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Südkorea & Japan 2023 Übersicht über das Event
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[Banzaaai!] SKJ Anreise
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Platz 1 und 2 der besten Berichte 2023 "Orlando 20+2" (Tag 6, 5, und 3) + Platz 3 der Top Bilder 2023Runner
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Redakteur Dominik Leinen
Beilingen
Deutschland . RP
 
Avatar von Runner
Link zum Beitrag #1055734 Verfasst am Donnerstag, 19. Oktober 2023 03:50
1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.11.2023 19:47
Themenersteller
2 gefällt das Relax
Die jüngeren unter euch werden sich vielleicht noch erinnern: Eigentlich wollte ich ja 2020 mit Onride nach Frankreich. Aber daraus wurde wegen mangelnden Interesses bekanntlich nichts. Dafür wurde ersatzweise Orlando aufgelegt, wo ich nach kurzem Zögern aufsprang. Eine Entscheidung, die ich wenig später bereute, als zusammen mit dem FKF eine große Tour nach Südkorea und Japan angekündigt wurde. Diese alleine würde mein Budget schon deutlich übersteigen, zusammen mit Orlando war eine Teilnahme aber definitiv außer Reichweite. Und trotzdem drückte ich in einer Art Panik-Reaktion auf den Buchen-Knopf, als die Tour freigeschaltet wurde. Glücklicherweise reichte es nur zu einem Platz auf der Warteliste, den ich nach nochmaligem Durchrechnen wieder stornieren musste. Smilie :1028: - Balmera - 43988 Zugriffe

Tja, und dann kam dieses blöde Virus. Touren wurden verschoben, abgesagt und neu geplant. Und in der Zwischenzeit entspannte sich auch meine finanzielle Situation wieder, sodass ich neben der auf 2022 verschobenen Orlando-Tour (und der Schwinnland-Tour, die ich mit Corona-Infektion dann doch verpasste und mit Dubai ersetzte) auch die für 2023 angesetzte zweite Auflage der SKJ-Tour buchen konnte - welche letztlich dann doch zur Premiere wurde. Die ursprünglich erste Auflage musste nochmal auf 2024 verlegt werden und wird nun im kommenden Mai stattfinden. Ich habe gehört, da wären noch Plätze frei. Solltet ihr schnellstmöglich buchen, es lohnt sich! S

Nun denn, ich war also an Bord. Starten sollte die Tour am 8. September in Seoul. Auch wenn es in der Reisebeschreibung extra erwähnt wurde, fiel mir erst bei der Suche nach Flügen ein, dass ich bei dieser Reiserichtung ja den Tag extra schon bei der Anreise brauche. Und da ich diesmal nicht den Gruppenflug mit der öden Lufthansa nehmen wollte, würde ich wohl noch einen weiteren Tag früher losfliegen müssen, um rechtzeitig in Südkorea anzukommen. Blöd nur, dass mein Urlaub erst ab dem 11. September fest genehmigt war, die Tage davor waren lediglich vorgemerkt. S Glücklicherweise ist auf meinen Personalplaner verlass und so konnte ich doch pünktlich die Koffer packen und mich gegen Mittag des 6. Septembers 2023 auf die Reise machen.

Nachdem ich im Februar deutlich zu früh dran war, hatte ich mich diesmal für etwas weniger Puffer bei der Bahnanreise entschieden. Und prompt hatte der IC natürlich 25 Minuten Verspätung. Die Regionalbahn schied als Alternative aus, hier wäre ein Umstieg in Bingen nötig gewesen, was bei einer möglichen Überholung durch den Fernzug auch wieder knapp geworden wäre. Letztlich landete ich in Mainz dann trotzdem in jener RB der Konkurrenz vlexx (Deutschlandticket sei dank), mit der ich am Ende um 15:34 Uhr und damit nur 6 Minuten später als ursprünglich geplant am Frankfurter Flughafen eintraf.


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Im Keller des Terminals gönnte ich mir zum Abschied noch eine Currywurst, dann wechselte ich per Bus ins Terminal 2.


Dort war auch tatsächlich schon die Kofferabgabe möglich, sodass ich mich schnellstmöglich vom lästigen Gepäck verabschiedete. Anschließend wollte ich noch etwas Zeit oben am Fenster totschlagen, doch der gesamte Bereich von McDonald's inklusive der Fensterfront zum Vorfeld war mit Bauzäunen abgesperrt. Smilie :282: - soundmachine - 482983 Zugriffe Dann also doch direkt zum Gate. Die Passkontrolle konnte ich ohne Wartezeit passieren und auch bei der Sicherheitskontrolle herrschte gähnende Leere. Da war ich gar nicht drauf vorbereitet, ich musste erstmal noch meine Getränke verinnerlichen, bevor ich mich durchleuchten lassen konnte. Am Gate D1 schien ich - nach einer auf den Stühlen schlafenden, älteren Dame - erst der zweite Passagier zu sein. Ansonsten war keine Menschenseele vor Ort. Aber da das Tor offen war, ging ich ohne Bordkartenkontrolle hinein. Nach und nach kamen weitere Passagiere hinzu, die sich über die unbesetzte Kontrollstelle wunderten. Später gingen dann aber Mitarbeiter rum und ließen sich die Bordkarten der Anwesenden zeigen.


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Und dann hieß es warten aufs Boarding. Beziehungsweise zunächst mal auf die Ankunft der Maschine aus Seoul.


Eigentlich hatte ich ja mal wieder ab Luxemburg starten wollen. Das hätte aber natürlich zwingend einen Umstieg erfordert. Bei der preisgünstigsten Option mit der polnischen LOT hätte dieser in Warschau stattgefunden. Aber mir fiel zum Glück noch früh genug ein, dass deren B787 so ziemlich die engstmögliche Bestuhlung aufweisen, die es gibt. Außerdem war ich mir unsicher, wie gut man von Warschau aus nach Seoul käme, falls etwas nicht nach Plan liefe. Also lieber mit Air France über Paris (und zurück KLM über Amsterdam). Ich war quasi schon im Begriff, auf Buchen zu klicken, als mir die Info zur Bestuhlung ins Auge fiel. Die eingesetzte Boeing 777 leidet nämlich unter dem selben Manko wie die jüngere 787: Viele Airlines quetschen einen Sitz zu viel in jede Reihe (3-4-3), so auch Air France und KLM. Nicht aber der Allianzpartner Korean Air (3-3-3), dessen Anschlussflüge ab Paris nur unwesentlich teurer waren. Einzig die Umsteigezeiten waren suboptimal. Entweder weniger als zwei Stunden (sehr knapp, zu riskant), oder gepflegte 9 Stunden Aufenthalt in Paris (zu lang). So war ich am Ende doch wieder beim Direktflug mit der Nationalairline des Ziellandes ab Frankfurt gelandet. Für den Rückflug war die Entscheidungsfindung noch etwas komplizierter, aber da kommen wir dann am Ende der Berichtereihe drauf zurück.


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Pepsi, wo ist mein Jet? Ach da kommt er ja. S Gegen 17:45 Uhr schwebte meine Boeing B777-300ER ein.


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Die HL8007 hatte ihren Erstflug im Jahr 2015 und bedeutete für mich mal wieder einen neuen Flugzeugtyp.


Und was für einen, denn die Triple Seven ist nach wie vor das größte zweistrahlige Passagierflugzeug der Welt. In der Version -300ER erreicht sie eine Länge von fast 74 Metern, die Spannweite beträgt 64,8 Meter. Die beiden unter den Tragflächen hängenden Triebwerke vom Typ GE90 haben fast den Durchmesser eines Rumpfs der B737 und galten als größte und leistungsstärkste Strahltriebwerke der Welt - inzwischen wurden beide Rekorde jedoch vom Nachfolger für die Neuauflage der Triple Seven übernommen.


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Seit Juni 2023 fliegt auch die 2017 gegründete Air Premia aus Seoul nach Frankfurt.


Die hier vorbeirollende HL8517 hatte ihren Erstflug 2018 und flog zunächst für Norwegian Air. Nach deren Langstrecken-Rückzug fand die Maschine 2022 in Air Premia einen neuen Leasingnehmer. Warum ich das hier erwähne? An Bord befand sich mit Timo ein weiterer Tourteilnehmer. Er hatte einen der kurzfristig freigewordenen Plätze ergattern können und war auf der Suche nach bezahlbaren Flügen auf die junge koreanische Airline aufmerksam geworden.

Fünf Minuten später hätte auch schon das Boarding für meinen Flug starten sollen, doch eine Durchsage informierte über eine leichte Verspätung - wegen Crew-Vorbereitungen. Schließlich ging es dann aber doch recht fix und ich konnte meinen Platz 53J einnehmen. Nach den positiven Erfahrungen auf dem Rückflug aus Orlando hatte ich mich bewusst für den Fensterplatz in der hintersten Reihe entschieden. Denn auch bei der 777 wird der Rumpf hier bereits schmaler, sodass die beiden letzten Reihen außen auf nur zwei Sitze reduziert werden. Lange Zeit blieb der Platz neben mir in der Buchungsmaske auch noch frei, aber der Flug war wohl weitestgehend ausgebucht. Anders als bei der 747 hat man auch nicht den Fensterplatz wegfallen lassen, sondern den Gangplatz.


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Die beiden verbliebenen Sitze passen sich dabei der Krümmung des Rumpfs an, man fliegt da hinten also minimal schräg. Störte mich aber nicht.


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Das Platzangebot - auch in der Breite - empfand ich als hervorragend. Smilie :25: - Dr. Weizenkeim - 2065181 Zugriffe


Und ohne Hintermann konnte ich mich auch nach Belieben schön weit zurücklehnen. SeatGuru und Co. warnen zwar standardmäßig davor, dass das Zurücklehnen in der hintersten Reihe nur eingeschränkt möglich sein könnte, dem ist im Falle der B777 bei Korean Air jedoch offensichtlich nicht so. Auch die Nähe zur Küche und den Toiletten störte mich nicht. Es sei jedoch erwähnt, dass das Licht aus den Toiletten nachts jedesmal die abgedunkelte Kabine erhellt, wenn jemand die Tür öffnet. Vor allem wenn man schlafen möchte, kann das in der Tat etwas nerven.


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Mit knapp 15 Minuten Verspätung startete schließlich der Push-Back.


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Ob wir auch was von dem nachhaltigen Sprit an Bord hatten? Smilie :12: - Dr. Weizenkeim - 869474 Zugriffe


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Wir rollten quasi die komplette Länge des Flughafens ab. Das Ausholen nach rechts ließ mich vermuten, dass wir von Startbahn 18 abheben würden.


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Und genau so war es. Mit Blick auf die im Anflug befindlichen Lichter schoben uns die Triebwerke hinein in den Wald.


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Um 20:11 Uhr deutscher Zeit hob die Triple Seven ab und nahm Kurs auf Seoul. Also mehr oder weniger, der direkte Kurs wird ja vermieden. S


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So glich der Start tatsächlich jenem gut ein halbes Jahr zuvor nach Dubai. Nur war es draußen noch ein wenig hell.


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Hach ja, da unten in Groß-Gerau saß ich auch schon im Stellwerk. Die gute, alte Zeit. Smilie :58: - Maxi - 357935 Zugriffe


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Über Darmstadt hinweg und dann wurde es doch relativ schnell schon dunkel, während ich mein nicht reagierendes Entertainment-System resetten ließ.


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Unten links der Flughafen München, oben rechts das zugehörige Städtchen.


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Wir passierten Österreich und erreichten alsbald Ungarn. Hier die Stadt Szombathely (Steinamanger) nahe der österreich-ungarischen Grenze.


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Der Ballermann am Balaton. Siofok ist die größte und einwohnerreichste Gemeinde am größten Binnensee Mitteleuropas.


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Auf der weiteren Route über Rumänien hin zum Schwarzen Meer gab es zunächst nichts weiter zu sehen.


Auch weil ich mal wieder aufgefordert wurde, die Blende zu schließen. Angesichts der erwähnten Toiletten-Problematik ein eher dämlicher Zwang. Zum Abendessen entschied ich mich für das koreanische Bibimbap und hoffte, dass ich mich mit dem Gemenge nicht zu sehr vor meinem offenbar koreanischen Sitznachbarn blamierte. Smilie :256: - Diddi - 906594 Zugriffe Kulinarisch hatte ich mir jedenfalls mehr davon versprochen. In der Nacht gingen die Flugbegleiter immer wieder durch die Kabine und boten still Wasser, Wein und zwischendurch auch mal Kekse feil. Das hatte ich bei meinen bisherigen Langstreckenflügen immer vermisst, da musste man sich zwischen den Mahlzeiten selbst um Nachschub kümmern. Beim Frühstück wählte ich dann das Omelette. Mehrfach gab es auch leichte Turbulenzen und es wurden die Anschnallzeichen eingeschaltet. Beim ersten Mal waren die Turbulenzen just in dem Moment aber schon wieder vorbei. Smilie :58: - Maxi - 357935 Zugriffe


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Durch die Wolkendecke auf der anderen Seite des Schwarzen Meeres dürfte die georgische Hafenstadt Batumi hindurchscheinen.


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Über Aserbaidschan wurde der Ausblick wieder klarer. Hier müsste unter anderem das Städtchen Ağstafa zu sehen sein.


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Deutsche Siedler gründeten einst Annenfeld. In den 1930ern wurden sie jedoch vertrieben und die Stadt nach der nahen Festung und Ruinenstadt in Shamkir umbenannt.


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Am Fuße des kleinen Kaukasus liegt mit Gandscha die drittgrößte Stadt Aserbaidschans. Der helle Streifen rechts ist der Flughafen.


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Für einen Blick auf Baku saß ich leider auf der falschen Seite. Ich musste mich nach Überquerung des Kaspischen Meeres mit Türkmenbaşy in Turkmenistan begnügen.


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Von Usbekistan sah man wieder so gut wie nichts, erst in Kasachstan kam mit Schymkent wieder eine größere Stadt ins Bild geflogen.


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Wenig später folgte Taras.


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Über dem "Himmelsgebirge", dem Tian Shan, ging dann auch schon wieder die Sonne auf, während wir die Grenze zu China passierten.


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Viel weiter weg vom Meer geht nicht. Mit einem Schlenker gen Norden wurde Ürümqi, die am weitesten von einem der Weltmeere entfernte Großstadt, umflogen. S


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Hier einmal die Flugroute über Asien bis dahin.


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Schließlich näherten wir uns der chinesischen Hauptstadt Peking. Der Guanting-Stausee wurde Anfang der 1950er Jahre zur Wasserversorgung der Großstadt errichtet.


Es handelte sich damals um den ersten großen Stausee nach Gründung der Volksrepublik China. Auf einer Fläche von rund 230 Quadratkilometern werden gut 4 Milliarden Kubikmeter Wasser des Yongding aufgestaut. Wobei die ursprüngliche Kapazität nur etwa 2,2 Milliarden Kubikmeter betrug. Durch Sedimentablagerungen verlor der See jedoch schnell an Tiefe, sodass 1986 die Staumauer und damit die Kapazität vergrößert wurde. Neben den Sedimenten sorgte eine zunehmende Verschmutzung des Flusses allerdings dafür, dass das Wasser nicht mehr als Trinkwasser dienen konnte. Erst nach einer aufwändigen Sanierung im Vorlauf zu den olympischen Spielen kann der Guanting-Stausee seit 2007 wieder als Trinkwasserquelle genutzt werden.


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Die übliche Route um Peking herum - die ich auch schon 2018 geflogen war - war einer der Gründe, weshalb ich mich nach rechts gesetzt hatte.


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Leider war die chinesische Hauptstadt komplett von Wolken verdeckt. Lediglich der Beijing Capital International Airport war kurzzeitig zu erspähen.


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Schließlich kamen auch die ersten der rund 4.400 südkoreanischen Inselchen ins Bild - bewohnt sind weniger als 500 davon.


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Entlang der Westküste Südkoreas erstreckt sich - nach der Nordsee - mit etwa 2.500 km² eines der größten Wattenmeere der Welt. S


Allerdings deutete sich mit einem weiteren Schwenk nach links bereits an, dass auch der zweite Grund für meine Sitzplatzwahl ins Wasser fallen würde. Vor der Auswahl hatte ich nämlich extra geschaut, wie die Maschinen üblicherweise in Seoul landen. Natürlich gab es auch Ausnahmen, aber zum Großteil schien die Landung von Süden her zu erfolgen, sodass ich mir vom Fensterplatz auf der rechten Seite einen kurzen Blick auf die Hauptstadt des Landes erhoffte.


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Aber natürlich flogen wir an diesem Tag den Flughafen von Norden an, sodass ich eben nur Inseln und Meer zu sehen bekam. Smilie :927: - Maliboy - 139282 Zugriffe


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Nach einer scharfen Rechtskurve steuerten wir über die Insel Jangbong hinweg geradewegs auf den Flughafen zu.


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Wie man sieht, herrschte gerade Ebbe. Die Insel ist besonders beliebt für Trekking-Tagesausflüge.


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Um 14:07 Uhr Ortszeit setzte ich nach fast 11 Stunden Flug auf Runway 16R des Incheon International Airports auf.


Nachdem der nur 15 Kilometer von Seoul entfernte Flughafen Gimpo - der seinerseits 1958 den Flughafen Yeouido abgelöst hatte - an seine Kapazitätsgrenzen gelangte, war der Bau eines neuen Flughafens für die Hauptstadt beschlossen worden. Die ursprünglich angedachten Standorte wurden von der Bevölkerung Seouls aufgrund zu großer Entfernung abgelehnt, sodass ab 1992 die zur Stadt Incheon gehörenden Inseln Yeongjong und Yongyu mithilfe von Landaufschüttungen zu einer großen Insel verbunden wurden, auf der schließlich der neue Flughafen errichtet wurde. Dieser eröffnete im Jahr 2001 und übernahm die internationalen Flüge aus Gimpo, wo seither primär nur noch nationale Routen angeboten werden sollten - einige internationale Ziele werden aber auch weiterhin von Gimpo aus bedient. Der Incheon Airport bestand zunächst aus einem Terminal mit zwei parallelen Runways, 2008 folgte eine dritte auf der anderen Seite des Terminals, welches zudem mit einem Satelliten erweitert wurde. Anfang 2018 folgte Terminal 2 und die vierte Runway, auf der ich landete, wurde erst im Juni 2021 in Betrieb genommen.


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Gleich daneben befindet sich die Übungsanlage der Flughafen-Feuerwehr.


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Die B-LRK - ein 6 Jahre alter A350-900 der Cathay Pacific aus Hong Kong - hatte wenige Minuten zuvor am Terminal 1 angedockt.


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An Bord war mein Zimmerpartner für die erste Nacht. Quasi zeitgleich war auch Timo mit Air Premia dort angekommen (vom M7-Pfeil gerade hoch).


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Je einer von 6 beziehungsweise 5 A380 der beiden Hausherren Korean Air und Asiana Airlines.


Die 1988 von der Kumho Asiana Group (wohl am ehesten bekannt durch die Reifen, die hat man aber 2018 schon nach China verkauft Smilie :256: - Diddi - 906594 Zugriffe ) gegründete Asiana Airlines soll eigentlich von Korean Air geschluckt werden. Die Übernahme scheitert bisher jedoch an der Zustimmung aus der EU und den USA, wo man eine Monopolstellung der fusionierten Airline befürchtet. Sollte der Deal dadurch scheitern, wollen die Haupteigentümer von Asiana Airlines ihre Fluggesellschaft anderweitig verkaufen.


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Der Tower wurde bereits beim Bau des Flughafens in dessen geplantem Zentrum platziert. Der kleinere Turm dahinter am Satelliten dient der Vorfeldkontrolle.


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Uh, da steht doch ein seltener Dreistrahler ganz in Weiß? Offenbar eine MD-11F, die abseits von FedEx und UPS nur noch bei Western Global Airlines fliegen.


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Demnach müsste es sich um die 1994 ausgelieferte N543JN handeln, welche wohl am 26. August aus Ramstein kommend gelandet war. S


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Rund 10 Minuten nach der Landung hatten wir endlich unser Gate 255 am Terminal 2 erreicht. Weitere 10 Minuten dauerte das Aussteigen von ganz hinten.


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Das Terminal 2 verfügt über einen eigenen Tower zur Vorfeldkontrolle.


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Hier nochmal die gesamte Flugroute im Überblick. So groß war der Umweg gar nicht, die reine Flugzeit mit Finnair betrug 2018 sogar über 11 Stunden. Smilie :58: - Maxi - 357935 Zugriffe


Wobei man da natürlich die Schleifen zur Zwischenlandung in Helsinki noch rausrechnen muss. Die Strecke untenrum ist deutlich über 1.000 Kilometer und damit fast 15% länger als die direkte Route über Russland. Aber das nur am Rande, zurück zur Einreise in Korea. Da ich ziemlich als letzter an der Immigration eintraf, betrug die Wartezeit etwa 20-30 Minuten. Am Schalter angekommen gab ich die im Flugzeug ausgefüllte Arrival Card ab, es wurden Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht, schon gab es den QR-Code-Aufkleber in den Reisepass und ich war in Südkorea. Mein Koffer drehte derweil schon seine Runden auf dem Band und konnte quasi im Vorbeigehen aufgesammelt werden.

In der Ankunftshalle zeigte sich dann allerdings meine Müdigkeit. Schon im Landeanflug hatte ich kaum die Augen offen halten können, obwohl ich mein geplantes Filmprogramm bereits reduziert hatte. Nun wollte ich mir etwas Bargeld besorgen. Die Geldautomaten - drei Stück von augenscheinlich verschiedenen Banken - hatte ich schnell gefunden, die Bedienung zu verstehen dauerte ein klein wenig länger. Nur den Schlitz für die Karte hatte ich vollkommen übersehen. Ich sah nur den großen Einzug, wo man offenbar ein Sparbuch einschieben kann. Es kam mir zwar seltsam vor, aber erstmal dachte ich mir nichts dabei. Bis meine Karte soweit in eben jenem Schlitz steckte, dass ich sie nicht mehr herausziehen konnte - das war dann auch der Moment, in dem ich den eigentlichen Karteneinzug entdeckte. Glücklicherweise befand sich direkt daneben ein Geldwechsel-Schalter und ich konnte der Mitarbeiterin dort irgendwie verklickern, was ich da für einen Bockmist gebaut hatte. Sie rief jemanden, der den Einschub ausbaute und mir meine Karte wieder aushändigte. Auf den Wiedereinbau wartete ich dann allerdings vergeblich, sodass ich zu einem der anderen Automaten wechseln musste, der mir letztlich doch noch die gewünschten 150.000 Won ausspuckte - etwas über 100 Euro.

Dann begann die Suche nach dem Shuttlebus zum Terminal 1, denn da der Großteil der Gruppe erst am Folgetag eintreffen und die Tour dann am Flughafen beginnen sollte, hatte ich mir für die erste Nacht zusammen mit Daniel ein Hotel in Flughafennähe gebucht. Also folgte ich der Beschilderung "Bus", die mich ganz nach unten führte. Dort gab es aber nur diverse "Gates" zu Linienbussen in die Stadt und und in den Süden des Landes. Keine Spur von einem Terminal-Shuttle. Immerhin hatte ich hier auch den Zugang zum Bahnhof entdeckt, sodass ich kurz überlegte, mit dem Zug zum Terminal 1 zu wechseln. Aber der hätte ja im Gegensatz zum Bus etwas gekostet (nämlich umgerechnet weniger als 1 Euro für den Terminalwechsel S ). Also nochmal schnell auf der Webseite nachgeschaut und zurück nach oben. Zwischen Ausgang 4 und 5 sollte der Shuttle abfahren. Tatsächlich fand ich dort ein entsprechendes Schild, auch wenn darauf nichts von Terminal 1 zu lesen war. Stattdessen sollte der wenig später ankommende Bus zum Long Term Parking fahren. Aber ich ging einfach mal davon aus, dass er dabei unterwegs am Terminal 1 halten würde. Wie ich bald feststellte, war dem aber nicht so. Tatsächlich steuerte er nur die Parkplätze diesseits des Airports an und kehrte dann wieder zum Terminal 2 zurück. Eine andere Shuttle-Haltestelle konnte ich jedoch nicht finden. Auch auf der anderen Straßenseite wurde ich nicht fündig. Erst ein weiterer Blick auf die Webseite öffnete mir die Augen. Der Terminal-Shuttle fährt in der dritten Etage, also auf der Abflugebene ab, ich befand mich noch im ersten Stock auf der Ankunftsebene. Nach dieser kleinen Flughafen-Odyssee (den Shuttle-Bus hätte man ja ruhig mal im Terminal ausschildern können Smilie :18: - Dr. Weizenkeim - 84079 Zugriffe ) hieß es dann also erstmal auf den nächsten Bus warten und dann einmal um den Flughafen herum zum Terminal 1 gondeln. Daniel hatte in dieser Zeit ebenfalls gewartet, und zwar auf den nur stündlich verkehrenden Shuttle-Bus zum Hotel - den ich nun natürlich nicht mehr erreichen würde. Ein kurzer Abgleich der angefahrenen Halte mit der Karte zeigte mir jedoch, dass ich ja gar nicht bis zum Terminal fahren musste, sondern bereits am Hyatt Hotel aussteigen und mir somit den Weg über den riesigen Parkplatz vor dem Terminal sparen konnte.


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Von dort waren es dann nur noch rund 400 Meter zum von uns gebuchten Best Western Premier Incheon Airport Hotel, wo Daniel gerade mit dem Einchecken fertig wurde.


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So konnten wir direkt gemeinsam das doch überraschend geräumige Zimmer aufsuchen und die lange Anreise erstmal sacken lassen.


Ursprünglich hatten wir überlegt, am Abend noch kurz in die Stadt zu fahren, um die frühere Anreise ausnutzen zu können. Aber einerseits hatten wir keine wirkliche Idee, was wir dort hätten unternehmen sollen, andererseits waren wir schlichtweg zu erschöpft. Wir hätten schließlich wieder zum Flughafen gemusst, um von dort per Zug ins gute 50 Kilometer entfernte Seoul zu kommen. Das wären schonmal mindestens zwei Stunden für Hin und Zurück gewesen, noch ohne konkretes Ziel vor Augen. Dahingehend wäre ein Hotel in Seoul selbst die bessere Wahl gewesen, andererseits hätten wir damit nur die Rückfahrt auf den Folgetag verschoben oder wir hätten eben auf eigene Faust zum ersten Park fahren müssen - so jedenfalls die Abwägung bei unserer Buchung...


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Von unserem Zimmer aus hatten wir einen guten Blick auf die 2009 eröffnete Incheon-Bridge, welche mit 12,3 km die längste Brücke Südkoreas ist.


Sie führt von der Flughafen-Insel zum neu entstandenen Stadtteil New Songdo City von Incheon. Links davon befindet sich der Hafen inklusive der vorgelagerten Insel Wolmido (Mondschwanz, wohl zurückzuführen auf die an einen Halbmond erinnernde Sichelform), welche mit Parks und Freizeiteinrichtungen als Naherholungsgebiet dient. Unter anderem hätte es dort auch einen kleinen Freizeitpark mit einem SBF Spinner gegeben. Luftlinie waren wir zwar keine 13 Kilometer von dem Count entfernt, aber die einzig sinnvolle Verbindung führte eben über Seoul mit mindestens anderthalb Stunden Fahrzeit. Einen Bus über die Incheon-Bridge scheint es nicht zu geben - oder wurde mir zumindest nirgendwo angezeigt. Per Taxi oder Uber hätte man es tatsächlich in rund 30 Minuten schaffen können, aber das war uns der Count dann auch nicht wert. Und so blieben wir halt im Hotel. Fürs Abendessen und das Frühstück am nächsten Morgen durchstöberten wir den hoteleigenen 24-Stunden-Laden und einen weiteren Laden ein paar Meter weiter. Für mich sprang dabei ein Fertigsalat und ein Sandwich heraus. Den Abend ließen wir dann damit ausklingen, uns erstmal bekannt zu machen, ehe wir uns tatsächlich schon gegen 21 Uhr schlafen legten.

Das war eindeutig zu früh, ich war nämlich vor 4 Uhr schon wieder wach. S Der Versuch des Weiterschlafens wurde dann nochmal um Punkt 5 Uhr gestört, als plötzlich von selbst sämtliche Lichter im Zimmer angingen. Smilie :250: - Stef - 100982 Zugriffe Keine Ahnung, ob da irgendwie eine Art "Wecker" eingestellt war (klassische Lichtschalter suchte man vergebens, die Steuerung erfolgte über ein Touchpanel zwischen den Betten), oder was sonst der Grund dafür gewesen sein könnte. Trotzdem waren wir einigermaßen ausgeschlafen, als wir uns fertig machten und mit dem Hotel-Shuttle zum Flughafen fuhren.


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Eigentlich hatte ich mich ja darauf gefreut, dies mit meiner ersten Magnetschwebebahn erledigen zu können.


Die Incheon Airport Maglev - aufgrund der gelben Züge mit schwarzen Fenstern auch als Ecobee bezeichnet - wurde Anfang 2016 eröffnet, um das Umland des Flughafens zu erschließen. Daher ist die Nutzung auch kostenfrei. Die Strecke mit ihren 6 Stationen beginnt im Terminal 1 des Flughafens, führt über den Parkplatz zu den diversen Hotels und verläuft dann an der Küste entlang zur Südwestlichen Ecke der Insel, wo sie aktuell nach gut 6 Kilometern endet. Mit zwei weiteren Ausbaustufen (für die ich bislang jedoch keinen Zeitplan finden konnte) soll die Strecke zu einem Rundkurs vollendet werden. Die Höchstgeschwindigkeit der von Hyundai Rotem gebauten Züge beträgt 110 km/h, auf dem bisherigen Streckenabschnitt verkehren sie jedoch planmäßig mit nur 80 km/h. Also wenn sie denn verkehren. Denn das koreanische Eisenbahngesetz schreibt wohl eine Inspektion alle drei Jahre vor und die letzte konnte offenbar nicht rechtzeitig umgesetzt werden. Daher wurde der Betrieb der Magnetschwebebahn im Juli 2022 eingestellt, mit einer Wiederaufnahme rechnet man nicht vor Juli 2024. Smilie :927: - Maliboy - 139282 Zugriffe


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Echt ärgerlich. Auch wenn die Anlage von der Geschwindigkeit nicht mit dem Transrapid mithalten kann, wäre ich gerne mal magnetgeschwebt. S


Fazit: Die Entscheidung für Koren Air war goldrichtig. Kulinarisch kann man zwar nicht mit Japan Airlines mithalten, ansonsten sind die 5 Sterne aber absolut verdient. Das Platzangebot ist auch in der Economy Class reichlich, der Service top und eine breit gefächerte Filmauswahl gibt es natürlich auch - wenn auch die deutsche Tonspur ausgerechnet beim Großteil meiner Wunschfilme fehlte. Das Toilettenlicht störte zwar etwas und ich finde es immer doof, wenn ich die Blenden am Fenster schließen muss, aber dennoch war der Flug mit seinen fast 11 Stunden einer der angenehmsten, die ich bislang erleben durfte. Der Incheon Airport machte auch einen sehr guten und modernen Eindruck, lediglich die Beschilderung zum Terminal-Shuttle müsste mal nachgeholt werden. Und dass die Magnetschwebebahn mal eben 2 Jahre ausfällt, weil man mit der Inspektion nicht nach kommt, ist auch eher ein schlechter Witz. Die Vorfreude auf die bevorstehenden drei Wochen in Südkorea und Japan konnte dies aber nicht trüben.
Hab' Sonne im Herzen und Pizza im Bauch,
dann bist du glücklich und satt bist du auch.
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