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Cedar Point in USA
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FKF North USA T. 10: Erfüllung von Kindheitsträumen 03.07.17
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coasterfreak96
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Onrider Kevin

Deutschland . NI
 
Avatar von coasterfreak96
Link zum Beitrag #994378 Verfasst am Sonntag, 03. Dezember 2017 22:59
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.2017 23:00
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5 gefällt das Relax
Montag, 03.07.2017 FKF North USA Tour Tag 10: Cedar Point


Achtung: Der folgende Bericht wird leicht subjektive Elemente enthalten!


Nun geht es nach langer Zeit weiter. Es war endlich der 10.Tourtag erreicht, den mehrere und insbesondere ich herbeigesehnt hatten. Das persönliche Highlight der Tour sollte an diesem Tag auf mich warten. Ob der Park meine exorbitant hohen Erwartungen erfüllen konnte, werdet ihr nun im Folgenden sehen.

Um 7:15 Uhr verließen wir das Hotel und erreichten kurz vor 9 unser Ziel.


Wir erreichten die nicht zu Fuß begehbare Zufahrtsstraße zur Insel.



Schon von dort aus konnte man die ersten heiß ersehnten Bahnen erblicken und die Vorfreude stieg immer mehr an.



Das heutige Tagesziel war Cedar Point. Matthias hat sich noch heimlich mit ins Bild geschlichen. S


Wie man sich bei einem Coasterfreak wie mir sicher denken kann, war der Park für mich der Hauptgrund, diese Tour zu buchen. Doch da steckte noch mehr dahinter. Für mich war natürlich immer Six Flags Great Adventure mit der größten Achterbahn der Welt und Six Flags Magic Mountain mit den meisten Achterbahnen der Welt das Reizvollste was es gibt. Doch dieser Park stand für mich seit dem Kennenlernen einfach immer noch darüber, weil hier so eine große Ansammlung an offensichtlichen Top-Achterbahnen ist. Schon als Kind wurden bei diesem Park immer am meisten die Augen größer. Das dürfte auch der einzige Park der Tour gewesen sein, bei dem ich vor einigen Jahren von mehreren Bahnen Onride-Videos gesehen habe. Allerdings war das wie gesagt schon mehrere Jahre her, so hatte ich auch nicht mehr allzu viel davon im Kopf.
Dennoch hatte ich sehr große Hoffnungen, dass ich in diesem Park endlich eine Achterbahn finde, die X2 von meinem 1.Platz der persönlichen Favoritenliste stoßen wird. S
Dass ich nun tatsächlich vor dem Eingang dieses Parks stand...ich konnte mein Glück kaum fassen! S
Eine meiner größten Sorgen vorher war das Wetter. Denn Cedar Point ist sicher genau der falsche Park für Regenwetter. Es waren auch vereinzelte Regenschauer als möglich angekündigt worden. Doch wir hatten echt Glück an diesem Tag, es blieb durchgängig trocken und meist sogar sonnig warm. Von dem Punkt her hat also schon mal alles super geklappt.

Mein zweiter Gedanke zu diesem Park: Hätte ich selber eine Tour geplant, hätte ich für diesen Park minimum 2 volle Tage eingeplant. Auf so einer langen Tour mit vielen Kleinparks ist es aber natürlich verständlich, dass hier nur ein Tag eingeplant war. Immerhin war es auch ein ganzer, denn wir waren pünktlich zum 1-stündigen Early Entry da und der Park hatte an dem Tag vor dem Independence Day bis Mitternacht offen und wir sollten tatsächlich auch bis Mitternacht Zeit haben und von Ginger mit dem Bus zum Hotel zurückgebracht werden. Der Tag konnte also immerhin voll ausgenutzt werden, daher an dieser Stelle hier schon mal vielen Dank an Dirk, Ginger und den FKF! S
Da es so recht spät werden würde, verabredeten wir uns aber zwischendrin für 16 Uhr am Parkeingang, damit wir im Hotel in der Nähe des Parks einchecken und die Koffer entladen konnten.

Da ich dennoch immer noch einen Tag zu wenig finde und wir bei dem Brückentag vor dem Feiertag einen vollen Park erwarteten, musste ich mit einer Grundsatzfrage bei mir brechen. Eigentlich bin ich sehr stark gegen das Fast Pass-System. Doch wie oft in meinem Leben werde ich zu diesem Park kommen und es war halt nur dieser eine Tag, den ich voll ausnutzen wollte. Deshalb schloss ich mich einer Mehrheit von Leuten an, die sich ein Fast Lane Plus Wristband vorbestellten. Eric war so nett, eine Sammelbestellung für 10 Leute zu übernehmen, damit wir die Bearbeitungsgebühr auf alle 10 aufteilen konnten, vielen Dank nochmal dafür! Der ganze Spaß kostete uns satte 115 Dollar, eigentlich unfassbar. Aber für diesen Tag nahm ich das auf mich.
Ein paar Einzelne waren so schlau und hatten sich nur einen normalen Fast Lane bestellt für 90 Dollar. Diesen konnten sie nämlich mit dem Platinum Pass kostenlos zu Fast Lane Plus aufwerten und haben so immerhin 25 Dollar gespart. Allerdings war so natürlich auch das Risiko, keinen Fast Lane Plus mehr zu bekommen, da die Pässe stark begrenzt sind. Soweit ich weiß, hat aber jeder noch einen bekommen.
Im Fast Lane sind alle Achterbahnen enthalten außer die beiden Kinderachterbahnen, Cedar Creek Mine Ride und Iron Dragon. Durch Fast Lane Plus kommen noch Valravn, Maverick, Top Thrill Dragster und Gatekeeper hinzu, die im normalen Pass noch fehlen. Dazu kommen auch noch mehrere andere Nicht-Achterbahnattraktionen.

Um kurz vor 9 betraten wir dann alle mit Fast Lane Wristband ausgestattet den Park. Ich hatte schon gehört. dass es in dem Park Probleme mit Rucksäcken geben könnte. Daher hatte ich an dem Tag nur Handy, Portemonnaie und die Kamera dabei. In einer 4er-Gruppe mit Mara, Peter und Patrick ging es ins Abenteuer. Da wir erstmal einfach nur fahren wollten, gingen wir gleich am Eingang zu den Tageslockern und verstauten dort alle unsere Sachen. Da Mara uns ja ihre Fotos vom Foto-Pass zusendete und Patrick und Peter uns wieder ein wenig von den Getränken abhaben ließen (Vielen Dank nochmal dafür!), übernahm ich die 15 Dollar Tagesgebühr. Im Prinzip ist der Stundenpreis 1 Dollar generell, da wir mit Early Entry ja 15 Stunden Zeit hatten.
Letztendlich habe ich aber am Ende nur bei 3 Achterbahnen keine Möglichkeit zum Verstauen seiner Sachen gesehen. Bei 2 von ihnen machte das auch vollkommen Sinn, nur bei einer hätte es eigentlich nicht sein müssen. Aber darauf komme ich dann noch zu sprechen.

Daher nochmal Anmerkungen zu den Bildern: Ich habe vor dem Betreten des Parks ein paar wenige Bilder gemacht und dann später nochmal im Vorbeigehen 1-2 kleine Fotorunden gemacht. Daher sind von manchen Bahnen wenige Bilder dabei und auch nicht immer unbedingt die Besten. Ihr seht es mir sicher nach, dass ich mich an dem Tag mehr aufs Fahren konzentriert habe. S


Wir hatten uns vorher informiert und erfahren, dass für die eine Stunde Early Entry Millenium Force, Gatekeeper, Valravn und noch ein paar kleinere Fahrgeschäfte zur Verfügung stehen. Maverick war auch offen, doch das erfuhren wir leider erst später, was recht ärgerlich sein sollte. Während des Early Entries gilt Fast Lane übrigens nicht, dort stellt man sich normal mit den Gästen in die Warteschlange.

Da wir dort einen eher geringen Andrang erwarteten und die Highlights ja nicht zuerst sein müssen, gingen wir gleich in der Nähe vom Eingang zum Gatekeeper. Leider gab es aber technische Probleme und die Bahn stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung. Es wurden aber bereits Testfahrten durchgeführt und noch vor Ende des Early Entry müsste die Bahn betriebsbereit gewesen sein.

Somit entschieden wir uns für die nächstliegende Alternative, die letztjährige Neuheit Valravn. Der B&M-Dive Coaster ist mit seinen 68m Höhe der Größte seiner Art.


Ich klaue mal dieses Übersichtsbild, welches ein anderer FKFler in die Whats App Gruppe gestellt hat.


Vermutlich auch aufgrund des Ausfalls von Gatekeeper und weil sich hier ja die neueste Bahn befand, war es doch schon recht voll. Es waren aber alle 3 Züge drauf und so kamen wir gut voran. Wir warteten eine knappe halbe Stunde und waren 1 Zug vor dem Einstieg, doch dann gab es plötzlich leider technische Probleme. Es gab irgendwelche Probleme mit den Bügeln. Oben in der Station war ein Bildschirm, auf dem alle Plätze im Zug virtuell zu sehen sind. Alle fertig kontrollierten Plätze leuchteten grün auf. Doch bei einem Platz gab es offenbar Probleme. Es musste ein Techniker gerufen werden und somit ging leider wertvolle Early Entry-Zeit flöten. Nach immerhin einer Viertelstunde ging es dann aber weiter. Leider war es mittlerweile kurz vor 10 und somit hatten wir in der Stunde leider nur eine Fahrt geschafft. Der Start war also leider nicht so toll.
Als ich mich dann aber mit den anderen mittig in die 3.Reihe des Zuges setzte, wollte ich das schnell abhaken und einfach nur die erste Fahrt in diesem Park genießen, auf die ich mich schon so sehr freute.


Nach einer kleinen Kurve geht es recht steil und fix den Lifthügel hinauf.


Oben angekommen passiert man eine Rechtskurve und wird wie gewohnt vor dem Drop festgehalten und blickt hinab in die Tiefe. Der Adrenalinspiegel und die Vorfreude steigt und man stürzt mit fantastischer Schwerelosigkeit gen Boden! In diesem Moment wurden die vorherigen Probleme voller Freude weggeblasen und das Strahlen im Gesicht setzte ein. S


Nach diesem tollen Drop geht es gleich mit Speed hinauf in den gigantischen, 50m hohen Immelmann.



Auf diesen folgt schon mit leichtem Umschwung inbegriffen die Auffahrt in die Blockbremse.


Diese verlässt man langsam mit schöner Floating Airtime hinten sitzend in den nächsten, nahezu Senkrechtdrop. Dieser mündet in einen schön harmonischen Dive Loop. Auf diesen folgt gleich noch eine für einen Dive Coaster recht intensive Zero-G-Roll, die sich aber auch sehr harmonisch zugleich fährt. Aus dieser geht es noch zackig in eine Linkskurve und über einen Hügel mit schöner Floating-Airtime hinweg. Nach einer weiteren Linkskurve erreicht man dann die Schlussbremse.

Fazit: Ich hatte richtig viel Spaß bei meiner Fahrt. Wie erwähnt waren die vorherigen Probleme in Sekundenbruchteilen wie weggeblasen und vor allem dieser hohe Senkrechtdrop ist einfach nur klasse. Das Layout ist für einen Dive Coaster mit über 1km auch schön lang und abwechslungsreich. Genau so muss ein Dive Coaster sein, richtig klasse Bahn!


Leider war nun wie gesagt die Early Ride Time schon vorbei und es hatten sich schon einige Gäste im Park verteilt. Da es gleich nebenan lag und dort noch sehr leer war, gingen wir zur ältesten, noch im Park bestehenden Bahn.


Die Rede ist vom Klassiker Blue Streak!


Seit dem Abriss von Mean Streak ist sie die einzig verbliebene Holzachterbahn im Park. Sie wurde 1964 von Philadelphia Toboggan Coasters gebaut.
Es waren beide Züge drauf und wir nutzten das erste Mal Fast Lane, was aber eigentlich nur eine kleine Wegabkürzung war, da wir vor 5 Personen eingeschleust wurden. Nach 2 Runden waren wir bereits dran. Da es hier erfreulicherweise 6er-Wagen gibt, nahm ich die Lieblingsreihe im letzten Wagen mittig. Dann konnte es auch schon losgehen.


Der Zug wird auf eine Höhe von knapp 24m gebracht.


Die Bahn besitzt ein recht simples Out-and-Back-Layout mit hochgelegener Wende.
Nach dem First Drop geht es über mehrere unterschiedlich hohe Hügel hinweg, die keine krasse, aber recht nette Airtime bieten. Die Bahn rüttelte vielleicht ein wenig, doch für ihr beachtliches Alter von 53 Jahren fuhr sie sich finde ich sehr ordentlich. Dann geht es in die langsam durchfahrenene Wendekurve und danach nochmal mit etwas Airtime über weitere Hügel zurück zur Station.

Fazit: Ein schöner alter Klassiker, der in diesem Park zwar nicht heraussticht, aber dennoch viel Spaß macht. Aufgrund der vielen anderen Bahnen kam es leider zu keiner Wiederholungsfahrt mehr, die Bahn hätte es aber auf jeden Fall verdient gehabt. Sollte ich nochmal die Chance haben zu kommen, schaue ich gerne nochmal hier vorbei. S Ich hoffe, sie können diese schöne alte Bahn noch lange erhalten.


Wir blieben gleich weiter in der Ecke des Parks. Unser nächstes Ziel war der Raptor.


Auf den 1994 gebauten B&M-Inverter freute ich mich ebenfalls schon sehr.


Hier war der Fast Lane-Bereich zu diesem Zeitpunkt doch schon ziemlich voll. Im normalen Wartebereich musste man ungefähr 45 Minuten warten, für uns waren es aufgrund der langen Fast Lane-Schlange gut 20 Minuten. An der Treppe vor der Station werden beide Warteschlangen zusammengeführt. Ein paar Zugabfertigungen lang ließ der Mitarbeiter keine Fast Lane-Besitzer durch, dann ließ er gleich eine ganze Zugladung Fast Lane-Besitzer durch. Nach unserer Fahrt wurde die Fast Lane-Schlange noch deutlich länger bis deutlich hinter den Fast Lane-Eingang und sah fast so lang aus, wie die normale Warteschlange. Das war aber nur eine von wenigen Bahnen, wo das so extrem war.
Einen Vorwurf kann man dem Park aber bestimmt nicht machen in Sachen Abfertigung. Das war mein erster B&M-Inverter mit 3 Zügen in Betrieb und die wurden auch richtig zackig abgefertigt.
Ich setzte mich in die vorletzte Reihe und freue mich schon sehr auf die Fahrt mit diesem Inverter, der mir schon so lange bekannt ist.


Mit einem schönen Geschwindigkeitsrausch geht es den First Drop hinunter und durch den gut 30m hohen Vertikallooping.


Als nächstes geht es durch eine schöne hochgelegene Heartline Roll, auf diese folgt eine Cobra Roll. Diese Stelle ist die einzige minimal unrunde vom Fahrverhalten, doch es war keinesfalls in einem störenden Rahmen. Dann geht es in die Zwischenbremse, die meiner Erinnerung nach glücklicherweise so gut wie nicht eingriff und somit wird auch der Rückweg mit schön Speed durchfahren. Dabei werden zwei intensive Corkscrews passiert, dem zweiten Corkscrew geht dabei eine kleine Abfahrt mit netter Floating Airtime voraus. Es gibt noch eine lange und druckvolle Schlusshelix, nach einer Linkskurve erreicht man die Schlussbremse.

Fazit: Ein richtig toller und spaßiger Inverter! Hier wird ein schön langes, abwechslungsreiches und intensives Layout geboten bei sehr ordentlichen Fahreigenschaften. Den Patriot kann Raptor nicht von meinem Inverter-Spitzenplatz verdrängen, doch er reiht sich auf jeden Fall sehr weit vorne bei meinen Invertern ein. Super Bahn und eine klasse Spaßmaschine!


Eigentlich war unsere Vorgehensweise nicht so schlau, zu Beginn der Parköffnungszeit die Bahnen in der Nähe des Parkeingangs zu fahren. Doch nun waren wir schon dabei und nahmen uns daher nun noch die weiteren Bahnen in dieser Ecke des Parks vor.

Unser nächstes Ziel war nun der Gatekeeper, der ja gegen Ende der Early Entry-Zeit den Betrieb aufgenommen hatte.


Auch auf den 2013 gebauten B&M-Wingcoaster hatte ich viel Vorfreude.



Für mich, der bis dahin nur Flug der Dämonen und X-Flight kannte, war der Anblick dieses gigantischen Wingocasters schon ziemlich beeindruckend.


Die normale Warteschlange hätte ich auf ungefähr eine Stunde Wartezeit geschätzt. Die Fast Lane-Schlange war zum Glück komplett leer. Wir wurden unten an der Treppe, die zur Station hochführt, mit in die normale Warteschlange integriert. Bei flottem 3-Zug-Betrieb war die restliche Wartezeit kaum nennenswert.


Dann nahm ich hinten links im Zug Platz und es ging den Lifthügel hinauf.


Links sitzend ist der Dive Drop natürlich richtig super, gerade bei der Höhe. Man stürzt mit viel Speed ins Tal hinab, in welchem auch ordentliche positive G-Kräfte wirken. Der folgende Immelmann wird sehr langsam und elegant durchfahren, sodass es hinten schöne Hangtime gibt und man verlässt die Inversion wieder mit Tempo, sodass es einen kleinen Umschwung gibt. Es geht erneut mit hoher Geschwindigkeit ins Tal hinab, woraufhin man einen großen Airtimehügel erklimmt. Hier gibt es richtig schöne Floating Airtime. Anschließend geht es in einen Corkscrew.


Danach wird eine Zero-G-Roll passiert, die gleich zwei Near Miss-Effekte bietet. Diese ist auch richtig schön fotogen am Parkeingang gelegen.



Als nächstes passiert man einen Inclined Dive Loop. Keine Ahnung, ob ich das Element schon mal durchfahren habe, fuhr sich aber ebenso schön harmonisch.


Nun folgt ein schön langsam durchfahrener Inline-Twist und eine Abfahrt mit leichter Floating Airtime. Anschließend geht es hinauf in die Blockbremse. Dem darauf folgenden Schlussteil mit der Helix fehlt dann etwas der Schwung, was aber aufgrund des vorher erlebten nicht schlimm ist. Dieser Schlussteil ist hauptsächlich da, damit der 3-Zug-Betrieb möglich ist, welcher ja auch super funktioniert.

Fazit: Trotz des eher gemächlichen Schlussteils ist Gatekeeper ohne Frage mein neuer Lieblings-Wingcoaster. Auch hier gibt es wie bei Wing Coastern gewohnt nur wenige intensive Stellen. Doch es macht unglaublich Spaß mit so viel Speed durch das Layout zu rasen, welches sehr abwechslungsreich daher kommt. Zudem gibt es auch gelegentlich eine schöne Floating Airtime-Stelle, sodass das eine schön runde und spaßige Achterbahnfahrt ist. Eine wirklich schöne Bahn!


Nun fehlte uns nur noch eine Achterbahn im großen Anfangsbereich des Parks: Der Wicked Twister


Leider ist das mein einziges Bild, wo er einigermaßen gut drauf zu sehen ist.


Der 2002 von Intamin gebaute Impulse Coaster liegt etwas abgelegen hinter Maxair am Rand des Parks. Vermutlich war auch deshalb bei dieser Bahn nicht so viel los, Fast Lane war hier nicht nötig. Wir konnten direkt in den Stationsbereich gelangen und bei guter Abfertigung mussten wir nur 5-10 Minuten warten.
Es sollte ja das dritte Modell dieser Art auf der Tour werden und doch gab es hier ein paar kleine Unterschiede zu den anderen. Erstmal sind hier beide Türme getwistet und nicht nur der Vordere. Der zweite Unterschied war eher problematisch: Die kleinen Gurte, die man vom Schulterbügel aus im Gurtschloss am Sitz befestigen muss, sind hier sehr kurz. Selbst ich habe den nicht mal so eben da reinbekommen und ich gehöre ja eigentlich eher zu den Schmächtigen. Aus diesem Grund konnten leider mehrere FKFler nicht mit der Bahn fahren.

Zur Fahrt selber: Ich weiß nicht, ob es an der zweiten Spirale lag, aber ich fand Wicked Twister hinten sitzend minimal besser als die anderen beiden Varianten auf der Tour. Zwar gab es auch hier keine Haltebremse am hinteren Turm, doch die Fahrt machte auch so eine Menge Spaß. In diesem Park sticht sie sicher nicht heraus, dennoch eine schöne Spaßmaschine, die man wahrscheinlich öfter mit geringerer Wartezeit antrifft und somit zu einer Fahrt einlädt.


Nun waren wir alle Bahnen im Eingangsbereich gefahren und jetzt schon hatten wir eine Menge Tolles erlebt. Doch das sollte erst der Anfang eines fantastischen Tages werden. Wir schritten weiter die riesige Mainstreet entlang und entdeckten einen leeren Coaster, deshalb sollte es auch gleich dorthin gehen.


Die Rede ist von Rougarou, der zum Floorless Coaster umgebauten Mantis.


1996 eröffnete die Bahn als B&M Stand Up Coaster. Seit 2015 fahren hier nun Floorless Züge. Da ich ja ein Floorless Coaster-Fan bin und mir der Riddler in Magic Mountain nur teilweise gefiel, war ich ganz froh über diesen Zustand.
Auch hier war der Fast Pass nicht nötig. Hier konnten wir nicht nur bis zur Station vordringen, sondern es gab abgesehen von Reihe 1 sogar Walk On. Trotz dieser Leere waren alle 3 Züge drauf und die werden auch noch super zackig und motiviert abgefertigt. Scheint in Cedar Point eine Selbstverständlichkeit zu sein, Wahnsinn.


Wir setzten uns hinten in den Zug und ich freute mich schon sehr auf diese Bahn.


Was soll ich zu dieser Bahn sagen? Das Layout ist wirklich fantastisch. Auf den knapp 1,2 km Strecke wird gute Abwechslung geboten. Die vier Inversionen sind sehr spaßig: Nach dem First Drop werden ein Vertikalloop und ein Dive Loop durchfahren. Da die Blockbremse meiner Erinnerung nach überhaupt nicht eingriff, wurde der 2.Teil der Fahrt noch intensiver als der 1., was auch gerade auf den folgenden Inclined Loop und den Corkscrew zutrifft. Zudem gibt es zwischendrin immer mal wieder schöne Drops mit leichter Floating Airtime. Ich habe mir auch 2-3 überraschend gute Umschwünge notiert, also eine wirklich runde und abwechslungsreiche Achterbahnfahrt. Einziges Manko sind die Fahreigenschaften. Hin und wieder gibt es leichte Wischer, aber in einem Rahmen, der nicht wirklich stört.

Fazit: Wären nicht die Fahreigenschaften, wäre diese Bahn für mich ganz klar mein Nummer 2 Floorless Coaster nach dem Superman in SF Fiesta Texas. Doch wie gesagt stören sie nicht allzu sehr, sodass ich auf diesem abwechslungsreichen Layout eine Menge Spaß hatte.


Floorless Coaster sind schon echt etwas Schönes!



Nun sollte für mich ein ganz besonderer Moment folgen. Einmal hoffte ich, dass die folgende Bahn endlich X2 von meinem persönlichen Platz 1 verdrängen würde. Doch hier ging es mir noch um viel mehr. In diesem Park mit all diesen gigantischen Bahnen stach für mich die Folgende immer am meisten heraus und es gab für mich keine andere reizvollere Bahn auf der Welt.


Die Rede ist vom Intamin-Giganten Millennium Force!


Dieser 2000 gebaute 94m hohe und über 2km lange Stahlgigant war für mich seit der Kindheit schon immer das Nonplusultra aller Achterbahnen, die mir bekannt sind. Natürlich habe ich über die Jahre hinweg gehört, dass diese Bahn nicht zu den intensivsten gehört. Dennoch war das für mich ein unglaublich besonderer Moment nun tatsächlich vor dieser Bahn zu stehen. Ein Kindheitstraum, der damals für unmöglich erachtet wurde, sollte sich nun tatsächlich erfüllen. Wenn man diesen Umstand bedenkt, war ich vergleichsweise ruhig. Ich hatte das zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht so recht begriffen.
Nun aber erstmal etwas sortiert. Der Fast Lane Anstellbereich war fast leer, auch später wurde es hier nicht viel voller. Doch auch beim normalen Anstehbereich hatte ich nie mehr als 1 Stunde Wartezeit angezeigt gesehen. Bei den Wartezeiten, von denen ich bei dieser Bahn schon gehört habe und in Anbetracht, dass hier ein Brückentag vor dem großen Nationalfeiertag war, erstaunlich wenig. Nach dem Eingliedern haben wir dann noch gut 20 min ewartet. Der Rest meiner Gruppe war etwas sauer, dass man hier schon sehr früh in die normale Warteschlange integriert wird, doch ich wusste durch Berichte bereits davon. Da die Fast Passler sowieso in meinen Augen nicht zu stark bevorteilt werden sollten (vielleicht stehe ich ja eines Tages mal in der normalen Warteschlange), sah ich die Sache ganz entspannt.
Diese Bahn war übrigens die erste von 3en, wo es keine Verstaumöglichkeit für Rucksäcke etc. in der Station gibt. Das macht hier aber auch vollkommen Sinn, denn es gibt einen separaten Ausstiegsbereich. Das erleichtert natürlich die Abfertigung, wenn keiner sein Gepäck dabei hat und die Leute nur noch in den leeren Zug einsteigen müssen. Dank flottem 3-Zug-Betrieb kommt man hier auch immer zügig voran. Für die erste Reihe hätte man locker 20-30 Minuten länger gestanden, deshalb hieß bei unserer ersten Fahrt letzter Wagen. Klar, manche würden sagen bei so einer Bahn muss es die Front Row sein, doch wir hatten ja auch noch Einiges vor und es sollte ja hoffentlich nicht die letzte Fahrt des Tages sein. Das Gute ist auch, dass in jedem Wagen die Sitze der 2.Reihe ein wenig höher gelegen sind, sodass man eine gute Sicht hat und so ist die 2.Reihe im 1.Wagen quasi auch Front Row mit deutlich weniger Wartezeit.


Dann ging es in den Wagen und mit schnell pochendem Herz wird man mit fixem Tempo steil nach oben gezogen.



Oben angekommen hat man den mir schon durch Videos bekannten fantastischen Blick auf den Lake Erie und es kann losgehen.


Ja, der kranke First Drop bei X2 ist schon echt Wahnsinn gewesen und ganz so verrückt ist dieser hier sicher nicht. Doch wenn man über die Kuppe fährt und aus über 90m gen Boden schaut und mit einer gefühlt ewig andauernden Schwerelosigkeit mit fantastischem Ausblick nahezu senkrecht gen Boden rast, war das ohne Frage der beste First Drop, den ich je gefahren bin. Mit einem lauten "Whoaaah!" geht es abwärts und hinein in den langen Speedparkour.
Ja, die Bahn hat nicht die heftigste Airtime oder die krassesten Umschwünge. Sie glänzt in ganz anderen Punkten. Wie man da im Highspeed durch dieses extrem lange Layout rast, ist einfach nur Wahnsinn! Die zwei großen Hügel bieten dann auch schöne Floating Airtime, der Mini-Hügel kurz vor Schluss kann sogar mit recht kräftiger Floating-Airtime punkten. Ich bin natürlich ein großer Airtime-Fan. Doch das was ich eigentlich so sehr am Achterbahnen fahren liebe, ist es diese Freiheit zu genießen. Und dieser Wahnsinns First Drop und dann mit dieser Geschwindigkeit durch dieses schön gelegene Layout zu rasen, toppte für mich einfach alles bis dahin erlebte. Natürlich spielte da auch meine Vorfreude mit rein, doch das Fazit war mir schon zu diesem Zeitpunkt des Tages, wo die Bahn noch nicht komplett warmgefahren war, klar.


Im Tunnel beim Foto musste die Freude euphorischst herausgebrüllt werden!


Fazit: Ohne Frage hatte ich hier meine neue Nummer 1 gefunden! Was für eine fantastische Stahlbahn, die von Anfang bis Ende mit Speed durchzieht. Und diesen First Drop mit dem hammer Ausblick werde ich wohl nie vergessen, was für ein Erlebnis. Hier wollte ich auf jeden Fall nochmal später vorbeischauen.


Die nächste Station wäre der Iron Dragon gewesen. Dieser ist ja nicht mit im Fast Pass enthalten und es war eine gewisse Wartezeit vorhanden, weshalb wir die Bahn erstmal ausließen. Sie sollte später bestimmt ja noch leerer werden. Diese Entscheidung sollte ein Fehler sein, aber dazu später mehr.


Nun durchschritten wir einen schicken Western Bereich.


Diese Ecke ist so die einzige recht Ruhige des Parks. Hier sind keine Fahrattraktionen und sogar ein paar Tiere zu sehen. Etwas abgelegen vom Trubel kann man hier sogar ganz gut zur Ruhe kommen. Nur am Rand des Bereiches kreuzt man sich gelegentlich mit Millennium Force. Doch bei der Laufruhe der Bahn trotz der hohen Geschwindigkeit ist das auch nicht weiter schlimm.


Nun sollte mit Maverick ein weiteres Highlight folgen.


Die normale Wartezeitlag zu diesem Zeitpunkt bei 90 Minuten und damit war Maverick zum Großteil des Tages die Bahn mit der längsten Wartezeit. Die Fast Lane Schlange war aber auch nicht kurz und da sie verständlicherweise die normale Wartezeit nicht zu stark hochtreiben wollten, wurden die Fast Laner nur sehr häppchenweise durchgelassen. So warteten wir hier 20-30 Minuten.
Wir wussten ja leider nicht, dass Maverick schon beim Early Entry auf hatte. Das war doppelt ärgerlich, denn Matthias erzählte mir hinterher, dass dort morgens gar nichts los war. Da die Bahn von den Geöffneten am weitesten vom Parkeingang weg ist, macht es wohl Sinn, dorthin zu gehen beim Early Entry. Fürs nächste Mal weiß ich Bescheid, denn gerade aufgrund der Fülle tagsüber sollte man diese Möglichkeit wahrnehmen, sollte die Bahn früher öffnen.
Hier handelt es sich um einen 2007 gebauten Intamin Blitz Coaster.


In der langen Station werden immer 2 der nur 12 Personen fassenden, kleinen Züge zeitgleich beladen. Es waren 5 oder 6 Züge drauf, da wird wirklich kapazitätsmäßig das Maximum herausgeholt.



Da wir hier nur ein paar Runden länger warten mussten, wählten wir für die Erstfahrt die Front Row. Die Schulterbügel habe ich als sehr angenehm und nicht störend empfunden.



Dann geht es mit etwas Schwung den LSM Lift Hill hinauf.



Hat man die 32m Höhe erreicht, stürzt man mit dem gewissen Schwung von der Auffahrt im 95°-Winkel gen Boden.


Allein schon dieser Auftakt ist einfach nur der Hammer! Man stürzt so abrupt herab und gefühlt einen Wimpernschlag später ist man schon am Boden angelangt und legt sich gleich in eine intensive Rechtskurve. Es folgen ein zackiger Umschwung nach links und rechts, bevor man einen spitzen Hügel mit sehr kräftiger Ejector Airtime passiert. Auf eine Rechtskurve folgt dann mit einem sehr schwungvollen Corkscrew die erste Inversion. Kurz darauf folgt der zweite Corkscrew und man fährt in einen Tunnel ein. Ich denke ich spoilere bei dieser Bahn niemanden, dass man dann hier stark abgebremst wird. Ein paar Sekunden später wird man mit ordentlich Speed Richtung Licht befördert und sehr kräftig in eine Linkskurve herumgeworfen. Es geht ein wenig aufwärts und in einer schönen Panoramakurve abwärts über einen Teich und einen kurzen Felsabschnitt hindurch. Es folgen nun noch zwei sehr heftige Umschwünge, wo man erst in eine Richtung geneigt wird und bei immer noch hohem Tempo in die andere Richtung gedreht wird - Wahnsinn!


Es folgt noch ein schöner Airtimehügel, eine Kurve und dann hat man die Schlussbremse erreicht.


Fazit: Maverick geht von Anfang bis Ende einfach nur ab! Diese Bahn bietet alles, was am Achterbahnfahren so toll ist: Hohe Geschwindigkeit von Anfang bis Schluss, kräftige Airtimestellen, intensive Inversionen und Umschwünge, die die Heftigen bei Taron alt aussehen lassen! Wenn man es rein nach den üblichen objektiven Bewertungskriterien sieht, ist die Bahn wohl besser als Millenium Force. Nur das mit dem Ausblick und diesem First Drop kann Maverick für mich dennoch nicht ersetzen. Dennoch für mich unter den Top 3 in diesem Park und auch allgemein nach dieser Tour dürfte die Bahn noch in meinen Top 5 zu finden sein. Eine erstklassige, intensive Spaßmaschine. Eine Bahn der Extraklasse, so wie der zuvor gefahrene, blaue Intamin-Gigant.



Nun sollte es etwas kleiner zugehen, deshalb ging es in der Nähe zum Cedar Creek Mine Ride.


Mit seinem Baujahr von 1969 ist er einer der ältesten Mine Trains von Arrow, bald ist die Bahn 50 Jahre alt. Sie ist nach Blue Streak auch die zweitälteste, noch im Park bestehende Achterbahn. Den Meisten geht es eher nicht so, aber diese Arrow Mine Trains haben schon immer so eine gewisse Anziehungskraft auf mich gehabt. Sie sind für mich einfach der Inbegriff eines Terrain Coasters, die häufig sehr gut an das umgebende Gelände angepasst sind. Da die Insel eher flach ist, ist das hier zwar nicht ganz so extrem der Fall, dennoch ist die Strecke schön gelegen.
Dies war unsere erste Bahn des Tages, an der es keinen Fast Pass-Eingang gibt. Bei dieser Bahn ist es aber auch nicht nötig, sie zählt jetzt nicht zu den Besuchermagneten des Parks. Es waren "nur" 2 Züge im Einsatz, doch das ist Meckern auf sehr hohem Niveau. Die einzige Bahn des Parks, wo vielleicht ein Zug mehr noch kapazitätsmäßig drin gewesen wäre, doch auch so warteten wir nur gut 10 Minuten.
Interessant ist hier, dass die Bügel innerhalb eines 6 Personen fassenden Wagens mechanisch miteinander verbunden sind. So drücken die Ride OPs im jeden Wagen jeweils in der 1.Reihe den Bügel soweit wie möglich herunter und in allen 3 Reihen schließt er sich mit. Ist man eher schmächtiger gebaut wie ich, ist also bei 6 Leuten pro Wagen die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der Bügel ziemlich weit weg von einem einrastet. So war das auch bei mir und ich stellte mich auf eine lustige Fahrt ein. S


Man verlässt die Station und fährt gemütlich Richtung erstem Lifthill.



"Mensch, so viel höher ist dieses rote Bähnchen da im Hintergrund doch gar nicht!"



Auf geht die Reise


Aufgrund mehrerer sehr enger Kurven, die kaum gebankt sind, machten wir uns einen Tick Sorgen um die Fahreigenschaften. Doch das war unberechtigt. Hier wird eine wirklich schöne, spaßige und angenehme Fahrt geboten. Die Bahn ist schön über und um einen See angelegt und kann mit ein wenig Abwechslung und auch manchen dynamischen Abschnitten punkten. An der schnellsten Stelle ist man auch durchaus recht flott und die Schienen sind direkt über dem See, sodass man dem Wasser sehr nahe kommt. Patrick erzählte, dass bei seinem letzten, sehr verregneten Besuch die Schienen an dieser Stelle komplett unter Wasser standen. Eine sehr interessante und durch die Perspektive auch irgendwie lustige Stelle. Das Layout wird dann sogar noch mit einer recht intensiven, langgezogenen Helix beendet.

Fazit: Cedar Creek Mine Ride ist ein wirklich schöner Klassiker. Ich bin sehr froh, dass Cedar Point diese trotz eher geringer Beliebtheit weiter betreibt und sie sich in dem Alter noch in so einem tollen Zustand befindet. Auch wenn sie nicht zu den Highlights des Parks zählt, macht die Bahn eine Menge Spaß und fährt sich auch sehr angenehm. Auch wenn es so viel anderes Tolles gibt, schaue ich bei einem eventuellen Wiederholungsbesuch sehr gerne hier wieder vorbei, auch diese Bahn hat es einfach verdient!



Da das nächste Ziel etwas voll war, ging es mit Gemini weiter zum nächsten Klassiker dieses Parks.



Hier kommt man mit dem Fast Pass direkt in die Station. Es war aber so leer, dass wir auch über die normale Warteschlange direkt dort gelandet wären.


Bei Gemini handelt es sich um einen 1978 gebauten Arrow der Kategorie Special Coaster Systems. Also die gleiche Kategorie wie der Excalibur in Valleyfair. Denn auch hier findet man eine Stahlachterbahn, dessen Stützwerk aus Holz ist. Gemini ist aber etwas größer und länger und der größte Unterschied ist natürlich, dass diese Bahn hier doppelspurig ist.
Wie auf dem vorherigen Bild zu sehen, waren zum Glück beide Spuren in Betrieb. Diese auch jeweils mit beiden Zügen, sodass laut rcdb hier eine Kapazität der gesamten Anlage von bis zu 3.300 Personen pro Stunde möglich ist. Da wundert es kaum, dass es hier so leer ist.


Für wenige Reihen konnte man sich sogar direkt für die nächste Runde anstellen.


Um auch richtig das Racing Gefühl aufkommen zu lassen, teilten wir uns in zwei 2er-Gruppen auf und stiegen in der selben Reihe in den zugleich abfahrenden Zügen zu.


Auf der 1,2km langen Strecke wird einem dann ein extrem spaßiges und enges Racing-Duell geboten.


Den Großteil der Fahrt werden zum Teil sehr große Drops und ein paar Hügel durchfahren, die gerade hinten sitzend sehr nette Airtime hervorrufen. Dazwischen werden in der Regel hochgelegene Kurven in eher geringem Tempo passiert. Erfreulicherweise greifen die Zwischenbremsen meiner Erinnerung nach gar nicht ein und so werden alle Passagen schön zackig und intensiv durchfahren. Damit die Freunde der kurvenreichen Layouts nicht zu kurz kommen, wird am Ende eine sehr tiefgelegene und somit temporeiche und äußerst intensive Schlusshelix geboten. Auf diese folgt dann die Schlussbremse.

Fazit: Gemini macht einfach unglaublich viel Spaß. Die Fahreigenschaften sind wie beim Mine Train super und die Airtime kann sich sehen lassen. In den Tälern und insbesondere Schlusshelix werden dann noch die G-Kräfte in die anderen Richtungen bedient. Das ist so eine von so vielen Anlagen in Cedar Point, die so viel Spaß macht, dass ich sie den ganzen Tag fahren könnte. Doch hier stehen halt noch so viele andere super Bahnen, die das leider schwer machen. Auf jeden Fall eine super Spaßmaschine und ein richtig schöner Klassiker.


Wir stellten uns darauf gleich nochmal umgekehrt für die jeweils andere Fahrspur an. Auch vorne macht die Bahn eine Menge Spaß und bietet ein tolles Racing, nur ist hier halt ein bisschen weniger Airtime.



Als nächstes erreichten wir den Kinderbereich. Eigentlich hatte ich in diesem Park nicht vor, die Kinderachterbahnen zu fahren, aber für die kurze Zeit hätte sich ein Abkapseln von der Gruppe nicht gelohnt.
Vor allem, da wir nur eine der beiden Bahnen fahren durften. Denn der 1979 gebaute Wilderness Run ist nur für Kinder zugänglich. Ein Jahr nach der Eröffnung des großen Bruders war sie bis 2013 noch als Jr. Gemini bekannt. Das einzig Interessante an der Bahn ist, dass sie nach meinen Recherchen die erste Achterbahn von Intamin ist. Doch mit diesem "Verlust" konnte ich sehr gut leben.

Somit begleitete ich die Gruppe mit zur größeren Kinderachterbahn, dem Woodstock Express. Der Vekoma Junior Coaster wurde 1999 gebaut. Dies war die einzige Bahn des Parks, wo nicht zackig abgefertigt wurde, doch das ist in Kinderbereichen ja auch häufig so. Nur der Vollständigkeit halber sei wiederholt, dass beide Kinderbahnen nicht mit im Fast Pass sind, was auch völlig richtig so ist.
Die Bahn bietet dann den gewohnten, schönen Fahrspaß für Familien bei guten Fahreigenschaften. Als Einziges in Erinnerung blieb mir das Glöckchen vorne am Frontcar, welches während der Fahrt gelegentlich am Bimmeln war. Das fand ich ganz lustig und gefällt den Kindern sicher auch sehr gut.


Als einziges Bild habe ich das Onride-Foto. Ja, die Bahnen erfreuen Jung und Alt. S



Nach der kurzen ruhigen Phase sollte es nun wieder ein wenig zügiger zu Werke gehen. Da bot sich ja die größte Achterbahn des Parks an, über die wir nicht ganz zufällig stolperten. S


Die Rede ist natürlich von der zweitgrößten und drittschnellsten Achterbahn der Welt: Dem Top Thrill Dragster!


Bei meiner Freude über große und schnelle Achterbahnen brauche ich sicher nicht extra betonen, wie groß meine Vorfreude war. Das Ganze war aber natürlich auch gut vermischt mit einer gehörigen Portion Respekt, 128m Höhe sind ein ganz anderes Kaliber als das, was ich bis zu diesem Zeitpunkt gefahren war. Ich habe ja eigentlich Höhenangst, was da mit reinspielt, doch dieses Hobby ist ja auch eine ganz gute Therapie dagegen.
Dieser Intamin Accelerator Coaster wurde 2003 gebaut.


Zwischenzeitlich war die Bahn ein paar mal kurz außer Betrieb, weshalb ich die Chance nutzen konnte, den leeren Zug von etwas näher dran zu fotografieren.



Schickes Frontcar



Um das Racing-Gefühl zu erhöhen, gibt es am Rand eine kleine Tribüne.


Wir wollten aber lieber selber fahren, statt nur zuzuschauen. Hier gibt es wie bei Maverick eine Doppelladestation, wo auch zwei Züge hintereinander abgefertigt werden. Hier ist nur der Unterschied, dass ein Zug rein mit normalen Fahrgästen und der andere nur mit Fast Passlern gefüllt wird. Es gibt also keine Zusammenführung der Warteschlangen. Ich habe mir nur die erlebten Maximalwartezeiten aufgeschrieben, bei Fast lane wurden es bis zu 30 Minuten, in der normalen Warteschlange mussten aber auch nicht mehr als gut 60 Minuten gewartet werden. Bei der Erstfahrt war die Warteschlange im normalen Wartebereich nicht wesentlich länger, das waren vielleicht 15 Minuten Unterschied. Trotz dieser krassen Fast Pass-Maßnahme wird die Wartezeit also nicht zu sehr in die Höhe getrieben. Die Züge werden schon in ziemlich geringen Abständen den Turm hochgejagt, sodass hier eine recht passable Kapazität vorhanden ist. Das liegt auch daran, dass dies die zweite Bahn im Park ist, die einen separaten Ausstiegsbereich hat. Somit lässt sich hier wie bei Millennium Force kein Gepäck in der Station deponieren. Hier waren auch mindestens 4 Züge im Einsatz.


Beim Anblick dieses Turmes kam ich dann doch ein wenig ins Zittern. Diese Bahn war von Höhe und Geschwindigkeit her einfach nochmal etwas ganz Anderes als das bisher Erlebte.


Bei dieser besonderen Bahn entschieden wir uns dann, die ungefähr 6 oder 7 Extrarunden für die erste Reihe zu warten. Als wir dann im Zug saßen, stiegen Vorfreude und das gleichzeitig vor Angst zittern stark an und wir rollten auf die Beschleunigungsstrecke zu. Der Zug hakt sich in den Mitnehmer ein und die Ampelanlage beginnt schnell die Zeit bis zum Start herunterzuzählen. Der Puls steigt und der Zug nimmt innerhalb kürzester Zeit eine Geschwingikeit von 193 km/h auf der Beschleunigungsstrecke auf. Dabei wird man 4 Sekunden in den Sitz gepresst und erlebt dabei einen Geschwindigkeitsrausch, der einfach nur der Wahnsinn ist! Nun neigt sich der Zug mit starken positiven G-Kräften langsam Richtung Himmel. Auf der Senkrechtfahrt nach oben wird man noch um 90 Grad nach links gedreht und erreicht nach ein paar Sekunden den Top Hat. Dort haben hat man eine fantastische Aussicht. Lange kann man diese aber nicht genießen, denn es geht sogleich wieder ab Richtung Boden. Das Gesicht zeigt nach unten und der Körper geht in die Schwerelosigkeit über. Ein fantastisches Gefühl und bei immer weiter ansteigendem Tempo wird man um 270° nach rechts gedreht. Ein unglaublich langer und einfach nur fantastischer Drop! Nach ein paar Sekunden Schwerelosigkeit erreicht man wieder den Boden und überquert die Ziellinie. Nach ein paar Metern Geschwindigkeitsrausch wird der Zug überrascht sanft zum Stillstand gebracht. Langsam rollt man dann auf den Ausstiegsbereich zu und muss nach dem Aussteigen erst mal das Erlebte fassen.

Fazit: Es lässt sich schwer mit Worten beschreiben, was man da auf Top Thrill Dragster erlebt. Es ist jedenfalls eine unglaubliche Geschwindigkeit und die Aussicht und dieser ewig lange Schwerelosdrop mit Drehung lassen das Achterbahnfahrerherz höher schlagen! Aufgrund des deutlich kürzeren Layouts kann die Bahn für mich zwar nicht Millennium Force toppen, doch Platz 2 hat sie bei mir erstmal sicher! Ein knapp 20-sekündiger Adrenalinkick, den ich so schnell nicht vergessen werde.


Beeindruckende Stützkonstruktion



Um das Erlebte besser zu verarbeiten und auch um etwas herunterzukommen, kam uns nun allen eine Essenspause sehr Recht. Ich finde den Stand zwar nicht auf der Cedar Point-Seite, aber ich habe mir den Namen Mac and Cheese notiert. Das war ein kleiner Stand in der Nähe von Corkscrew und der hinteren Station von der Seilbahn Sky Ride. Dort gibt es hauptsächlich Nudelgerichte, denen man entweder Pulled Pork oder Hähnchenbrustfiletstücken beifügen kann. Zum Glück war hier nicht so viel los und wir waren recht schnell dran.
Ich entschied mich für Käse-Maccaroni mit Pulled Pork. Darüber wird noch eine recht große Portion Ketchup gesprüht. Ich bin zwar nicht der größte Ketchup-Fan, aber das war schon in Ordnung. Die Portion in der Pappschale sah auf den ersten Blick etwas klein aus, machte aber doch überraschend gut satt. Zudem fand ich das Essen trotz des Ketchups sehr lecker, gerade für Freizeitparkessen. Das Ganze kostete nur gut 8 Dollar, was ich sehr preiswert finde. In vielen anderen Parks bezahlt man zum Teil deutlich mehr und es schmeckt dann auch oft eher unterdurchschnittlich. Das war hier nicht der Fall, auch in diesem Punkt zeigt sich Cedar Point ganz stark und ich kann diesen kleinen Geheimtipp nur weiterempfehlen!


Nun war es auch nicht mehr ganz so weit bis zum verabredeten Treffpunkt am Parkeingang. Ein bisschen Zeit war aber noch und da wir uns gerade in der Nähe befanden, konnte ich die anderen noch zu einer Fahrt mit Corkscrew überzeugen.


Der 1976 gebaute Arrow Custom Looping Coaster ist einer ihrer ältesten Inversionsbahnen.



Die weiß-blaue Färbung der Schienen und Stützen find ich sehr schick und dass ich die Züge optisch sehr schön finde (hier insbesondere den Weißen), brauche ich wohl kaum noch erwähnen.


Bei 2-Zug-Betrieb waren in der normalen Warteschlange nur gut 10 Minuten zu warten. Mit Fast Lane konnten wir einen Teil der Warteschlange umgehen und waren bereits in weniger als 5 Minuten im Zug. Ich wählte wie gewohnt einen der hinteren Plätze.
Nach einer Rechtskurve wird der Zug auf 26m Höhe hochgezogen. Dann geht es hinten sitzend mit schöner Airtime abwärts. Darauf folgt ein Hügel, der ebenfalls schöne Airtime bietet.


Dann geht es in den intensiven Vertikallooping hinein und aufwärts in ein kurzes, ruhiges gerades Stück.



Dann geht es nach rechts geneigt abwärts und direkt in die aufeinander folgenden 2 Corkscrews hinein.



Diese sind sehr fotogen und so kann man auch gut die Reaktionen der Fahrgäste erkennen.


Eine letzte Kurve noch und man hat die Schlussbremse erreicht.

Fazit: Corkscrew ist ein schöner Klassiker mit super Fahreigenschaften, gerade für sein Alter. Ich finde es wirklich schön zu sehen, wie gut Cedar Point auch seine alten Bahnen instandhält. Zwei schöne Airtimemomente zu Beginn und darauf schön intensive und ruhig durchfahrene Inversionen. Schöne Bahn!


Sie haben nicht so viele Fans, aber ich mag die Arrow-Inversionsbahnen einfach!



Nun war es aber an der Zeit, sich Richtung Parkeingang zu begeben. Ginger wartete bereits auf uns und um 16 Uhr ging es dann Richtung Hotel. Da das Breakers Hotel laut Dirks Aussagen ziemlich teuer geworden ist, ging es in das Cedar Point Express Hotel.
Dort schien man leider nicht so ganz auf uns vorbereitet gewesen zu sein. Jedenfalls konnten bei Ankunft nicht für alle sofort Zimmer ausgestellt werden. Manche mussten offensichtlich noch fertig vorbereitet werden. Der arme Dirk musste nun wieder viele Gespräche führen und mit Nachdruck um die Zimmerschlüssel bitten. Ich war als letztes übriggeblieben und hatte dann nur noch 10 Minuten bis zu der geplanten Rückfahrt zum Park. Vielen Dank nochmal an Dirk, dass der sich da erneut so einem Stress ausgesetzt hat, damit wir alle auf unsere Zimmer können!
Bei mir (das letzte Zimmer) hat das meine ich insgesamt über eine halbe Stunde gedauert, bis ich die Schlüsselkarten in der Hand hatte.


Der Anblick im Zimmer konnte dafür etwas entschädigen. Zum Beispiel dieser schicke Gatekeeper-Ordner.


Da Matthias nicht mit dabei war und ich seinen Koffer mit in das Zimmer brachte, konnte ich das Bett frei wählen. So wählte ich wenig überraschend das Bett mit dem Millennium Force-Bild über mir. S


Matthias musste sich mit Valravn "begnügen".


Dann hieß es aber auch fix wieder runter zum Hoteleingang. Um 17 Uhr ging es dann wieder zurück Richtung Park.
Dort angekommen ging es wieder in der gleichen 4er-Gruppe weiter. Erstmal ging es zu unserem Tageslocker und nun nahm ich die Kamera für die erste Fotorunde unterwegs mit. Viele Bilder sind bei dieser Parkrunde entstanden. Da wir nicht mehr in jeder Ecke vorbeigekommen sind, gibt es von manchen Bahnen auch nur sehr wenig bis keine Bilder.

Ein Teil dieser Bilder sind auch aus einer Fahrt mit der Seilbahn Sky Ride entstanden. Um ein wenig Fußweg zu sparen und auch ein wenig mal für ein paar Minuten auszuruhen, stiegen wir dort in der Nähe des Parkeingangs zu. Ein paar Leute standen an, aber länger als 5-10 Minuten haben wir auch nicht warten müssen. Durch die leichte Erhöhung kann man schön einen Überblick über den vorderen Teil des Parks erhalten und auch ein paar Fotos machen. Man fährt entlang der Main Street und erreicht in der Nähe von Rougarou und Corkscrew wieder den Boden.


Nun fehlten uns nur noch 2 Bahnen des riesigen Achterbahnportfolios. Unser erstes Ziel war die Bahn, die vorhin gerade in der Fast Lane Schlange noch ziemlich voll war. Nun konnten wir durch den Fast Lane-Bereich durchlaufen und die Warteschlange ging sowieso nur bis ungefähr auf Höhe der Zusammenführung der beiden Warteschlangen.


Die Rede ist vom nächsten Klassiker, der Magnum XL-200!


Nach nur 10 Minuten Wartezeit im zackigen 3-Zug-Betrieb konnten wir bereits in den schicken Zügen dieser Arrow-Bahn Platz nehmen. Dass die Bahn bereits seit 1989 in Betrieb ist, sieht man ihr überhaupt nicht an. Das war mein erster Hypercoaster von Arrow, ich war mal gespannt, ob es Unterschiede zu den recht ähnlichen Versionen von Morgan geben würde.
Dies ist übrigens die 3.Bahn im Park, bei der es keine Möglichkeit gibt, seine Sachen irgendwo zu deponieren. Da es hier keinen separaten Aus- und Einstiegsbereich gibt, macht es hier eigentlich nicht so viel Sinn. Ist wohl zur Erhöhung der Kapazität, denn in welch geringen Abständen die Züge hier den Lifthügel hochgeschickt werden, ist schon echt beeindruckend. Nur mussten wir jetzt allen Kleinkrams, wie zum Beispiel ich meine Kamera, irgendwie verstauen. Irgendwie kriegten wir das hin und stiegen im ersten 6er-Wagen des 36 Personen fassenden Zuges zu.


Dann geht es aus der Station hinaus und den langen Lifthill hinauf.



Dieser schöne, klassische und laute Lifthill-Sound erinnerte doch sehr stark an RCT2



Bei super Aussicht auf die andere Seite des Lake Eries erreicht man dann schließlich die Starthöhe von gut 62m.


Dann geht es ähnlich wie bei den Morgan Hypern mit der kleinen Rampe zunächst flacher und nach ein paar Metern dann steiler abwärts Richtung Boden. Ein schöner langer Drop und es geht wieder hoch hinaus. Es gibt etwas Floating Airtime und dann geht es leicht nach links geneigt erneut weit hinab. Am Ende des Drops geht es mit schönen positiven G-Kräften und viel Speed in den ersten Tunnel hinein. Der Tunnel wird dann auch gleich wieder verlassen und es geht über einen etwas niedrigeren Hügel mit erneut schöner Floating Airtime. Es geht nochmal abwärts und nun wird man im hohen Tempo nach links geworfen zur Einfahrt in die sogenannte Betzel-Wende. Ich habe mir die mal von oben auf Maps Google angeschaut, schaut wirklich so aus wie eine Bretzel. Im Prinzip ist es eine sehr lange Linkskurve, bei der es erst etwas aufwärts geht, die im Mittelteil nicht ganz so stark geneigt ist und in der 2.Hälfte wird wieder Tempo aufgenommen und es geht stärker nach links geneigt wieder nach unten. Die Bretzel-Wende ist die einzige leicht unrunde Stelle der Bahn, doch für mich in keinem störenden Maße. Diese Art der Wende finde ich einfach mal ganz interessant und diese Abwechslung aus intensiver und eher ruhiger Wende ist sehr interessant zu fahren.
Nun ist der Rückweg eingeleitet und der wirklich schöne, aber nur teilweise richtig intensive 1.Teil in Sachen Airtime wird nun auf den Kopf gestellt. Es gibt nämlich nirgendwo eine greifende Zwischenbremse, man hat immer noch eine gute Portion Resttempo von dem 62m First Drop. Es geht nun aufwärts in einen Tunnel hinein und im Dunklen ist dann früher als erwartet schon die Spitze des Hügels erreicht und somit wird man ohne Vorwarnung und ohne wirklich etwas zu sehen erstmal schön kräftig in den sich wie bei Morgan nicht schließenden Schoßbügel befördert. Hammer! Das hätte ich der Bahn echt nicht zugetraut! Doch damit nicht Schluss. Es geht aus dem Tunnel hinaus und die Augen noch leicht vom plötzlichen Sonnenlicht geblendet geht es über den nächsten Mini-Hügel, der einen erneut heftigst in den Schoßbügel befördert. Mit leichter Rechtsneigung geht es den nächsten Hügel hinauf und es folgen zwei weitere Mini-Hügel mit sehr kräftiger Ejector Airtime. Nun geht es in den 3.Tunnel und wie beim vorherigen wird man ohne etwas zu sehen äußerst heftig in den Schoßbügel befördert. Nach der Ausfahrt aus dem Tunnel wird man nun stark abgebremst und mit geringem Tempo nimmt man die Schlusskurven bis zur Station.


Man achte auf die Reaktionen der Fahrgäste während der Bunny Hops - Freude und Schmerz zugleich S


Fazit: Die anderen waren nicht ganz so gehypet, aber ich war einfach nur restlos begeistert von dieser Bahn. Ich hatte ja erwartet, dass sie gut ist, aber dass sie auf dem Rückweg auch noch so heftige Ejector Airtime bietet, hätte ich der fast 30 Jahre alten Bahn nicht zugetraut. Noch nie wurden mir auf einer Achterbahn so wunderschön die Oberschenkel verprügelt. S Ich war den ganzen Rückweg eigentlich nur am Lachen, unterbrochen von kurzen "Aua!"s auf den Hügelspitzen. S
Ich empfehle dringend mal ein Offride Video der Bahn zu schauen und dann insbesondere auf die ersten Reihen in den Bunny Hops zu achten. Es ist einfach zu genial, die Leute dort in die Luft fliegen und dann vor Freude oder Schmerz jauchzen zu sehen. S
Wenn es nicht diese fantastischen Intamin-Bahnen geben würde, wäre die Bahn ganz klar mein Favorit im Park. So ist sie nur 4. aber sie war denke ich so die positivste Überraschung des Parks. Die ohnehin schon fantastischen Morgan Hyper schlug sie für mich locker. Eine absolut geniale Bahn, die mir unglaublich viel Spaß gemacht hat und die ich auch den ganzen Tag hätte fahren können (solange es die Oberschenkel zulassen).


Dann konnte ich die Gruppe noch zu einer Wiederholungsfahrt auf der schönen Gemini überzeugen. Dieses Mal wieder hinten sitzend gab es erneut ein schönes, airtimereiches Duell mit schön druckvoller Schlusshelix. Auch diesmal war das Rennen sehr knapp und im Gegensatz zu den ersten beiden Fahrten gewann dieses Mal der andere Zug. Es ist also wirklich Zufall und so macht das Racen natürlich noch mehr Spaß. Eine richtig tolle Spaßmaschine, die ich in diesem Wahnsinns Bahnportfolio auf keinen Fall vergessen möchte!


Auf dem Weg zur nächsten Bahn passierten wir dann noch die noch in Bau befindliche Neuheit für 2018. Bis letztes Jahr stand hier noch die gigantische, oft gescholtene Holzachterbahn Mean Streak. Ich hätte ja schon gern mal getestet, ob die Gerüchte stimmen, schade.
Nun ist dort die nächste RMC-Bahn im Bau. Steel Vengeance wird aber größen- und längenmäßig alles bisher von ihnen Gebaute übertreffen. Ein paar Baustellenfotos:











Schaut aber schon beeindruckend aus, das muss man ihnen lassen.




Eine Wiederholungsfahrt auf Maverick musste auch nochmal sein. Diesmal hinten sitzend und somit mit etwas weniger Wartezeit.






Intensive Inversionen,



heftige Umschwünge



und Ejector-Airtime kennzeichnen diese Bahn. Hinten sitzend nun auch zusätzlich noch beim steilen First Drop.



Eine wirklich fantastische, abwechslungsreiche und intensive Bahn!




Wir kamen auch beim großen Spillwater Snake River Falls vorbei, bei dem trotz der hohen Temperaturen Walk On war.



Ich hätte ja mal echt Lust auf den riesigen Drop gehabt, doch an diesem Tag wollten wir doch eher nicht nass werden.



Auf den Drop folgt der riesige Splash...



...und die Fahrgäste sind alle gut erfrischt. S




In der Nähe befindet sich auch noch das Town Hall Museum, welches wir betraten, ohne zu wissen, was uns dort erwartet.



Unter anderem ein Gemini-Wagen, der sich natürlich perfekt für Fotos eignet.






Ein kleines Modell der schönen Holzachterbahn Blue Streak ist hier auch zu finden.



Überraschenderweise gibt es hier sogar ein Modell der nicht mehr bestehenden Mean Streak zu bestaunen. Allein schon in Modellform äußerst beeindruckend anzuschauen.




Die anderen drehten auch noch eine Runde auf der riesigen S&S-Schaukel Skyhawk.



Ich nutzte die Zeit, um mich weiter ein wenig auszuruhen.



Nun sollte es aber mit Fahren weitergehen. Da wir ja immer noch den ganzen Kleinkrams dabei hatten, nahmen wir einen Locker für 2 Stunden (2 Dollar Kosten) bei Millennium Force in Kauf.


Die normale Warteschlange war mittlerweile nicht mehr viel länger als bis zum Punkt, wo die Fast Laner dazustoßen.


Wir nutzten die 2 Stunden auch voll aus, wo wir schon mal dort waren. In der Zeit brachten wir es auf immerhin 4 Fahrten. Davon wurde eine nochmal hinten und die anderen drei entweder in der 2. oder 3. Reihe absolviert. Da ja die Sitze in der 2.Reihe etwas erhöht sind, sit die 2.Reihe für mich auch fast Front Row, nur halt mit deutlich weniger Wartezeit.
Vorne ist die Bahn nochmal ein ganz anderes Erlebnis. Hier kommt die fantastische Aussicht natürlich noch viel besser zur Geltung und das Speed-Gefühl ist einfach nur der Wahnsinn! Doch sowohl hinten als auch vorne kann die Bahn voll überzeugen und bestätigte mir in den 4 Fahrten noch einmal, dass sie zurecht nun auf meinem 1.Platz steht! Einfach ein Traum mit dieser Bahn zu fahren.


Hoch hinaus,



den Ausblick genießen



und dann den schönsten, je erlebten First Drop hinab.




Für unsere letzten Fahrten wollten wir nun nochmal alle Sachen am Parkeingang deponieren. Auf dem Weg nahmen wir aber noch eine Runde Rougarou mit.



Es waren nun ein paar Leute mehr da, doch den Fast Pass brauchte man immer noch nicht, man konnte bis zur Treppe hochlaufen. Selbstverständlich wurde immer noch zackig mit 3 Zügen abgefertigt.






Den First Drop hinab und heinein in den großen Vertikallooping









Eine wirklich schöne Bahn, die bei dem Bahnportfolio zwar nicht heraussticht, aber dennoch eine Menge Spaß macht und für sich auch eine top Achterbahn ist.




Den vorhin ausgelassenen Iron Dragon haben wir leider nicht nachholen können.


Der 1987 gebaute Arrow Suspended Coaster war zum Besuchszeitpunkt abends leider während einer Show für eine halbe Stunde geschlossen. Danach sollte die Bahn mit VR laufen. Leider stieg dann die Wartezeit schnell auf 1 Stunde und 45 Minuten an, die höchste Wartezeit des Tages. Fast Pass gibt es für die Bahn ja wie gesagt nicht. Echt ärgerlich, dass dieses System die Wartezeit so extrem in die Höhe schraubt.


So musste ich Iron Dragon leider auslassen. Ich hätte ja auch auf diese Bahn eine Menge Lust gehabt, aber vielleicht gibt es ja nochmal irgendwann eine 2.Chance.



Am Parkeingang angelangt wurden dann die Wertsachen verstaut und es ging auf in die letzten Fahrten des Tages.



Als erstes sollte es nochmal zu Top Thrill Dragster gehen.


Dieses Mal wählten wir einen Platz irgendwo im Zug, damit die Wartezeit etwas geringer ist. Bei Nacht ist die Bahn nochmal ein ganz anderes Kaliber. Der Launch zieht auch mitten im Zug richtig gut und die Aussicht oben auf dem Top Hat war wirklich der Wahnsinn. Man konnte sehr weit in die Ferne schauen und so viele beleuchtete Gebäude um sich herum sehen, das war einfach nur ein imposanter Anblick.


Der Senkrechtsturz ist im Dunklen auch nochmal echt was anderes, wenn man einfach nur fällt und dabei kaum etwas sieht. Einfach eine hammer Bahn!



Die anderen wollten noch weiter Top Thrill Dragster fahren und ich glaube auch nochmal zu Gatekeeper, doch ich hatte andere Ziele für die letzten Fahrten. Daher trennte ich mich von der Gruppe und ging weiter Richtung Parkende.

Damit ich wenigstens noch eine Nicht-Achterbahnattraktion (abgesehen von der Seilbahn) fahre, steuerte ich in der Nähe noch den S&S Turm Power Tower an. Dieser 4-fach-Turm ist nur minimal kleiner als in Valleyfair und hier geht es immer noch sehr beeindruckende 73m in die Höhe. Ich konnte einer 7er-Gruppe quasi als Single Rider zugeordnet werden und somit gleich in der nächsten Runde zusteigen. Ich landete in der Hochschuss-Variante.


Der Abschuss war schön kräftig und bot einen tollen Schwebemoment.


Die Aussicht oben (ich schaute Richtung Parkeingang) war zudem in der Beleuchtung einfach nur fantastisch. Eine Fahrt bei Nacht mit dem Power Tower kann ich nur wärmstens empfehlen. Es lohnt sich, die Wartezeit ist etwas kürzer als bei Top Thrill Dragster. S Wobei die Achterbahn natürlich nochmal um einiges besser ist.


Nun wurde es aber Zeit für den Hauptgrund, sich von der Restgruppe zu trennen. Eine Wiederholungsfahrt auf Magnum XL-200. Spät abends in Dunkeln ist die Atmosphäre nochmal eine ganz andere. Es war nun gar nichts mehr los, ich konnte im vorderen Wagen bereits nach 2 Runden zusteigen. Die Tunnel haben nun natürlich nicht mehr ganz so viel Wirkung, doch an Airtime büßte die Bahn kein bisschen ein. Einfach ein richtig hammer Oberschenkelbrecher und die lange Strecke bei dem hohen Tempo im Dunklen entlangzurauschen, hat einfach was. Einfach eine richtig tolle, alte Bahn!


Es war nun leider nur noch Zeit für ein oder zwei Fahrten. Für welche Bahn ich mich als nächstes entschied, könnt ihr sicher erahnen. Ich habe schon viel von den Nachtfahrten auf dieser Bahn gehört und musste es wenigstens noch einmal selber erleben. Die Rede ist natürlich von Millennium Force! Ich leif einmal hintenherum und somit nochmal durch den grünen Western-Bereich. Im Dunklen wirkt dieser noch idyllischer und man könnte für einen Augenblick meinen, man wäre gar nicht in einem Freizeitpark mit vielen, riesigen Achterbahnen. Dort traf ich noch zufällig auf den FKFler André Lippold, der gerade Fotos von meiner anvisierten Bahn schoss. Ich fragte ihn, ob er eine Runde dort mit mir fahren möchte, was er bejahte. So musste ich diese Nachtfahrt nicht mal alleine absolvieren.
Leer war es immer noch nicht, doch die Warteschlange ging nicht mehr bis zu dem Punkt, wo beide Warteschlangen zusammengeführt werden. Wir entschieden uns für die 2.Reihe.
Die Erzählungen über Nachtfahrten mit Millennium Force sind keinesfalls übertrieben. Erstmal die Aussicht in die beleuchtete Umgebung auf dem Lifthill. Doch wie man dann kaum etwas sehend 2km mit Highspeed durch die Dunkelheit rast, lässt sich kaum in Worten beschreiben. Einfach nur traumhaft schön und das, was ich so am Achterbahnfahren mag. Zudem war die Bahn nun spürbar einen Tick kräftiger, gerade auf dem Mini-Hügel war die Airtime nun etwas ausgeprägter.

Ein perfekter Abschluss, denn noch eine Fahrt war zeitlich bis zur Busabfahrt mitternachts leider nicht mehr drin. André wollte noch in der Nähe in einem Shop etwas kaufen, daher trennten sich recht schnell wieder unsere Wege. Ich wollte schnell zum Parkeingang mein Portemonnaie holen, denn ich wollte mir auch noch ausnahmsweise ein paar T-Shirts holen.

Auf dem Weg traf ich noch ein paar FKFler, die mich noch überzeugen konnten, dass noch eine Fahrt auf Valravn zeitlich drin ist. Die Fast Pass-Schlange war wirklich nicht so lang und sie überzeugten mich dann auch noch, ein paar Runden extra für die Front Row zu warten.
Im Nachhinein war ich ihnen dafür sehr dankbar, denn das hatte sich echt gelohnt. Valravn nachts in der Front Row außen sitzend ist auch einfach nur hammer. Die Erstfahrt am morgen machte schon eine Menge Spaß, doch diese Fahrt am Abend krönte diesen Tag einfach nochmal. Ein super Gefühl und mit lauter Jubelrufen gleitete ich mit hohem Tempo durch das Layout dieser schönen B&M-Bahn.
Am Ausgang traf ich dann noch auf Ginger, mit der ich dann noch ein bisschen quatschen konnte. Aufgrund der Arbeit und der vielen Hin- und Herfahrerei hatte sie dann abends nur noch ein paar Fahrten absolvieren können. Wie Janek schon mal erwähnt hat, ging sie ja in so ziemlich alles rein. Eine echt super Busfahrerin!

Sie musste dann zum Bus weiter, ich nutzte die letzten Minuten vor der Abfahrt, um schnell meine Wertsachen aus dem Locker zu holen. Dann noch fix ab in den Shop beim Parkeingang. Wenig überraschend waren dort noch mehrere andere FKFler am Suchen. Ich entschied mich für 3 T-Shirts: Eines mit 8 verschiedenen Achterbahnen drauf, eines mit meiner neuen Lieblingsbahn Millennium Force und das 3. ist vielleicht etwas überraschend. Mit seinem hellen, knalligen Grün ist es sicher kein modischer Trendsetter, doch ich wollte bewusst mal ein etwas anderes T-Shirt wählen. Das 3.T-Shirt widmete ich Magnum XL-200, einfach weil dieses T-Shirt wohl nicht so viele holen und mich diese Bahn im wahrsten Sinne des Wortes total aus den Socken gehauen hat. S


Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, eine Runde mit der Parkeisenbahn zu fahren. Ich war dann aber doch etwas zu abgelenkt von den Achterbahnen. S Sollte ich nochmal kommen, kann ich das ja noch nachholen.

Nun ging es aber fix Richtung Bus. Als Fußgänger kommt man ja wie gesagt schlecht von der Insel herunter. Deshalb hier noch ein paar Einzelbilder und Bilder, wo mehrere Bahnen auf einmal drauf gelandet sind:


Einstiegsbereich von Skyride















Von links nach rechts: Millennium Force, Rougarou und Iron Dragon, im Vordergrund Valravn



Millennium Force und im Vordergrund die Beschleunigungssektion von Top Thrill Dragster



Raptor und Valravn mit Valravn-Zug



Raptor und Valravn mit Raptor-Zug




Fazit: Das war der längste aber auch definitiv der schönste Tag der Tour. Cedar Point war für mich wie erwartet und ohne Frage der beste Freizeitpark der Tour und auch der Beste, den ich je besucht habe. Dieses Achterbahnportfolio ist einfach nur der Wahnsinn. Es sind natürlich einmal die Top-Bahnen, die diesen Park ausmachen. Doch was Cedar Point eigentlich noch mehr für mich ausmacht, ist dass hier so eine Vielzahl an Topbahnen steht. Ich habe ganz bewusst nicht wirklich viel mehr zu meinen Highlights geschrieben, weil einfach so unglaublich viele Bahnen Erwähnung finden müssen und sich das auch verdient haben. Nicht eine Bahn hat einen negativen Eindruck hinterlassen, nein, mehrere konnten sogar positiv überraschen.
Der lange Tag war natürlich sehr super und ich bin Dirk auch sehr dankbar dafür. Dennoch bin ich weiterhin der Meinung, dass man den Park eigentlich minimum 2 Tage besuchen muss. Zumindest würde ich das bei einer 2.Chance definitiv tun, mit in Ruhe Fotos machen würde ich sogar 3 Tage sagen. Dennoch war das ein wundervoller Tag und da der Bericht eh schon so lang ist, möchte ich auch nicht mehr ewig rumschwafeln. Ich hoffe nur, dass ich eines Tages nochmal die Chance habe, in diesen Traumpark eines Coasterfreaks wie mich zu kommen!



Dieses Onride-Bild auf Top Thrill Dragster fasst finde ich einfach so gut den Tag zusammen. Ich wurde hinterher gefragt, ob ich großen Hunger hätte. Bei den Mückenschwärmen wurde ich vor der Fahrt gewarnt, ja nicht den Mund zu öffnen. Als es dann losging, konnte ich aber einfach nicht anders und musste beim Launch all meine Freude herausbrüllen. S





Vielen Dank natürlich auch nochmal an Ginger, die uns um Mitternacht dann noch zurück ins Hotel brachte! Dort ging es dann aber auch glücklich, aber völlig erschöpft ziemlich zügig ins Bett. Zum Glück war die Abfahrt für den Folgetag wieder ein wenig später angesetzt.
Es war auch fand ich sehr passend von Dirk gewählt, nach diesem langen Tag nun zwei kleine Parks anzusetzen. Da sowieso am nächsten Tag mit dem Independence Day der größte Feiertag der USA anstand, machte das auch doppelt Sinn.
Mein nächster Bericht wird dann vom 1.kleinen Park des Tages handeln. Dort ging es zum Conneaut Lake Park.

Ich bedanke mich für das Lesen des langen Berichts. Beim nächsten wird es vermutlich nicht ganz so lange dauern.
Lacront
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Mitglied Daniel

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Avatar von Lacront
Link zum Beitrag #994404 Verfasst am Montag, 04. Dezember 2017 15:10 Relax
Vielen lieben Dank für den grandiosen Bericht, den ich kaum noch erwarten konnte! Smilie :944: - Balmera - 229059 Zugriffe Cedar Point ist und bleibt halt einfach was Ureigenes und steht aus ganz vielen Gründen völlig zurecht auf der To-Do-Liste ganz vieler Achterbahnenthusiasten. Schön, dass du in den auch meiner Meinung nach ungetoppten Genuss einer Nachtfahrt auf Millennium Force gekommen bist - das vergisst man so schnell keinesfalls wieder. S

coasterfreak96 Der Fast Lane Anstellbereich war fast leer, auch später wurde es hier nicht viel voller. Doch auch beim normalen Anstehbereich hatte ich nie mehr als 1 Stunde Wartezeit angezeigt gesehen. Bei den Wartezeiten, von denen ich bei dieser Bahn schon gehört habe und in Anbetracht, dass hier ein Brückentag vor dem großen Nationalfeiertag war, erstaunlich wenig. Nach dem Eingliedern haben wir dann noch gut 20 min ewartet.

Das muss irgendwie neu oder neu geregelt sein, denn letzten Sommer wurden zumindest die Fast-Lane-Plus-Inhaber nicht vor dem Aufgang zur letzten Brückenrampe eingeschleust, sondern durften - wie ja so oft - durch den Ausgang rein und damit im separierten Aussteigebereich zusteigen. Entsprechend sassen diese dann bereits im Zug, als der in den Einsteigebereich vorrollte. Soweit ich mich erinnern kann, bereits mit kontrollierten und geschlossenen Gurten und Bügeln. Und fairerweise auch immer irgendwo in der Mitte, um die Warteschlangen für die beliebtesten Sitze auch fürs "Normalvolk" kurz zu halten. Das hatte gleichwohl irgendwie fast etwas Klassenkampf-Artiges, wie die da beim Einfahren in die Station "vorgeführt" wurden. S Man hörte ab und zu einige abschätzige Kommentare von denjenigen, die sich an den Gates so formiert und durchgezählt hatten, damit sie zusammen fahren konnten und dies dann dadurch natürlich nicht mehr möglich war. Mindestens zweimal erklang etwas im Stil von "Oh, great. Here they are, ruining it for everybody else." Smilie :256: - Diddi - 727253 Zugriffe Aber ganz ehrlich: an meinen Besuchstagen war das ja nun wirklich Motzen auf ganz hohem Niveau. Am Tag vor dem 4. Juli hätte ich mir wohl auch eines gegönnt, selbst in Cedar Point, wo - wie ihr ja auch gesehen habt - im Rahmen des Möglichen eigentlich immer das Optimum bei den Abfertigungen rausgeholt wird.

Dann bleibe ich weiterhin auf die nächsten Berichte gespannt! Smilie :944: - Balmera - 229059 Zugriffe
"Sometimes your shallowness is so thorough it's almost like depth."
mülla
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Mitglied Simon

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Avatar von mülla
Link zum Beitrag #994419 Verfasst am Montag, 04. Dezember 2017 21:19
1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.2017 21:20
Relax
Schöner Bericht und deine Einschätzungen kommen den meinen wirklich sehr nahe. Auch das mit den 2 Tagen kann ich nur unterschreiben, auch nach 2,5 fiel uns der Abschied 2014 schwer. Da war's übrigens bei MF mit der Fast Lane auch so wie von dir beschrieben und nicht wie Daniel es erlebt hat.
Und ich kann mich euch beiden auch nur anschließen was die Nachtfahrten auf MF angeht, was tolleres hab ich noch nicht erlebt.

Ich kann dich bezüglich Mean Streak nochmals beruhigen, du hast nichts verpasst. Hopa und Ich konnten ja so ziemlich jeder Bahn auf unserer Tour damals was abgewinnen, aber Mean Streak war in erster Linie lahm und uninteressant - nicht mal besonders unbequem oder schlecht, sondern einfach langweilig S Und auch Iron Dragon ist sicherlich noch der verzichtbarste Coaster im Line-Up und nicht zu vergleichen mit The Bat zum Beispiel.
In memory of Space Mountain - De la terre à la lune - RIP 1/16/2005
Ein Herz für SLCs, ein Königreich für MF!
stilbruch
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Leiter Dirk Lather
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Avatar von stilbruch
Dabei!
Link zum Beitrag #994475 Verfasst am Mittwoch, 06. Dezember 2017 14:54 Relax
Vielen Dank für diesen schönen Bericht.

Zitat Der lange Tag war natürlich sehr super und ich bin Dirk auch sehr dankbar dafür. Dennoch bin ich weiterhin der Meinung, dass man den Park eigentlich minimum 2 Tage besuchen muss. Zumindest würde ich das bei einer 2.Chance definitiv tun, mit in Ruhe Fotos machen würde ich sogar 3 Tage sagen.


Jawohl. Bei der nächsten Tour werde ich dann wohl 2 tage einplanen und dafür einen Trash Park weglassen. S

liebe Grüße,
Dirk
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.
(Aldous Huxley, engl. Schriftsteller und Kritiker, 1894-1963)
coasterfreak96
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Onrider Kevin

Deutschland . NI
 
Avatar von coasterfreak96
Link zum Beitrag #994530 Verfasst am Freitag, 08. Dezember 2017 16:28
Themenersteller
Relax
@Daniel: Das Einzige in der Richtung, an das ich mich bei Millennium Force erinnern kann: Nach dem Aussteigen dort nach einer Fahrt sahen wir an der Aussteigestation eine Person im Rollstuhl mit Begleitung. Diese durften bereits dort zusteigen. Vermutlich ist dort ein behindertengerechter Eingang, aber ob es da etwas für Fast Pass Plus-Inhaber gibt, bezweifle ich. Das gibt es bei keiner Bahn im Park und das finde ich auch gut so, sonst wäre es echt unfair den anderen Parkgästen gegenüber.
Im Normalfall würde ich mir auch nie Fastpässe holen, doch wir hatten nur einen Tag und wer weiß, ob ich nochmal eine Chance auf einen 2.Besuch bekomme.

@Simon: Dennoch wäre ich Mean Streak gerne mal gefahren, große Holzachterbahnen finde ich generell interessant. S Aber jetzt kann ichs eh nicht mehr ändern und mal schauen, ob ich die Stahl-Nachfolgevariante noch fahren kann.
Ich mag halt irgendwie den Coastertyp Suspended. An Iron Dragon finde ich auch mehr die Lage der Streckenführung interessant. Ich habe gehört, dass sie recht schön gelegen ist.

@Dirk: Danke, dass du so darauf reagierst. Sollte eigentlich keine direkte Aufforderung an dich sein. S In unserem Fall mit dem Nationalfeiertag war es wohl auch sinnvoll, dort keinen 2.Tag zu verbringen.
Aber wer weiß, wie lange es den von mir als nächstes behandelten Park noch gibt. Dann wäre da ja tatsächlich Platz für Cedar Point.
Mehr aber dazu im nächsten Bericht. S
Phl fan
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Redakteur Janek Richter

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Link zum Beitrag #994532 Verfasst am Freitag, 08. Dezember 2017 17:04 Relax
Vielen Dank für deinen Bericht !

Cedar Point war ja auch für mich einer der Gründe, warum ich bei der Tour dabei war. So ein Name und so ein Achterbahnportfolio zieht halt ordentlich...

Iron Dragon hatten wir, scheinbar wohl in weiser Vorraussicht, direkt Morgens gemacht. Ja, die Strecke ist nett gelegen, aber wirklich gut fand ich das Ding nicht. Insbesondere im Vergleich mit dem (später gefahrenen) Vortex Canadas Wonderland sank das Ding dann in meiner persönlichen Bewertung nochmal ab.
Lacront
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Mitglied Daniel

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Link zum Beitrag #994537 Smartphone verfasst am Freitag, 08. Dezember 2017 18:58 1 gefällt das Relax
coasterfreak96 @Daniel: Das Einzige in der Richtung, an das ich mich bei Millennium Force erinnern kann: Nach dem Aussteigen dort nach einer Fahrt sahen wir an der Aussteigestation eine Person im Rollstuhl mit Begleitung. Diese durften bereits dort zusteigen. Vermutlich ist dort ein behindertengerechter Eingang, aber ob es da etwas für Fast Pass Plus-Inhaber gibt, bezweifle ich. Das gibt es bei keiner Bahn im Park und das finde ich auch gut so, sonst wäre es echt unfair den anderen Parkgästen gegenüber.

Ah, stimmt, das könnte tatsächlich die Handhabe für Parkgäste im Rollstuhl gewesen sein. Weil ich das bei all meinen Fahrten an beiden Besuchstagen mehrmals so beobachtet hab (und wohl auch wegen der mitgehörten gehässigen Kommentare Smilie :256: - Diddi - 727253 Zugriffe) hab ich da wohl einfach fälschlicherweise auf Fast-Lane-Plus-Träger geschlossen. Ich reimte mir das so zusammen, dass die 'normalen' Fast-Laner vor der Rampe eingeschleust werden und diejenigen mit Fast Lane Plus eben durch den Ausgang reindürfen, weil natürlich etwas schneller. Ähnlich wie bei Bizarro/Superman in Six Flags New England, wo die verschiedenen Fastpass-Stufen - zumindest anno 2010 - eben je nachdem vor der Station eingeschleust wurden resp. durch den Ausgang rein kamen und damit auch von der anderen Seite her boardeten... Da ist Cedar Fair halt schon etwas... fairer. S
Caruso
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Assistent Nicolas Mayer

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Link zum Beitrag #994539 Verfasst am Freitag, 08. Dezember 2017 21:04 Relax
So, jetzt bin ich auch endlich durch. Da lasse ich mir gerne Zeit mit dem Lesen. Vielen Dank!
eKs_Productions
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Onrider

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Link zum Beitrag #994576 Verfasst am Sonntag, 10. Dezember 2017 20:29 Relax
Es ist unglaublich spannend zu lesen, wie man den Parks "anders" erleben kann... Sei es von Wegen, Planungen, Fahrten, Wiederholungen, etc. – Aber du hast natürlich alles gesagt. Ein Park der zwei Tage braucht. Auf Grund der Ersparnis von weiteren Hotel-Übernachtungen würde ich aber auf den dritten verzichten. Dafür dann an Tag 2 (wenn man die Wege und Tricks kennt) den Pass nehmen, oder als Wiederholungstäter Tag 1. Aber Cedar Point ohne Pass würde ich nicht machen. Da ärgert man sich zu sehr... Wenn ich einem Park die (dennoch maßlos übertriebenen) 115 Dollar in den Rachen stopfe, dann Cedar Point. (Gerüchten zufolge bereiten sie ja schon ihre Jubiläumsachterbahn für 2020/21 vor. #Crazy!)

Der 3. Juli wird für viele sicher in Erinnerung bleiben. Ein Traum für viele "Nerds" ging da in Erfüllung. Spannend war auch die Wiederholungstäter zu sehen, die ganz entspannt die Neuheiten getestet haben und immer mal auf einer Bank oder beim Getränke ziehen zu entdecken waren... herrliche Bilder.

Wenn ich irgendwann mal bereit bin, sicher ein Park zu dem es sich lohnt einen eigenen Trip-Report zu schreiben, schließlich will man sich an diesen Park immer erinnern... und bis dafür zeit ist, ein großes Danke an dich Kevin. (Dich nehmen wir jetzt auf jede Tour mit S )
mülla
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Mitglied Simon

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Link zum Beitrag #994580 Verfasst am Sonntag, 10. Dezember 2017 22:36 1 gefällt das Relax
"Gerüchteweise" ist ja fast noch untertrieben S

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In memory of Space Mountain - De la terre à la lune - RIP 1/16/2005
Ein Herz für SLCs, ein Königreich für MF!
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