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Parque de Atracciones de Madrid in Spanien

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Madrid 2023: Parque (y Día) de Atracciones cerradas

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Lacront Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied. Neu  16.06.2023 Freitag, 16. Juni 2023 00:47
Avatar von Lacront Lacront Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied.
Daniel

Schweiz . ZH
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Am Tag nach meinem Wiederholungsbesuch im Parque Warner - wobei man sich ja vortrefflich darüber streiten könnte, ob das mit fast zwei Dekaden zeitlichem Abstand, einem anderen Parknamen und einer inzwischen fehlenden Zweiglinie vor die Haustür überhaupt ein treffender Begriff dafür ist - stand mit dem zweiten Madrider Park tatsächlich eine Premiere für mich auf dem Programm. Obwohl wir damals eine ganze Woche in der Stadt verbrachten, haben wir es in den Parque de Atracciones nämlich nicht geschafft. Mit der Teleférico sind wir am einen Nachmittag von der Station Rosales aus zwar zum Aussichtspunkt im königlichen Jagdgrund-Parkgebiet Casa de Campo gegondelt, wo der Parque de Atracciones ja sozusagen gleich darunter liegt. Sporadisch konnte man von dort aus einige Zugladungen bei Tornado (seinerzeit noch grün) und ein paar vereinzelte Durchgänge am Freefall in der flimmernden Hitze am Horizont beobachten - aber irgendwie haben wir es trotzdem nicht fertig gebracht, da auch nur einen Kurzbesuch in den Abendstunden oder so einzuberaumen, wo zumindest ich im damals noch möglichen Pay-per-Ride-Prinzip die Biggies schon mal hätte mitnehmen können. Damals wurden Prioritäten im Rahmen eines Familienurlaubs eben schlicht noch etwas anders gesetzt. S

Umso mehr habe ich mich gefreut, dieses Manko auf diesem spontanen Solo-Trip nun beseitigen zu dürfen. Dafür hab mir schon in der Heimat ein vergünstigtes Tagesticket für diesen 1. Juni gebucht - und über die 29.90€ dafür kann man angesichts der Angebotsvielfalt vor Ort eigentlich kaum gross meckern. Nach dem Aufstehen bin ich gleich als erstes in den kleinen Mi Alcampo einen Block weiter spaziert, um mir dort aufgrund gewisser Auswirkungen gestriger Warte-Episoden noch Sonnencrème und eine nach Babypuder duftende Après-Soleil zu kaufen. S Wieder zurück im Apartamento machte ich mir ein gutes Frühstück und mich selbst dann auch tagesfertig. Um ca. 10.40 Uhr ging es dann mit reichlich Vorlaufzeit aus dem Haus und weil en passant gerade einer angefahren kam mit Bus 149 in Richtung Nuevos Ministerios. Dort hätte ich dann Metrolinie 10 nehmen können, die mich auf direktem Wege zur Station Batán und damit zum oberen Eingang vom Parque de Atracciones gebracht hätte.

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Da ich optimistischerweise aber die Sporttasche samt Schwimmzeug dabei hatte, ich nicht genau wusste wie die Schliessfach-Situation bei diesem eigentlichen Nebeneingang aussieht und man auf diese Weise ÖV-technisch wieder mal was Neues ausprobiert, habe ich stattdessen den distanzmässig näher aber dank endlosen Rolltreppen auch viiiel tiefer liegenden Halt der Circular-Linie 6 angesteuert. Und zwar den des "inneren" Strangs im Gegenuhrzeigersinn, eine eigentliche Endstation kann hier ja keine angegeben werden. S So gelangte ich schon bald nach Alto de Extremadura, wo ich zurück an der Oberfläche dann Bus Nr. 33 in Richtung Casa de Campo nahm, der einen im Wesentlichen einmal um die ganze Nordostseite des Parks herumführt und dann direkt beim unteren Haupteingang Halt macht. Dort, habe ich im Vorfeld meines Besuchs herausgefunden, gibt es nämlich ähnlich wie im Parque Warner rechts des Portals Tagesspinde zu mieten. Im Gegensatz zu gestern musste man sich hier aber links halten, um nicht in den hier ebenfalls zahlreich aufgetauchten Schulklassen-Trauben unterzugehen. Als nach etwa einer Viertelstunde gegen 12.00 Uhr die Tore aufgesperrt wurden, begann man rechts jedoch früher mit den Taschen- und Ticketkontrollen, so dass jeglicher Startvorteil selbstredend wieder dahin war. Momoll, fängt gut an. Smilie :413: - Diddi - 97030 Zugriffe

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Wie dem auch sei: einmal drin konnte ich mich zu den Schaltern des Oficina Atención al Cliente durch die Menschenmassen boxen, wo ich dann auch fix einen Schlüssel für einen Spind erhielt. Das Problem: der kam als richtiger Hausschlüssel mit Metallring und Schlüsselschild daher. S Ich hatte absolut nichts an meiner Kleidung, um den irgendwie klug dran befestigen zu können, und er war auch viel zu klein, um ihn für eine Attraktion wie Abismo lose in den dafür etwas zu weiten Taschen der heute angezogenen Cargo Shorts verschwinden zu lassen. Schlussendlich kam ich auf die rettende Idee, den Metallring um die Schlaufe meines nun seit einigen Coaster-Trips wertvolle Dienste leistenden Kamera-Etuis zu fädeln. Sorgte zwar zuerst für ungewohnte Bewegungsabläufe beim inzwischen routinierten Kamera-Rausholen, funktionierte letzten Endes aber wunderbar. Trotzdem sollten potentielle Spindmieter hier unbedingt daran denken, irgendwas mit einer Schlaufe oder einer grösseren Öse anzuziehen, oder dann halt doch das Portemonnaie auf sich tragen, worin der Schlüssel dank seiner Kompaktheit sicherlich auch drin Platz findet. S

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Dergestalt vom nunmehr sicher verstauten Ballast befreit hatte ich sozusagen die Wahl zwischen den drei schlimmsten Kapazitätsgurken, die es erfahrungsgemäss stets als erstes abzuspulen gilt. Eigentlich wäre die Erstwahl-Ehre in dieser Programmlogik der belgischen Maus zuteil geworden, aber da ich die vom Luftbild her irgendwie auf der falschen Seite der zentralen Kaskadenallee verortete und entsprechend nicht auf Anhieb gefunden habe, landete ich eben doch beim Maurer Skyloop Abismo.

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Hier hatte ich das wohl grösste Glück des Tages, denn die Schlange sah so kurz nach Parköffnung noch überschaubar aus und es hatte den Anschein, dass ich gerade zum Abschluss der Testfahrten hinzugestossen bin. Vortrefflicherweise wurde gleich nach erfolgtem Einlass der ersten Passagiere noch nach einem Single Rider gefragt, so dass ich vorgelassen wurde, um einen leeren Platz in der Backrow zu füllen - Treffer versenkt! S So sass ich tatsächlich nach nicht einmal einer Minute effektiver Wartezeit schon im bequemen Sitz und zog den wuchtigen komfortablen Hydraulikbügel über Bauch und Becken. Zu meinem riesigen Erstaunen erklang keine fünf Sekunden danach schon die Abfahrtshupe - ohne dass der Ride-OP die Bügel nochmals zur Kontrolle angetippt oder überhaupt seinen Posten vorn am Bedienpult verlassen hätte! Ob Maurer da etwas Mack-Artiges nachgerüstet hat, dass dies nun rein sensorisch erfolgen kann, oder das Ganze lediglich unter spanischer Gelassenheit einzuordnen ist - ungewöhnlich wars definitiv. S

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Im Vordergrund erkennbar: die an diesem Tag leider zugebliebene Disk'O-Attraktion Tifón.

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Nun ja, auch etwas zeitiger als erhofft lassen wir uns das senkrechte Hochziehen und das anschliessende langsame Auf-den-Kopf-Stellen in 46 Höhenmetern natürlich gefallen. Selbst mit zwei solchen von mir schon bezwungenen Viertelloops auf Maurer-Bahnen im Erfahrungsschatz ein immer noch total surrealer und kitzliger Irrsinn mit komplett verrückten Sichtperspektiven. Durch das hier natürlich etwas gemächlichere Rolltempo und die halt an anderer Stelle greifenden Bügel ein völlig anderes Rausplumpsgefühl in solch schwindelerregender Höhe als bei der gestern ausprobierten Neuheit im Schwesterpark südlich der Stadt. Und schlicht total bekloppt. S Bald schraubt man sich mittels eines halben und leicht abfallenden Inline-Twists wieder in Normallage und ein weiterer solcher stellt die Passagiere des X-Cars geich wieder auf den Kopf. Gerade während dieser langsam begonnenen und allmählich etwas Tempo aufbauenden Drehwurm-Frenzy war ich froh um die Lehren aus den bangen Momenten auf dem X-Coaster in Arkansas - die Sonnenbrille hatte ich dieses Mal in der Hand und den Verschluss der eh nur mit Kamera und Spindschlüssel befüllten Cargo-Short-Pocket konnte ich genau gegen den Sitzschalenrand drücken, so dass die Wertsachen gefühlt viel sicherer mitfuhren und man das absurde Wirbelerlebnis auch viel stimmiger geniessen durfte. Ein riesenhafter Halblooping bringt die Wagemutigen nun wieder auf Bodenniveau, wo erstaunliche Positiv-Gs im so gebildeten Tal zuhauen.

Denn die bis hierhin von anderen Skyloops her bekannte Strecke verläuft bei diesem bis dato einzigartigen Extended-Modell an dem Punkt nicht geradewegs durch die Station, sondern knapp rechts daran vorbei und wieder aufwärts, in eine gigantische übergeneigte Steilkurve. Laut RCDB-Definition zählt das wohl noch nicht als Inversion, aber gefühlt steht man hier so schräg, dass man wohl durchaus nah an einer Art Inclined Immelmann dran wäre. Es schliesst sich ein zu beiden Seiten sehr steiler und entsprechend leidlich knackiger Airtimehügel an, daraufhin rauscht man durch eine zweite solche Steilkurve mit grosser Querneigung - wohl auch nicht schräg genug um als Überkopfelement zu zählen, rein vom Visuellen her aber einem Cutback-Verschnitt ähnlicher als einem reinen Richtungswechsel. Jedenfalls ebnet sich dessen Ausfahrt kurzzeitig und der Zug überrast danach einen trotz Trimbremse ordentlich airtimereichen Dip zurück in die Station. Durch diese flitzt man nun wiederum in gleicher Manier wie auf den Standard-Geschwistern und pendelt am vertikalen Lift zwar nur einmalig, aber von der liegenden Auffangstellung her ebenbürtig aus, so dass man als vortags mit Stunt Fall gefahrener Parkgast voll das kopfdruckreiche Déjà-Vu durchlebt. Okay, das war jetzt wirklich der letzte. S Sanft geht es hernach wieder rückwärts in die Station zurück.

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Doch, doch. Kann was. Die hier zusätzliche Strecke wertet das auf dem Standard-Skyloop eher flatridemässige Fahrgefühl wahrhaftig zu einer richtigen, wenngleich halt sehr kurzen Achterbahn auf. Der bequeme X-Car-Zug mit den tollen Bügeln macht sowohl die langsamen Überkopfmomente erträglich als auch den nachfolgenden äusserst rassigen Streckenpart zu einem richtigen Genuss, nicht zuletzt dank ausgezeichneter Laufruhe. Einzig die Kapazität degradiert diese formidable Anlage halt dennoch zu einem "One and Done"-Programmpunkt, und rein bautechnisch lässt sich daran auch kaum mehr was ändern. Es sei denn, man schaut sich bei Mack vielleicht mal eine Drehteller-Lösung ab. Aber dieser Gedanke ist wohl ebenso kühn wie der Wunschtraum, dass das Original in Bad Wörishofen irgendwann ebenfalls mal noch zur Extended-Version erweitert wird. S

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Da nun gerade halbwegs in der Nähe, steuerte ich Maurer und Kapazitätsgurke Nr. 2 an, den Spinning Coaster Tarántula.

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Die Warteschlange sah hier zu dem Zeitpunkt noch überschaubar aus, sie nahm ungefähr die letzte Rampe zur eigentlichen Station ein. Aber ihr ahnt es ja - man muss es nur einer spanischen Ride-Crew und Schulkids überlassen, um daraus ein absolutes Trauerspiel zu machen. S Ich meine, dass anfänglich vier oder fünf der acht Fahrzeuge hier im Einsatz waren, so dass es zwar behäbig, aber immerhin etappenweise etwas voranging. Bei leeren Plätzen fragte der Ride-OP auch immer vorbildlich nach hinten durch, was aber oft nichts nützte. Die mit dieser Situation hoffnungslos überforderten Schülerinnen zuvorderst schienen wahrhaftig nicht zu begreifen, dass sie hier eh nicht alle zusammen fahren können und sich hier vorzugsweise in Vierergrüppchen aufzuteilen hätten. Und als der Einteiler nach allzu ausschweifenden Diskussionen darüber, wer jetzt neben wem sitzen soll dann irgendwann mal lautstark nach einem Zweiergrüppchen fragte, kam es diesen Leuchten ernsthaft nicht in den Sinn, von sich aus 20 Zentimeter zur Seite zu rücken, um die besser Organisierten vielleicht mal durchzulassen.
Smilie :927: - Maliboy - 141816 Zugriffe

Je nun, andere Länder, gleich bekloppte Schülerhorden, schätze ich mal. Doch das war hier nur die halbe Miete. Kurz bevor ich dann an der Reihe gewesen wäre, zog der anfänglich von mir noch bewunderte Ride-OP die Kette und verschwand für volle sechs Minuten einfach aus Station und Blickfeld. Alle von ihrer Reise zurückgekehrten Waggons stauten sich schlussendlich in den Zusteige- und Bremsbereichen, die darin befindlichen Passagiere mussten mit geschlossenen Bügeln teilweise in praller Sonne ausharren. Just als sich alle Beteiligten dann langsam zu fragen begannen, ob er sich nun zur Verrichtung eines natürlichen Bedürfnisses oder auf ein Lungenbrötchen zurückgezogen hat, tat sich geräuschvoll etwas am Lifthill, hierauf wieder drei Minuten lang gar nichts. Schliesslich setzte sich dieser aber doch erneut in Gang, und daraufhin war ein leerer Waggon drauf zu sehen, der fortan nun wohl den Fahrzyklen beiwohnen würde. Noch etwas später betrat ein anderer Ride-OP endlich wieder das Perron, wo er die seit bald einer Viertelstunde festsitzenden Rückkehrer befreite und mit dem Zuteilen weiterfuhr. Etwas weiter vorne am Gate konnte ich dann auch auf die Kurve direkt nach der Station sehen und erkennen, dass man also in der Tat fast 15 Minuten lang den laufenden Betrieb angehalten hat, um einen von zwei auf dem dortigen Verschiebegleis anfänglich erkennbaren Waggons in den Betrieb zu integrieren. S Man muss ja nicht extra betonen, dass sich auf die Art sämtliche beim Betreten der Queue noch leeren oberen Zickzacks zwischenzeitlich vollständig gefüllt hatten, wie ich im Anschluss an meine Fahrt kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen musste. Das muss man nicht verstehen, oder? Dass man angesichts des bevorstehenden Andrangs die Kapazität etwas hochfahren will - schön und gut. Aber dann einen Wagen draufholen nach einer runden Viertelstunde kompletten Stillstands?! Smilie :250: - Stef - 103439 Zugriffe

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Unschwer zu erkennen, dass sich die Serie vereinzelt hart verdienter Zähler heute also nahtlos fortsetzen würde. Als ich nach einer guten halben Stunde also endlich mit einem diesmal erfolgreich nach vorn gelassenen Dreiergrüppchen zusteigen durfte, wurde ich dann aber doch mit einer überaus flotten und spinningreichen Fahrt belohnt. Mit 630 Metern ist sie auch ansehnlich lang - man saust und wirbelt mit Schwung aus 25.5 Metern Höhe nur so durch eine herrliche Kurve nach der anderen und vom einen Block in den nächsten. Und das in einer tatsächlich echt gut thematisierten Parkecke mit verschiedenen Felsen, Mulden, Bäumen und sogar einigen Eier-Repliken. Gerade wenn man das Layout wie ich im Vorfeld nicht hundertprozentig verinnerlicht hat, kann die Anlage in Kombination mit dem stellenweise recht heftigen Drehgrad durchaus verblüffen und wartet v.a. in den beiden Immelmann-Turns mit geradezu derb seltsamen Sichtperspektiven und Kräfteeinwirkungen auf. Die Abfahrt aus dem zweiten solchen in eine Höhle am gefühlt tiefsten Streckenpunkt hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm - wegen der unverhofft stark drückenden Positiv-Gs meine absolute Lieblingsstelle der Bahn. S

Die aufs Gesamte betrachtet absolut grandiose Smoothness stellt dann wirklich noch das kunstvoll gekräuselte Geschenkband eines eh genialen Überraschungspakets dar, so dass ich nach gut eineinhalb Minuten Fahrzeit dann doch vollends zufrieden ausgestiegen bin. Grundsätzlich würde ein derartiger Custom-Spinner ja von Natur aus zu x-fachen Wiederholungsfahrten anstacheln, da je nach Gewichtsverteilung keine Fahrt wie die andere ist. Aber als die Spezies von Tourist, die ihr hart verdientes Geld statt in einen teuren Speedy Pass lieber anderweitig in Souvenirs von denen man auch längerfristig noch etwas hat investiert, muss man wohl damit klarkommen, sich mit einer fulminanten Fahrt auf diesem schnittigen Sahnestück zu begnügen.

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Nachdem ich nun einen Parkplan gefunden und den korrekten Standort der Belgien-Maus lokalisiert hatte, marschierte ich vom Spinnenbein-Eingang zu Tarántula aus sozusagen obenrum dorthin, weil ich diesen waldigen Teil des Parks natürlich noch nicht erkundet hatte und sich da zum Fotografieren auch einige tolle Blickwinkel auf verschiedene Attraktionen ergaben. Dabei habe ich mich wohl unbewusst allzu fanmässig verhalten, denn letztendlich an Vértigo eingetroffen sprach mich ein holländischer Co-Enthusiast, der sich entlang dieser ansonsten fast menschenleeren Laufroute immer leicht vor oder hinter mir befunden hat, auf Englisch an. Wie sich herausstellte, hat er am Vortag ebenfalls Parque Warner besucht und sich hier zum Abklappern der Pflichtcounts soeben von seinen beiden Mitreisenden abgekoppelt, die es heute mal etwas langsamer angehen lassen wollten. Froh darum, einen Mitfahrer für das Hand-me-down aus dem Bobbejaanland zu haben, wechselten wir linguistisch also ins Deutsche und haben dann einfach mal während der gesamten Queue und Fahrt gequatscht, denn ganz offensichtlich gab es viel zu erzählen. S

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Auf diese Art habe ich das hier angewendete und zurecht für seine Ineffizienz berüchtigte "Alle vier Mauswagen aufs Mal beladen und losschicken"-Prinzip gar nicht gross wahrgenommen, das mich ganz allein mit meinen Gedanken sonst sicherlich zur Weissglut getrieben hätte. Ich kann dahingehend überhaupt nicht sagen, wie lange wir hier effektiv angestanden sind - gefühlt waren es etwa 15-20 Minuten. Auch den eigentlichen Ritt haben wir komplett verplappert. Und ich sage das durchaus mit einem gewissen Stolz, so wie man in der Schulzeit resümiert hat, dass man die ganze Stunde hindurch gelacht hat. S Wenn man halt beiderorts eine Schnarchperformance bietet, muss man sich als Zwangsrezipient eben zu helfen wissen. Ich kann so nur leider fast gar nichts zur Fahrt an sich sagen - ist eine wie immer schnieke, vergleichsweise ungebremste Maus, die den rechts im Waggon Sitzenden eine Backpfeife mit Tannenzweigen während der oben abgelichteten ersten Mauskurve verpasst. An der Textstelle wäre ursprünglich irgendein Wortspiel vorgesehen gewesen, das mit einem Bezug auf die äusserst harzige Abfertigung den Kreislauf wieder geschlossen hätte. Aber mir ist dann doch nichts eingefallen. S

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Mein Wegkumpane und wie sich beim Austausch der Kontaktdaten lustigerweise gezeigt hat auch Namensvetter wollte sich nun ins Nickelodeon Land absetzen, ich hatte angesichts der heute früher aufziehenden Wolken aber noch den Tornado im Visier. Daher trennten sich unsere Wege hier zwar wieder; beim Abwarten eines Zuges im Rahmen eines abschliessenden Abismo-Shootings habe ich ihn und seine Mitreisenden vor endgültigem Verlassen des Parks jedoch nochmals rasch gesehen resp. kennengelernt. Und es ergab sich sogar, dass diese kurze aber freudige Begegnung selbst nach Verlassen der Landesgrenzen noch ein witziges Nachspiel hatte - gleich folgt die Auflösung des im Fazit vom Parque-Warner-Bericht angekündigten Cliffhangers! S Wieder daheim in der Schweiz habe ich bei genauerem Betrachten und Sortieren der Fotoausbeute auf einem etwas grösseren Bildschirm nämlich festgestellt: wir beide sind uns am Tag zuvor im Parque Warner unbewusst schon mal begegnet, sind am Ende der Mainstreet direkt vis-à-vis gestanden und haben uns gar gegenseitig fotografiert. S Was natürlich für grosse Erheiterung beim Chat über den weiteren Reiseverlauf und Verbleib gesorgt hat. Kosmischer Witz ahoi! S

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Da die drei auf Papier übelsten Kapazitätsgurken mit etwas Glück und unverhofftem Zeitüberbrückungs-Schwatz nun erledigt waren, würde also endlich der potentiell schöne Teil des Tages beginnen, so dass ich bald die Queue der Intamin-Rarität Tornado erstürmte.

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Auf diese Typuspremiere hatte ich mich im Vorfeld meines Besuchs rein aufgrund des Seltenheitswerts am meisten gefreut, denn einen Intamin-SLC gibt es genau zweimal auf der Welt - einen eben hier in Madrid und einen im finnischen Tampere. Und beide Male heisst er Tornado. S Obwohl es ganz streng genommen eigentlich nur auf gewisse Streckenelemente bezogen eine richtige Premiere im eigentlichen Wortsinn war, denn Schienenprofil und Züge sind mir ja von diversen Impulse Coastern und vom seligen Volcano in Kings Dominion her bekannt. Die haben resp. hatten aber eigentlich nur Rollen in verschiedenwinkliger Ausführung und Launches drauf - hier erwartet einen eine klassische, vollständige und rein mit Schwerkraft arbeitende Achterbahn mit Lifthill, zwei Loopings und einem kompletten Korkenzieher, nicht bloss einer Hälfte eines solchen. S

Ein bisschen underwhelmed war ich von der Station. Überhaupt könnte man sich fast darüber streiten, ob das was man hier antrifft wirklich einen vollends passenden Begriff dafür darstellt. Es gibt nicht mal richtige Perrons mit Gates für die einzelnen Reihen - eine Metallrampe führt schlicht zu einer Art Plattform unter dem Einsteigebereich hoch, wo an einem Tor dann die 24 nächsten Passagiere eingelassen werden, von denen zumindest die vordersten freie Sitzplatzwahl und Bewegungsfreiheit geniessen. Am ehesten wohl mit gewissen reisenden Anlagen zu vergleichen, oder welchen bei denen ein nie gänzlich stillstehender Stationsbetrieb implementiert ist, wie z.B. bei Volare-Modellen von Zamperla. Andererseits ist das Konstrukt hier natürlich viel massiver gebaut und strömt mit dem markanten Tonnendach dann doch wieder so etwas wie Industriecharme aus. S

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Jedenfalls war es an meinem im Vergleich wohl ziemlich anständig gefüllten Besuchstag ein leichtes, mehrere Runden mit dem spassigen Ding zu drehen. Es wäre zwar zu viel gesagt, wenn man behaupten würde, die Anlage läge weitab vom Schuss. Dennoch ist der Zugang ein klein wenig versteckt in einer ganz leicht hangabwärts führenden Sackgasse platziert. Tatsächlich finden ihn deshalb einige Parkgäste entweder gar nicht oder scheuen sich dieses kurzen Marsches - was es an leereren Tagen, wie an anderer Stelle oft berichtet, wirklich schwierig machen kann, überhaupt einen Zug vollzukriegen und eine Fahrt zu geniessen. Denn erst wenn wirklich sämtliche 24 Plätze im Zug besetzt sind, wird der Liftmotor angeschmissen. Das wird nach wie vor so eingehalten, aber heuer war das wie erwähnt nur ein halbes Problem. Oft konnten vereinzelte freie Plätze noch mit Verrückten wie mir aufgefüllt werden, die nach eben vollendeter Runde gemächlich einmal aussenrum gleich wieder zur "Laderampe" gewatschelt sind und auf die Art mit etwas Laufausdauer eine mögliche Fahrt nach der anderen mitmachten. Überspitzt ausgedrückt: die Bahn war sowas wie mein heutiger Stunt Fall. S Sitzenbleiben ist hier, so nehme ich an, aufgrund der ja etwas spezielleren Stationsaufteilung nicht erlaubt, oder weil bis 2011 noch Einzelfahrten gelöst werden konnten und man dies Regime dann vielleicht einfach so beibehalten hat.

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Die Fahrt als solches ist rasch nacherzählt. Sind alle 24 Fahrwilligen versammelt und auf ihrem Platz, dürfen die wie immer bequemen Hydraulik-Schulterbügel runtergezogen werden, die noch mit einem seitlichen Gurt an die eigentliche Sitzschale getackert werden. Kurios: ich konnte durch die wuchtigen Schulterpartien der Bügel eh nie richtig erkennen, ob ich nun den vorderen oder den hinteren Klicker erwischt hatte, aber die Operatrices haben den bis auf eine Ausnahme glaube ich immer wieder umgesteckt - es schien nie richtig zu sein. Smilie :256: - Diddi - 914770 Zugriffe Bald rollt man also in einer Rechtskurve aus der Station hinaus und erklimmt daraufhin tatsächlich einen gut 30 Meter hohen Lifthill. Erschien mir schon irgendwie seltsam, da ich mit diesem Zugtypus bisher halt ausschliesslich kräftige Launches erlebt habe, und Momente wo es einem nur so die Beine nach hinten reisst. S

In einer eleganten kurvigen Abfahrt sorgt dann aber wahrhaftig reine Gravitation dafür, dass der Zug auf 80 km/h beschleunigt und damit den ersten überaus druckvollen Looping absolviert. Zwar explodieren einem hier nicht schier die Zehen wie auf dem gestern gefahrenen Batman-Klon, aber dennoch sind beachtliche positive Gs zu spüren. Hierauf wird im ersten Teil ganz minim schüttelig, im zweiten aber sanft und smooth eine hochgelagerte 180°-Kehre durchsaust. Anschliessend wird das Ganze in kleinerer Form und umgekehrter Fahrtrichtung wiederholt: noch ein g-lastiger Looping und eine weitere zuerst hoch und dann wieder runter führende 180°-Wende, dieses Mal aber durchgängig ruckelfrei und der Hanglage geschuldet sogar erstaunlich bodennah ausgeführt. Nunmehr wieder hügelabwärts blickend ebnet sich die Kurvenausfahrt und mündet schliesslich in einen publikumswirksam direkt über dem Zugangsweg platzierten Korkenzieher, der gleich neben der Ausfahrt des ersten Loopings endet. Die folgende 180°-Kehre zieht einem wieder unbarmherzig die Beine lang und beschreibt wohl still und heimlich eine leichte Steigung, denn gleich danach schraubt sich der Zug in einer durchaus intensiven 540°-Abwärtshelix wieder auf Bodenniveau, wo dann bereits der finale 90°-Schwenker nach links in die Schlussbremse wartet.

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Eigentlich ein Jammer, dass Intamin-SLCs so eine Rarität geblieben sind, denn der hiesige Tornado ist echt abgefahren. Das Layout an sich ist zwar "nothing to write home about", wie man im Englischen sagen würde, wird aber bis auf eine ganz kurze Ausnahme überaus sanft und stellenweise auch richtig druckreich durchflitzt. Hinzu kommen die massive Stützenarchitektur, welche einfach funky aussieht und so einige Near-Misses ermöglicht, ein überraschender Ansatz von Geländeanpassung bei der zweiten 180°-Wende, allgemein eine äusserst friedliche Einwaldung und wie gesagt der Zusatzkick im Hinterkopf, eine extrem seltene Achterbahnspezies beehren zu dürfen. Nicht gross verwunderlich habe ich den Rest meines Parkaufenthalts im Wesentlichen hier drauf zugebracht, insgesamt sind es wohl acht Fahrten oder so geworden. S

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Irgendwann zwischendurch unterbrach ich den Tornado-Zyklus dann aber doch noch und begab mich zum Gerstlauer Family Coaster TNT Tren de la Mina. Ich weiss nicht genau, wieso ich bis zum ersten Blick auf die Züge und die Bügel davon überzeugt war, S&S wäre hier am Werk gewesen. Höchstwahrscheinlich schlicht mit dem ähnlichen Eldorado im Etnaland durcheinandergebracht.

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Den Eingang zur Bahn muss man auch hier erst ein wenig suchen und finden, denn er liegt in derselben Burg wie der Zugang zum Spillwater Los Fjordos.

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Die Spanier und ihr Prinzip der leeren Station... Grundsätzlich hätte man hier in einem normalen Park Walk-on geniessen dürfen, aber mitunter muss gar nicht mehr betont werden, dass die Meute eben nicht rechtzeitig an die Gates gelassen wurde, um im eh schon langwierigen Einzugbetrieb einen fliegenden Wechsel zwischen den Fahrgästen zu ermöglichen. Wusa. Gesichert wird man hier mit einem Einzelgurt und einem L-Bügel, dann geht es auch schon los.

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Nach dem Lifthill wird der Zug ähnlich wie auf den Giovanola-Hypern oder Wild Thing in Washington State jedes Mal zu einem kompletten Stillstand gebracht. Ich kann nicht genau beurteilen, inwiefern sich das auf die letztendliche Geschwindigkeit auswirkt und ob man so grösseren Verschleiss zu verhindern vermag, aber es war beim anschliessenden Fotografieren bei jedem einzelnen Durchgang zu beobachten und hat die Gesamtdauer eines eh schon stattlich langen Zyklus natürlich noch mehr anwachsen lassen. Irgendwann endlich doch noch ins Rollen gebracht holt man jedenfalls Schwung aus 17 Metern Höhe und kurvt hierauf mit flottem Tempo durch einen verschlungenen Parcours aus schnittigen Helices, schicken Steilkurven, schmissigen Umschwüngen, Felshöhlendurchfahrten und Gefällen mit merklichen Airtime-Ansätzen. Ein total lustiger Überraschungshit und in etwa das urbane Gegenstück zu Correcaminos Bip, Bip im Schwesterpark - insgesamt schon familienfreundlich, aber stellenweise dann doch ganz unverhofft rasant. S

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Da ich mich daraufhin wieder hauptsächlich Tornado zugewandt habe und nur noch vereinzelten Kleinkram gefahren bin, folgt ab hier bereits das Restfoto-Potpourri. Mit der Umgestaltung der Zona Infantil zum Nickelodeon Land während der 2010er-Jahre hat sich der Park definitiv zugkräftige IPs ins Boot geholt und damit ein mindestens ebenbürtiges Pendant zum Cartoon Village im Parque Warner geschaffen.

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Tiovivo, auf Google Maps amüsanterweise unter "Milchprodukte" kategorisiert. S

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Auf der links ansatzweise zu erspähenden Bühne werden wohl öfters "Meet & Greet"-Auftritte mit verschiedenen Nickelodeon-Figuren abgehalten. Aber dazu muss auch Publikum vorhanden sein. S Als ich da in der Nähe ein paar Bilder geknipst habe, erklang die Titelmusik von Cosmo und Wanda - und soweit ich das aus der Distanz erkennen konnte, betraten die beiden helfenden Elfen dann schon kurz die Bühne, verschwanden jedoch sogleich wieder backstage, nachdem halt schlicht niemand da war; auch die Musik verstummte jäh. Entweder war das nur eine extrem kurze Probe, oder eine veritable "Dann halt nicht"-Nummer. In jedem Fall wirkte es von weitem ohne Genaueres zu wissen herrlich bizarr. S Ich meine aber, ein klein wenig später eine erfolgreichere Performance bei etwas Zulauf mit dem Affen aus Dora erblickt zu haben.

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Besonders der jüngere meiner beiden Neffen wird mir wohl nicht verzeihen, auf eine Fahrt mit dem Paw-Patrol-Zamperla verzichtet zu haben. Oder im Gegenteil erfreut darüber sein, mir eine Fahrt damit für einen Zeitpunkt aufzuheben, wenn er dabei sein darf? S Jedenfalls wird die Anlage eigentlich nur bei RCDB so genannt, vor Ort ist sie freilich mit dem spanischen Namen der Serie, Patrulla Canina, gekennzeichnet und angeschrieben.

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Überhaupt ist der Bereich hier natürlich ideal dafür, die spanischen Namen der ganzen Nick-Figuren und -Serien zu verinnerlichen. Also wenn man das denn will. S Spongebob Schwammkopf orientiert sich bei der spanischen Übersetzung interessanterweise am Französischen (dort: Bob L'éponge, wörtlich: Bob, der Schwamm) und nennt sich folglich Bob Esponja. Und sein Seestern-Kumpel Patrick bekam natürlich die Lokaladaption des Namens verpasst, Patricio. Ich kenne mindestens eine Person, die ich inskünftig mokant damit aufziehen werde. S

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Rugrats-Autoscooter

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Dass ich mich nicht dazu hinreissen lassen konnte, eine Runde mit dem nach Cosmo und Wanda thematisierten Grauzonen-Zähler Padrinos Voladores zu unternehmen - Gelegenheit dazu hätte ich gehabt - darf nicht auf fehlende Kinderbegleitung geschoben werden. Das muss ich als eigentlicher Fan der verrückten Serie ganz alleine verantworten. S

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Hero Spin

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La Aventura de Dora

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Leider blieb die Zamperla-Schwebebahn Zeppelin den ganzen Tag über geschlossen, da wäre ich v.a. um andere Blickwinkel zu entdecken und fotografisch festzuhalten sehr gerne mal mitgefahren. Und zumindest bis zu meinem Aufbrechen war dies ebenso beim Star Flyer gleichen Namens der Fall, der sich majestätisch 80 Meter an ikonischer Lage zu Beginn der Kaskadenallee in die Lüfte erhebt. An dieser Stelle befand sich bis 2010 nebst den zwei Bootsfahrten Río Encantado und Reina de África das ehemalige Wahrzeichen des Parks, die Aussichtsplattform Platillo Volante. Bereits Ende der 70er wurde das imposante Bauwerk samt zugehöriger Cafeteria für die Öffentlichkeit geschlossen, da es vorrangig aufgrund des Fluchtkonzepts damals neu implementierten Sicherheitsstandards nicht mehr genügte. Ab Mitte der 1990er wurde das Gebilde optisch dann in einen künstlichen Baum verwandelt - in einigen der älteren Berichte hier im Forum ist es auch noch in dieser Form zu sehen. Bis schliesslich 2010 wie gesagt alles planiert wurde, um Platz für den grossen Turm des Star Flyers zu schaffen. Im Gegensatz zur Schwebebahn waren hier ab und zu Testfahrten zu beobachten und ich meine mich zu erinnern, beim endgültigen Verlassen des Parks Besucher in der Schlange gesehen zu haben, bemannte Fahrten allerdings nie, auch von der Metro aus nicht.

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Gerade in diesem Bereich mit dem Picknickareal und dem Spielplatz ist es augenscheinlich, dass dies früher ein ganz normaler und eben auch frei zugänglicher Stadtpark war, der sich erst mit zunehmender Attraktionsanzahl im Verlaufe der Jahre zu einem richtigen Freizeitpark entwickelt hat.

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Dschungel-Bötchen S

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Top Spin

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Huss Frisbee La Máquina

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Sillas Voladoras

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Rotor

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Los Rápidos

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Zur Enttäuschung einer spanischen Arbeitskollegin habe ich auch die sich neben dem rechten Rand dieses Fotos befindliche Upcharge-Attraktion The Walking Dead Experience ausgelassen. Ich kann mit sowas aber allgemein nicht viel anfangen, und da sich ab dem Punkt wo man hier den Betrieb aufgenommen hätte die Wolkendecke doch allmählich zu verdichten begann und der angekündigte Regen von Südwesten her langsam näher zu rücken schien, wollte ich dann doch noch einem potentiellen Schwimmbad-Count den Vorzug geben.

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Beim Holen der Schwimmsachen kriegte ich jedoch meinen Spind nicht mehr auf, da die grausam rücksichtsvollen Benutzer des Fachs über mir einen Rucksack derart in ihrer Tür eingeklemmt hatten, dass meine auch bei geöffnetem Schloss eben blockiert war. Smilie :250: - Stef - 103439 Zugriffe Zum guten Glück war dies eins der wenigen Male in vier Tagen Madrid, wo ich tatsächlich mit Englisch weiterkam und das Problem schildern konnte - meine Art von Spanisch hätte dafür definitiv nicht ausgereicht. Ein paar Minuten später holte dann ein angefunkter Attendant den Universalschlüssel, öffnete damit das obere Fach und stopfte den Rucksack des Anstosses zu guter Letzt so weit ins obere Fach, dass ich die Tür des meinigen dann endlich wieder aufmachen konnte.

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Unten rein, oben wieder raus. S

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Und mit diesem letzten Bild des oberen Eingangs erreicht die Berichterstattung zum diesjährigen Madrid-Trip nun langsam aber sicher die Zielgerade. Der nun endlich nachgeholte Besuch des Madrider Urparks hat mir aufs Gesamte betrachtet sehr viel Spass bereitet und gerade zum reduzierten Vorsaisons-Preis ging das Dargebotene absolut in Ordnung. Hat man mit etwas Glück, einer Prise Engelsgeduld oder wie in meinem Fall unverhoffter Ablenkung bei Vértigo die drei Kapazitätsgurken erst mal erledigt, wartet ein durchaus ansehnlicher Restpark auf einen, der schon rein von der Anzahl verschiedener Attraktionen her verblüffen kann und stellenweise auch richtig liebevoll gestaltet und thematisiert ist - Beispiele sind da die Mulde unter Tarántula, die Felsen beim Tren de la Mina, das gesamte Nickelodeon Land, die Springbrunnenallee oder auch die Dschungel-Bootsfahrt. Die Holländer haben mir da die Worte aus dem Mund genommen: kein Vergleich mit dem am Vortag besuchten Parque Warner natürlich, der halt von Anfang an als richtiger Themenpark konzipiert und gebaut wurde, aber dennoch auf einem überraschend schönen Gesamtniveau. Würde man bei einem eigentlichen städtischen Erholungsgebiet dieser Grössenordnung, das sich erst im Verlaufe seiner Existenz zum Freizeitpark gemausert hat, irgendwie gar nicht gross erwarten.

Die Operations hingegen... Naja. Rufgerecht eben. S Da kann ich leider absolut nichts Neues erzählen. Hier muss man sich entweder mit einer Riesenportion Geduld und Toleranz wappnen, wie in der einen oder anderen Form halt in ganz Spanien, oder von Anfang an einen Speedy Pass mit einkalkulieren, der an diesem Tag in der für mich interessanten Silver-Variante aber nochmals mehr als den Betrag eines ganzen Eintrittspreises verschlungen hätte. Und mit etwas Strategie im Nachhinein betrachtet auch wirklich kaum nötig oder lohnenswert gewesen wäre, denn abseits der drei Capacity Offenders herrschte fast überall Walk-on. Und damit kann man sich ja auch zufrieden geben.

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Gerade eine bescheidene Erwartungshaltung in Kombination mit reichlich Alternativplänen im Hinterkopf kann einem in Spanien, wie während eines separaten Urlaubs in und um Málaga im April dieses Jahres eben auch festgestellt, schon manchmal den Tag und die gute Laune retten. Es ist erstaunlich, wie man selbst in einer Weltstadt wie Madrid oft anrennt, weil Angaben und Informationen auf Websites nicht stimmen oder nicht aktualisiert wurden. So auch bei einigen weiteren im Anschluss an den Parkbesuch angedachten Programmpunkten entlang der S-Bahnlinie C-5, wobei das traurige Highlight eben das unmittelbar vor meiner Nase passierte und richtig schmerzliche Kentucky-Rumbler-Vibes ausstrahlende Türzuknallen einer namentlich lieber nicht genannten Badeanstalt nahe Las Retamas war. Bei Regen einfach mal Frei- und Hallenbad unangekündigt zusperren, nee is klar. Vielleicht bin ich hinsichtlich dessen zu sehr durch die Bäderstadt Zürich verwöhnt, aber da mir etwas Ähnliches hier ja auch schon am Ankunftstag passiert ist, wäre es womöglich einfacher, von Anfang an andere sportliche Aktivitäten einzuplanen und damit zu leben, dass man in der Region Madrid nur mit viel Glück schwimmen darf. S

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Nun ja, ich tröstete mich mit Frustshopping in einigen Einkaufstempeln entlang der Linie, die mir etwas Zuflucht vom nun tatsächlich eingetretenen Regenwetter boten und in welchen wie zuvor angedeutet auch einige etwas nachhaltiger als ein Speedy Pass Freude bereitende Souvenirs für mich und die Daheimgebliebenen auf ihre Entdeckung warteten.

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Ab Cuatro Vientos ging es diesmal dann mit Linie 10 nach Hause, was prima geklappt hat. Danach musste man sich jedoch wieder im flexiblen Alternativplan-Spinnen üben. S Zu meiner anfänglich grossen Begeisterung habe ich bei der Bushaltestelle zwei Blocks vom Hotel entfernt schon an den Vortagen ein mir aus Mexiko bekanntes Vips entdeckt, wo ich zum Abendessen nun gerne Takeout bestellt hätte. Da man dessen Website dank einem Geoblocking von hier aus nicht aufrufen kann, bemerkte ich erst vor Ort, dass zum derartigen Bestellen eine App auf dem Smartphone erforderlich ist - direkt über einen Browser geht das nicht, und für eine telefonische Bestellung würde mein Spanisch ebenso nicht ausreichen, da darf ja niemand Rückfragen stellen. S Aus Nostalgiegründen hab ich mir die App dann etwas widerwillig also doch runtergeladen, nur um dann feststellen zu müssen, dass genau das von mir favorisierte Pasta-Gericht da rüber nicht bestellt werden kann, oder halt einfach in dieser Filiale nicht.

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Jedenfalls hab ich die App gleich wieder gelöscht und bin dann zu Fuss in Richtung eines nahegelegenen Mercadonas gelaufen, um dort noch frische und waschecht ami-stylige Glazed Donuts zu besorgen, die man hierzulande nur schwierig und erst recht nicht zu dem Preis findet, weshalb die bei Spanien-Reisen stets Pflicht-Mitbringsel mit inzwischen eigens dafür angeschafften Vorratsboxen zum Heimtransport in Reisetasche oder Koffer sind. S Da der Markt nicht allzu weit vom Real-Madrid-Stadion mit seinen zahlreichen Verpflegungsmöglichkeiten rundherum entfernt liegt, hatte ich die Absicht, dort noch bei Subway vorbeizuschauen, weil in den spanischen Niederlassungen tatsächlich noch der damals von einer ehemaligen Arbeitskollegin und mir heissgeliebte und zum Lunch-Ritual zelebrierte Meatball Sub angeboten wird. Aber eben, die Spanischkenntnisse... S Die beiden netten Damen vor Ort haben nach meiner Bestellbitte unentwegt auf mich eingelabert. Anhand ihres Kopfschüttelns reimte ich mir zusammen, dass es den Bocadillo con Albóndigas entweder einfach in dieser Filiale nicht gibt oder die Hauptzutat halt zu der Uhrzeit nicht mehr vorrätig war. Ich bedankte mich höflich und holte mir schliesslich im nahe gelegenen und mir schon aus den USA im Hardee's-Gewand bekannten Carls Jr. ein schmackhaftes Mahl, das ich dann bald darauf nach Hause nehmen durfte. Wo es auch noch erstaunlich warm ankam angesichts der Tatsache, dass mir der in Hotelnähe halten würdende Bus 43 direkt vor der Nase abgefahren ist und ich mit einem zirka viertelstündigen Fussmarsch schneller war. Auf dem allerdings auch wieder der Regen einsetzte. Smilie :256: - Diddi - 914770 Zugriffe

Ein irgendwie gänzlich passender Abschluss halt. Wie auch in Málaga schon gelernt: in Spanien darf man einfach keine allzu hochtrabenden Pläne schmieden oder muss die mitunter gewaltsamen Konsequenzen routiniert weglachen können. S Dennoch hatte ich erst mal genug für heute und verbrachte den Restabend eigentlich nur wieder mit Packen, da es tags darauf wieder heim in die Schweiz gehen würde. Ob sich dieser im Grunde viel zu gehetzte Kurztrip dennoch gelohnt hat? Würde ich schon bejahen, aber eigentlich auch nur, weil ich die tolle Stadt an sich ja schon ausgiebig kennenlernen durfte und mich bei diesem Mal auf die Parks, die Neuheiten und viel Sekundärquatsch am Rande konzentrieren konnte. Madrid wäre auch ganz ohne Parks definitiv eine Reise wert - man muss mit jedem Mal einfach neu dazu lernen. S

So oder so ist die Geschichte erst einmal zu Ende erzählt. Bis zur nächsten bedanke ich mich herzlich für die Lektüre!
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Runner Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied. Neu  28.06.2023 Mittwoch, 28. Juni 2023 00:47
Avatar von Runner Runner Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied.
Dominik Leinen
Beilingen
Deutschland . RP
Auch der zweite Bericht aus Madrid ist sehr lesenswert und macht durchaus Lust auf einen Abstecher. Insbesondere natürlich wegen Tornado und Tarantula. Die Maus muss ich leider auch noch fahren. Bei meinem Erstbesuch im Bobbejaanland hätte ich zwar noch die Chance gehabt, beide abzuhaken, da war mir das Counten allerdings noch völlig unbekannt. Entsprechend bin ich damals natürlich nur die - soweit ich mich erinnere - rechte gefahren. S 0 gefällt das
Lacront Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied. Neu  28.06.2023 Mittwoch, 28. Juni 2023 17:04
Avatar von Lacront Lacront Der Benutzer wurde geprüft und ist eine reale Person. Unterstützt das Forum mit einer jährlichen Spende. Ist ein Ehrenmitglied.
Daniel

Schweiz . ZH
Danke sehr für deine lieben Rückmeldungen! S Immerhin kannst du dich noch vage daran erinnern, welche Seite der damaligen Doppelmaus du absolviert hast und die verpasste hier entsprechend nachholen. Könnte ich bei Space Mountain in Disney World z.B. nicht mehr, wo ich frisch vierjährig geworden und wohl gerade so die Mindestgrösse erfüllend reingesetzt worden bin. Smilie :256: - Diddi - 914770 Zugriffe Aber da war das schlimmere Trauma wohl, dass ich mich danach ein paar Jahre lang auf keine Achterbahn mehr getraut habe. Und nicht die fehlende Gewissheit, ob ich bei einer seit den ganzen Berghain-artigen Hürden eh sehr unwahrscheinlich gewordenen Rückkehr ins Magic Kingdom nun noch die Alpha- oder die Omega-Seite nachzuholen hätte. S 0 gefällt das

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