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Rulantica 2023: In A Not At All Grounded Vikingløp
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Lacront
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Mitglied Daniel

Schweiz . ZH
 
Avatar von Lacront
Link zum Beitrag #1052117 Verfasst am Donnerstag, 16. März 2023 14:09
1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.2023 10:46
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Liebe Onride-Gemeinde

Die letzten drei Jahre haben ja leider so einige Striche durch ganz verschiedene Freizeit- und Ausflugspläne gemacht. Die ausgerechnet Ende November 2019 neu eröffnete Wasserwelt Rulantica beim Europa-Park in Rust hätte bei mir als eingefleischter Schweizer Wasserratte in grundsätzlich ja geographischer Nähe zum Europa-Park eigentlich schon von Anfang an auf der To-Do-Liste gestanden. Aber gerade so unmittelbar nach der Eröffnung ist es halt dennoch nie eine restlos tolle Idee, einen Besuch bei irgendeiner brandneuen Touristenattraktion anzusetzen - ist ja ein Stück weit normal, dass es anfänglich noch einige Kinks in den Abläufen und Operations auszumerzen gilt. Auch bei etablierten Playern wie den Macks, die sich mit diesem Bad nun mal auf für sie neues Terrain gewagt haben. Also wartete ich noch etwas zu, was sich als fatal erweisen würde - denn dann, tja, kam bekanntlich Corona.

Als Grenzquerungen nach einigen Monaten wieder erlaubt waren und auch Rulantica die Pforten wieder aufsperren durfte, waren es dann vorrangig die Beladevorschriften für die beiden Multi-Person-Rutschen von Proslide im Corona-Regelwerk des Bads, die mich danach noch lange Zeit von einem Besuch abhielten. Nur Personen desselben Haushalts sollen dort nämlich zusammen gruppiert werden. Konnte ich zwar total verstehen, aber damit war ich dennoch leider raus, da bei mir im Haushalt einfach keine Rutsch- oder bloss für ein Plauschbad So-Weit-Fahrwillige wohnen. Eigentlich absurd, wenn man bedenkt, dass es in dieser Zeitspanne der Pandemie weitaus grössere Hindernisse für einen Besuch gegeben hätte. Aber mit Sondergenehmigungen für Grenzquerungen waren wir bestens durch nötige Besuche bei der Grossmutter in Frankreich vertraut (relatifs soignants) und als es nach erneuter langer Grenzschliessung dann endlich mit den Impfungen losging war ich terminlich auch stets ganz vorne mit dabei. Und die in der Schweiz im Vergleich wohl recht unkompliziert eine Viertelstunde nach dem Pieks ausgestellten Zertifikate wurden in Frankreich mehrmals absolut problemlos akzeptiert, damit vermutlich auch in Deutschland.

Es war bizarrerweise tatsächlich eher der Gedanke daran, da mit mehr Hürden als zu normalen Zeiten hochzufahren, die alle zu meistern und dann aufgrund dieser Beladeregeln die beiden potentiellen Hauptattraktionen des Bads nicht rutschen zu dürfen, falls ich mich vor Ort mit jemand Haushaltsfremdem treffen würde, was mich den Badbesuch schlussendlich immer und immer wieder aufschieben liess. In dieser merkwürdigen Zeit hatte halt ganz allgemein schlichtweg alles mögliche mehr Priorität als ein Freizeitbadbesuch. Wie in Runners Rulantica-Bericht geschildert wäre das Ganze in der Praxis wohl auch gar kein Problem gewesen, aber im damaligen Klima war das Risiko-Abwägen einfach ein anderes als sonst. S


Wie dem auch immer sei: im Februar dieses Jahres tauchte ein Tuberides-Video in meinen Youtube-Vorschlägen auf, das den neuen Vikingløp-Mattenracer zeigte. Eine Ankündigung hierzu hatte ich überhaupt nicht mitbekommen und auch allfällige Baudokumentationen sind wohl komplett an mir vorbeigerauscht, so sehr war auch nur das Vorinformieren zu einem Rust-Besuch mit der Zeit in den Hintergrund getreten. Als ich dieses Video sah und von mehreren US-Wasserparkbesuchen her ja auch wusste, wie verflucht spassig und süchtig machend solche Mattenracer sind, suchte ich nach langem dann doch wieder mal die Rulantica-Website für entsprechende Infos auf. Dort erkennend, dass pünktlich zum Saisonbeginn des Europa-Parks auch in Rulantica die Preise etwas angehoben werden, dachte ich, dass nun endlich der ideale Erstbesuchs-Zeitpunkt für das Bad gekommen ist, um die Neuheit zu Vorsaisons-Bedingungen noch zu den alten Preisen erleben zu können. Bald war dann auch mein Bestie Denis - eher nicht so der Rutschencrack, sondern vielmehr mein Thermalbad-Bud (versucht mal, das dreimal rasch auszusprechen S) - zu einem Abendeintritt ab 17.00 Uhr überredet.

Relativ problemlos hab ich hierauf zwei entsprechende Tickets über die Website gebucht. Dass die Spinde mit einem Euro separat zu Buche schlagen war mir im Vornherein zwar bekannt, aber darstellungstechnisch ist das irgendwie etwas ungeschickt und laienhaft ausgeführt. Die Spindgebühr führt es mindestens drei Masken lang nur einmal, beim ersten und obersten Ticket auf. Ich hab mit allem Suchen und Scrollen nicht rausgefunden, wie man die auch zum zweiten Ticket hinzufügen kann. Es blieb offenbar wirklich nichts anderes übrig als immer wieder zwei Tickets und einen Spind dazu - und damit eigentlich einen Euro zu wenig im Gesamttotal der Waren - zu bestätigen. Bis dann wirklich im allerletzten Schritt, wo das Gesamttotal für die Kartenabbuchung nochmals verifiziert werden muss, das zweite Ticket auch noch sein Spind-Add-on erhält und sich das Total um den, ähm, "gewünschten" Euro doch doch ergänzt. Das hinterliess bei so einem neuen Bad erst einmal einen etwas schalen Eindruck, aber hat schlussendlich dann ja doch noch geklappt. So ging es am Nachmittag des 7. März also tatsächlich erstmalig seit bald drei Jahren mit reüssierten Erstbesuchs-Plänen und noch frohen Mutes in Richtung Norden.

Nach Basel lenkte ich den treuen Honda noch ganz unschuldig von der Autobahn runter, nach Weil am Rhein auf die Einkauf-Insel. Zwecks einigen Müller-Besorgungen, 'cause when in Rome und lange Zeit war dies ja auch nicht so ohne weiteres möglich. S Oder gar nötig, hätten die Schweizer Filialen nicht alles aus dem Sortiment genommen, was uns von da je lieb und teuer war, auch schon vor Corona. S Jedenfalls hätten wir da im Nachhinein gesehen besser unsere Hausaufgaben gemacht, das müllereigene WLAN genutzt und uns über die Verkehrssituation informiert... Ihr ahnt es. Bis etwa auf Höhe Freiburg ging es bei der Weiterfahrt noch wunderbar flüssig, ab da stand dann alles still. Ein gutes Stück nach der Ausfahrt 59, oberhalb von Riegel im Breisgau, wurde wegen Bauarbeiten eine Spur gesperrt - und das liess den Verkehr auf der A5 eben bis nach Freiburg runter stauen. Anfänglich von Google Maps noch mit 20 Minuten Zeitverlust beziffert, schlussendlich aber auf unglaublich mühsame, zehrende und absolut gemeine 50 Minuten angewachsen. So sind wir dann völlig genudelt und kaputt gesessen halt erst um 17.45 Uhr beim Bad eingetroffen. Ärgerlich, da vor allem ich als der Fahrer in Weil am Rhein noch ernsthaft mit dem Gedanken gespielt hatte, zurück nach Basel reinzufahren und Rust dann auf der französischen Seite des Rheins via Colmar anzusteuern. Einfach, um routentechnisch mal was Neues zu erleben, weil mir die Autobahn-Fahrweise der Franzosen etwas anvertrauter ist und da dieser Fahrweg ja auch mit französischen Ladenketten gespickt gewesen wäre. Hätte hätte Fahrradkette halt. S


Nun ja, dumm gelaufen, aber da kann das Bad an sich ja nichts dafür. Trotzdem war die Stimmung halt schon fast am Nullpunkt als wir dann endlich vor Ort angekommen sind. Nach so langem Sitzen und Stau-Pedalen tat der kurze Marsch vom Stellplatz zum Eingang des Bads, quasi auf der Rückseite des zusammen mit dem Bad erbauten und gewaltig eindrucksvoll aussehenden Hotels Krønasår, tatsächlich sehr gut. Das sich durch die gesamte Anlage ziehende nordische Thema steht gestalterisch den skandinavischen Bereichen im Hauptpark drüben in nichts nach und sieht gerade so in der Abendsonne einfach traumhaft schön aus. Auch der sehr freundliche Empfang in der ebenso imposanten Eingangshalle und das absolut problemlose Einlassprozedere liessen die Welt danach schon wieder etwas rosiger aussehen. Nachdem wir mit unseren Chip-Armbändern ausgestattet die Drehkreuze passiert hatten und in die etwas leerer erscheinenden Garderoben im Obergeschoss hochgewandert sind - wie wir beim Rausgehen dann bemerkt hatten wohl durch eine Art Bademantelgang-Brücke direkt mit dem Hotel verbunden und daher etwas weniger belegt als die unteren Umkleiden direkt nach dem Einlass - konnten wir uns in sauberem, angenehmem Ambiente zum Badespass umziehen und hierauf unsere Wertsachen in den grosszügig bemessenen Spinden verstauen. Voll anti-aquaboulevardesk ist durch ein simples Anzeigesystem auf beiden Seiten klar ersichtlich, welche Umziehkabinen besetzt sind (rot) und welche nicht (weiss), obschon deren Türen von sich aus stets in eine geschlossene Position zurückfallen. Manchmal kann es so simpel sein. S Nach Annetzen in der Shower World unter sehr tollen Regenduschen von der Decke her, die mich an die im Hürlimann-Bad in Zürich erinnern, ging es noch durch einen Torbogen und schon stand man quasi im zweiten Stock am Rand der wahrhaft gigantischen Haupthalle des Bads.


Disclaimer vorab: durch die staubedingt verspätete Ankunft wollten wir nur noch ins Wasser und ich war dadurch auch so kaputt und genervt, dass ich eigentlich gar keinen Bericht schreiben und den Park nach dieser Tortur schlicht als Privatperson statt als Slide-Reporter geniessen wollte. Erst im Verlaufe des Abends hat sich dann schlicht rauskristallisiert, dass es einfach eine Schande wäre, dem Bad nicht doch zumindest ein paar kurze Zeilen zu widmen. Entsprechend gab es zwar kurz vor Badeschluss noch eine rasche Fototour mit der Handykamera, aber keine sehr ergiebige leider. Gut zwei Drittel der gemachten Bilder musste ich wieder aussortieren, da sie auf der Vorschau zwar in Ordnung aussahen, bei näherem Betrachten daheim auf grösserem Screen aber fast alle verwackelt waren. Insofern wird der Bericht ab hier nun grossmehrheitlich ein Tuberides-Video-Einbetten mit ergänzenden Kommentaren meinerseits. Ich hoffe, die werte Leserschaft ist mir hier nicht allzu bös. S

Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.

Snorris Saga

Kommt man über die Rampe von den oberen Garderoben her in die Haupthalle landet man auf Parterreniveau angelangt eigentlich direkt neben dem Zugang zu Snorris Saga, dem das Wellenbad umrundenden Lazy River. Das erschien uns zum weiteren Runterfahren des Frustpegels als die idelale Einstiegsattraktion, also deponierten wir auf einem Liegestuhl in der Nähe Handtücher und Duschzeug, durchschritten den kerzengeraden Einweg-Zugang und durften sogleich mit Walk-on in einem Einzelring Platz nehmen. Ich hab mich irgendwie sofort in den Flow begeben können, Denis steckte nach dem Platznehmen irgendwie noch in einem widerspenstigen Wirbel fest, so dass die 250 Meter lange Rundreise ums Wellenbassin für ihn etwas später begann und wir dann stets etwa 30 Meter Abstand zueinander hatten. S

Es hat sich jedenfalls als goldrichtig erwiesen, unser Wasserpark-Abenteuer hiermit zu beginnen. Die gut 250 Meter lange und etwa zehnminütige friedliche Treibfahrt gewährt einen wunderbaren ersten Blick auf das Bad, sein Layout und alle Attraktionen, ausserdem lässt sich natürlich gerade hier in den mehreren Höhlen, Terrassen- und Brückenunterfahrten das sich eigentlich durch den ganzen Park ziehende Top-Level an nordischer Thematisierung erstmals so richtig bestaunen und geniessen. Verschiedenfarbige Lichtinstallationen lassen das Wasser und die detailreich ausgearbeiteten Felsverkleidungen der Höhlen erleuchten, epische Fantasymusik erklingt, stellenweise kribbeln Blubberdüsen am Bassingrund den Podex und Beamerprojektionen an den detailreich geformten Felswänden geben den Anschein, dass die Bläschen in der Grotte dann noch weiter aufsteigen... Und überall huschen Snorri und diverse andere Meeresbewohner auf verschiedenen Screens durch. Auf dem Video noch nicht zu sehen (weil glaube ich an einem Preview-Event aufgenommen) sind zwei zwischenzeitlich wohl ergänzte Stellen, an denen es ähnlich wie im Cross Country Creek in Blizzard Beach aus Kippkübeln auf die Besucher runterregnet, das zweite Mal von einem Snorri-Animatronic als eine Art Trommelspiel dargestellt.

Jedenfalls lässt das insbesondere bei Dämmerung oder Nacht noch zusätzlich immersive Gesamterlebnis nichts anderes als offene Kinnladen zu. Dies ist ein veritabler Wasser-Darkride - einfach sagenhaft (hihi) und wunderschön gemacht. S Gerade mein punkto Rutschen und Treppensteigen halt nicht mit demselben hohen Freak-Ausdauer-Grad ausgestatteter Begleiter hat hier im weiteren Verlauf des Abends noch einige gemütliche und entspannende Runden gedreht. Mir langten zwar deren zwei, aber die habe ich wahrlich als sehr wohltuende Pausen genossen. Da kann man auch grosszügig darüber hinweg sehen, dass ausgerechnet kurz vor dem Ausstieg nach getaner Rundreise dreisprachige Markierungen am Kanalrand das Absteigen vom Reifen verbieten - bei null Andrang wie an unserem Besuchsabend, wo am Einstieg entsprechend niemand auf den Reifen wartet, haben sich dadurch bei allen Fahrten einige allzu wortwörtlich die Anweisung einhaltende Badegäste zwangsweise in noch eine weitere Runde schwemmen lassen. S Da könnte man an der Formulierung vielleicht noch etwas feilen - offensichtlich ist damit ja wohl gemeint, dass man bei Bedarf nach Ringweitergabe einfach nicht zu früh aufstehen soll. Überdies schienen hier zumindest an unserem Besuchsabend nur Einzelreifen zur Verfügung zu stehen - auf anderen Aufnahmen des Lazy Rivers sieht man definitiv auch Zweierbobs darin.

Nun etwas besser in Stimmung und mitunter auch zu Lust auf etwas Actionreicheres angestachelt konnte ich Denis zu Rutschpartien auf den beiden Multi-Person-Rutschen von Proslide überreden. Dazu begaben wir uns auf die Nordostseite der Halle, zum Rutschenturm Vinterhal, der als riesiger Eispalast gestaltet ist. Zentrales Element in der gigantischen weissen Fassade gegen die Halle zu ist der Vertikallift, der die Raftingboote für Svalgur Rytt und die Viererreifen für Vinter Rytt hochtransportiert. Das ist wirklich ein lustiger Eyecatcher und rein gestaltungsmässig tatsächlich toll gelöst. S Hier kamen wir zum ersten Mal mit der Aktivität in Kontakt, die uns noch den Grossteil des Abends bevorstehen sollte und v.a. mich bei meinen zahllosen Solo-Wiederholungsrutschpartien dann irgendwann so richtig beutelte: dem Treppensteigen. Natürlich wusste ich aufgrund der vorab recherchierten Höhenangaben zu den Rutschen, dass man sich darauf einstellen sollte. Und man muss dem Bad selbstredend auch zugute halten, dass sogar all diese Treppenhäuser vollkommen durchthematisiert sind, mit Requisiten, Schautafeln, Videoscreens mit Anleitungen zur korrekten Rutschposition etc. Aber dennoch fühlt sich eine Treppe nach der anderen einfach anders an als die gelegentlich durch ein paar Stufen unterbrochenen "Rampen" im Alpamare Pfäffikon - besonders bei unserem grossteils komplett wartezeitlosen Erstbesuch, wo man vor lauter Aufregung anfänglich nur so hochhechtet und sich irgendwann einfach verausgabt. S

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Svalgur Rytt

Tatsächlich verschlang die erste richtige Rutschfahrt des Abends mit Abstand am meisten Wartezeit, zirka sieben Minuten. Wie von Dominik schon in seinem Bericht geschildert leiden die Abfertigungen der beiden grossen Multi-Person-Rides von Proslide unter gewissen Macken (kicher). Wasserpark-erfahrenen US-Touristen ist das Ganze vielleicht als nachträglich geschaffener Morbus Disco H2O zulasten voller Surge-Leistung in floridianischen Gefilden, oder auch als das New Braunfelser Wolfpack-Syndrom mit Master-Blaster-Prolongation bekannt. In beiden Fällen teilen sich zwei Anlagen ein Fördersystem für die entsprechenden Rutschhilfen, welches in vergleichsweise schnarchnasiger Taktung arbeitet oder schlicht nicht die Rutschuntersätze liefert, für welche in der jeweilig gerade längeren Schlange Bedarf bestünde. Tatsächlich hatten wir bei dieser einen Fahrt einfach das Pech, etwa sechs Badegastpartien vor uns zu haben, während der Vertikallift halt immer nur Viererreifen für den benachbarten Vinter Rytt ausspuckte. S An diesem sehr leeren Abend ja nun wirklich überhaupt kein Thema, aber wie in Dominiks Bericht beschrieben kann die Schlange auf diese Weise sehr schnell anwachsen und dann eben leider nur recht ineffizient abgearbeitet werden. Hinzu kommt: für viele Besucher Rulanticas dürfte auf diesen Attraktionen wohl der Erstkontakt mit Raftingbooten und den Cloverleaves von Proslide stattfinden. Selbst wenn die Abstandsampel schon lange auf grün gesprungen ist und das gewünschte Bötchen dann aus dem Lift gefahren kam, dauerte es hier einfach länger als anderswo bis sich die Badegäste korrekt positioniert hatten. Wie gesagt: das war nur bei dieser einen Fahrt so, bei allen anderen Wiederholungsfahrten im weiteren Verlauf des Abends war für uns sofortiges Platznehmen angesagt. Aber man kann sichs einfach ausmalen, dass auf diese Weise auch nur bei minimal mehr Andrang rasch viel Geduld gefragt ist. Was irgendwie so gar nicht mit den auf Effizienz getrimmten Operations drüben im Hauptpark konform geht und für ein so neues Bad halt auch ein Stück weit verwunderlich ist... Aber an leeren Off-Season-Abenden wie dem unseren auch wirklich nur ein halbes Problem darstellt.

Wie dem auch immer sei: einmal im Rundboot Platz genommen und vom Operator in die Röhre geschoben geht die 208 Meter lange und 19 Meter Höhenunterschied überwindende Strecke tatsächlich ganz hübsch ab. Bauartbedingt sonst eher untypisch für solche Rafting-Rutschen sind hier tatsächlich zwei 270°-Kurven verbaut - eine im Aussenbereich fast unmittelbar nach dem Start und auch der wieder in der Halle verlaufende offene Teil sind deutlich kreuzend ausgeführt. Während die erste solche Beinahe-Helix relativ eng ist und man dadurch ansehnlich druckreich in die Bötchen gepresst wird, rutscht sich die zweite im offenen Hallenteil dann überaus schaukelig, was doch einige Male stolze Wasserschwälle in die Boote und über die Rutscher ergiessen lässt. Gerade die Schussfahrt vor dem offenen Part in der Halle liefert ein leidlich stolzes Tempo für den weiteren kurvigen Verlauf, der nun wieder eingetunnelt ins Freie führt. Erst mit der letzten Kehre durchbricht man wiederum die Hallenwand und schlittert elegant ins Auslaufbecken, wo wir bei all unseren Fahrten bis ganz nach vorne zu den Ausstiegsstufen geschwemmt wurden. Macht auf jeden Fall Laune, das Ding, und ist gerade durch die 270°-Kurven und den offenen Abschnitt in der Halle durchaus mit einem gewissen Einzigartigkeits-Bonus versehen. Dennoch bleibt die Fahrt naturgemäss eher familienfreundlich, aber so soll es ja auch sein. Durch die relativ engen Röhrenabschnitte dreht man sich auch nicht so rassig wie bei anderen Anlagen dieser Art - wer am Start rückwärts sitzend losgeschoben wird verweilt in der Regel auch bis ganz nach unten in dieser Position, auch auf dem gefühlt etwas breiteren offenen Hallenteil kam nur ganz begrenztes Spinning auf. Kann natürlich auch daran liegen, dass mein Begleiter und ich immer nur zu zweit und vis-à-vis gerutscht sind - bei anderer Beladeweise und Gewichtsverteilung könnte es vermutlich schon anders aussehen. Bei den Fahrten nach Einbruch der Dunkelheit waren die Aussenstrecken zwar etwas weniger deutlich, aber immer noch erkennbar auszumachen, da die transluzenten mehrfahrbigen Röhrenabschnitte dann mit Scheinwerfern beleuchtet werden.

Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.

Vinter Rytt

Nach dem Premierenrutsch auf dem Svalgur Rytt namen wir dann den rechten Treppenaufgang im Vinterhal-Turm und begaben uns zum Start des benachbarten Winter Rytts, einer Anlage mit Tornado-Wave-Element. Proslide Tornados bin ich in verschiedenen US-Wasserparks schon einige gerutscht, aber eine Tornado Wave wo der Pendelvorgang im direkten Vergleich halt nur einmalig passiert fehlte in meinem Erfahrungsschatz bislang - eine interessante Premiere also an diesem Abend. Die Cloverleaves dürfen hier nur zu zweit oder zu viert beladen werden - Single Riders und Dreiergruppen gucken hier leider in die sprichwörtliche Röhre. War mir im Vornherein bereits bekannt und in der Tat auch mit ein Grund, weshalb der Erstbesuch im Rulantica so lange hinausgezögert wurde. Ursprünglich wär nämlich schon ein Vierergrüppchen aus Arbeitsbekanntschaften und Anhängseln für die Fahrt nach Rust im Gespräch - aber da mal einen Termin zu finden, der für alle passt, ist auch bei viel mondäneren Aktivitäten schon schwierig genug. S Für die Viererbeladung der Reifen gilt ein Gewichtslimit von 365 kg, das wird im Zweifelsfalle auch mit einer Kontrollwaage rechts des Einstiegs geprüft, wie im Video kurz zu sehen. Ähnlich wie bei Flying Turns in Knoebels wird aber kein Gesamtgewicht angezeigt - im Falle dass die Ampel dort rot zeigt muss die Vierergruppe halt als zwei Zweiergrüppchen losgesandt werden.

War bei uns als Zweiertruppe natürlich eh kein Thema und gewartet werden musste wie gesagt auch nie. Hier ist die Rutschpartie streckenmässig zwar etwas kürzer als nebenan, aber gleichwohl ereignisreich: hat man in den Cloverleaves Platz genommen und ist vom Attendant in die Röhre bugsiert worden, rauscht man eigentlich nur durch eine S-Kurvenkombi im Freien bevor man wiederum durch die Hallenwand stösst und dann bereits die geschätzt 12-15 Meter hohe und ansehnlich steile Hauptschussfahrt runtersaust. Gerade rückwärts fährt diese auch vielerfahrenen Rutschencracks doch ziemlich ein - einer der heftigsten Thrillmomente im ganzen Bad, der beim ersten Mal für unglaubliche Hühnerhaut und lautes Befreiungsschreien gesorgt hat. S Auf diese Art nun mit reichlich Schwung versehen geht es an der grossen weissen Wand nun aufwärts, beinahe senkrecht. Ich kann mir nicht genau erklären, woran es lag, aber bei all unseren Fahrten wurde ich am Auspendelpunkt in die obere Position mit Vorwärtsblick nach unten geschleudert, auch wenn ich oben vorwärts losgeschickt wurde und in der Theorie auch mal hätte rückwärts zurückpendeln können. Irgendwie sorgt wohl die Schräglage der Quarterpipe - bewusst so konstruiert, dass man auch ja die weiterführende Auslaufstrecke trifft - bei unserer Gewichtsverteilung ganz naturgegeben einfach dafür. S

Jedenfalls ist der irre Blick auf die Halle von da oben und einem riesigen Senkrechtsturz in die geradezu absurd winzig wirkende Auspendelstrecke vor und unter einem schlicht und ergreifend beängstigend, gerade so in einem Reifen sitzend. Natürlich ist man sich beim Einsteigen ja bewusst, dass grundsätzlich nichts passieren kann, solange man sich brav festhält. Aber dennoch sind die Negativ-Gs für eine Wasserrutsche einfach so stark, dass es einen ganz unweigerlich durch den Kopf zischt, was denn passieren würde, wenn man unten im Tal die weiterführende Rutschstrecke nicht trifft und dem die Tornado Wave bewachenden Drachenvieh ins Genick donnern würde. Oder wie sehr es wehtun würde, hier tatsächlich rauszukugeln. Smilie :256: - Diddi - 887532 Zugriffe Obschon ja eine längere bremsende und flache Gerade zwischen der weissen Wand und der weiten Kurve aus der Halle raus verbaut ist - da oben ist man einfach dermassen verflucht hoch, dass man sich innerlich durch die steile Fallstrecke vor einem ein solches Tempo aufbauen sieht, das einen doch praktisch unter Garantie über den Schutzwall der Kurve hinausbefördern wird. S Natürlich passiert nichts von alledem und die irgendwie harmonische Bremsung durch Wasseransammlung in der Talsohle sorgt dafür, die weite Kurve schon mit Schräglage, aber selbstverständlich vollkommen sicher zu absolvieren. Nach und nach verliert man immer mehr an Tempo, während sich die weisse offene Rutschfläche nun erneut in eine blaue Röhre wandelt. Wieder draussen mäandriert man dann noch gemächlich durch eine weite 180°-Kehre und schon durchdringt man nunmehr zum vierten Mal die Hallenwand und rauscht nach insgesamt 153.18 Metern Rutschreise direkt ins Landebassin neben der Schwesteranlage.

Obgleich wesentlich kürzer in der Fahrzeit ist der Vinter Rytt auf jeden Fall die ungleich knackigere der beiden grossen Proslide-Anlagen. Die Schussfahrt in die und das Auspendeln an der Tornado Wave sind definitiv ein aussergewöhlicher Nervenkitzel - gepaart mit den völlig bekloppten Visuals auf jeden Fall einer der krassesten Thrillmomente im ganzen Bad. Alleine schon deswegen hat sich die Anfahrt aus der Schweiz eigentlich voll und ganz gelohnt, ganz zu schweigen vom Abwarten eines Abendbesuchtermins in der Nebensaison und in einer Formation wo man die Beladebedingungen optimal einhält, so dass man das gute Stück immer und immer wieder mit einem Rutsch beehren konnte. Der absolute Oberhammer! Smilie :944: - Balmera - 286229 Zugriffe

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Två Fall

Ein ganzes Stück weniger spektakulär ist die ebenfalls von Proslide gefertigte Pipeline-Reifenrutsche Två Fall, deren Start über den rechten Stufensatz eines separaten Vinterhal-Treppenhauses links desjenigen der beiden grossen Multi-Person-Rides zu erreichen ist. Bei diesen beiden Anlagen stehen Einzel- und Doppelringe zur Verfügung, die man hier selber hochtragen muss. Rein von den Kennzahlen her betrachtet klingt die Anlage eigentlich vielversprechend: bei 15 überwundenen Höhenmetern misst die verwundene und vollständig ausserhalb der Halle verlaufende Röhrenstrecke lediglich 133 Meter, was einen vergleichsweise hohen Grad an durchschnittlichem Gefälle und ein entsprechend flottes Tempo verheisst. Besonders zu zweit im Doppelbob machen die teilweise beachtlich schaukeligen Kurven vor allem im ersten Teil auch ziemlich viel Spass. Gegen Ende zu werden die absolvierten Radien dann irgendwie einfach zu weit und die Umschwünge verlieren merklich an Biss. So schiesst man letztendlich zwar mit ordentlich Schmackes, aber irgendwie doch nur mit einem Timberhawk-mässigen "Joa, ganz nett"-Gefühl ins Schlussbassin. Geht im Gesamtangebot des Bads schlicht irgendwie unter, anderswo gibt es einfach bessere Ausgaben dieses Rutschentyps.

Ich kann den Beschreibungen in Dominiks Bericht übrigens nur beipflichten: zu Anfang der Rutschpartie auf keinen Fall zu weit vorn und möglichst "hinter" dem Wasser zuführenden Bodensprudler in der Startwanne Platz nehmen! Sonst darf der im Doppelreifen vorne Sitzende mit krampfhaft unnatürlich ausgestreckten Armen an den Seitenstangen versuchen gegen den bereits beachtlichen Wassersog anzukämpfen, bis die Ampel endlich auf grün schaltet. Auch bei vergleichsweise kurzer Rutschzeit und Rotphase kommt einem dies so verdammt lange vor. S War nach dieser hart erlernten Lektion aber zum Glück kein Ding mehr, und bei einer Wiederholungsfahrt im Einzelreifen erst recht nicht.

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Stormvind

Rein vom Rutschentypus her grundsätzlich stärker zu Wiederholungsfahrten anstachelnd wäre die benachbarte Reifen-Trichterrutsche Stormvind, die man über den linken Stufengang im erwähnten Treppenhaus erreichen kann. Allerdings ist die tatsächliche Ausführung dann gelinde gesagt doch eher suchtfaktorzerstörend. Nach einer anfänglichen 270°-Helix geht es bereits mit leidlich Schmackes über eine hübsch steile Schussfahrt in den eigentlichen Trichter, wo man mit dem gewonnenen Schwung theoretisch mehrere Runden drehen könnte, bevor es über den patentierten proslideschen Corkscrew-Ausgang dann wieder aus selbigem raus in Richtung Endbecken geht. Leider hindert einen eine sehr starke und entgegen der Kreiselbewegung spritzende Wasserdüse aber daran, mehr als eine Runde zu schaffen - ich hab echt keinen blassen Schimmer, warum die Tuberides-Jungs in der obigen Videobeschreibung ernsthaft behaupten, dass man hier mehrere Rotationen zustande bringen kann. Denn nachdem wir dieses ernüchternde Feature bei unseren Premierenfahrten in Einzelbobs kennengelernt hatten und im späteren Verlauf des Abends eine Wiederholungsfahrt zu zweit eigentlich nur zu dem Zwecke unternommen hatten, um uns mit unserem kombinierten Kampfgewicht genau im rechten Moment mit aller Kraft nach links zu stemmen, haben wir das trotzdem nicht zustande bringen können. Der unbarmherzige wieder aus dem Trichter lenkende Wasserschwall zielte dann einfach noch etwas mittiger in die Fresse als allein. Smilie :256: - Diddi - 887532 Zugriffe

Kapazitätsmässig kann ich die Installation dieser Düse zwar nachvollziehen, da der Sensor für das Grünschalten der nachfolgenden Rutscher wohl irgendwo zwischen Trichterausgang und Endbassin liegen wird. Aber wenn man in einem Trichter zwangsweise nur eine Runde schafft kann man sich ja ernsthaft darüber streiten, ob es überhaupt einen solchen gebraucht und nicht eine knackige Steilspirale denselben Zweck erfüllt hätte. Aber Proslide hat mit den ganzen Tornadodächern und den Flying Saucers genannten "Kurventellern" ja ganz allgemein nicht unbedingt einen Ruf dafür, sich vor dem Verkauf und Einbau prinzipiell überflüssigen Materials zu scheuen. S Hier bleibt es im Fazit also bei den unsterblichen Worten der Erdmännchen vom Zoo Hannover. S

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Isbrekker

Ebenfalls noch zu Vinterhal gehören die beiden Bodyslides Isbrekker, die bloss je aus einer kleinen Schussfahrt bestehen und dann etwa eineinhalb Meter über der Wasseroberfläche ihres Auffangbassins enden, in das man mit dem gewonnenen Tempo dann genüsslich und in vielen Fällen auch sehr akrobatisch reinplumpsen darf. S In den USA findet man solche simplen aber effektiven Anlagen von verschiedenen Herstellern in zahllosen Wasserparks, ein Beispiel waren die Cliffhanger-Rutschen im inzwischen seligen Seven Peaks Salt Lake City von Surfcoaster. In Europa fällt mir spontan kein Plauschbad ein, in dem eine vollständig vergleichbare solche Attraktion steht, bei welcher der vorangehende Rutschteil so richtig "vollwertig" und schanzenhaft ist - meist sind das eher so Contraptions, die man als "berutschbaren Wasserhahn" bezeichnen könnte, wie beispielsweise der Pelikaan Duik im Tikibad oder La Cascade im Aquaparc Le Bouveret. Die Doppelanlage hier in Rulantica wurde von Aquarena geliefert und ihre Schussfahrten sind mit nettem Headchopper-Effekt direkt unter dem Auslaufstück der Tornado Wave vom Vinter Rytt platziert.

Jedenfalls mache ich es hier etwas kürzer: eine Fahrt auf jeder Spur langte vollkommen. Auf der linken waren die nur wenigen Segmente genau wie damals in Salt Lake City nicht gut verfugt, so dass es einen auf den nur 13 Metern Rutschstrecke mehrmals fies in den Rücken zwickte; und auf der rechten hab ich mir entweder beim Abstossen vom Beckenboden oder dann beim Erreichen der Ausstiegstreppe einen kleinen Hautfetzen am rechten Fussballen weggeschürft. Das brannte den ganzen Abend unangenehm und bereitete mir auch Tage später noch einige Beschwerden. Abgehakt und weiter im Takt.

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Odinrås

Nunmehr wechselten wir zum zweiten grösseren Rutschanlagen-Konglomerat an der Südwestflanke der Halle rüber, Rangnakor genannt. Dort galt es, noch je eine Fahrt auf den beiden Spuren von Odinrås zu absolvieren, bevor ich meinen Begleiter in die erste wohlverdiente Rutschpause entlassen konnte. S Bei dieser Doppelanlage handelt es sich um eine Dueling Pipeline von Proslide, bei welcher die aus 16.5 Metern Höhe startenden und je etwa 150 Meter langen Rutschbahnen Hugin (rot) und Munin (blau) einige sogenannte Rally Points bieten, bei denen sich die beiden Röhren in einem grossen Tunnel vereinen, wo dank dort niedrigeren Seitenbanden auch die Kontrahenden auf der gegenüberliegenden Spur zu sehen sind. Soweit erkennbar standen hier zumindest an unserem Besuchsabend entgegen der Angaben auf der Website eben nur Doppelbobs zur Verfügung. Wie im Video gezeigt könnte man in denen wahrscheinlich auch alleine rutschen, aber mit etwas mehr Gewicht machen solche Anlagen in aller Regel einfach mehr Spass, weshalb der gute aber bereits vor Erschöpfung ächzende Kumpel hier eben nochmals rasch ranmusste. S

Tatsächlich kamen mir die Fahrten zu zweit doch um einiges wilder vor als sie im oben eingebetteten Video wirken. In den Kurven schwang man einige Male doch recht hübsch aus, über die beiden Jumps im jeweils dritten Rally Point ist man nur so geflogen, die letzten Steilkehren sendeten doch einige durchaus druckreiche Omaka-Rocka-Schlusshelix-Vibes aus und auch der finale Sturz in die Bremswanne im vierten und letzten Rally Point zauberte uns ein genuines Grinsen ins Gesicht. Die rote Spur, Hugin, empfanden wir einstimmig als etwas knackiger, da dort die Steilkurve vor dem Finalsturz gefühlt etwas peppiger wirkte und wir zum Schluss auch bis zu den Ausstiegsstufen des Landebassins schlittern konnten. Auf der blauen, Munin, steckten wir nach dem Einströmungsbereich beim Start kurz fest, verloren durch den so verursachten Rückstand natürlich das Rennen und auch im Endbassin kamen wir direkt beim Punkt wo das Fliesswasser auf das stehende des Auffangbereichs trifft abrupt zum Stehen, so dass wir umständlich aufstehen und bis zum eigentlichen Ausstieg waten mussten. Wäre sicherlich interessant gewesen, hier mal mit anderen Beladeformationen zu experimentieren und zu sehen, ob sich das generell so verhält, aber an diesem Abend blieb es dann doch bei diesen zwei Fahrten. S Dennoch eine unverhofft witzige Doppelanlage, gerade die rote Spur war mein persönlicher Favorit unter den klassischen Reifenrutschen im Bad.

Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
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Dugdrob & Vildfål

Genau andersrum verhält es sich auf den beiden Turborutschen mit Fallstart von Aquarena, Dugdrob und Vildfål, die ich dann alleine bezwungen hab als der gute Denis mit dem Pflichtprogramm durch war und sich ins Aussenbecken abgesetzt hat. S Auf dem Papier nehmen sich die beiden Röhren nicht viel. Beide starten vis-à-vis in 20 Metern Höhe, was tatsächlich sehr lustig ist, da man seinem Gegenüber auf der anderen Spur beim Fallengelassen-Werden zugucken kann. Gerade die Schockvisagen von einigen Erstbezwingern solcher Falltür-Rutschen sind manchmal einfach zum Schiessen. S Direkt nach dem per Countdown eingeleiteten und wie immer extrem thrilligen Klappstart folgt ein kurzes Steilstück direkt an der Hallenwand, das jeweils als durchsichtige Röhre ausgeführt ist. Bei Tageslicht wird dieser sonst auch für Zuschauer extrem imposante Effekt vermutlich etwas wirkungsvoller sein - zu unserem abendlichen Besuch verschwindet man irgendwie einfach in ein dunkles Loch, mit Restlichtfetzen der Halle und glitzernden Spritzwassertropfen gesprenkelt, die ihr Funkeln offenbar von der schummrigen Beleuchtung der Stelzenstadt-Cabañas unter einem verpasst bekommen. Im Anschluss an das Steilstück absolvieren beide Röhren eine um etwas mehr als 180° wendende Kehre - beidseitig mit je einem weiteren ganz kurzen zweiten Glassegment versehen - daraufhin führen sie in einem längeren geraden Stück aus dem Gebäude hinaus. Dort winden sie sich jeweils in einer ca. 540° absolvierenden Steilhelix auf Parterreniveau runter und durchbrechen nach je 120 Rutschmetern bereits wieder die Hallenwand, wo schliesslich die Auslaufwanne wartet und die Rutscher erst nach Passieren des Drehkreuzes die Startkapsel für die nächsten oben Wartenden freigeben. Technische Randnotiz: die beiden Fallstarts wurden zwar während der gesamten Besuchsdauer von einem Bademeister bedient und überwacht, könnten allerdings wohl auch ohne Personal genutzt werden, da die Kapseln dasselbe Tastenpanel wie die Aqua Rocket im Europabad Karlsruhe an der Seite installiert haben, womit der Badegast den Countdown fürs Aktivieren der Falltür auch selbst auslösen könnte.

Wie erwähnt kam mir hier die blautürkis-beige Spur, Vildfål, insgesamt einfach als besseres Gesamtpaket rüber. In beiden Röhren spürt man die Wechsel von durchsichtigem ins klassische Fiberglass-Profil stets merklich an den Schulterblättern - das ist wohl schlicht bauartbedingt, auf der Klarer-Rutsche im Freibad Kloten in der Nähe meines Wohnorts ist das genau so. Auf der Vildfål-Seite spürt man es dennoch einfach etwas geringer - möglicherweise deshalb, weil hier der Übergang in die Waagerechte und die Kurve danach etwas gradueller verlaufen? Das folgende gerade Stück aus dem Gebäude hinaus wird auf der roten Seite zwar flott, aber ansonsten nicht weiter spektakulär absolviert; auf der blauen hingehen behält man auf eine ganz merkwürdige Weise eine Schräglage nach rechts bei. Ich kann mir das physikalisch überhaupt nicht erklären, aber man hat tatsächlich den Eindruck, nach der dem Fallstart folgenden Linkskurve nach rechts zu schwenken und so im Gewicht verlagert auch einfach zu verbleiben - völlig absurd bei einem ja völlig geraden Streckenabschitt, aber einfach irgendwie Lakeside-Cyclone-artig witzig! S Auch die Abschluss-Spirale dünkte mich auf der blauen Spur dramaturgisch eindrücklicher. Die rote ist zunächst eng und weitet den Kurvenradius gegen unten merklich, bei der blauen ist es genau andersrum, so dass man kurz vor dem Schlussbecken eben den viel heftigeren Pressmoment als grandioses Finale erlebt. Letztendlich ist das wohl Geschmacksache, aber für mich persönlich war der Vildfål hier der klare Gewinner, den ich im weiteren Besuchsverlauf dann auch noch zweimal bezwungen habe.

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Vildstrøm

Ich wusste zwar, dass es wohl irgendwo an der Südwestseite des Bads noch einen durch den Aussenbereich führenden Wildwasserkanal gibt, aber den genauen Standort des Zugangs mussten wir tatsächlich erst etwas suchen, da er leicht zurückversetzt zwischen dem Burgerrestaurant Snekkjas, einer Treppe zum oberen Deck mit den Miet-Hyddas und eben dem Aufgang zu den Fallstart-Rutschen liegt. Für den Erstbesucher, der sich im Vorfeld nur die verschiedenen Attraktionstypen, nicht aber die ganzen skandinavischen Namen dafür gemerkt hat, liegen gerade der Vildstrøm und der Vildfål hier einfach etwas zu nah beieinander, auch klangmässig. S Generell ist dieser an sich wichtige Kreuzpunkt im Bad vom Layout her nicht so ohne weiteres einprägsam für einen Erstbesucher, da auch gegenüber besagter Stelle eine Art Dreizack-Gabelung liegt, bei der es mit Blick nach Norden auf der ganz linken Rampe am Kinderbereich Trølldal vorbei hoch zum oberen Garderoben-Geschoss geht, in der Mitte zum Startpunkt vom Lazy River und rechts über eine grössere Liegestuhl-Fläche zum offenbar einzigen Zugang des Wellenbeckens, weil man soweit erkennbar den Lazy River wirklich nur da überqueren kann. Natürlich ist auf den Wegweisern im Nachhinein gesehen alles korrekt ausgeschildert, aber irgendwie hat man durch die ganze Aufmachung des Restbads einfach den Eindruck, dass man sicherlich über mehrere Wege zum gewünschten Ziel gelangen kann, was aber gerade hier eben nicht der Fall ist. Da musste sich tatsächlich erst ein kurzer Lernprozess einstellen, gerade als nach Sonnenuntergang nur noch schummrige Abendbeleuchtung vorherrschte. S

Nun ja, einmal die geschätzt drei bis fünf Meter überwinden Zugangstreppen zum Vildstrøm erspäht und erstiegen, landet man im als Tuborg-Umschlagplatz gestalteten Startraum, wo man über ein paar Stufen ins angenehm warme Anfangsbecken steigen und unter solch thermalbad-typischen baumelnden Plexiglasscheiben hindurch schliesslich ins Freie gelangen kann. Dort überwindet man dann eine mit dem Fliesswasser überflutete Kante und kann sich danach einfach vom Strom mittragen lassen. Das macht schon Spass, aber irgendwie will dann doch einfach kein gleichmässiger Flow aufkommen, dafür ist die Strecke hier noch zu verwunden und für die anleitungskonforme Liegeposition ist der Wasserfluss einfach zu tief, so dass man den Kopf ganz merkwürdig anwinkeln müsste, um ihn über Wasser zu halten. Sitzend kommt man im Vergleich nur sehr gemächlich vorwärts und lässt halt auch den ganzen Oberkörper aus dem Wasser ragen, wofür es zumindest bei unserem Besuch definitiv noch zu kalt war. Nach 40 Fliessmetern folgt ein Gabelungsbecken wo man dann die Wahl zwischen zwei Wegvarianten zum Zielbecken hat. Links geht es mehr oder weniger in der gleichen Manier wie zuvor weiter, rechts etwas mehr Rutschschwellen überwindend, und dadurch auch etwas actionreicher und schneller, dafür auch zehn Meter kürzer. Eigentlich war ich überzeugt davon, dass die Attraktion wie einige artverwandte Exemplare in verschiedenen Center Parcs hier in Eigenregie gefertigt wurde, aber bei der rechten Vegvariante hab ich aufgrund der Kanalform und des bei den Rutschschwellchen etwas niedrigeren Wasserstands erkannt, dass sie wohl vom gleichen Hersteller stammen muss wie der Wildwasserfluss im Europabad Karlsruhe oder auch der Canyon im Bernaqua: API Waterfun.

Gleichwohl ist der Vildstrøm hier in Rulantica weitaus familienfreundlicher und zahmer angelegt, die oben erwähnten Anlagen sind da schon allein von der Strömung und den engen Kurven her ganz wesentlich aggressiver und können so auch eher als Wasserrutschen bezeichnet werden. Die 190 Meter Gesamtstrecke umfassende hiesige Ausführung ist eher eine etwas aufgemotzte Themenfahrt, die für Familien aber super die Lücke zwischen Lazy River und den etwas wilderen Attraktionen füllt.

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Vikingløp

Kommen wir nun zur diesjährigen Neuheit und damit sozusagen zu meinem eigentlichen Hauptbesuchsgrund, dem Mattenracer Vikingløp. Diese aus acht Rennspuren von je 190 Metern Länge bestehende Anlage wurde in den neuen Anbau Nordiskturn integriert, dessen Portal ungefähr zwischen Odinrås und dem unteren Garderoben-Zugang liegt. Neben der Racing-Rutsche wurden auch zwei Bereiche mit aufpreispflichtigen Mietliegen, Lågerhus und Stilhet Loft, sowie zwei neue Gastronomie-Einrichtungen darin integriert. Der ganze Bereich hat ein extrem aufwändiges Bergbau-Thema spendiert bekommen, das sich bis in den allerhintersten Winkel in zahlreichen verblüffenden Details niederschlägt. Selbst am Boden vor Auffangbereich und Mattengestellen für die neue Rutsche sind noch Lorenschienen aufgemalt. Das Spucke-Wegbleib-Level an Themeing setzt sich hier wie im restlichen Bad also gänzlich nahtlos fort. S

Natürlich war es mir ein Anliegen, hier möglichst mal alle Spuren durchzuprobieren, aber bei diesem kühnen Vorhaben bleibt einem irgendwann noch was ganz anderes Essentielles weg: die Puste. Ich hab im Anschluss an meinen Besuch ja in verschiedenen Chat-Schilderungen noch gewitzelt, dass mich dieses an sich ja schöne Treppenhaus in dunkler Holzoptik noch lange in düsteren Träumen verfolgen wird, aber so weit ist das gar nicht hergeholt. Laut der Tuberides-Videobeschreibung überwindet die Anlage einen Höhenunterschied von 24 Metern, aber das dünkt mich ehrlich gesagt zu niedrig gestapelt. Diese Treppen hören und hören einfach nicht mehr auf - gefühlt wird dabei mindestens ein Euro-Mir-Turm erklommen. Laut Rulantica-Website ist der Turm an sich ja 30 Meter hoch und die dann endlich erreichte Startplattform liegt definitiv im Dachgeschoss, viel Decke ist da nicht mehr über einem. Ob nun tatsächlich bloss 24 oder aber mehr Meter: da läuft man bei aller Liebe und Alpamare-Ausdauer irgendwann einfach brutal auf den Felgen, das ist echt nicht mehr normal. Seid euch also bewusst, worauf ihr euch einlasst, wenn ihr mit demselben Countziel wie ich da hinfahrt. Smilie :413: - Diddi - 94908 Zugriffe

Denn anfänglich war das ominöse Treppenhaus aufgrund des Novitätsfaktors nämlich noch gut bevölkert - was hiess, dass man ganz oben dann einer Spur zugeteilt wurde und ich so mindestens zweimal auf derselben runtersausen musste, was mich unter Einhaltungswillen des Minimalziels also mehr als acht Male zur Bezwingung dieses Stufenalbtraums zwang. Nach ca. 19.30 Uhr oder so hatte ich den ganzen Turm aber so gut wie für mich allein oder musste ihn höchstens mit ganz vereinzelten Freakseelen teilen, die ebenfalls verschiedene Spuren vergleichen wollten und sogar ein gewisses Verständnis dafür zeigten, wenn ich als erster oben Angelangter bei freier Wahl eine ganz spezifische Spur ansteuerte. S Zum Abschluss unseres Badeabends, als tatsächlich alle acht Spuren durchprobiert waren, bin ich dann wahrhaftig noch einige weitere Male freiwillig hier noch, um noch an den Zehntelsekunden bei der Zeitmessung zu feilen. Irgendwann macht das Teil so süchtig, dass man von der Auslaufwanne direkt wieder die Treppen hoch sprinten will (wobei das selbst bei sehr flottem Schritttempo dennoch einfach vier bis fünf Minuten dauert) und sich irgendwann in einem veritablen adrenalingeladenen Loop befindet - insofern also definitiv alles richtig gemacht bei der Namensfindung! S

Die Fahrt an sich ist eigentlich rasch nacherzählt. Am Start mit seiner Matte vor der zugeteilten oder eben bewusst gewählten Spur stehend, alle nach farblich passenden Edelsteinen benannt, leitet der Attendant bei freiem Auffangbassin dann den Countdown ein. Bei Grünlicht resp. hörbarem "Zero!" legt man sich planking-mässig auf die Matte, die etwa in Kniehöhe auf einer bewässerten Startplattform vor einem liegt, und ab gehts. Da hat Proslide inzwischen wohl von der Konkurrenz abgeschaut - der Taumata Racer im Aquatica Orlando z.B. stammt meines Wissens von White Water West und hatte diese tollen Startblöcke von Beginn an. Nach einer kurzen Schussfahrt vereinen sich alle acht Röhren bereits ähnlich wie bei Odinrås zu einem Rally Point. Mit dem Unterschied dass man durch die hier natürlich viel niedrigeren Abtrennungen zu den Nachbarspuren viel deutlicher mitkriegt, wo man im Rennen gerade so steht. S Im Anschluss teilen sich die Spuren wieder in acht Einzelröhren auf und absolvieren ab hier je eine 360°-Helix. Und da entscheidet sich in aller Regel das Rennen, weil man den Verläufen der Spiralen bedingt nun quasi die Plätze tauscht, ganz ähnlich wie auf anderen Mattenracern auch. Auf den beiden vom Start aus betrachtet mittleren Spuren - von links her gesehen Nr. 4, schwarz-violett, Amethyst und Nr. 5, rot, Rubin - ist man hier einfach klar im Vorteil, da die Helix zuerst jeweils weit ist und sich zum Schluss hin verengt, wodurch man in Bauchlage einen Mordsdruck und auch ein enormes Tempo aufbaut. Beim jetzt folgenden Rally Point ist man demnach also ganz links oder rechts aussen und üblicherweise auch hübsch in der Pole Position. Nach erneuter Aufsplittung in Einzelröhren durchsaust man auf allen acht Spuren daraufhin eine Kombination aus S-Kurve und 180°-Wende, bevor sich alle Spuren dann sozusagen zum finalen Rally Point vereinen und zwei fantastische parallele Schussfahrten mit Abhebegarantie in die zweite hinein vollführen. Vor Ort ging das freilich zu schnell, aber vom Video her beurteilt sieht es wohl so aus als ob die erste noch vollständig eingetunnelt ausserhalb des Gebäudes liegt und man hernach die Wand durchstösst wo man die zweite schliesslich publikumswirksam in der grossen Lobby neuen Bereichs absolviert. Nach getaner Reise gilt es nun noch, die Matte ein wenig anzuheben, um eine Nasenspülung zu vermeiden und um im langen Bremskanal noch möglichst weit nach vorn gleiten zu können.

Ich will es mal so sagen: alleine deshalb hat sich die Fahrt nach Rust eigentlich schon voll und ganz gelohnt. Hier ist dem Bad wirklich ein absoluter Volltreffer gelungen. Das wahnwitzige, kräftezehrende Stufenerklimmen wird jedes Mal mit einem fulminanten, hochintensiven Speedrausch in Bauchlage belohnt, der trotz der streng genommen kurzen Rutschzeit streckenmässig ausgesprochen lang erscheint und bei dem der Suchtfaktor durch das gerade mit den Rally Points hochgradig effektvoll inszenierte Kopf-an-Kopf-Rennen schlicht und ergreifend dermassen hoch ist, dass man sich sogar ein solches Treppenhaus mehrmals antut. Und das will ja nun wirklich was heissen. S Wie erwähnt habe ich mir die Stufentortur tatsächlich bereitwillig noch mehrfach über das eigentliche Countziel hinaus gegeben, um auch die letzten möglichsten Hundertstel in der Zeitmessung runterzushaven, was bei der letzten Rutschpartie des Abends auf der Amethyst-Spur schliesslich in einer Bestzeit von 15.21 Sekunden gipfelte. S Ganz grosses Kino. Wer eh ein Fan solcher Mattenracer ist oder noch einer werden will: trainiert euch Stufenausdauer an und kommt vorbei. Denn hier steht wahrlich ein Prachtexemplar von absoluter Weltklasse. Wird sich ungemein lohnen!


Da ich mich hauptsächlich aufs Rutschen fokussiert und den ganzen Angebotsrest daher eher mal so zwischendurch mitgenommen wurde, wird dieser hier nun noch in verkürzter Form abgehandelt, wobei ich mich oft auch auf Denis' Erfahrungen stützen muss. Das Frigg Tempel genannte Aussenbassin war bei unserem Besuch auf angenehme 32-33°C beheizt, ist bis auf ein paar Sprudelliegen, Wasserpilze, eine Nackendusche und eine Art Treibhaus, in dem eine Poolbar untergebracht ist, nicht unbedingt weiter der Rede wert. Ansprechender fanden wir da schon die ähnlich warme Skog Lagune im Halleninnern, die auch mit verschiedenen Sprudelattraktionen, einem mystisch dampfenden Wasserfall und einer Poolbar ausgestattet ist. Da mein Begleiter ja nicht fahren musste, liess er es sich für etwas Urlaubsfeeling nicht nehmen, hier zwei Drinks zu bestellen, die nach Attraktionen im Bad benannt sind, eben Skog Lagune und Vinterhal. Ersterer versprach zwar Blue Curaçao und verschiedene Fruchtsäfte, ähnelte aber irgendwie eher einem White Russian. Erinnerte mich unweigerlich an einen Besuch im Hauptpark drüben mit etwa zehn Jahren, wo ich mir im spanischen Restaurant ein Schoko-Frappé zum Dessert bestellen durfte und die Kellnerin kurz darauf zurückkam und fragte, ob es okay sei, wenn das Frappé dann zwar nach Schoggi schmecke, aber nicht braun sei, da sie das entsprechende Pulver nicht vorrätig hätten. S Der Vinterhal-Drink war eine Mischung aus Rum und verschiedenen tropischen Fruchtsäften. Denis fand zwar beide nicht gerade grottig, würde sich bei einem Wiederholungsbesuch aber wohl doch eher was anderes bestellen.

Wie oft und in welchem Turnus im Surf Fjørd genannten Wellenbecken auch Wellenbetrieb herrscht vermochte ich noch nicht rauszufinden. Jedenfalls waren wir nach einer unserer Wiederholungsrutschpartien gerade einigermassen in der Nähe als das Schiffshorn erklang, das den Wellenbetrieb jeweils gut in der ganzen Halle hörbar ankündigt, und genossen die durchaus anständigen Wogen. Tatsächlich haben wir uns hier entgegen meiner Alpamare-Gewohnheit eher im tiefen Bereich aufgehalten, da die beiden Wellenmaschinen zumindest bei unserem Dazustossen mit kurzem Versatz arbeiteten, was die Wogen an der Stelle dann immer lustig seitlich zusammenknallen liess und man teilweise hoch springen musste, um den Kopf über Wasser zu halten. Hat bei mir glatt einen Flashback an den Wasserpark in Carowinds ausgelöst, wo das im inzwischen wohl durch einen Kinderbereich ersetzten Great Barrier Reef ganz ähnlich war. Zwar haben die Wellen vor dem Brechen hier eine ordentliche Höhe erreicht, aber dennoch habe ich drauf verzichtet, hier mal menschliches Boogie Board zu spielen und mich bis zur flachen Brandungszone schwemmen zu lassen. Im Alpamare ist der "Strand" zu dem Zwecke gepolstert, hier war jedoch der gleiche raue Bodenbelag wie in allen Becken im Park verbaut, den mein Fussballen ja schon beim Isbrekker kennenlernen durfte. S

Und peinlicherweise muss ich noch gestehen, dass ich eine potentiell lustige Attraktion komplett übersehen habe: Tønnevirvel, ein in der kalten Jahreszeit extra eingezeltetes und von der Halle zugängliches Twist-'n'-Splash-Rondell von Mack. Zwar hatte ich noch halbwegs im Kopf, dass das Bad mal so eins angekündigt hat, es im Aussenbereich zu stehen kommt und ich mir dabei noch so dachte, dass das in Badekleidung nutzbar wahrscheinlich eine Premiere darstellen dürfte und dadurch sicherlich ähnlich viel Spass macht wie der Spillwater Flash Flood damals im Noah's Ark Waterpark in Wisconsin Dells. Allerdings wusste ich nichts von dieser winterlichen Einhausung und überdies standen da bei jedem Vorbeigehen voll clubmässig immer zwei Bademeister mit verschränkten Armen am Zugang, so dass ich das fälschlicherweise der direkt daneben liegenden und eben auch aufpreispflichtigen VR-Schnorchel-Attraktion Snorri Snorkling VR zugeordnet habe, die mich eher weniger interessiert hat. Nun ja, blöd gelaufen, aber ein triftiger Grund für eine baldige Rückkehr - und anderswo hätte ich mich bestimmt auch mehr aufgeregt. S


Während meinen ersten paar Vikingløp-Fahrten packte Denis dann noch der Hunger, so dass er sich beim Restaurant Snekkjas einen Cheeseburger besorgte. War laut seiner Aussage aber eher saft- und kraftlos (Hi Teddy! S) und zudem lauwarm. Auch da würde er bei einem weiteren Besuch wohl eher einem der anderen Restaurants den Vorzug geben, wie z.B. dem hier fotografierten Lumålunda.


Kurz nach 21.25 Uhr begab ich mich wie gesagt auf meine leider ja überhaupt nicht ergiebige Fototour und im Anschluss an ein letztes Eintauchen in die malerische Skog Lagune begaben wir uns über den zwischenzeitlich erlernten Rampenweg wieder in die oberen Garderoben und die Shower World, wo wir uns gründlich unter den herrlichen Regenduschen säuberten und ich bald darauf endlich ein wohltuendes Pflaster auf die weggeschrammte Stelle am Fussballen kleben konnte, so dass ich in meinen eh gut sitzenden Ledersneakern dann fast nichts mehr davon gespürt hab.


Eigentlich mag ich Bäder nicht besonders, wo die Fönzone nicht zwischen Duschen und Spinden, sondern erst nach den Umziehkubikeln liegt, so dass man sich mit noch feuchten Haaren ankleiden muss. Aber auch hierzulande ist das bei Plauschbädern eben eher andersrum angeordnet als in einem typischen Hallenbad. Und wenn sie dann erst noch so durchthematisiert ist wie der ganze Rest des Bades, ist das dann doch verschmerzbar. S

Fazit

Der kurze Rulantica-Trip zu den für uns nördlichen Nachbarn hat sich wirklich voll und ganz gelohnt. Ich hatte nach den Horrorstories der ersten Vorabberichte besonders was die Garderoben-Sauberkeit betrifft etwas wesentlich Schlimmeres erwartet, aber da wir an einem leeren Abend vor Ort und zudem in den oberen Umkleidebereichen waren, haben wir uns hier absolut komfortabel umziehen und nach getanem Bade auch wieder ankleiden können. Zudem funktionierten auf unserer Etage entgegen vieler erbosten Reviews auch alle eh genialen Duschen tadellos - bei zweimaliger Linksdrehung sogar mit angenehm kühlem Abschluss, um sich wieder an die Aussenwelt zu akklimatisieren.

Das Bad an sich und die vielen grandiosen Rutschen haben ebenfalls so richtig reingehauen - auch hier eigentlich völlig konträr zu meiner im Vorfeld eher zurückgenommenen Erwartungshaltung. Meine persönlichen Highlights Vikingløp und Vinter Rytt haben eigentlich jede noch so mühsame Stauminute praktisch im Alleingang gerechtfertigt, aber auch der Rest des Line-ups besteht mehrheitlich aus soliden und teils echt extrem spassigen Qualitätsanlagen. Zusammen mit der sich wirklich durch die gesamte Einrichtung ziehenden, ungemein liebevoll gemachten und gerade nach Einbruch der Dunkelheit so richtig atmosphärischen nordischen Thematisierung ergab sich ein absoluter Traumbesuch, den ich in naher Zukunft sehr gerne irgendwann wiederholen möchte. Meines Erachtens haben die Macks hier einen totalen Gewinner als ihr Second Gate erschaffen - nach diesem sensationell spassigen Erstbesuch werde ich zukünftige Rust-Ausflüge keinesfalls mehr bloss auf den Hauptpark konzentrieren wollen. Rulantica wird wohl oder übel nachhaltig irgendwie in das Gesamterlebns mit einfliessen müssen - pun very much intended. S Zumindest zum Abendeintritt in der Nebensaison und bei dezidierter Anfahrt von Süden her möglicherweise mit einem Schwenker über Frankreich auf jeden Fall sehr zu empfehlen.

Wir selbst begaben uns nun wieder auf den Heimweg, der auch in südlicher Richtung dieselbe Spurreduktion auf Höhe Riegel hatte, aber um die Uhrzeit machte das selbstredend nicht mehr viel aus. Ärgerlicher war da der wohl wegen Wartungsarbeiten gesperrte Tunnel der B316, der uns dann unfreiwillig noch eine Stadttour auf der deutschen Seite von Rheinfelden einbrockte. Smilie :256: - Diddi - 887532 Zugriffe Aber auch so war irgendwann dann wieder der Grossraum Zürich erreicht, wo wir nach diesem Wahnsinnserlebnis nur noch so ins Bett plumpsten.

Diese Geschichte ist nun erst einmal zu Ende erzählt. Bis zur nächsten bedanke ich mich für den Durchhaltewillen beim Lesen!
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Runner
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Redakteur Dominik Leinen
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Avatar von Runner
Dabei!
Link zum Beitrag #1052129 Verfasst am Donnerstag, 16. März 2023 18:46
1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.03.2023 18:47
1 gefällt das Relax
Da isser ja endlich, dein Rulantica-Bericht. Und weil ich ohne Bilderupload grade nicht selbst weiterschreiben kann, hatte ich auch reichlich Zeit, ihn direkt durchzulesen. S

Mit den meisten Vergleichen und Anspielungen kann ich als Wasserpark-Amateur zwar nicht viel anfangen, aber der Kontext (und der eigene Besuch, auf den du ja auch eingegangen bist Smilie :58: - Maxi - 339724 Zugriffe ) hilft darüber hinweg. Trotz der geringen Bilderausbeute ist es dir gelungen, einen überaus anschaulichen Bericht zu kreieren. Mich wundert nur das Lob für die "vollkommen durchthematisierten" Treppenhäuser. Jenes in Vinterhal stach da für mich eher negativ heraus. Oder wurden die nackten, schwarzen Wände und Decken inzwischen nachthematisiert? Ansonsten gebe ich dir aber Recht, Rulantica ist ein wirklich sehr gut gestaltetes Erlebnisbad.

Wie ist denn so die "Spritzigkeit" beim Vikingløp? Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit solchen Mattenracern, vorwiegend weil ich mit den bisher getesteten Anlagen eigentlich nur jede Menge Spritzwasser im Gesicht verbinde. Wie man sich das auch noch mehr als acht Rutschpartien in Folge antun kann, ist mir daher ein Rätsel. Aber vielleicht bist du als Profi da auch einfach abgehärteter als ich Mimose. Smilie :282: - soundmachine - 460736 Zugriffe
Hab' Sonne im Herzen und Pizza im Bauch,
dann bist du glücklich und satt bist du auch.
Dschack
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Deutschland
 
Link zum Beitrag #1052132 Verfasst am Donnerstag, 16. März 2023 19:42 Relax
Großartiger Bericht, danke!

Lacront
Aber Proslide hat mit den ganzen Tornadodächern und den Flying Saucers genannten "Kurventellern" ja ganz allgemein nicht unbedingt einen Ruf dafür, sich vor dem Verkauf und Einbau prinzipiell überflüssigen Materials zu scheuen. S


Ich musste schmunzeln.

Lacront
In Europa fällt mir spontan kein Plauschbad ein, in dem eine vollständig vergleichbare solche Attraktion steht, bei welcher der vorangehende Rutschteil so richtig "vollwertig" und schanzenhaft ist - meist sind das eher so Contraptions, die man als "berutschbaren Wasserhahn" bezeichnen könnte, wie beispielsweise der Pelikaan Duik im Tikibad oder La Cascade im Aquaparc Le Bouveret.


Duinrell mit dem Cannonball. Alternativ gibt es auch ein paar Anlagen in Italienischen Wasserparks, bei denen man sogar über ein kurzes Bergaufstück eine Art Sprungschanze erlebt (Canevaworld und Etnalandia)
Bends
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Aufsteiger

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Avatar von Bends
Link zum Beitrag #1052148 Smartphone verfasst am Donnerstag, 16. März 2023 22:35 1 gefällt das Relax
Danke für den Bericht. Ich war im November das dritte mal dort und habe jedes Mal einen tollen Tag gehabt - die Blagen übrigens auch.

Die TornadoWAVE ist und bleibt auch mein Lieblingselement, immer wieder ein tolles Gefühl sein gegenüber rückwärts in den Kanal zu schicken und dann die weit aufgerissenen Augen am Peak zu sehen. 😅
Lacront
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Mitglied Daniel

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Avatar von Lacront
Link zum Beitrag #1052151 Verfasst am Freitag, 17. März 2023 00:44
Themenersteller
Relax
Vielen Dank für die Rückmeldungen! S

Runner Oder wurden die nackten, schwarzen Wände und Decken inzwischen nachthematisiert?

Da muss ich ehrlich gesagt passen, da ich ja keinen direkten Vergleich habe. Nackte schwarze Wände hab ich da jetzt zwar nicht wahrgenommen, ich könnte dir aber auch nicht sagen, was denn sonst an dieser Stelle verbaut wäre. Smilie :282: - soundmachine - 460736 Zugriffe Jedenfalls empfand ich die Aufmachung, die schönen weissen Fliesen, die ganzen Schautafeln und Screens, die Beleuchtung etc. als sehr stimmig und passend zum Eispalast-Thema, gerade im Vergleich mit anderen Freizeitbädern.

Runner Wie ist denn so die "Spritzigkeit" beim Vikingløp? Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit solchen Mattenracern, vorwiegend weil ich mit den bisher getesteten Anlagen eigentlich nur jede Menge Spritzwasser im Gesicht verbinde. Wie man sich das auch noch mehr als acht Rutschpartien in Folge antun kann, ist mir daher ein Rätsel. Aber vielleicht bist du als Profi da auch einfach abgehärteter als ich Mimose Smilie :282: - soundmachine - 460736 Zugriffe

Also in der Hinsicht ist die Anlage genau gleich wie alle anderen, besonders an den Rally Points. Vielleicht müsstest du das Gesicht irgendwie tiefer hinter der "Griffwölbung" der Matte verbergen, oder einfach eine Schwimmbrille tragen. Das haben einige Badegäste auch gemacht, wo es gestattet war. Fast als schlimmer empfand ich bei den Rally Points aber die Ohrenspülungen, die man sich holt wenn die Mitstreiter gleichauf sind. Besonders Denis auf der Nachbarspur hat mir bei seiner einen Bezwingung des Vikingløps ein ganz tiefes Rauschen im linken Ohr verpasst. Smilie :256: - Diddi - 887532 Zugriffe Ich hätte zwar Earplugs dabeigehabt, aber die sind im Zuge der ganzen Stauverzögerung dann doch irgendwie beim Duschzeug geblieben. Und was du als abgehärteten Profi bezeichnest kann auch ein Hardcore-Freak ohne jede Vernunft sein... Die Anlage hat irgendwie einfach meinen persönlichen Thrillnerv getroffen, aber der liegt nunmal nicht bei jedem an gleicher Stelle. S

Dschack Duinrell mit dem Cannonball. Alternativ gibt es auch ein paar Anlagen in Italienischen Wasserparks, bei denen man sogar über ein kurzes Bergaufstück eine Art Sprungschanze erlebt (Canevaworld und Etnalandia)

Ach klar, danke! Und bei den Stichworten Cannonball und Bergaufstück: die Balas de Cañón im Aussenbereich des seligen Océade, die ich ja sogar selber gerutscht bin. Aufgrund der kühlen Temperatur aber nur einmal, daher vielleicht einfach verdrängt. S
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Küppi
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Redakteur Christian Küppers
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Avatar von Küppi
Link zum Beitrag #1052246 Smartphone verfasst am Sonntag, 19. März 2023 13:48 Relax
Danke für die „paar kurzen Zeilen“ … Haha …

Ich wollte nur auf ein paar Punkte eingehen, die ich aufgrund der Länge des Textes aber nicht einzeln zitieren kann:

Zum Thema Buchung und Schließfach: Du wählst zunächst die Ticketart (Tagesticket, Abendticket …) aus, dann die Anzahl und das Datum. Im nächsten Schritt kann man dann für jede Person einzeln das Add-On hinzufügen. Hat bisher jedes Mal genauso so geklappt und auch gerade nochmal getestet. Du hast vermutlich einfach etwas übersehen. S

Zum Thema Kapazität der Reifen auf den beiden großen Rutschen: An leeren Tagen mag die Reifen-Taktung ggfs. mal merkwürdig oder unpassend erscheinen. Aber einerseits haben die OPs oben genug Platz um nicht benötigte Reifen beiseite zu legen und andererseits ist es so, dass wenn es voll ist immer abwechselnd ein Reifen für rechts und einer für links kommt. Und ich habe bisher auch jedes Mal gesehen und selbst erlebt, dass man immer vor dem grünen Signal fertig im Reifen sitzt. Super selten, dass der Einstieg mal länger gedauert hat.

Zur Trichterrutsche: Zwei Runden sind bei mir bisher immer drin gewesen. Einmal waren es sogar drei. Fett sein hat halt auch mal Vorteile. 🤣

Zugang zum Wellenbecken: Es gibt noch einen Zugang auf der anderen Seite links neben dem Innenpool mit Bar an dem Schiffswrack (ich kann mir die Namen irgendwie alle nicht so merken, also sage ich lieber nichts, bevor ich die durcheinander würfel).

Tonnevirvel: Ein absolutes Highlight hast du da verpasst! Macht unfassbar viel Spaß. Im Winter nicht ganz so sehr wie im Sommer, aber dennoch ganz oben auf meiner Liste.

Restaurants: Ja leider ist die Speisenqualität in Rulantica nicht besonders hoch. Das ist man aus dem Europa Park ganz anders gewohnt und hier sollte eigentlich unbedingt mal nachgearbeitet werden.

Horrorstories: Ich habe noch nie etwas negatives über die Garderobensauberkeit gelesen und bei mittlerweile fast 10 Besuchen auch nicht erlebt. Und ich war tatsächlich auch noch nie oben sondern immer nur unten. Lediglich die ein oder andere Dusche war mal außer Betrieb. Das lässt sich bei der großen Anzahl aber auch gut verschmerzen.

Schwarze Wände: Die Wände müssten unverändert sein. Besonders stark gestaltet fand ich den Treppenbereich noch nie, aber es ist immerhin deutlich mehr als nur ein Treppenhaus, das man in nicht thematisierten Bädern sonst findet.
Lacront
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Mitglied Daniel

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Avatar von Lacront
Link zum Beitrag #1052263 Verfasst am Montag, 20. März 2023 11:23
Themenersteller
Relax
Danke gleichfalls für die paar kurzen Zeilen, Küppi. S

Küppi Du hast vermutlich einfach etwas übersehen. S

Vorhin ebenfalls nochmals probehalber durchgespielt und die entscheidende Maske gefunden:


Die einzelnen Tickets sind in einer Art "Reiter" anwählbar, wo die Spindgebühr dann jeweils hinzugefügt werden kann - hier ist nun das zweite Ticket rechts blau dafür markiert. Ist augenscheinlich was Browsertechisches, hier auf dem Screenshot (ab PC mit Edge) ist es im Vergleich zur Buchung übers Smartphone und Chrome recht eindeutig dargestellt. Die Vorteile eines breiten Bildschirms. S

Küppi Zur Trichterrutsche: Zwei Runden sind bei mir bisher immer drin gewesen.

Apropos Breite hat Vorteile: das finde ich doch ausgesprochen erstaunlich. S Im Zweierbob haben mein Begleiter und ich sicherlich ein ähnliches Kampfgewicht und haben es selbst bei zielgenauer Verlagerung nicht an diesem Schwall vorbeigeschafft, da zwischen ihm und der Einmündung der Startröhre in den Trichter vielleicht 30-40 cm Platz ist, die man für eine zweite Runde genau treffen müsste. Verrätst du uns deine Technik? S

Küppi Kapazität der Reifen & Horrorstories

Da sieht man mal wieder, wie tagesabhängig sowas sein kann und wie man eventuelle Momentaufnahmen in vorab gelesenen Reviews überbewertet. Wie erwähnt war das bei uns nur bei der Erstfahrt auf dem Svalgur Rytt so, bei allen weiteren und auch beim benachbarten Vinter Rytt stapelten sich oben bereits zur Genüge entsprechende Bötchen oder Cloverleaves. Und da war dann auch niemand mehr vor uns, der sich beim Einsteigen abmühte. S Bei den Garderoben kann es halt ähnlich wie im Strassenverkehr sein - da langt eine Partie, die eine Sauerei hinterlässt oder sich zwischen Bad/Dusche und Spinden nicht richtig abtrocknet, schon hat man den Eindruck eines Komplettchaos. War bei uns wie beschrieben überhaupt nicht so, aber inwiefern das Nutzen der oberen Garderoben da hilft oder ob die überhaupt immer offen sind? Tja. Smilie :282: - soundmachine - 460736 Zugriffe
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Redakteur Christian Küppers
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Avatar von Küppi
Link zum Beitrag #1052265 Smartphone verfasst am Montag, 20. März 2023 17:41 Relax
Zur Technik im Trichter: Gar keine. Hihi.
Aber wir rutschen natürlich auch zu zweit und haben beide das ein oder andere Kilo „mehr“ dabei … Ich denke, das reicht als Technik.
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