken ihres Smartphones aufforderte. Das fand ich doch sehr nervig. Zumal die Drohung, die Fahrt bei Nichtbefolgen der Anweisung zu stoppen, spätestens nach der zweiten Durchsage ohne entsprechende Umsetzung verpufft. Sei halt konsequent und stoppe den Ride tatsächlich, oder lass es und störe die Fahrt nicht mit sinnlosen Durchsagen! Smilie :18: - Dr. Weizenkeim - 89380 Zugriffe


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Über ein Treppenhaus geht es zurück nach unten und zwischen der Wellblechhalle und einem Bretterzaun wieder vor zum Hauptweg.


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Für die drei verbliebenen Counts wurde es nun Zeit, das Duplo Valley aufzusuchen.


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Dort finden sich dem Namen entsprechend vorwiegend Attraktionen für die jüngeren Besucher.


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Darunter eine Kindereisenbahn, ein Spielplatz und ein 2013 anstelle eines Minigolfparcours eröffneter Wasserspielplatz.


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Und seit 2020 auch der Duplo Dino Coaster am Fuße des Hangs.


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Ein Kiddie Coaster von ART Engineering, baugleich zum Ba-a-a-Express im Europa Park.


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25 Minuten waren angeschlagen, tatsächlich waren es nur gute 15 für mich.


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Eine Fahrt hatte ich dabei als Single Rider vordrängeln können.


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Wobei das ängstliche Uiuiuiui des Dinos, das nach Überwindung der Kuppe einem freudigen Wohoo weicht, auf Dauer leicht nervig sein kann. S


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Den angrenzenden Hang nutzten bis 2022 zwei Schlauchbootrutschen.


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Zur Saison 2024 wurden diese mit einem nicht ganz zur Duplo-Zielgruppe passenden Dueling Reverse Coaster von Zierer ersetzt.


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Der Minifigure Speedway gehört deswegen natürlich zum Bereich Bricktopia, sodass man erstmal den Berg erklimmen muss.


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Leider gibt es keine separaten Anstellbereiche, man wird kurz vor dem Boarding zugeteilt.


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Entweder zum Team Legends in Blau, oder zum Team All Stars in Rot.


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Wobei ich den Aufbau der Queue noch immer nicht ganz verstehe. Smilie :282: - soundmachine - 523851 Zugriffe

Zunächst geht es zwischen Betonwänden mit Leitplanken leicht bergauf und dann mit einer Zickzack-Rampe zum Haupt-Wartebereich. Der besteht im Grunde aus einer großen Asphalt-Fläche mit mehr Zick-Zack, wiederum eingerahmt von Leitplanken. Dort folgt dann direkt die Einteilung, wobei auch die Fastrack-Nutzer eingeschleust werden. Hierbei beschränkt man sich allerdings immer auf die Besatzung eines Zuges pro Seite, obwohl sich nochmal eine komplette Zick-Zack-Rampe anschließt, ehe man zur Pre-Show gelangt. Da verschenkt man reichlich Platz. Andererseits muss ich gestehen, dass sich der Andrang beim Minifigure Speedway - den ich durchaus als neue Hauptattraktion des Parks gesehen hätte - ziemlich in Grenzen hielt. Es dauerte keine 15 Minuten, bis ich im Team All Stars zur Pre-Show durfte. Die besteht aus einem kurzen Einspieler, bei dem die jeweiligen Teamcaptains durch Roxie ernannt werden. Für Team Legends stehen Butterfly Girl, Corn Cob Guy, Hotdog Man, Unicorn Guy und Chilli Costume Fan zur Auswahl, beim Team All Stars wird zwischen Bublebee Girl, Green Dragon Costume, Banana Guy, Popcorn Costume und Shark Suit Guy gewählt.


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Ist die vorherige Fahrt abgefertigt, kann man endlich durch die Käfige unter den vier parallelen Lifthills hindurch zur Station laufen.


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Dabei fällt der Blick auch auf ein stattliches Anwesen oberhalb des Hangs.


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Die St. Leonard's Mansion von Anna Dodge, aus welcher der Park quasi hervorging und wo heute die Verwaltung untergebracht ist.

Hat man nach Rückkehr der Züge dann Platz genommen, kann das Rennen auf dem Minifigure Speedway beginnen. Zunächst rückwärts, die beiden inneren Lifthills hinauf. Dann geht es hinab, man rauscht durch die Station und passiert eine leicht ansteigende Gerade mit Bremsen, ehe sich die beiden Strecken in einer abtauchenden Kurve voneinander entfernen.


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All Stars rechtsherum, Legends linksherum.


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Die Kurve weiterführend geht es wieder hinauf.


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Team All Stars durchbricht dabei eine Werbetafel.


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Es folgt ein Airtimehügel über die Stationsausfahrt, wobei sich die beiden Züge in Dueling-Manier entgegen kommen.


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Team Legends durchbricht die Werbetafel anschließend von hinten.


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Es folgt eine enge Wende in jeweils entgegengesetzter Richtung. Team Legens umrundet dabei eine riesige Lego-Minifigur.


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Die kurzzeitig größte der Welt. Ihre 9 Meter Höhe wurden inzwischen von einer 26 Meter hohen Figur im neuen Legoland Shanghai übertroffen.


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Mit einem flotten Umschwung geht es diesmal unter der Stationsausfahrt hindurch, wieder mit sich kreuzenden Zügen.


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Schließlich schwenken die Strecken parallel zur Station ein und erreichen die beiden äußeren Lifthills.


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Nachdem diese erklommen wurden, wird die gesamte Strecke nochmals rückwärts absolviert.


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Leider hatte ich dabei den Eindruck, dass die Pause vor dem wieder loslassen nicht immer identisch war.


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Sprich, dass die eine Spur den Richtungswechsel schneller vollzog als die andere, was einem gerechten Rennen wenig zuträglich wäre. S

So kam es dann auch, dass bei allen drei von mir absolvierten Fahrten - angesichts der humanen Wartezeit hatte ich im Gegensatz zu anderen FKFlern darauf verzichtet, bei der Einteilung zu diskutieren und auf die richtige Seite zu warten, und war damit zunächst zweimal im Team All Stars gelandet, ehe ich auch das Team Legends abhaken konnte - die blaue Spur den Sieg einfuhr. Bei der ersten Fahrt tatsächlich denkbar knapp, die beiden übrigen dann doch recht deutlich. Auch bleibt das Rennfeeling zwischendurch leider ein wenig auf der Strecke, da sich die Züge einfach zu weit voneinander entfernen. Beim Richtungswechsel auf den Lifthills kann man noch halbwegs abschätzen, wie das Rennen läuft, ansonsten lässt sich (zumindest bei knappen Rennen) aufgrund der gegenläufigen Streckenführungen nicht wirklich sagen, wer gerade die Nase vorne hat.


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Erst bei Einfahrt in die Bremse vor der Station sieht man dann, wer das Rennen gemacht hat.


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Davon abgesehen aber eine tolle Doppel-Anlage mit spaßigem Layout. Smilie :25: - Dr. Weizenkeim - 2109242 Zugriffe

Und es freut mich sehr, dass 2026 ein Klon davon im Legoland Billund anstelle des abgerissenen Raftings eröffnen wird. Dort allerdings auf flachem Gelände, weshalb sich die hier in Windsor trotz Hanglage noch recht hoch aufgeständerten Kurven ein gutes Stück in den Boden eingraben müssen. Weitere Auslieferungen des Dueling Reverse Coasters sind noch nicht bekannt, aber ich bin zuversichtlich, dass es nicht bei diesen beiden Anlagen bleiben wird.


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Nachdem ich nun um 14:36 Uhr alle geöffneten Counts in der Tasche hatte, konnte ich mich endlich dem Herz eines jeden Legolands widmen.


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Dem zwischen Duplo Valley und Hill Train gelegenen Miniland.


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Meinen Rundgang startete ich mit dem Kennedy Space Center Visitor Complex. Der im Original natürlich nicht in England, sondern in Florida liegt.


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Im dortigen Legoland findet sich daher natürlich eine Kopie mit identischen Modellen.


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Direkt gegenüber wurde 2018 eine der anderen Inseln neu gestaltet und mit weiteren Sehenswürdigkeiten der USA versehen.


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Neben der Route 66 sind das die Golden Gate Bridge, Las Vegas, die Freiheitsstatue, der Gateway Arch.


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Dazu Flat Iron Building, Empire State Building, Crysler Building und Guggenheim Museum als einige der bekanntesten Gebäude New Yorks.


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Und natürlich darf auch das Weiße Haus nicht fehlen - noch ohne goldenen Ballsaal. Smilie :58: - Maxi - 396670 Zugriffe


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Unter dem Titel Explore the World kamen außenrum im gleichen Jahr zudem einzelne Sehenswürdigkeiten aus dem Rest der Welt hinzu.


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Neben der Basiliuskathedrale in Moskau auch das Sydney Opera House,


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die Verbotene Stadt in Peking,


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und das Taj Mahal in Agra.


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Ein wenig lokaler geht es weiter in Frankreich mit einer Seilbahn im Mont-Blanc-Massiv.


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Gleich daneben ragt die Felseninsel Mont-Saint-Michel aus dem Wasser.


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Auf der thront die gleichnamige Abtei samt kleinem Dorf.


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Arc de Triomphe und Eiffelturm lassen vermuten, dass es sich hier um Paris handeln soll.


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Auch die Basilika Sacré-Cœur gehört zur französischen Hauptstadt.


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Ob die Diebe, welche vier Monate später im Louvre auf Beutezug gehen sollten, auch so ein Modell zur Planung genutzt haben? Smilie :12: - Dr. Weizenkeim - 902529 Zugriffe


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Nur wenige Meter weiter kommt man endlich nach England. Hier das Leeds Castle in der Grafschaft Kent.


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Den Brighton Palace Pier hatten wir bei unserer Tour leider nicht auf dem Plan. Hier musste das Lego-Modell reichen.


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Als Motorsport-Nation und Heimat des amtierenden F1-Weltmeisters darf auch eine Rennstrecke nicht fehlen.


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Der benachbarte Santa Pod Raceway war 1966 europas erster permanenter Dragstrip für 1/4- und 1/8-Meile-Rennen.


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Ob der ausgedehnte Hafen ein konkretes Vorbild hat, konnte ich leider nicht herausfinden.


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Der rote Turm an der Hafeneinfahrt stellt aber wohl den Grimsby Dock Tower dar.


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Könnte der Bell Rock Leuchtturm vor der schottischen Küste sein. Das ist aber eine reine Vermutung.

Sicher bin ich mir dagegen bei der Brücke im Hintergrund. Auf den ersten Blick dachte ich, es handele sich um die Neue Elbbrücke in Hamburg. Aber die sieht bei genauerem Hinsehen doch nochmal etwas anders aus. Tatsächlich handelt es sich um ein Modell der Royal Albert Bridge, einer eingleisigen Eisenbahnbrücke zwischen Plymouth und Saltash.


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Moderne Architektur. Is' nich' von Dauer... Smilie :58: - Maxi - 396670 Zugriffe

Der Turm hinter Stonehenge steht im Original auf dem Glastonbury Tor, wobei das keltische Tor wohl konischer Hügel bedeutet. Auf diesem Hügel war im 5. Jahrhundert zunächst eine Festung und im Mittelalter eine Kirche errichtet worden. Im 14. Jahrhundert wurde dann die Kirche St. Michael's gebaut, von der heute nur noch die restaurierte Ruine des Turms übrig geblieben ist.


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Kurzer Ausflug nach Schottland mit der Ruine der Jedburgh Abbey.


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Und damit kommen wir zur Heimat des hiesigen Legolands: Windsor.


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Eine Abstimmung hatte zwischenzeitlich ergeben, dass wir Windsor Castle im Anschluss an den Parkbesuch ebenfalls kurz ansteuern würden.


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Von einer königlichen Residenz zur anderen. Den Buckingham Palace hatten wir ja am Vortag bereits besucht.


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Ebenso wie das London Eye. The Gherkin im Hintergrund war Anfang des Jahres mit weiteren Wolkenkratzern neu errichtet worden.


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Das Modell des damals noch Clock Towers war 1995 das erste Modell, das auf der Baustelle des Legolands Windsor aufgestellt wurde.

Bleibt die Frage, ob es sich - zumindest im Kern - noch um das ursprüngliche Modell handelt, das dann schon stolze 30 Jahre auf dem Buckel hätte. Gemäß älteren Bildern wurde der Big Ben zwischenzeitlich zumindest leicht versetzt und den angedeuteten Palace of Westminster hat man auch erst später ergänzt.


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Bei der Tower Bridge passen leider die Proportionen nicht ganz, die künstliche Themse ist etwas zu schmal geraten. Smilie :282: - soundmachine - 523851 Zugriffe


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Sogar die von uns genutzte Waterloo Station ist hier nachgebaut.


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Den Trafalgar Square hatten wir leider nicht besucht, auch wenn es vom London Eye gar nicht so weit gewesen wäre.

Aber es wären halt nochmal einige Schritte zusätzlich gewesen, weshalb wir uns den Schlenker gespart hatten. Der 1910 errichtete Admiralty Arch bildet den östlichen Abschluss der Prachtstraße The Mall zwischen Trafalgar Square und Buckingham Palace. An den Trafalgar Square grenzt seit 1838 auch die National Gallery, wohingegen der 189 Meter hohe Fernsehturm BT Tower in Wirklichkeit gut 1,5 Kilometer entfernt steht.


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Eine Ebene tiefer geht es nochmal auf die andere Seite der Nordsee. Mit dem Rathaus von Leuven in Belgien.


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Und auch die Niederlande sind mit einem größeren Abschnitt vertreten.


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Mit einem kurzen Abstecher nach Italien, genauer San Gimignano, beendete ich schließlich meine Runde durchs Miniland.


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Danach ging es nochmal ins Duplo Valley zur Märchenbootsfahrt Fairy Tale Brook mit Walk-On.


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So bekam ich eines der kleinen Bötchen, die eigentlich vier Personen Platz bieten sollen, für mich alleine.


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Hersteller des zusammen mit dem Park 1996 eröffneten Märchenbachs war wiederum W.G.H.


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In gemütlichem Tempo schippert man durch einen dicht bewaldeten Teil des Parks mit diversen Märchenszenen am Rande des Kanals.


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Darunter Dornröschen, die gerade von ihrem Prinzen wachgeküsst wird.


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Ein böser Wolf taucht in vielen Märchen auf. Badum Tss Smilie :256: - Diddi - 937667 Zugriffe


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In diesem Fall, um die Häuser der drei kleinen Schweinchen umzupusten.


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Auch Rotkäppchen macht Bekanntschaft mit einem Wolf.


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Getarnt als Großmutter mit großen Ohren, großen Augen, großen Händen und einem entsetzlich großen Maul.


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Bei Hänsel und Gretel kommt kein Wolf vor. Dafür wirkte Hänsels Handbewegung etwas suspekt. Smilie :250: - Stef - 110413 Zugriffe


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Die 7 Zwerge sind auch am Start.


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Ebenso wie Aschenputtel, die sich


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von der guten Fee mit einem Bibbidi-Bobbidi-Boo


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ein hübsches Kleid samt Glasschuhen für den Ball im Schloss des Königs zaubern lässt.


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Sogar eine Höhle wird durchfahren.


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Dabei handelt es sich um jene Höhle, in der Aladdin die Wunderlampe findet.


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Schließlich kommt man noch am Märchen Goldlöckchen und die drei Bären vorbei, ehe sich die Boote mitunter etwas stauen.


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Grund ist ein Förderband, das den minimalen Höhenunterschied zwecks Strömung überwindet und die Boote anschließend wieder separiert.

Damit fehlte mir als letzte größere Attraktion nun lediglich noch die Wildwasserbahn. Allerdings musste ich dafür wieder einmal quer durch den gesamten Park und in einer guten Stunde bereits wieder zurück, um pünktlich zum Gruppenfoto und der vorzeitigen Abfahrt am Parkeingang zu sein. Leider war die angezeigte Wartezeit mit 45 Minuten im Vergleich zum Vormittag nur unwesentlich gesunken. Da ich aber sonst nichts mehr vorhatte, stellte ich mich einfach trotzdem mal an. Hätte ja sein können, dass es doch schneller geht. Sonderlich zügig bewegte sich die Schlange jedoch nicht voran, ganz im Gegensatz zur Uhrzeit.


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So musste ich einsehen, dass ich es wohl nicht rechtzeitig zur Station schaffen würde und gab Pirate Falls: Treasure Quest auf.


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Gebaut wurde die ebenfalls 1996 eröffnete Wildwasserbahn übrigens von Zamperla.

Die verbliebene Zeit nutzte ich, um meine leeren Flaschen an einem der Trinkwasserspender im Park aufzufüllen. Und etwas zu Essen brauchte ich auch dringend. Hierzu steuerte ich die Pirate's Burger Kitchen gleich neben der Wildwasserbahn an. In der großen Halle waren kaum noch andere Besucher unterwegs und die Klimaanlage sorgte zusätzlich für einen frostigen Empfang. Über einen der Touchscreens gab ich meine Bestellung auf und blechte stolze £25 - das sind fast 30€! S - für einen Buccaneer-Burger samt Pommes und Getränk. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass die "normalen" Burger deutlich günstiger gewesen wären. Der Buccanneer-Burger war ein Special in einem schwarzem Burgerbrötchen. Der brauchte dann wohl auch etwas länger zur Zubereitung, denn zwei nach mir aufgegebene Bestellungen wurden noch vorher übergeben. Dafür versuchte mir die Dame hinter der Theke aber wohl klar zu machen, dass ich mit dem Kauf dieses Burgers auch die Möglichkeit hätte, an einem Glücksrad zu drehen. Nachdem ich zunächst aus Zeitgründen abgewunken hatte, folgte ich ihr letztlich in Richtung des Glücksrads. Sie hatte meine Absage aber wohl doch angenommen und bog einfach in die Küche ab. Nunja, ich machte mich dann also mit meinem Abendessen auf den Weg in Richtung Treffpunkt am Parkeingang. Nochmal fix durchs Miniland und über Rampen und Treppen den Berg hinauf.


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Während sich die Meute zusammenfand, begann ich schonmal mit meinem Burger - der immerhin ganz ok schmeckte.

Wir konnten sogar ein Legostein-Maskottchen überreden, sich zum Gruppenfoto dazuzugesellen - was zwei oder drei leicht verspätet eintreffenden Teilnehmern entging. Schließlich ging es zügig zu den Bussen, die sich um 16:30 Uhr in Richtung des benachbarten Windsors in Bewegung setzten...


Fazit: Das Legoland Windsor überzeugt mit seiner Lage im hügeligen Gelände am Rande von Windsor. Die ermöglicht eine tolle Aussicht vom Plateau des Eingangsbereichs über den Park hinweg - auch wenn das mit gewissen Strapazen verbunden ist, wenn man vom unteren Ende wieder nach oben möchte und dafür nicht den Hill Train nutzt. Die Kapazitäten sind für einen Park mit dieser Anziehungskraft oftmals leider etwas knapp bemessen, dennoch fand ich bei meiner Runde meist noch annehmbare Wartezeiten vor. Highlights dieses Legolands waren für mich der herstellerbedingt einzigartige Dragon mit seinen weiten Kurven und den ungewohnt fließenden Übergängen von freier Strecke zu den Lifthills, sowie natürlich der rasante Minifigure Speedway.
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