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Universal Studios Japan in Japan
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[Konnichi waaah!] Tag 1: Universal Studios Japan
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Runner
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Redakteur Dominik Leinen
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Deutschland . RP
 
Avatar von Runner
Link zum Beitrag #1002558 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 00:24
5 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.2018 01:18
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Falls es jemand noch nicht mitbekommen haben sollte: Im April flog ich von Frankfurt über Helsinki nach Osaka. Zusammen mit Alron, Maliboy und mico sollten knapp drei Wochen lang die Freizeitparks im Land der aufgehenden Sonne besucht werden. Aber als Erstbesucher wollten wir natürlich auch ein wenig Sightseeing mit einbringen. Den Nachmittag unserer Ankunft hatten wir daher auf Burg Osaka verbracht, bevor am zweiten Tag schon der erste Freizeitpark folgen sollte...


Unser erster vollständiger Tag in Japan begann mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet. Das MYSTAYS in Osaka war leider das einzige Hotel, bei dem wir Frühstück inklusive hatten. Hier hätte das Preis-Leistungs-Verhältnis aber auch beim Vor-Ort-Kauf definitiv gestimmt. Frisch gestärkt ging es dann gegen 8 Uhr wieder zum Bahnhof. Es ist schon faszinierend zu beobachten, wie sich die Japaner immer brav an den markierten Stellen in Reih und Glied aufstellen und dann ganz geordnet einsteigen. Das ging flott und obwohl man vorher Zweifel hatte, ob die alle in einen Wagen passen, blieb am Ende keiner zurück. "Stopfer" konnten wir zwar keine beobachten, aber es stand zu dieser Zeit an jeder(!) Tür ein Mitarbeiter. Und der Takt der Züge war auch beeindruckend. Kaum war der eine weg, kam auch schon der nächste - der trotzdem nicht weniger voll war oder von einer kleineren Schlange erwartet wurde. Wie fast immer mussten wir zunächst wieder von Shin-Osaka nach Osaka. Von dort gibt es einzelne Züge der Loop Line, die an der Nishikujo Station auf die Sakurajima Line übergehen und somit einen umstiegsfreien Transfer zum zweitgrößten Freizeitpark des Landes bieten. Aussteigen mussten wir demnach an der Station Universal City.


Aus dem hauseigenen Bahnhof heraustretend steht man quasi direkt am Universal CityWalk.



Zusammen mit einer erschreckend großen Menschenmenge bahnten wir uns den Weg am dreistöckigen Einkaufszentrum vorbei.



Außerdem befinden sich hier vier Hotels des Parks, ein fünftes steht etwas abseits am Aji River.



Die Universal Studios Japan wurden 2001 nämlich mitten im Hafen, quasi direkt an der Bucht von Osaka eröffnet. Leider bekommt man davon überhaupt nichts mit, die Außenwelt wird so gut es geht versteckt. Restlos gelingt das allerdings auch nicht, wie man später noch sehen wird. Der Park ist äußerst erfolgreich, schon im ersten Jahr lockte man 11 Millionen Besucher an und übertraf die Erwartungen damit meilenweit. Danach gingen die Zahlen zwar leicht zurück, aber inzwischen ist man weltweit auf Platz 4 nach Besucherzahlen. Gewisse Wartezeiten würden sich also auch an einem "leeren" Tag wohl kaum vermeiden lassen...


So hatten wir uns bereits im Vorfeld Tickets samt großem Express Pass für umgerechnet gut 160€ pro Nase besorgt.



Die Schlangen an den Kassen konnten wir also ignorieren und waren innerhalb weniger Minuten (ohne Taschenkontrolle) unter dem Dach der Mainstreet.



Hier befindet sich ein großer Teil des Bereichs Hollywood in Form von diversen Shops und Restaurants, aber auch ein 4D-Kino.



Beim Passieren des Eingangsbereichs hatten wir uns noch gewundert, dass die berühmte Kugel hier so abseits am Rand des Platzes neben dem Tor steht.



Aber von der anderen Seite der Mainstreet betrachtet, machte die Platzierung doch wieder Sinn.



Zumal es auf der anderen Seite noch ein Tor gibt, welches zum (verhältnismäßig kleinen) Parkplatz führt.



Rechtsherum setzt sich der Bereich unüberdacht fort. Hier hätten wir auch gleich unsere erste Achterbahn in Japan fahren können.



Taten wir aufgrund der angeschlagenen Wartezeit aber nicht. Von Hollywood ging es stattdessen weiter nach New York.



Der Brückenpfeiler hinter den Gebäudefassaden ist dabei kein Theming, sondern gehört zur Tenpozano Bridge unmittelbar neben dem Park.



Die ist zusammen mit dem Riesenrad auf der anderen Seite des überspannten Gewässers so ziemlich das einzige, was man von der Außenwelt mitbekommt. Im Bereich New York ja sogar noch relativ passend, inklusive sich stauender LKWs und Autos, aber später wird es auch weniger schöne Bilder geben, wo die Brücke dann doch das Bild stört. Wer sich dagegen am Bahnhof noch überrascht freute, dass dieser Universal-Park über ein Riesenrad verfügt, der wird enttäuscht. Tatsächlich steht das Tempozan Giant Ferris Wheel am anderen Ufer und hat mit Universal nichts zu tun - außer vielleicht, dass man den Park zufällig von oben sehen könnte. Das alleinstehende Rad wurde bereits 1997 eröffnet und ist damit einige Jahre älter als der quasi benachbarte Freizeitpark. Mit einer Höhe von über 112 Metern war es damals das höchste der Welt. Die Japaner stehen auf große Räder, wie wir in den nächsten Tagen noch merken sollten, uns ließ das aufgrund der geringen aber doch vorhandenen Entfernung jedoch kalt.


Die erste Attraktion für uns sollten schließlich die erstaunlichen Abenteuer des Spinnenmanns sein.



Wartezeit: Quasi nicht vorhanden. Smilie :333: - Chucky - 168532 Zugriffe



Den Express Pass für die 2004 eröffnete Kopie des Rides aus Orlando hatten wir uns also gespart. Für mich war dies eine Premiere, denn in Orlando war ich ja noch nicht. Ich kannte bislang nur die Transformers aus Hollywood, im Großen und Ganzen sind die Attraktionen aber bis auf das Thema sehr ähnlich. Bei den Transformers ist zudem Action von vorne bis hinten, Spider-Man ist da doch ein klein wenig zurückhaltender. Dafür sind die echten Szenen zwischen den Leinwänden hier noch besser - auch wenn meine Begleiter feststellten, dass mindestens ein Effekt nicht funktionierte. Was dagegen funktionierte, waren die "Aufzüge". Allerdings fährt man hier nicht wie bei Transformers selbst nach oben (ohne es zu merken), sondern die Kulisse um einen herum fährt nach unten. Ein klasse Darkride, mit dessen Thema ich eigentlich mehr anfangen kann als mit Transformers (trotz japanisch). Irgendwie hatten mich letztere aber doch ein wenig mehr geflasht, vermutlich weil ich vor 5 Jahren noch nichts vergleichbares erlebt hatte.


Quer durch San Francisco (selbst für ein US-Unternehmen arg USA-lastig, oder?) ging es weiter in Richtung der nächsten Achterbahnschienen.



Ist das dieser Walter Elias, von dem man immer so viel liest? S



Beim Blick über den See auf San Francisco und den Jurassic Park stört die bereits erwähnte Brücke dann doch etwas das Bild.



Den rechts zu erkennenden Flugsaurier ließen wir zunächst ebenfalls links liegen, genauso wie den gesamten Jurassic Park.



Stattdessen zog es uns weiter nach Amity Island. Die nächste Premiere für mich.



In Hollywood war (und ist) der weiße Hai nur ein kleiner Zwischenstopp der Studio Tour. In Orlando machte man daraus eine komplett eigenständige Attraktion, die inzwischen aber Harry Potter zum Opfer gefallen ist. Die Kopie hier wurde zusammen mit dem Park 2001 eröffnet und ist somit nun die einzig verbliebene Version des Rides.


Die Warteschlange für ein Foto mit dem gehängten Hai war dabei fast länger als für die Fahrt an sich.



Man muss wissen, dass der von uns erworbene große Express Pass ein einmaliges Vordrängeln an 7 Attraktionen ermöglichte. Vier davon waren vorgegeben, inklusive Zeitslot (Despicable Me, Forbidden Journey, Flight of the Hippogriff und Flying Dinosaur). Bei den drei übrigen konnte man jeweils zwischen zwei Attraktionen wählen (Hollywood Dream oder Backdraft, Jurassic Park: The Ride oder Terminator und eben Spider-Man oder Jaws). Bei den morgendlichen Wartezeiten für Spider-Man und Jaws verzichteten wir logischerweise aufs Vordrängeln. Vielleicht würde man später am Tag ja noch eine Wiederholungsfahrt bei höheren Wartezeiten machen wollen?


Nur knappe 10 Minuten sollten wir warten müssen, bis wir in einem der Boote Platz nehmen konnten.



Ich als Neuling durfte direkt mal rechts außen sitzen, wo der namensgebende Fisch allerdings nur zweimal auftaucht, um die beschauliche Aussichtsfahrt zu stören. Auf der anderen Seite hätte man ihn fünfmal sehen können. Fotografieren durfte man während der Fahrt nicht, was Alron nach dem dritten oder vierten Hinweis schließlich auch verstand. Ja, auch hier wird natürlich Japanisch gesprochen. Die Japaner können aber so herrlich übertrieben schauspielern, dass man der explosiven Story auch ohne Worte weitestgehend folgen konnte. Jaws hatte für mich persönlich jedenfalls einen größeren Unterhaltungswert als Potter, der hier in Osaka glücklicherweise nebenan platziert wurde. Unabhängig von den Filmen, die Spielberg-Klassiker (zumindest Teil 1 und 2) habe ich jetzt vor Kurzem tatsächlich zum ersten Mal gesehen...


Nun wurde es langsam Zeit für unseren ersten gezeiteten Express Pass. Hierzu schlossen wir die erste Runde um den See ab und starteten die zweite.



Zwischen San Francisco und Jurassic Park bogen wir links in die Sackgasse des Minion Parks ein.



Dort dreht sich natürlich alles um die süßen, gelben Figuren aus der Filmreihe "Ich - einfach unverbesserlich".



Hier testeten wir dann erstmals, ob unsere Express Pässe auch wirklich funktionierten. Sie taten es, sparten uns aber glaube ich nicht so wahnsinnig viel Zeit.



Der größte Teil des Wartebereichs zwischen den beiden riesigen Hallen ist nicht unbedingt eine Augenweide. Ein paar wenige Theming-Elemente und diverse Bildschirme, mehr gibt es nicht zu sehen. Genauso wie bei der Schwesteranlage in Hollywood. Wobei ich hier vom Simpsons Ride spreche, Despicable Me: Minion Mayhem kam dort ja leider erst ein Jahr nach meinem Besuch. Während man in Hollywood aber schon zur Saison 2008 Back to the Future: The Ride zu Simpsons: The Ride umgebaut hatte (genau wie in Orlando), waren hier in Japan noch bis 2016 die von Doc Brown zur Zeitmaschine umgebauten DeLoreans als Simulatorgondeln im Einsatz. Seit 2017 haben nun aber eben Gru und seine Minions das Sagen.


Gru's Wohnzimmer, wo die erste Pre-Show stattfindet, sieht da schon deutlich besser aus.



Es folgt eine zweite im Labor und schließlich noch eine Sicherheitsbelehrung, ehe die 8-sitzigen Gondeln geboardet werden. Dabei gleich meine Kritik: Ich fand die Gondel doch ziemlich eng, bei den Simpsons hatte ich irgendwie mehr Platz in Erinnerung. Noch schlimmer war aber der Lautsprecher in der Seitenwand, der mir als Außensitzendem quasi direkt ins Ohr dröhnte. Eindeutig zu laut, besonders die Ansage der Ride-Opse. Thematisch werden die Fahrgäste von Gru in Minions verwandelt und müssen quasi ein Minion-Training absolvieren. Natürlich mit allerlei abgedrehten und aberwitzigen Szenen. Restlos begeistern konnte mich der Ride aber selbst als Minion-Fan irgendwie nicht. Es bleibt am Ende halt ein enger, ruckliger Simulator.


Ansonsten aber wirklich ein sehr schöner Bereich, der bei den Japanern auch großen Anklang findet.



Baa Naa Naaaaa! S



Vorbei an einer kleinen Sesamstraßen-Musikshow ging es anschließend für mico zu einer Smoking Area.



Frisch geteert nahmen wir danach endlich Jurassic Park: The Ride am anderen Ende der Universal Studios in Angriff.



Dabei handelt es sich allerdings nicht um den Flying Coaster, der 2016 quer über den gesamten Bereich gebastelt wurde.



Nein, genau wie in Hollywood (und Orlando) handelt es sich um eine Wasserbahn. Demnach die erste mir schon weitestgehend bekannte Attraktion.



Hier nutzten wir auch wieder unseren Express Pass, die normale Warteschlage wäre aber auch nicht so extrem viel länger gewesen, wenn ich mich nicht irre. Unsere Sachen verstauten wir in den angebotenen Schließfächern (die eingeworfenen Münzen bekommt man hinterher wieder zurück) und durchschritten den relativ schlicht thematisierten Wartebereich. Der Einteiler lotste uns natürlich auch gleich mal in die Front Row, für die es uns eigentlich noch ein wenig zu frisch war. Die Fahrt beginnt genau wie in Hollywood mit einem kleinen Lifthill und dem obligatorischen Holztor, bevor man an einigen faszinierenden Dino-Animatronics vorbeischippert. Wobei ich die originale Version in Hollywood tatsächlich noch einen Ticken beeindruckender fand. Dafür ist der Teil im gewaltigen Gebäude etwas detaillierter ausgestaltet - und mir kam die Strecke im Gebäude auch etwas länger vor. Wichtig ist aber sowieso nur der T-Rex am großen Drop, der auch hier einfach genial passt.


Die Landung nach dem steilen Sturz aus 26 Metern schien zunächst nur halb so schlimm zu werden.



Lediglich ein bisschen Spritzwasser erreichte uns, die große Fontäne bildete sich erst hinter dem Boot.



Am Ende der Auslaufstrecke tauchte man aber mit weiterhin hohem Tempo richtig ins Wasser ein, da wurden wir dann doch noch etwas erfrischt.



Alles in allem ist Jurassic Park: The Ride für mich eine der besten Attraktionen von Universal. Hoffentlich versaut man das in Hollywood mit der Umgestaltung zu Jurassic World nicht. Allein der Soundtrack des Films löst bei mir schon Gänsehaut aus, hier ist man dann wirklich mittendrin - ganz ohne die Gefahr, gefressen zu werden. S Die Bahn ist einfach stimmig von vorne bis hinten, hat schöne (wenn auch nicht die besten) Animatronics, ist groß, und bei gutem Wetter freut man sich auch über die Erfrischung (wir trockneten letztendlich doch schneller als befürchtet). Der ganze Bereich ist wirklich toll und authentisch.


Fehlt nur noch, dass man hin und wieder eine Ramme nutzen würde, um das Wasser in Bewegung zu versetzen. Smilie :58: - Maxi - 224015 Zugriffe



Verlässt man den Bereich Jurassic Park in Richtung Amity Island, würde sich links am versteckten Jaws vorbei der Weg zur Arena der Wasser-Stunt-Show Waterworld befinden. Das habe ich vor Ort aber gar nicht bemerkt, erst zuhause wunderte ich mich, wo die Arena wohl versteckt gewesen sei. Anschauen konnten wir die Show nämlich nicht, da sie zum Zeitpunkt unseres Besuchs noch überarbeitet wurde.


Stattdessen zog es uns zurück in Richtung Eingangsbereich, wir wollten endlich mal eine Achterbahn in Japan fahren.



Und was wäre dazu besser geeignet gewesen als Hollywood Dream - Backdrop.



Unser Express Pass galt leider nur für die Fahrt vorwärts. Um in den rückwärts gerichteten Zug des 2007 in die bestehenden Kulissen des Parks eingepassten Coasters einsteigen zu dürfen, mussten wir uns also in die mit 50 Minuten angegebene Schlange einreihen. Dabei stand direkt am Zugang eine Mitarbeiterin, die uns zunächst stoppte. Sie hängte die Kette vor und führte uns in Richtung der Schließfächer, wo sich auch der Testsitz versteckte. Ihre Bedenken waren leider berechtigt, Alron bekam trotz aller Bemühungen knapp kein grünes Licht und musste daher draußen bleiben. Uns drei anderen ließ sie dann in den Wartebereich ein. Dank dieser "Vorkontrolle" war immer schon eine kleine Warteschlange vor dem Eingang der Bahn, was uns im ersten Moment schon etwas abgeschreckt hatte. Tatsächlich war der eigentliche Wartebereich dahinter nichtmal annähernd ausgelastet. Irgendwo in diesem Labyrinth aus Geländern bekamen wir eine Pappkarte in die Hand gedrückt, auf der die Sicherheitshinweise auch in englischer Sprache nachzulesen waren. Bevor wir überhaupt die Chance dazu hatten, kamen wir aber auch schon zum nächsten Mitarbeiter, der sie uns wieder abnahm und mit einem Metalldetektor sicherstellte, dass unsere Taschen auch wirklich leer waren. Ein dritter Mitarbeiter wies einige Meter weiter nochmal darauf hin, dass man für die Fahrt rückwärts anstand. Dann ging es auch schon unter die Station und die Treppe hinauf. Man erwartete uns quasi schon und wies uns direkt eine Reihe des bereits wartenden Zuges zu. Ja, ihr lest richtig. Von wegen 50 Minuten, wir konnten den gesamten Wartebereich durchlaufen und sofort einsteigen. Der kurze Einlass-Stopp hatte wohl ausgereicht, um die vorhandene Warteschlange abzuarbeiten, die demnach deutlich kürzer gewesen sein musste als angegeben.


Völlig perplex verließen wir in einer der vorderen Reihen (also hinten) sitzend die Doppelladestation in Richtung des halb eingehausten Lifthills.



Dass man hier vor Abfahrt einen von fünf Musiktiteln zur Untermalung der Fahrt auswählen kann, war mir bekannt. Wie dies funktioniert, war auch schnell herausgefunden. Im Beckenbügel sind nämlich fünf durchnummerierte Lichtpunkte und zwei Knöpfe eingearbeitet. Mit jedem Druck auf den einen Knopf, wandert das Licht von der 1 weiter, bis es bei der 5 angelangt ist. Danach geht es wieder von vorne los. So wählt man zwischen den fünf Songs. Die Auswahl wird dann mit dem zweiten Knopf bestätigt. Allerdings hatte ich keine Ahnung, welche Songs sich hinter den einzelnen Zahlen verbergen. Der Zufall entschied also, dass ich die erste Fahrt zu Happy von Will Farrell erlebte. Dass die Liste mit den Songs nicht nur mehrfach im Wartebereich hing, sondern auch an den Rückenlehnen direkt vor uns, bemerkte ich erst bei der zweiten Fahrt. Ohne Brille war ich in der Eile der ersten Fahrt einfach zu blind. Smilie :282: - soundmachine - 295095 Zugriffe


Mit gerademal 44 Metern ist Hollywood Dream der niedrigste aller Hyper Coaster von B&M. Aber Größe ist bekanntlich nicht alles.



Denn obwohl der First Drop dank darunterliegender Backstage-Bereiche nichtmal die gesamte Höhe ausnutzt, macht er schon eine Menge Spaß.



Auf den zu sehenden Schwenk nach Rechts folgt der erste Airtimehügel über den Zugang zur Mainstreet hinweg.



Es folgt eine tolle S-Kurve, zunächst flach nach links und dann ein Stück weiter abfallend nach rechts. Meine Lieblingsstelle der Bahn. Smilie :25: - Dr. Weizenkeim - 1874166 Zugriffe



Die anschließende Wende erfolgt in unmittelbarer Nähe zum CityWalk, nur eine Straße trennt sie von den Hotels.



Anschließend geht es unter der S-Kurve hindurch und über einen perfekt ans Dach der Mainstreet angepassten Airtimehügel hinweg.



Unter dem First Drop schwenkt die Strecke nach links weg und überfliegt zwei weitere Airtimehügel über den Hollywood-Fassaden.



Hinter einer großen Werbetafel versteckt sich die Blockbremse.



Ein recht sanfter Dip führt von dort in einen nach rechts wegknickenden Hügel, der seinerseits in eine aufwärtsführende 540°-Helix übergeht.



Die verfügt nicht nur über kreative Stützkonstruktionen, sondern drückt auch ziemlich ordentlich.



Aus der Helix heraus taucht man wiederum unter die zuvor absolvierte Strecke ab und überfliegt den letzten Airtimehügel.



Schließlich verschwindet man in einem Tunnel durch die Fassade.



Dieser besteht lediglich aus einer Geraden mit einigen Lichteffekten. Kurz vor der Ausfahrt gibt es noch einen leichten S-Kurven-Schlenker, dann steigt der Zug in die Schlussbremse auf. Der Weg zurück zur Station zieht sich dann etwas, da man zunächst an der Wartungshalle vorbeifährt und dann erst zwischen den beiden Hallenteilen zur Station geführt wird. Ohne die Wege von der Station zum Lifthill und von der Schlussbremse zur Station würde die Streckenlänge vermutlich geradeso um die 1000 Meter liegen. So hat man immerhin 1200 geschafft. Wobei die begrenzte Fläche neben dem Eingangsbereich zugegebenermaßen kaum andere Möglichkeiten geboten hätte. Außer vielleicht, man hätte statt des üblichen Verschiebegleises für den ganzen Zug auf einzelne Weichen zu den Abstellgleisen gesetzt. Aber die genutzte Variante hat den weiteren Vorteil, dass im Falle von Verzögerungen kein Zug in der Blockbremse verharren muss, da es zwischen Schlussbremse und Station genügend Blöcke für alle Züge geben sollte.


Eine wirklich tolle Bahn, besonders wenn man bei der Erstfahrt nicht sieht, wo es lang geht. S



Da Alron sich natürlich schon auf eine 50-minütige Wartezeit eingestellt hatte, konnten wir allerdings nicht einfach schon nach einem guten Zehntel der Zeit wieder auftauchen. Also schlüpften wir einfach nochmal in die Warteschlange (Alron hatte uns natürlich trotzdem gesehen), wo es nun tatsächlich etwa 20 Minuten dauern sollte, bis wir die Station erreichten. Aber auch das ging letztlich ratz fatz. Interessant ist dabei die Abfertigung der rückwärts fahrenden Besucher, die wir zuvor ja gar nicht mitbekommen hatten. Es waren vier Züge im Einsatz. Drei vorwärts, einer rückwärts. Die linke Seite der Doppelladestation fertigte also ausschließlich Vorwärts-Züge ab, auf der rechten Seite kamen Vorwärts- und Rückwärts-Zug im Wechsel. Uns Rückwärtsfahrer stellte man auf Wartepositionen in der Mitte der Station, gleichzeitig füllte man die eigentlichen Gates mit Vorwärtsfahrern. Als die dann eingestiegen waren, konnten wir vorrücken und zu unserer zweiten Fahrt im roten Zug Platz nehmen. Diesmal hatte ich im Wartebereich genügend Zeit, die Songliste zu studieren. Nach dem zufälligen Happy wählte ich diesmal bewusst Bad von Michael Jackson. Passte finde ich noch etwas besser zur Bahn (auch wenn die alles andere als Bad ist). Meistens bekomme ich von Onboard-Sounds ja eh nicht viel mit, weil sie zu leise im Hintergrund dudeln und damit in den Nebengeräuschen untergehen. Einzig Vogel Rok hatte mich in diesem Bereich bisher überzeugen können, nun kam Hollywood Dream hinzu. Die Lautsprecher sitzen in den Kopfstützen und damit nah an den Ohren der Fahrgäste und die Musik wird nicht gerade leise eingespielt. Mich wunderte eigentlich nur, dass man die Musik der Sitznachbarn nicht auch noch hören konnte. S


Nach den zwei Fahrten (mit insgesamt weniger Wartezeit als für eine einzelne angeschlagen) sammelten wir Alron wieder ein und gingen... nach Spanien? Smilie :12: - Dr. Weizenkeim - 709851 Zugriffe



Nein, wir begaben uns nochmals nach New York.



Auf die kleine Führung bei Cyberdyne mussten wir allerdings noch etwas warten. Die 3D-Live-Show hatte gerade technische Probleme.



Eine Zigarettenlänge später schien man aber wieder den Einlass vorzubereiten, und so gehörten wir zu den ersten, die das Gebäude nach der Störung betreten durften. Und auch Terminator 2: 3D war für mich neu, das Original in Florida wurde Ende letzten Jahres eingestampft, in Hollywood war man bei unserem Besuch 2013 gerade dabei, die Terminatoren gegen Minions auszutauschen. Hier in Japan findet man sich nach wie vor in einem großen Raum wieder, in dem man irgendwann von einer wieder herrlich übertrieben schauspielernden Hostess begrüßt wird, die für uns einen kleinen Imagefilm von Cyberdyne Systems abspielt. Kleinere Einspieler stören den Film, werden aber gekonnt weggelächelt und mit einer Prise Slapstick gewürzt, ehe man uns in den großen Theaterraum einlässt. Dort findet dann die eigentliche Show statt, bei der die Schauspieler hervorragend mit einem 3D-Film auf der Leinwand interagieren. Kann sich wirklich sehen lassen, auch wenn man als Nicht-Japaner wieder kein Wort versteht. Aber wie schon bei Jaws geschrieben: Die Optik spricht für sich.


Nach der ganzen Action zog es uns - respektive Maliboy und mich - ins Wonderland, also das Kinderland des Parks.



Interessanterweise dauert Ostern im nicht allzu christlichen Japan offenbar länger als hierzulande. Smilie :282: - soundmachine - 295095 Zugriffe



Das Wonderland ist ziemlich kunterbunt. Nicht nur farblich, sondern auch thematisch. Hier gibt es alles von der Sesamstraße...



über Snoopy (aber wirklich nur der)...



bis hin zur obligatorischen Hello Kitty.



Bisschen viel rosa für meinen Geschmack. Smilie :250: - Stef - 76046 Zugriffe



Diese Dosis gefällt mir wesentlich besser.



In einer der großen Hallen fanden wir aber das optisch ansprechendere Ziel der Begierde.



Die Familienachterbahn Snoopy's Great Race, welche als einzige Achterbahn 2001 zusammen mit dem Park eröffnet wurde.



Die Wartezeit betrug knappe 15 Minuten, Alron verzichtete und mico nutzte die Zeit für die nächste Raucherpause. Gebaut wurde die Bahn vom in Osaka ansässigen Unternehmen Senyo Kogyo, womit dies unsere erste wirklich japanische Achterbahn (auf japanischem Boden) werden sollte. Auch wenn es etwas eng war, aber wir zwei etwas schlankeren quetschten uns gemeinsam in einen Wagen.


Der Lifthill brachte uns hinauf zur Hallendecke, leider gibt es keine Angaben zur Höhe der Anlage.



Von dort schlängelt sich die Strecke mit ein paar flotten Kurven durch den hinteren Teil der Halle.



Dabei durchbricht man auch eine Werbetafel.



Highlight ist aber Snoopy mit seinem Kamerakran inmitten der finalen Helix.



Der dreht sich nämlich passend mit, so als würde er den um ihn herumkreisenden Zug filmen. Schöne Familienbahn. Smilie :25: - Dr. Weizenkeim - 1874166 Zugriffe



Anschließend wiedervereint gingen wir nochmals zu Hollywood Dream, wo wir unseren Express Pass für die Vorwärts-Fahrt einlösten. Diesmal wählte ich den ersten Song auf der Liste, Osaka Lover in der Special Edition for USJ. Also ein extra für diese Bahn angepasster Song der japanischen Band Dreams Come True. Bad fand ich aber trotzdem irgendwie passender. Ansonsten hätten noch ein weiterer Song von Dreams Come True sowie Shaking Off von Shakira zur Auswahl gestanden. Die konnten wir dann leider am Ende nicht mehr ausprobieren. Übrigens fing es immer ganz leicht an zu nieseln, wenn wir Hollywood Dream wieder verließen. Von daher vielleicht gut, dass wir nicht öfter gefahren sind. Smilie :58: - Maxi - 224015 Zugriffe


Nun wurde es aber Zeit für ein vermeintliches Highlight, welches wir über einen langen Weg zwischen Kinderland und Jaws erreichten.



Die Rede ist natürlich von der Wizarding World of Harry Potter, welche 2014 nur so an den bestehenden Park angeschlossen werden konnte.



Am Ende des von dichten Büschen gesäumten Weges betritt man schließlich zunächst Hogsmeade.



Direkt hinter dem Tor schaut die Spitze des Hogwarts Express aus einem Tunnel hervor, der mir doch etwas eng erscheint.



Leider ziemlich statisch, wenn man mal vom gelegentlichen Dampfausstoß absieht. S



Das Dorf selbst ist sehr authentisch, wenngleich der Schnee bei den inzwischen recht angenehmen Temperaturen etwas unpassend wirkte.



In den Filmen ist die Atmosphäre dort allerdings deutlich entspannter, da laufen nicht so viele Menschen rum. Wobei es ja nicht wirklich voll war.



In Hogsmeade selbst gibt es natürlich vorwiegend Shops und Restaurants. Zauberstäbe waren mir allerdings zu teuer, da nehm ich lieber nen Ast aus dem Wald.



Außerdem kann man Butterbier kosten. Haben wir allerdings nicht gemacht.



Die eigentlichen Attraktionen befinden sich dagegen weiter hinten, um und in Hogwarts.



Das Schloss selbst wurde bis ins kleinste Detail nachgebildet, wirklich umhauen konnte es mich allerdings nicht.



Dafür ist es mir schlichtweg zu klein. Smilie :282: - soundmachine - 295095 Zugriffe



Natürlich kann man die Schule für Hexerei und Zauberei nicht einfach in "Originalgröße" da hinsetzen. Das würde vermutlich sogar die eh schon gewaltigen Ausmaße der dahinter versteckten Halle übertreffen. Also hat man sich für ein kleineres Schloss auf den Felsen entschieden, was dann eben den Eindruck vermitteln soll, etwas weiter entfernt zu sein. Spätestens wenn man direkt davor steht, sieht man allerdings deutlich, dass das Schloss eben verkleinert wurde. Auf mich wirkte das ehrlich gesagt sogar geradezu mickrig - obwohl es das nun definitiv nicht ist.


Die Halle darunter/ dahinter ist aber wie gesagt noch gewaltiger und beherbergt neben einem Rundgang durch das Schloss auch einen Darkride.



Harry Potter and the Forbidden Journey, für den wir unseren nächsten gezeiteten Express Pass einlösten.



Alron verzichtete hier schon direkt freiwillig und nahm sich daher unserer Taschen an. Nach einer für uns kurzen Queue erreichten wir einen großen Raum mit Schließfächern, den wir somit einfach passieren konnten. Dabei wären wir beinahe auf der anderen Seite zum Ausgang rausgegangen, bis wir den Fehler bemerkten und nach etwas Verwirrung doch noch die Fortführung der Queue fanden. Nicht optimal gelöst, wie ich finde. Wenn die Schlange weit aus dem Schloss heraus steht, könnte man da bestimmt ein paar Minuten bei einer Wiederholungsfahrt einsparen. Wenn man das dann überhaupt noch möchte. Anschließend wanderten wir kreuz und quer durch verschiedene Räume des Schlosses, und konnten nach der Hogwarts-Besichtigung samt einiger Minuten Wartezeit schon bald auf den "magischen Bänken" Platz nehmen. Die sind an der Spitze von KUKA-Robotern befestigt, die ihrerseits per Führungsschiene durch die Halle rollen. Da ich die stationären Robocoaster schon liebe und uns hier ein gemäß Kritiken Weltklasse-Darkride erwarten sollte, hatte ich mich sehr auf die verbotene Reise gefreut. Vielleicht sogar zu sehr...


Sorry, aber von Weltklasse war das für mich meilenweit entfernt. Da finde ich ja sogar die Hollywood Tour besser.



Dabei hat die japanische Version schon die meisten Anpassungen bekommen. Das 2010 in Orlando eröffnete Original wurde im Juni 2018 (also jetzt ganz frisch) auf 4K upgedatet, ansonsten hatte sich da noch nichts getan. Hollywood war 2016 schon direkt mit 3D-Technik eröffnet worden, schon acht Monate später stellte man aber wieder auf die normale Version wie in Orlando um, dafür wurde die 4K-Technik im März 2017 installiert. Japan als zweite Anlage dieser Art war 2014 eröffnet worden. Die 2015 ergänzte 3D-Technik blieb noch bis Anfang 2018 erhalten. Im Januar erfolgte laut Wikipedia das Upgrade auf 4K, auf die 3D-Brillen kann demnach erst seit März verzichtet werden. Wir waren also mit die ersten, die hier in Japan die aktuellste Version fahren konnten. Aber entweder hat man bei den neuen Projektoren Mist gebaut, oder man hatte versehentlich nochmal die alten angeschmissen, ich sah nämlich ausnahmslos Doppelbilder. mico und Kai bestätigten mir hinterher auch, dass das definitiv nicht an meiner fehlenden Brille lag. Das gab natürlich schonmal ordentlich Minuspunkte, da die Projektionen eben doch den Großteil der Fahrt ausmachen. Die übrige Thematisierung fand ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht sooo aufwändig. Zumal mir einfach ein roter Faden fehlte, ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Szenen war für mich nicht zu erkennen - und mit der Sprachbarriere erst recht nicht zu verstehen. Da blieb mir eigentlich nur noch der Versuch, durch diverse Verrenkungen die trotz allem faszinierende Technik zu bewundern. Wie gesagt, ich liebe die Robocoaster. Für den Darkride sind die Bewegungen aber natürlich deutlich weniger rabiat. Ich bevorzuge daher die stationären Anlagen, auf Wiederholungsfahrten mit der Forbidden Journey kann ich tatsächlich verzichten...


Dann doch lieber zum Flight of the Hippogriff gegenüber, wieder mit Express Pass.



Ein Vekoma Junior Coaster in der Standard-Variante mit 335 Metern. Allerdings mit 2 Zügen.



Und zwar die modernen wie bei Raik. In der Front Row mit massig Platz im Kopf des Hippogreifs und daher ohne Schienbeinbügel. S



Schönes Bähnchen, wie gewohnt. Und mit deutlich humaneren Wartezeiten als die völlig überbewertete Rumschaukelei im Schloss.



Einen idyllischen See neben dem Schloss hat man auch noch.



Der Weg dort mittenrauf macht aber irgendwie wenig Sinn, höchstens für andere Foto-Perspektiven.



Aber vielleicht wird der ja dann 2020 verlängert und bildet einen Zugang zum Nintendoland, welches dort hinter den Bäumen auf einem ehemaligen Parkplatz gerade gebaut wird? Wobei das bestimmt ein ziemlich krasser Kontrast wäre. Nunja, wir kehrten Harry und Konsorten nun wieder den Rücken und verließen den etwas abgelegenen Themenbereich wieder in Richtung Jurassic Park. Jedoch nicht ohne eine kurze Snack-Pause unterwegs.


Im Jurassic Park wurden gerade ein paar Dinos ausgeführt.



Ein ganz braver Raptor. S



Und ein handzahmer Triceratops.



Die Kids waren ganz heiß drauf, die beiden zu streicheln.



Einfach süß. Smilie :727: - Magnus - 40284 Zugriffe



Wir waren dagegen heiß auf Backdraft und zogen daher weiter nach San Francisco.



Unseren Express Pass hatten wir ja schon bei Hollywood Dream eingelöst, wir kamen aber noch gerade rechtzeitig, um uns dem laufenden Einlass anzuschließen. Wenig später öffneten sich bereits die Türen zur Pre-Show, in der die Hauptdarsteller des gleichnamigen Films über die Dreharbeiten und insbesondere natürlich die Feuereffekte sprechen - leider wieder nur auf Japanisch und ohne Untertitel. Anschließend geht es weiter in den nächsten Raum, wo man auf ein Feuerwehrauto vor einer Fabrikhalle blickt. Durch die Oberlichter der Fabrik ist wenig später Feuerschein zu erkennen. Die eigentliche Hauptshow findet aber im dritten Raum statt, in dem eine große Lagerhalle nachgebaut wurde. Nachdem sich die Besucher an der einen Wand entlang aufgestellt haben, fangen immer mehr Teile der Halle Feuer. Eine Explosion hier, ein Einsturz da, fertig ist die Pyro-Show. Das Original eröffnete 1992 in Hollywood, musste 2010 aber für die Transformers weichen. Hier in Japan kam die Kopie zusammen mit dem Park 2001. Im gleichen Jahr wurde im Port Aventura (damals eben auch unter Universal) der Templo del Fuego eröffnet, den man im Grunde als Weiterentwicklung von Backdraft bezeichnen könnte. Insgesamt gibt es dort zwar etwas weniger Feuer, dafür aber eben noch einige andere Effekte in Kombination mit der Live-Schauspielerin. Aber Backdraft kann sich auch sehen lassen. Ist aber nichts für warme Tage. S


Nun wurde es aber endlich Zeit für den Flying Dinosaur. Also erneut zurück zum Jurassic Park.



Ein wenig mussten wir noch vor dem Eingang warten, unser Zeitslot für den Express Pass öffnete sich erst in 10 Minuten. Die Mitarbeiterin kam sofort auf uns zu, und fragte, ob sie was für uns tun könnte (also davon gehe ich jedenfalls aus), erkannte aber schnell das Problem. Letztlich gewährte sie uns sogar einige Minuten früher Einlass, gescannt wird der Pass ja erst später. Die Wartezeit zog sich trotz unseres Vordrängelns etwas hin, hier würde ich aber auch nicht bei voller Queue stehen wollen. Die Erweiterungen gehen bis ganz hinten neben Jurassic Park: The Ride. Irgendwann saßen wir dann aber endlich im Zug und die Bügel wurden geschlossen. Bei Alron wollte er aber einfach nicht richtig einrasten, obwohl der Testsitz etwas anderes versprochen hatte. Zu zweit gaben sich die Mitarbeiter größte Mühe, zweimal wechselte Alron sogar den Platz, aber letztlich musste er auch hier wieder verzichten. Fehlendes Engagement kann man den Mitarbeitern definitiv nicht unterstellen, in der Zeit wäre der Zug sonst schon wieder von der Fahrt zurück gewesen.


Schließlich wurden wir in Flugposition gebracht und den Lifthill hinaufgezogen.



Satte 46 Meter geht es direkt über dem Weg in die Höhe, ehe sich der Flugsaurier in die Tiefe stürzt.



Und zwar schön steil mit einem Schwenk nach links.



Quer über den Bereich hinweg steigt man auf in eine anderthalbfache Rolle.



Richtig cool, da kann man mal kurz die Orientierung verlieren. Leider sind die fotogensten Perspektiven mit Netzen verhangen.



Nun also auf dem Rücken liegend rast man wieder auf den Boden zu und in einen Inside Raven Turn hinein.



Also einen Immelmann ohne Drehung, sodass man wieder von der Liege- in die Flugposition wechselt.



Dabei wird man verdammt kräftig an die Rückenlehne gepresst. Smilie :54: - soundmachine - 174573 Zugriffe



Nach einer vergleichsweise sanften S-Kurve folgt der obligatorische Pretzel Loop.



Wobei die Einfahrt hier zu sehr von der Seite erfolgt, sodass die Bretzel-Optik nicht ganz stimmig ist.



Außerdem kreuzen sich Ein- und Ausfahrt nicht. Das ist aber alles Meckern auf hohem Niveau.



Am tiefsten Punkt unterquert man in einem Tunnel wieder mit massig Druck auf der Brust das berühmte Portal des Jurassic Parks.



Nur um wenig später im Bügel hängend knapp über die Köpfe der übrigen Besucher hinwegzudonnern.



Die Löcher für eine Trim Brake nach dem Pretzel Loop hat man glücklicherweise nicht gebraucht.



Es folgt ein kleines Hügelchen.



Dann rast der Zug am Ufer des Sees entlang um das große Restaurant des Bereichs herum.



Eine Rolle über das Ende des First Drops hinweg leitet allmählich das Grande Finale ein.



Am Fuße des Lifthills vollführt der Flying Dinosaur noch eine enge Helix.



Dabei wird man erbarmungslos in den Bügel gedrückt.



Unzählige Netze trennen uns dabei von den Besuchern auf den Wegen direkt unter uns.



Ein langgezogener Inline-Twist am Wartebereich entlang führt schließlich in die Schlussbremse.



Was für ein grandioses Bähnchen mit tollem Setting. Smilie :25: - Dr. Weizenkeim - 1874166 Zugriffe



Mit der Eröffnung im März 2016 übernahm der Flying Dinosaur den Titel des längsten Flying Coasters weltweit von Tatsu. Der First Drop ist eigentlich auch höher, insgesamt überragt Tatsu den japanischen Nachfolger aber trotzdem noch um ein paar Meter. In der Höchstgeschwindigkeit sind beide laut rcdb gleichauf. Aber unabhängig von den technischen Daten ist der Flying Dinosaur einfach nur brachial. Das Wechselspiel zwischen Druck auf die Brust und Druck in den Bügel ist nahezu perfekt, die anderthalbfache Zero-G Roll sorgt für einen ordentlichen Drehwurm und die Einbindung in den Bereich ist ideal. Also fast jedenfalls. Tatsächlich fliegen die Züge fast die gesamte Zeit direkt über die Wege hinweg, sodass die Besucher ständig mit der Bahn in Verbindung geraten. Außerdem würde das geniale Fotoperspektiven garantieren, wenn man nicht sämtliche Wege mit Netzen überspannt hätte. Dabei dürfte nach dreifacher Nachfrage nach losen Gegenständen in den Taschen und Kontrolle per Metalldetektor kaum Gefahr für die Besucher dort unten bestehen. So störend die Netze für Fotos auch sind, im Nachhinein passen sie irgendwie doch ganz gut als Theming.


Sie bilden im Prinzip ja den Käfig des Flugsauriers. S



Einen Angriff wie in Jurassic World müssen die Besucher also nicht befürchten, wenn der Saurier im Sturzflug auf sie zurast.



Lediglich hinter dem Restaurant Discovery kann man schöne Bilder des Zuges ohne Netze machen.



Der Weg dort ist leider nicht in Gänze zugänglich.



Aber eine etwas versteckte Sackgasse bis zum Tor ist ebenfalls netzlos und war daher unser bevorzugter Fotopunkt.



Dort entstanden auch die meisten Bilder des Pretzel Loops.



Die Kurve am See ist aber auch sonst die wohl fotogenste Stelle der Bahn.



Vom anderen Ufer bekommt man natürlich die besten Bilder des Flying Dinosaur.



Mit etwas Sucherei findet man aber auch ein paar gute Perspektiven aus der Nähe.



Nachdem wir mit dem größten Highlight nun alle (wichtigen) Attraktionen des Parks durch hatten, hätten wir uns eigentlich am liebsten direkt nochmal in die Queue des Flying Dinosaur gestellt. Doch halt, da gibt es ja noch den 2010 eröffneten Indoor Spinning Coaster von Mack! Space Fantasy: The Ride sollte laut Parkwebseite jedoch für längere Zeit geschlossen sein. Schade, den Count hatten wir im Vorfeld also schon abgeschrieben. Nur fragten wir uns vor Ort, wo die Bahn denn überhaupt sein sollte, wir fanden einfach keinerlei Hinweise darauf. Und die einzige verbliebene Halle, die groß genug für einen Spinning Coaster schien, war mit einer anderen Attraktion belegt...


Glücklicherweise schauten wir uns Final Fantasy XR doch nochmal genauer an.



Dem Testsitz nach versteckte sich dahinter nämlich tatsächlich die gesuchte Achterbahn.



Nur eben mit vorübergehend geändertem Thema und VR-"Update". Was leider gehörig auf die Kapazität schlug.



Letztlich warteten wir auch hier kürzer als angeschlagen, allerdings nicht so deutlich wie bei Hollywood Dream. Über eine Stunde quälten wir uns durch den Außenwartebereich, an dessen Ende sich 4 Fotoboxen befinden. Was da auf den Green Screen gebastelt wird, kann ich allerdings nicht sagen, wir haben uns das Foto hinterher nicht angesehen, geschweige denn gekauft. Es wird aber vermutlich mit dem Videospiel Final Fantasy zu tun gehabt haben, nach dem die VR-Variante des Rides nun eben thematisiert war. Während des nicht ganz so langen Indoor-Wartebereichs im Anschluss unterhielten wir uns noch ein wenig mit zwei Amerikanern über unser Hobby, dann durften wir endlich einstiegen. Das lief hier eigentlich wie am Schnürrchen. Die Wagen fahren ja quasi als Endlossystem langsam durch die Station, während die Besucher über mitlaufende Förderbänder ein- und aussteigen. Kaum sitzt man im Wagen, bekommt man auch schon die VR-Brille in die Hand gedrückt, die nach dem Aufsetzen zudem von einem Mitarbeiter per Seil am Wagen befestigt wird, damit sie nicht verloren geht. Es war schon unfassbar, wie viele Mitarbeiter dort in der Station unterwegs waren. Allein mit denen hätte manch kleiner Park vermutlich schon seine gesamten Attraktionen betreiben können. Dank dieser Heerscharen von Mitarbeitern dürfte die Abfertigung mit VR nicht wirklich länger gedauert haben alss ohne. Dass die Kapazität trotzdem litt, hatte andere Gründe. Mit den VR-Brillen kann man sich bekanntlich frei im Film umsehen. Das hatte ich mir bei einem Spinning Coaster eigentlich ganz cool vorgestellt, weil man sich nicht verrenken muss, um nach hinten zu sehen. Aber was mit der Drehung des Kopfes funktioniert, funktioniert wohl eben nicht mit der Drehung des Wagens, die hatte man nämlich einfach abgestellt. Also nix mit Spinning. Und weil dann die hinteren Reihen die ganze Fahrt über rückwärts fahren und nix von der Action vorne mitbekommen würden, blieben diese Plätze einfach frei, sodass die Kapazität faktisch einfach mal halbiert wurde. Unfassbar. S Die Fahrt selbst war ohne Drehung dann auch ziemlich ernüchternd, ich habe eigentlich nur zweimal kurz gemerkt, dass ich in Wirklichkeit in einer Achterbahn sitze. Dazwischen befinden sich leider vorwiegend Lifthills und Bremsstrecken. Und mit dem komischen Final Fantasy Filmchen konnte ich schonmal gar nix anfangen. Mag sein, dass Space Fantasy ein toller Spinning Coaster ist, aber als VR-Coaster ohne Spinning taugt das Ding absolut nicht. Trotzdem lässt Universal das Ding seit 2016 jedes Jahr für einige Monate mit einem anderen VR-Thema laufen, was bei den Japanern anscheinend ziemlich gut ankommt. Bei uns aber wie gesagt überhaupt nicht, weshalb wir neben dem Abhaken des Counts eigentlich nur hofften, doch noch früh genug rauszukommen, um nochmal zum Flying Dinosaur zu eilen.


Aber als wir das Gebäude verließen, war es nicht nur dunkel, sondern der Park auch schon geschlossen.



Also die Zugänge zu den Attraktionen waren geschlossen, die Wartebereiche wurden selbstverständlich noch leergefahren.



Hollywood Dream glänzte dabei besonders mit seinen LED-übersäten Zügen. S



Aber auch sonst machte der Park einen schönen Eindruck im Dunkeln.



So gerne ich noch eine Runde durch den nächtlich erleuchteten Park gedreht hätte, der Weg führte uns allmählich nach draußen.



Ein letztes Mal durch die überdachte Mainstreet und schon ging es durchs Drehkreuz aus dem Park heraus.



Wieder in Richtung der parkeigenen Hotels.



Und damit auch vorbei am bunten CityWalk.



Wir nutzten die Gelegenheit - wie viele andere auch - um noch schnell zu Abend zu essen.



Anschließend ging es dann wieder mit der Bahn zurück zu unserem Hotel.



Fazit: Obwohl ich 2013 schon in den Universal Studios in Hollywood war, kannte ich von den Attraktionen hier in Japan eigentlich nur Jurassic Park: The Ride. Dazu die Minions und Spiderman als Simpsons, respektive Transformers. Insgesamt hatten wir einen sehr guten Besuchstag erwischt, die Wartezeiten waren allesamt im Rahmen und man hätte sicherlich auch ohne Express Pass alles geschafft - mit konnten wir die Sache aber eben sehr entspannt angehen und zwischendurch immer mal wieder kleine Pausen einlegen. Enttäuscht haben mich eigentlich nur Harry Potter mit den völlig vermurksten Projektionen und der VR-Nicht-Spinning-Coaster mit unnötig halbierter Kapazität. Ansonsten hat man mit Backdraft, Jaws und Terminator drei Attraktionen, die zwar Kopien aus anderen Parks waren, inzwischen aber nur noch hier zu finden sind. Absolute Highlights in Sachen Achterbahnen sind aber der Flying Dinosaur, bei dem es leider nicht mehr für eine Wiederholungsfahrt reichte, sowie Hollywood Dream - letzterer insbesondere rückwärts. Für den Einstieg in die japanische Freizeitpark-Welt war Universal Studios Japan schon fast perfekt. Man konnte sich schon ein wenig an die japanische Mentalität heranarbeiten, ohne sich direkt von der westlichen Welt zu verabschieden. Das sollte erst in den nächsten Tagen passieren...
Hab' Sonne im Herzen und Pizza im Bauch,
dann bist du glücklich und satt bist du auch.
mico
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Administrator Michael Coslar

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Dabei!
Link zum Beitrag #1002564 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 08:48 1 gefällt das Relax
Hier mal stellvertretend für alle Tage unserer Tour ein großes Dankeschön für deine Arbeit und Zeit, die du immer wieder in die hervorragenden Berichte rein steckst. S
Gewinner des Fotowettbewerbs 2017 in der Kategorie "Klassiker"Stone
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Mitglied

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Avatar von Stone
Link zum Beitrag #1002569 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 10:50 Relax
Schön zu lesen, sehr ausführlich, gesunde Portion Kritik und dazu noch Bilder die einem quasi alles zeigen, was man gesehen haben muss. Danke! Aber ... irgendwie wirkt der Park auf mich von den Bildern ein bisschen trostlos, oder lag das am grauen Wetter? Oder an der Brücke? Ich weiß es nicht, aber irgendwie vermiss ich das Ambiente.
Stormrunn3r
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Redakteur Tobias Kathke

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Link zum Beitrag #1002573 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 11:44 Relax
Sieh es mal so, du bist den japanischsten aller Mack Coaster in der japanischsten Variante gefahren; da merkt man die vielen Geraden und wenigen Kurven doch erst in seiner Gänze S.
Runner
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Redakteur Dominik Leinen
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Link zum Beitrag #1002575 Smartphone verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 11:45
Themenersteller
Relax
Ich weiß, was du meinst, Stone.
Der Park ist eigentlich recht schön und einige Bereiche haben schon ihr passendes Ambiente (allen voran Jurassic Park). Aber die Wege sind halt extrem breit für die vielen Besucher und wenn dann zu beiden Seiten "nur" statische Fassaden stehen, fehlt tatsächlich ein bisschen Leben - also abgesehen von den Menschen.
Hollywood hat da etwas mehr Flair, aber auch nur weil es wirklich ein Filmstudio ist.
mülla
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Mitglied Simon

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Link zum Beitrag #1002578 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 13:08 Relax
Sehr schön, danke! Kannst du verraten welches Datum und Wochentag euch die doch sehr erträglich klingenden Wartezeiten beschert hat?
Runner
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Redakteur Dominik Leinen
Beilingen
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Link zum Beitrag #1002579 Smartphone verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 13:12
Themenersteller
1 gefällt das Relax
Natürlich. Es war Montag, der 09.04.2018. Vermutlich wäre es Dienstags sogar noch minimal leerer gewesen, aber wir wollten uns die Option eines Zweitbesuchs offen halten. Für alle Fälle.
mico
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Administrator Michael Coslar

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Dabei!
Link zum Beitrag #1002580 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 13:45 Relax
Es gibt einen Crowd Calendar für die Universal Studios Japan, der auch die Ferientage, lokalen Schulausflugszeiten etc. berücksichtigt. Man muss sich aber ein wenig mit Google Translate da durch kämpfen, bis man ihn durchschaut hat. Ob der immer gute Werte liefert, weiß ich mit unserem einen Besuchstag natürlich auch nicht, aber für den einen Tag war die Vorhersage recht gut.

Auch wenn es hier nicht ganz passt: den gibt es auch für die Disney Parks in Tokio.
Carpe omnia!
mülla
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Mitglied Simon

Deutschland . HE
 
Avatar von mülla
Link zum Beitrag #1002582 Verfasst am Freitag, 06. Juli 2018 14:53 Relax
Vielen Dank S

Die Kalender kenne ich schon, mich hat aber die Zusatzinfo aus erster Hand zum Abgleich sehr interessiert S
In memory of Space Mountain - De la terre à la lune - RIP 1/16/2005
Ein Herz für SLCs, ein Königreich für MF!
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