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Walt Disney World - Magic Kingdom in USA
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Wieder dort - ein episodischer Bericht. Mit Bildern
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multimueller
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Aufsteiger Tom

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Avatar von multimueller
Link zum Beitrag #970560 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 09:36
3 mal bearbeitet, zuletzt am 18.07.2016 18:16
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Wieder dort - ein episodischer Bericht. Mit Bildern

Dreimal ist keinmal

Ich war ja schon mal in Orlando. Irgendwie ergibt sich das zwangsläufig. In diesem Jahr sogar drei Mal. Was Rekord ist. Das erste Mal im April mit Herrn sodapop. In Angesicht von 9 (von 9) verpassten Neuheiten hat mich dann die Deutsche Lufthansa in einem schwachen Moment mit einem Angebot überrumpelt. Folge: ein zweites Mal im Oktober. Kurz. Und nun ja, dann meinte meine Frau, sie könne auch mal wieder mit mir nach Florida fliegen. Im Dezember. Meiner Frau kann ich nichts abschlagen. Das wäre Nummer drei. Gott sei Dank habe ich eine Disney Jahreskarte. Ginge ja sonst auch ins Geld. Gilt leider nicht in Anaheim. Da bin ich im September.


Hier zeigt sich der wahre Enthusiast



Sowas - mein Bügel hat sich nicht geschlossen!

Die finanziellen Herausforderungen eines Orlando-Trips gleich dreimal im Jahr zu schultern, ist im Grunde ein Leichtes: Eigene Firma gründen. Alles auf ein Produkt setzen. Hoffen, dass alles gut geht. Geht es aber nicht. Geht es nie. Daher setzt man sich als Selbstständiger irgendwann vor den PC und steht faktisch nicht mehr auf. Dabei entsteht dummerweise eine dauerhaft positive Kalorienbilanz und somit eine schleichende aber nicht weniger heimtückische Gewichtszunahme. So hieß es dann bei Hollywood Rip Ride Rockit für mich zum ersten Mal „Wir müssen (leider) draußen bleiben“. Verschmerzbar. Überraschender traf mich hingegen das Volumen-Aus bei „Harry Potter und die Bank am Kuka-Roboterarm auf der Schiene“: kurz vor dem Ziel wurde ich am Test-Sitz selektiert und abgelehnt. Aber wenigstens mit einem „Lassen Sie den (dicken) Mann doch mal nach vorne“-Universal-Vordrängel-Ticket belohnt. Auf meine Anmerkung, dass dies das gänzlich falsche Signal sei, hieß es nur „You are perfect just the way you are“. Wer wäre ich, dem zu widersprechen! Da aber zwischen diesem deutlichen Warnsignal und unserem zweiten Besuch kurz vor Abflug 10 Tage à mindestens 20km per pedes standen, hieß es beim Folgebesuch am Test-Sitz „Ich habe heute leider kein Universal-Vordrängel-Ticket für Dich“. Geht doch!


Der Maurer X-Car Bügel war meinem prächtgen Wanst nicht gewachsen



Des Drachen feuriger Atem weht über den Harry Potter Themenbereich B



Der Mann von der Bahn



Der Zug vom Mann von der Bahn



Thematisches Detail



Die nun nicht mehr duellierenden Drachen



It's for you own safety.



Entschuldigung, sind Sie prominent?

Tatort Magic Kingdom – Bahnhof Main Street U.S.A. Kurz vor der Parade. Obere Aussichtsplattform. Der Platz ist in drei Segmente eingeteilt: links, Mitte und rechts. In der durch Seile abgetrennten Mitte eine junge Dame samt Entourage und ganz vielen ganz aufgeregten Cast-Membern, rechts ich. Und eine ältere Dame, die – in Unkenntnis meiner Person und somit der mir eigenen gänzlichen Ahnungslosigkeit, was zeitgenössische Pop-Kultur angeht – wissen wollte, ob ich die junge Dame (Mitte) denn wohl kannte und ob diese denn eine „Celebrity“ sei. Nun bin ich ein sehr höflicher Mensch. Ich rief der jungen Dame (Mitte) also ein „Excuse me“ zu, samt der Frage, ob sie es denn nun sei. Berühmt. Ja, war sie wohl. Und ich dürfe auch gerne in die Mitte zu ihr kommen. So konnte ich nicht nur die Frage der älteren Dame (rechts) aus erster Hand beantworten, sondern auch meine Paradenfotos aus der Mitte schießen. Nur die Disney Cast-Member waren sichtlich nervös. Den Namen der jungen Dame habe ich leider vergessen. Bupkes.


Der Blick von meinem charmant-dreist eroberten Logenplatz



Beauty and the beast



Arielle - meer Jungfrau geht einfach nicht



Peter Pan und Wendy



Hat die Haare schön: Merida



Jede Parade wird von feuerspeienden Drachen enorm aufgewertet.



Am Ende schaut der Chef nochmal selbst vorbei.



Don’t mess with my Pod!

Ich habe mich mittlerweile fast an die 10 Kilo Marschgepäck gewöhnt, die ich für ein gutes Foto den lieben langen Tag auf dem Rücken mit mir herum schleppe. Wobei in meinem speziellen Fall dessen relative Masse im Vergleich zum Gesamtsystem „Equipment + Fotograf“ gar nicht mehr soo sehr ins Gewicht (ha, ha) fällt. Eine Sache war aber bislang immer ein Knackpunkt: das zwar nicht für Nacktfotos aber vielmehr für Nachtfotos dringend benötigte Stativ. Erste Versuche mit einem Billigprodukt haben mich fast einen Finger gekostet. Dessen Nachfolger (des Stativs, nicht des Fingers): ein dickes Manfrotto. Durch und durch super. Man kann damit bei Feuerwerksfotos über das Meer von hochgereckten Handy-Displays fahren. Tagsüber erweist sich der dreibeinige Bolide aber als echter Klotz am Bein und wird bei den immer rigider werdenden Taschenkontrollen nicht so gerne gesehen, zumal die Disney’sche Hausordnung bestenfalls „Tripods that fit in a standard backpack“ zu tolerieren bereit ist. Somit kam beim letzten Trip ein leichtes Manfrotto zum Einsatz, das man auf 40cm zusammenschieben kann und das nur knapp über ein Kilo wiegt. Vermutlich, weil es aus den Knochen von italienischen Magermodels geschnitzt wurde. Anyway, der natürliche Feind des bis zu 40 Sekunden belichtenden Feuerwerks-Fotografen sind gegen das Stativ tretende Kinder. Je geringer die relative Masse des Stativs zum Kind, desto größer der potenzielle Schaden am Bild. Für dieses Problem gibt es aber eine Lösung, deren Praxistauglichkeit ich persönlich bestätigen kann: im Gespräch mit den Eltern beiläufig einfließen lassen, dass die Kamera sehr teuer und sehr empfindlich sei. Klappt super. Eine echte Alternative zu „mit tiefer Stimme und deutschem Akzent sprechen (und dabei böse gucken)“ oder „vorher sehr viel Bohnen essen“.


IllumiNations: Reflections of Earth vom Standard-Viewpoint aus gesehen (FP+ Bereich)



Hier vom japanischen Pavillion



Nur echt mit dem Torii des Itsukushima-Schreins



Wenn man das Stativ schon mal ausgepackt hat, kann man beim Hinausgehen auch gleich die Kugel fotografieren



Was viele nicht wissen: in der Kugel befindet sich ein Darkride



Drinnen werden berühmte Filmszenen gezeigt, wie aus „The Mummy returns“



Und „Harry Potter und die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern“



Der Barr/Helios/Nimbus-Effekt

Kann mir eigentlich mal jemand erklären, warum sich jedes Mal, wenn man sich auf diese Rafting gewordene Unverschämtheit von „Popeye & Bluto‘s Bilge-Rat Barges“ hat quatschen lassen und danach reumütig und bis auffe Unnerbuchs nass nach trocknenden Sonnenstrahlen trachtet (die es in Florida durchaus geben soll) eine Wolke vor Helios schiebt? Und man dann den ganzen Rest des Tages mit Schmatz-Geräuschen in der Hose durch den Park stakst? Und man sich jedes Mal, wenn der eisige Hauch der Aircondition aus einem der Shops und Restaurants weht, untenrum fühlt, wie Han Solo, kurz bevor er in Karbonit eingefroren wird?


Was für eine Un-ver-schämt-heit!



Was erlauben die sich?



Die Bahn geht ja noch. Trotzdem: Auch Unverschämtheit!



Ein notwendiger Rückblick

Eines der spektakulärsten Sheikra Fotos überhaupt kann man rechts von der Splashzone machen. Problem: der Photo Spot selbst ist auch eine solche. Da sich Wasser aber nur mit endlicher Geschwindigkeit bewegt, ist es durchaus möglich, in letzter Sekunde abzudrücken und umgehend Fersengeld zu geben. Wenn dann nicht ein soakgeiler Bengel den rettenden Ausweg versperrt. Dann kann man diesen entweder tacklen (und danach besser noch mehr Fersengeld geben) oder sich schützend über die Kamera (wie schon gesagt: Sehr teuer. Sehr empfindlich) beugen, tapfer die niederprasselnde Wasserwand absorbierend.


Ein guter Fotograf ist der Fotograf, der für ein gutes Bild auch zu leiden bereit ist.



Oder er fotografiert von der anderen Seite. Aber das machen ja alle.



Oder er fotografiert Coaster, die ohne Wasser auskommen, wie Montu.



Oder den Schwarzkopf-Klassiker „Scorpion“



Aus dieser Perspektive hat noch nie jemand den B&M-Looper „Kumba“ abgelichtet. Selbst ich nicht.



Cheetah Hunt in voller Fahrt



Strukturelle Dekomposition durch Aufwärts-Perspektive



Optimus Prime und ich

Ich weiß jetzt wo die Aufzüge in „Transformers – The Ride“ sind. Ich finde den Ride auch von Mal zu Mal weniger schlecht. Hey! Watch out! Brace yourself! Behind you! He’s coming after you. Hold on!


Da isser ja, der Optimus



Universal Standard Postkarten-Motiv A



Universal Standard Postkarten-Motiv B



Sehr geile Karre. Sehr - ähm - pinke Farbe



Finden auch andere



Donuts?



Gerne!



The Universe and You



Jake und Elwood - zwei der drei coolsten Säue im Park. Dritte coole Sau nicht im Bild (da hinter der Kamera)



Wer die Studios nicht ehrt, ist Walt Disney nicht wert

Gegenwärtig beziehen die Hollywood Studios mächtig Prügel, was zu einem gewissen Grad berechtigt sein mag, denn: Ja, der Park war mal besser. Er hieß auch mal anders. Und ja: in der Frozen Show passiert nichts, was man zuhause mit einem DVD-Player nicht auch selbst machen könnte. Let it go. Aber im Park ist der gute Tower. Und der Rock’n’Roller Coaster. Make it a Super-Stretch. Und der Park hat mit dem Great Movie Ride den längsten (wenn man bei Ellen die Filmsequenzen abzieht, sonst hätte sie natürlich den längsten). Die Attraktion hat jetzt auch eine neue Moderation – die Cast Member beginnen die Fahrt jetzt nicht mehr mit der verblüffenden Feststellung, dass „Footlight Parade“ (Parade im Rampenlicht) ihr Lieblingsfilm sei. Ich denke, dass dieses Einstellungskriterium das Recruiting empfindlich verkompliziert hat. Und es gibt Toy Story Mania. Jetzt mit 3 Tracks. Und Muppets 3D. Immer noch mit 3 D: Dorothy, Dinah und Max (Debbie war krank, also hat die Union ihn geschickt). Too bad, they spoiled it with a pig. Und Beauty and the Beast. Live on stage. Und Indiana Jones. Und Chewbacca. Und Darth Vader. Und wahllos Touristen verhaftende Sturmtruppler. „This one looks suspicious to me“. Ja, hallo? Meine Rede!


The Great Movie Ride präsentiert Szenen aus „The Public Enemy“ …



… Raiders of the Lost Ark (Jetzt Twix of the Lost Ark)



… Casablanca – Here’s looking at you, kid …



… Der Zauberer von Oz …



… Pirates of the Caribbean …



… Und Jurassic Park … Äh, Moment. Irgendwas stimmt hier nicht.



I've got you a really fast car



Darth Vader – gerade vom Todesstern angereist



Dr. Jones junior bei der Arbeit



Merke: Explosionen sind gut.



Große Explosionen sind besser.



Selbstportrait mit Wookie



Wenn Sie mal kurz mitkommen möchten …



Und natürlich die Königin der Abendunterhaltung, das Beste, was 9.900 Leute abends um 9 an einem künstlichen Berg inmitten eines künstlichen Sees machen können. Sitzend (Nach einem langen Tag im Park ein nicht zu unterschätzender Vorteil gegenüber Illuminations und Wishes). Die Rede ist natürlich von Fantasmic! – presented by Pop Secret. Und am besten zu genießen mit einem Dining-Package im Hollywood Brown Derby. Wobei sich der wahre Connaisseur zusätzlich 45 Minuten vor Showtime zum Hollywood Hills Amphitheater aufmacht denn a) garantiert dies einen guten Platz in der Mitte der Mitte und b) ist die Stimmung, während man dort zusammen mit den anderen 9.899 Leuten auf die Show wartet … unvergleichlich.


Wird es Primär-Antagonistin Königin Grimhilde gelingen, Mickey Mouse vernichten?



Spoiler: Überraschenderweise nicht!



Und das Allerneuste und Beste und überhaupt: Nach der Show ist vor der Show, denn direkt (für meine Begriffe ein wenig sehr direkt) nach Fantasmic! gibt es noch ein Star Wars Feuerwerk zu bestaunen, dessen schiere Brachialität sich nur auf drei Arten erklären lässt:

  1. Weil Disney durch Übernahme von Lucasfilm die Star Wars Lizenz gespart hat und man das Geld kurzerhand in Feuerwerkskörper investiert hat.
  2. Weil man sich schämt, dass im Park gerade so viel zu ist.
  3. Weil Sie’s können.


If you work with explosives … it’s dangerous. Thank you.


Ka-Wumm (I)



Ka-Wumm (II)


Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.


In vino veritas oder „Statt Formschnittbüschen“

Das alljährlich im Epcot stattfindende „Food & Wine Festival“ ist immer ein Riesenhit, ermöglicht es doch den überwiegend amerikanischen Besuchern, die sich für so ziemlich jedes internationale Urlaubsziel stundenlang in den Flieger quetschen müssten, ihren Horizont kulinarisch zu erweitern. Und unter freiem Himmel Alkohol zu konsumieren, ohne potenziell verhaftet zu werden. How great is that? Mittlerweile hat Busch Gardens den Erfolg erkannt und zieht mit einer eigenen Veranstaltung, dem „Food & Wine Festival“ (sic!) nach. Da Herr Beifuss fuhr, hatte ich die Gelegenheit, das Wechselspiel von hohen Temperaturen, direkter Sonneneinstrahlung und selbst geringen Mengen des dem Festival namensgebenden Weins zu erforschen. Amazing. Auch die Häppchen mundeten.


Im Unterscheid zum „Food & Wine Festival“ in Epcot gibt es im „Food & Wine Festival“ in Busch Gardens auch Formschnittbüsche



Das hier ist so bizarr, dass mir die Worte fehlen.



Ich habe gehört, dass auch Universal 2018 mit einer vergleichbaren Veranstaltung nachzieht. Als Titel ist „Food & Wine Festival“ im Gespräch.

Während unserer Anwesenheit fand im Ecpot und im Übrigen das „Flower & Garden Festival“ statt. Das zieht zwar deutlich weniger Besucher an, dafür ist der ganze Park mit „Topiaries“ gefüllt. Diese Formschnittbüsche geben aber erheblich attraktivere Fotomotive ab, als angetrunkene Parkgäste.


Elsa als Formschnittbusch



Schneewittchen und die Sieben Zwerge – 90 Minuten



Mickey Mouse mit Epcot Kugel



Buzz Lightyear grüßt vor Mission:Space



Kulinarische Randnotizen

  • Bestelle im Olive Garden nur dann Hauptgericht und Vorspeise, wenn es Dir wirklich ernst ist!
  • Die Lobster Roll in Lombard’s Seafood Grille ist ausgesprochen schmackhaft.
  • Gegenwärtig noch ein Geheimtipp im Magic Kingdom: Jungle Skipper Canteen. The Mac & Cheese are even cheesier than the waitress’es jokes. Und soooo lecker. Die machen die mit Ricotta. Und in Schichten, wie eine Lasagne. Fast wäre der Harry Potter Bügel auch beim zweiten Mal nicht zugegangen.


    Normalerweise fotografiere ich mein Essen nicht. Ich denke, dass das hier aber eine Ausnahme rechtfertigt.


  • Wir hatten im deutschen Themenbereich im Epcot einmal zwei Bratwurst bitte. Mit Sauerkraut. Das ist keinesfalls einfallslos. Das ist Finesse.


Morgens um Sieben ist die Welt noch in Ordnung (und Parken noch frei)

Jeder ambitionierte Magic Kingdom Besucher muss diese Rückwärtsrechnung beherrschen: auf wann muss ich den Wecker stellen, um – den eigenen Jetlag gegen Einheimische und Touristen von der Westküste nutzend – pünktlich zur Eröffnungs-Zeremonie am Park zu sein? Insbesondere, wenn es noch die online bestellten Tickets abzuholen gilt, ist das eine mehrgliedrige Gleichung voller Schätzwerte. Taschenkontrolle. Boot-Transfer. Warten am Ticket-Counter. Laufen vom Auto zum Parkeingang. Navigieren auf dem Disney-Gelände. Fahren zum Disney Gelände. Wagen holen. Checken, ob man auch alles dabei hat. Zähne putzen. Checken, ob man auch alles dabei hat. Sonnencreme. Checken, ob man auch alles dabei hat. Frühstücken. Kamera startklar machen. Checken, ob man auch alles dabei hat. Wir waren so früh am Magischen Königreich, dass wir alle Kassenhäuschen an der Parkeinfahrt noch unbemannt vorfanden und somit – tätä! – 20$ Parkgebühren gespart haben. Leider mussten wir dafür 30 Minuten an den geschlossenen Ticket-Schaltern ausharren, um unsere Online-Voucher gegen schmucke Magic Bands zu tauschen. Wer jetzt vermutet, dass wir auch am Eingang zum Magic Kingdom die Ersten waren: weit gefehlt: 30 Minuten vor der Eröffnungs-Show war der Vorplatz schon gut mit Hotelgästen gefüllt.


Dennoch gelingen mit Höflichkeit frühmorgens noch solche „Bahnhof mit ohne Leute“-Bilder.



Tangled Turm – darunter: Toiletten



Hier nochmal aus einer leicht anderen Perspektive



Der Großdonnerberg in seiner ganzen Pracht



Während der Fahrt: Rendezvous mit einem Schaufelraddampfer



Big Thunder Mountain von Tom Sawyer Island aus gesehen – im Gegenlicht (Trickaufnahme)



Hier zum Vergleicht mit ohne Gegenlicht


Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.



Cumulus Isobar – Rainmaker. Bitte nicht!



Der sieben Zwerge Bahn …



… schwingend um die Kurve rauscht.



Im Innern werden gerade die Aquisitionen von Marvel und Lucasfilm gegenfinanziert



Der sieben Zwerge Haus. Für Schneewittchen bitte zweimal klingeln.



Eine großartig inszenierte Attraktion



Wohin geht es denn wohl hier?



Ahh! Splash Mountain. Häschen, Drops und ein akzeptables Nässe-Niveau. Bin dabei!



Glückliche Menschen nach dem Splash



Welch ein schönes Panorama!



Ich bin das Licht. Ich bin Dein Freund. Oder Dein Feind. Je nachdem.

Den ambitionierten Lichtbildner fordert Florida mit einer so genannten Hartlicht-Situation heraus. Daher gilt mehr noch als Blende und Belichtungszeit den Sonnenverlauf in Relation zur geografischen Parklage zu beherrschen: Beide Kingdoms nach Norden, Epcot nach Süden und die Hollywood Studios nach Westen. Mit Sonnenaufgang im Orient (also Osten) und -Untergang im Okzident (also Westen) ergeben sich so gewisse fotografische Gesetzmäßigkeiten. Splash Mountain morgens. Mission Space am späten Nachmittag. Das nützt einem natürlich gar nix, wenn sich bestimmte Motive aufgrund miesen Himmels (eine so genannte Kacklicht-Situation) über Jahre der fotografischen Behandlung entziehen. Wie zum Beispiel Expedition Everest und der Tree of Life. Seit 2007. Nebel. Regen. Jedes Mal. Diesmal aber nicht. Beharrlichkeit und der unbeugsame Wille zum Bild zahlen sich aus. Gesagtes gilt im Übrigen auch für Diagon Alley im Dunkeln mit ohne Leute. Wobei dort zusätzlich ein charismatisch-charmantes Auftreten absolut hilfreich ist.


Da isser ja. Der Tree of Life. Mit Wolken und Sonne.



Namaste. Expedition Everest. Bei Sonne. Im Hochformat …



… Und im Querformat …



… Und in einer fotografisch genialen Vordergrund- Hintergrund-Komposition. Everybody say „Aahhhh!“



Wir unterbrechen das Programm für eine Auswahl von Tierbabys-Fotos. Everybody say „Oohhhh!“



Mit der Kilimanjaro Safari unterwegs



Finden Sie die Giraffe in diesem Bild.



Gorillas ohne Nebel



Unvermittelt bricht ein Tyrannosaurus Rex durch das dichte Gebüsch – fast wähnt man sich im falschen Park.



Der „Themeing Goldstandard“



Der umgestaltete „Port Harambe“



Dämmerung in der Diagon Alley



Signatur-Shot in Farbe …



… und ohne



So nah – und doch so fern

Am Anfang des Trips, da sind sie alle noch fit. Im Verlauf ändert sich das meist und somit auch die Entscheidungstendenz beim all-Disney-morgendlichen Dilemma: Zu Fuß zum Parkeingang oder Tram nehmen? Sicher, die Tram ist bequemer. Aber auch potenziell tödlich! Ich kenne noch Zeiten – und die sind noch nicht so lange her – da hatten die Bimmelzüge noch keine Türen! Unvorstellbar, oder? Not macht bekanntlich erfinderisch und so sind die Leute damals einfach nicht bei voller Fahrt aus den Wagen gesprungen. Heute ist das Gott sei Dank anders. Und neben den lebensrettenden Klapptüren bewahrt uns Disney noch auf andere Art und Weise vor möglichem Übel: Sobald alle an Bord der Tram sind, spricht eine körperlose Stimme, die aus dem Nichts zu kommen scheint, die folgenden, rituellen Worte:

Körperlose Stimme, die aus dem Nichts zu kommen scheint For your safety, remain seated with the doors closed – keeping your hands, arms, feet, and legs inside while the tram is moving – and supervise your children. Para su seguridad, permanezca sentado con las manos, brazos, pies, y piernas dentro del vehículo. Y cuida sus niños. ¡Gracias! Please hold on to hats, glasses, or any loose items that could fall from the tram. If an article should fall, please stay seated until the next stop, and inform the nearest cast member. Thank you.


Während man also seine schweißnassen Finger tief in alle losen Artikel gräbt, damit diese auf dem folgenden Höllenritt nicht verloren gehen können, nimmt meist draußen an der gelben Linie das Verderben seinen Lauf: Die „No further boarding“-Calls eloquent ignorierend schiebt sich irgend so ein Schmock noch schnell auf den eigentlich schon abfahrbereiten Wagenverbund. Nun ist es so, dass alle, wirklich alle Passagiere an Board des „Safety Spiels“ anhörig geworden sein müssen, damit die Tram losfahren kann. Somit spricht erneut eine Stimme, die aus dem Nichts zu kommen scheint, die folgenden, rituellen Worte:

Körperlose Stimme, die aus dem Nichts zu kommen scheint For your safety, remain seated with the doors closed – keeping your hands, arms, feet, and legs inside while the tram is moving – and supervise your children. Para su seguridad, permanezca sentado con las manos, brazos, pies, y piernas dentro del vehículo. Y cuida sus niños. ¡Gracias! Please hold on to hats, glasses, or any loose items that could fall from the tram. If an article should fall, please stay seated until the next stop, and inform the nearest cast member. Thank you.


Diesmaliger „Safety Spiel vor Dispatch“-Rekord: 4 mal. Läuft.

Foto Spaß mit dem PhotoPass

Statt selber auf den Auslöser zu drücken, kann man freilich auch fotografieren lassen. Dank Magic Band und der im Annual Pass includierten MyMagic+ Flatrate ist das Ganze auch ein günstiger und vor allem problemloser Spaß: PhotoPass-Onkel (oder Tante) suchen. Bauch einziehen. Foto machen lassen. Armband scannen. Wenige Minuten später steht das Bild in der Disney App zum Download zur Verfügung. It’s fun and easy. Der Teufel steckt dabei aber manchmal im Detail: obgleich meine drei Nichten und Neffen noch Jahre vom freizeitparkfähigem Alter entfernt (und somit im Grunde noch vollständig nutzlos) sind, kann es nicht schaden, bereits jetzt den Status des coolsten Onkel zu zementieren. Das bin ich zwar sowieso, aber was wissen Kinder schon! Der dezente Hinweis, dass man Königin Elsa von Arendelle samt Schwester Anna persönlich kenne, ist dabei ein Trumpf, der immer sticht. Besonders mit Beweisfoto. Vor Ort dann aber das Dilemma: In der Disney Princess Hall kann sich der ambitionierte Onkel für das Paket „Anna plus Elsa“ oder „Cinderella plus Rapunzel“ entscheiden. Also für 45 Minuten oder 5. Und das wird im Verlauf der Tages noch deutlich länger. Ich gebe zu: in einem Anflug von Faulheit und Schwäche habe ich zunächst die Prinzessin mit die Haare schön gewählt. Und einen Tag später – weil Kinder echt grausam sein können – in die Schwestern aus dem hohen Norden einen zweiten, deutlich zeitaufwändigeren Besuch investiert. Ich bin der coolste Onkel (for)ever (after). So was von.


Und das ist das Foto – Prinzessin Elsa von Arendelle mit Onkel Tom von Bonn



Hier auch noch im Tête-à-Tête mit Rapunzel (sprich: Rähpannsell)



Hier mit Baymax und endgeilem Hawaii-Hemd



Feucht vergnügt mit Herrn Beifuss auf Splash Mountain



About to descend in our very own episode of … The Twilight Zone



The cold never bothered me anyway …

… denn ich hatte in Seaworlds Antartica – “Empire of the penguin” einen dicken Pulli an, Mann. Dieses köstliche aber flüchtige Gefühl der Überlegenheit durch kluge Vorbereitung, wenn man bei minus 1°C zwischen schlotternden Touristen warm eingepackt der majestätischen Tiere ansichtig wird – unbezahlbar. Das entschädigt fast dafür, dass wir die Eröffnung des B&M Out- and Back-Coaster Mako verpasst haben. Knapp.


Pinguin – niedlich



Mehrere Pinguine – noch niedlicher



Chillender Pinguin – ziemlich niedlich



Seelöwe – ausgesprochen niedlich



Seelöwe, posierend – unfassbar niedlich



Manta – auch niedlich



Fahrgäste auf ebenjenem – ganz niedlich



First Drop – super niedlich



Dort ist es sehr gut

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich könnte mich jetzt sofort in den nächsten Flieger nach MCO setzen. Sicher: in Orlando ist es voll. Es ist laut. Es ist heiß. Es ist anstrengend. Und man muss immer seine Hände, Füße, Arme und Beine innerhalb von irgendwas halten. Trotzdem ist und bleibt die Themenpark-Metropole in Zentralflorida für mich das Sehnsuchtsziel #1. Und es gibt nichts, was bei mir schneller und zuverlässiger den Urlaubs-Schalter umlegt, als mit meinem Koffer in der Airport-Tram zu stehen, trotz Aircondition die feuchte Luft zu spüren. Auf dem I4 an den riesigen Billboards vorbei nach Süden Richtung Hotel zu cruisen. Und beim Check-In auf die Frage „Have you stayed with us before?“ vielsagend lächelnd „Yes. Occasionally.“ zu antworten.


Stimmungsbild „White Lightning“ … Schwarzblende
Troy! de sensatie: beleef het ook, sluit aan en mis het niet
Troy! een creatie: geloff je eigen ogen en geniet.
Tom's Orlando Guide
Voschi
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Redakteur Andreas Vogel

Deutschland . BW
 
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Link zum Beitrag #970563 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 10:07 Relax
Fantastische Fotos. Wie immer!
Frigga
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Aufsteiger Katja Salentin

Deutschland . NW
 
Avatar von Frigga
Link zum Beitrag #970565 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 10:30 Relax
Also ich finde, dass dich nicht die Elsa/Anna Fotos als coolen Onkel qualifizieren sondern die Tatsache, dass du dir die schönsten Fotospots und Drängelpässe erschleichst und das mit einem Wein im Park begießt. Ich gebe dir also recht: was wissen Kinder schon?
Gewinner des Fotowettbewerbs 2018 "Best of Achterbahn 2/4"Maliboy
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Administrator Kai Dietrich
Andernach
Deutschland . RP
 
Avatar von Maliboy
Link zum Beitrag #970566 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 10:34 Relax
Wiedermal danke für den tollen Bericht (wobei Du uns ja viele Bilder schon über das Live Forum zugänglich gemacht hattest und sich die Redakteure der Parks warhscheinlich gerade die Hare raufen S.

multimueller ...
Gott sei Dank habe ich eine Disney Jahreskarte. Ginge ja sonst auch ins Geld. Gilt leider nicht in Anaheim. Da bin ich im September.

Höchste zeit für ein Upgrade

Tschau Kai
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No Limits
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Redakteur Tobias Michel
Düsseldorf
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Link zum Beitrag #970569 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 10:57 Relax
Hammer Fotos!
Lacront
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Mitglied Daniel

Schweiz . ZH
 
Avatar von Lacront
Link zum Beitrag #970570 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 11:38 Relax
multimueller Und beim Check-In auf die Frage „Have you stayed with us before?“ vielsagend lächelnd „Yes. Occasionally.“ zu antworten.

S S S

Und hoffentlich noch viele weitere Male, damit wir hier weiterhin in den Genuss von einfach nur atemberaubenden Fotos und textlich zurechtgeschliffenen Orlando-Berichten kommen! S Aber um ein allfälliges Versiegen dieses Quells mach ich mir eh noch lange keine Sorgen, da man ja gerade anhand dieses Wahnsinnsberichts überdeutlich sehen kann, dass deine Florida-Begeisterung auch nach so vielen Visiten immer noch ungebrochen ist. Und weil deine Nichten und Neffen ja auch schon eingehend zur Beschreitung dieses Wegs vorbereitet werden - auf dass sie bald das "nützliche" Alter erreichen werden und die geilen Orlando-Reviews niemals aufhören! S

Und der "soakgeile Bengel" ist fortan im Alltagswortschatz verankert. Ich hab schon zig Gelegenheiten im Kopf, wo der zur Anwendung kommen wird. S
"Sometimes your shallowness is so thorough it's almost like depth."
Alron
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Onrider Alexander Zirbes
Bornheim
Deutschland . NW
 
Avatar von Alron
Link zum Beitrag #970571 Smartphone verfasst am Montag, 18. Juli 2016 11:43 Relax
Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich muss da wieder hin.
Nordisc
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Aufsteiger

Deutschland . NW
 
Avatar von Nordisc
Link zum Beitrag #970573 Verfasst am Montag, 18. Juli 2016 12:40 Relax
Foodporn kann ich ja nix abgewinnen. Weder die Dokumentation der Portionen aus anderen Threads, noch irgendwie fotografiertes Essen. S Davon ab: Das ist fotografisch und vor allem auch textlich eine Latte, die man nicht mehr toppen kann. Welch herrliche Ironie in und zwischen den Zeilen. Großer Sport! Smilie :9: - Dr. Weizenkeim - 188973 Zugriffe
Stone
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Mitglied

Deutschland . RP
 
Avatar von Stone
Link zum Beitrag #971024 Verfasst am Dienstag, 26. Juli 2016 22:12 Relax
Ist es übertrieben und zählt es als Einschleimen 3 mal im Jahr sabbernd vor deinen Florida Berichten zu sitzen und davon zu schwärmen? Ich denke nicht... Danke! Wahnsinn!
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