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Walibi Holland in Niederlande
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Holz - Fluch oder Segen?
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Caruso
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Assistent Nicolas Mayer

Deutschland . BW
 
Avatar von Caruso
Link zum Beitrag #1018303 Verfasst am Dienstag, 10. September 2019 21:26
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Holzachterbahnen sind etwas Tolles. Egal ob kurz oder lang, klein oder groß. Mit Airtime gespickt und out-of-control Feeling durch die ratternde Fahrweise - für mich gibt es nichts Besseres. So tut es mir immer in der Seele weh, wenn ein Woodie abgerissen wird. Ein besonders komisches Gefühl ist es für mich aber, wenn er zu einem Hybrid umgebaut wird. Meine erste Bahn, die dieses Schicksal erwischt hat, war der weiße Riese White Cyclone. Ein Jahr später erreichte mich dann die Nachricht, dass dieser Liste leider eine zweite Bahn hinzugefügt werden muss. Und da ich vorher noch nicht in Biddinghuizen war, ging es Ende letzten Jahres noch mit äußerster Priorität zu meinem Erstbesuch ...


... ins Walibi Holland.


Da sich die meisten wohl über den Umbau gefreut haben, möchte ich natürlich nicht lange um den heißen Brei reden und zunächst zu meinem ersten Besuch am 8. August diesen Jahres springen.


Daher ab durch den Eingang, ...



... durch die Mainstreet (wobei mich der Guest Service ein paar Mal gesehen hat an diesem Tag) ...



... und rechts am Riesenrad vorbei.


Ein Vekoma Riesenrad, bei dem meistens nur eine Gondel pro Achtel- (oder sogar Viertel-?) Drehung beladen wird. Daher bei meinen drei Besuchen nur zweimal gefahren, als die Warteschlange mal nicht vorhanden war.


Excalibur Blast hat ein echt tolles Fahrprogramm. Die nasse Version habe ich leider noch nicht miterlebt. Noch an einem Restaurant und Toiletten vorbei ...



... und dann ist schon die Bahn erreicht, die einen meiner geliebten Woodies ersetzt hat. Und da ich noch nicht genug Glück hatte, ...



... war das Ding auch noch geschlossen.



In der 180° Wende mussten zahlreiche Balken getauscht werden. War zumindest mal interessant den Mitarbeitern dabei zuzuschauen. Und trotzdem fanden am gleichen Morgen noch Filmaufnahmen vor den Augen der Besucher statt.


Wie sehr habe ich mir in diesem Moment die alte Bahn zurückgewünscht. Nicht nur kam ich mir ziemlich verarscht vor, vielmehr war es an diesem Besuchstag recht voll im Park, wodurch sich die Besuchermassen auf die anderen Bahnen verteilten, wovon eine auch noch einen Großteil des Tages mit einem Zug gefahren ist. Der Park und einige seiner Mitarbeiter haben sich am 8. August wahrlich nicht von ihrer besten Seite gezeigt. Zum Glück wollte ich drei Wochen später sowieso mit einem Kumpel und aufgrund einer anderen Reiseroute nochmal hin. Der Park kam den Besuchern dann auch wenigstens mit 50% Tickets entgegen. Am Tag darauf fuhr die Bahn zwar schon wieder, bei dem angesagten Regen wollte ich aber lieber zur langen Öffnung nach Efteling, mich vom Bob verabschieden und Joris fahren (hat aufgrund der Leere immerhin zu 50 Fahrten gereicht).


Daher erst auf dem zweiten Trip zu einer Fahrt gekommen.



Ja, es war sonnig an diesem Tag.



Die erste Fahrt fand natürlich in der 1. Reihe statt.



Und irgendwie war auch der zweite Besuch zunächst nicht von Glück gesegnet.



Denn es musste das Achtbaan wasmiddel herhalten. Und der andere Zug durfte 15 Minuten in der prallen Sonne in der Schlussbremse warten.



Erstmal auf das Frontcar geklopft, im Vergleich zu Taiga deutlich massiver. Wenn sich die Gates öffnen, setzt der erste Soundeffekt ein.


Zuvor wird über die Lautsprecher bei jeder Fahrt mitgeteilt, dass die Fahrgäste nur die Gurte schließen sollen und der Bügel von den Mitarbeitern geschlossen wird. Diese haben ein Gadget, das mir im Laufe der Fahrt noch ordentlich auf die Nerven gehen wird. In der Station führen sie zumindest dazu, dass ich zwischen Oberschenkel und Bügel noch einige Zentimeter Luft habe. Die sind dann wiederum an etlichen Stellen von großem Vorteil.


Bei der Abfahrt vom Zug beginnen die Lampen in der Station zu flackern und das Grünzeug wackelt. Der Zug beginnt sehr langsam loszurollen, damit die Mitfahrer den Soundtrack gänzlich zu hören bekommen, dann wird Gas gegeben.



Die erste Kurve gibt dabei schon einen ersten Eindruck von dem bevorstehenden Erlebnis. Sie ist dabei so weit nach außen geneigt, dass sich der Körper recht angenehm seitlich in den Zug legen kann.



Das Einklinken in die Liftkette ist dagegen relativ wackelig, bis der Zug mal eine konstante Geschwindigkeit hat. Vom alten Holz ist nicht mehr allzu viel übrig, der Lift aber ähnlich laut.


Warum dieser am Anfang der Ultimate Konkurrenz macht, um dann kurz vor der Spitze auf die Tube zu drücken, ist mir fraglich. Soll mir aber recht sein (zumindest für den ersten Teil der Strecke), da es die meisten anderen Hersteller meist umgekehrt handhaben.


Wie mir von Wildfire bekannt zieht die um 4,5 Meter nach oben verlagerte 1. Abfahrt ab etwa der Mitte des Zuges ordentlich die Mitfahrer in den Bügel.


Eines von zwei Elementen, das mir auch auf Wildfire ordentlich Spaß gemacht hat. Denn in der letzten Reihe sitzend wird die negative g-Kraft von +1 g kommend bis zum Wendepunkt immer stärker. Elemente, die solch ein Spiel der g-Kräfte bergen, sind für mich immer ein richtiges Highlight. Aufgrund der Größe ist bei Wildfire oder auch Fujiyama der "im Bügel hängen"-Moment natürlich etwas länger anhaltend, jedoch reicht mir das Spiel bis zum Erreichen des Wendepunkts auch locker aus. Mit dem Spielraum zum Oberschenkelbügel ein sehr toller Auftakt.


Da freuen sich auch andere Coasterfreaks in der 1. Reihe.



An den ersten Hügel hatte ich Taiga-Erwartungen, die glücklicherweise nicht erfüllt wurden. Vielmehr wird mit sehr seichter Airtime darüber hinweggeflogen, auch wenn die Landung im Sitz etwas abrupt erfolgt.



An das nächste Element hatte ich dann ehrlich gesagt die größten Erwartungen.


Wer meinen Linnanmäki Bericht gelesen hat wird wissen, dass ich kein Fan vom Zero-G-Stall bin, worauf ich dann irgendwann mal im Kolmarden Bericht näher eingehe. Daher habe ich größte Hoffnungen darin gelegt, dass dieses Element eine Weiterentwicklung davon ist.


Und was soll ich sagen: Äußerste Begeistung! Die Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgt mit Gemütlichkeit, wodurch es egal ist, ob links oder rechts sitzend.



Sehr angenehm begleitet einen der Zug in die Überkopfposition und, Alan Schilke sei Dank, auch darüber hinaus, bis der Zug 90° auf der rechten Seite liegt.



Bis die Drehung schwächer wird und der Zug mich in einen Zustand zwischen Schweben und leichter Hangtime entlässt. Mit dem Freiraum im Bügel ein gnadenlos genialer Moment.


Auch wenn die Strecke ohne Drehung nur wenige Meter lang ist, so verlängert sich das Gefühl durch die ab diesem Zeitpunkt wieder nach unten führende Strecke, wodurch es sich wie ewig lange Sekunden anfühlt. Und das Highlight kommt erst noch: Anstatt einfach nur die 90° Drehung gegen den Uhrzeigersinn zu vollenden, werden stattdessen die 270° zurück in die Horizontale bergab und dadurch immer schneller werdend zurückgelegt. Auf dem besten Platz rechts hinten wandelt sich dadurch der Schwebezustand sehr angenehm zu einem Airtime Mix mit negativer und seitlicher Power, wobei der Bügel einen dabei zurück in die Horizontale zieht, während links einen der Sitz schon etwas früher zurück auf den Hosenboden holt. Dabei fehlt mir aber auf den vorderen Plätzen etwas die Geschwindigkeit.

Alleine für diese knapp fünf Sekunden lohnt sich meiner Meinung nach jede Anfahrt. Und da sich das Element direkt am Anfang der Fahrt befindet, ist es auch völlig egal ob die Bahn warmgefahren oder kalt ist.


Dann nimmt der Zug Geschwindigkeit auf und erreicht die hinterste Ecke, die leider nur schwer bis gar nicht einsehbar ist.


Es folgt ein Double-Up (in Gedanken an die Vorgängerbahn, die das auch an dieser Stelle hatte?). Dieser gibt auf dem ersten "Up" ein erstes Anzeichen, was im zweiten Teil der Bahn auf mich zukommen wird. So abrupt wie die erste kurze Ejector einsetzt, ist sie auch wieder vorbei.


Das nächste "Up" ist dabei verbunden mit einem 90° Schlenker nach links.


Auf den vorderen Plätzen gibt es dabei v.a. rechts durch das Herumreißen ein Katapulteffekt an die rechte Wagenseite, die bei der Wagenkonstruktion zu einem netten Rippenkontakt führt. Hinten ist es etwas angenehmer. Links sowieso, wenn der Sitz unterm Hintern auf einmal weg ist.


Und dann folgt ein ganz normaler Airtimehügel, der mir zur Mittagszeit am besten gefallen hat.


Hinten ist dabei zunächst nur ein leichter Drang nach oben zu spüren. Aber mit jedem Zentimeter Wegstrecke wird dieser immer stärker, bis es mich wie beim First Drop ordentlich in den Bügel zieht. Da ist es wieder mein geliebtes g-Kraft-Spiel. Vorne im Zug oder mit wärmer werdendem Zug ist von dem Spiel aber leider nichts mehr zu spüren. Vielmehr knallt der Zug einfach mit Power darüber.


Es folgt das zweite (und leider schon letzte) Element, das mir bei Wildfire Spaß gemacht hat.



Der nach außen geneigte Airtime-Hügel.



Mit negativer g-Kraft in der Körperrichtung nach links oben. Da es dieses Element leider nicht so häufig gibt, ist es immer wieder überraschend für das Hirn, das dabei eine normale horizontale Schiene erwartet.



Das Spiel der g-Kräfte gibt's hier zwar nicht, ...



... braucht es aber auch nicht.



Keine Ahnung wie viele Bilder ich von dem Ding gemacht habe. Bei Wildfire ist der Teil leider nicht so fotogen.



Ein letztes noch ...



Irgendwann geht es aber wieder zurück in die Horizontale.



Wie an den Haaren zu erkennen gibt es durch das Wegknicken des Zuges im Uhrzeigersinn auf den rechten hinteren Plätzen noch einen Extrakick nach oben, da der Bügel einen abrupt zurück zieht.



Auch für die Zero-G-Rolle würde ich die hinteren Plätze empfehlen.



Mit weiterhin vorhandenem Platz zum Bügel fühlt es sich wirklich wie ein Schweben im Sitz mit verbundener 360° Drehung an. Etwas, was ich bislang fast immer nur bei Inverter erlebe.


Dort ist genügend Platz zum Schweben verbunden mit weit weggestreckten Beinen vorhanden, während mir dieser in "normalen" Sitdownzügen bislang fast immer fehlt. Hier zwar auch, aber die Rolle wirkt trotzdem.


Und an der Balken-Tauschkurve ist langsam der Punkt erreicht, ab dem die Bahn ihrem Namen Untamed gerecht wird.



Aber ein geniales Element folgt noch.



Die in mehrere Richtungen abstehenden Haare zeigen es an: Wiedermal 0 G und das verbunden mit einer 90° Drehung. Das Gefühl, wenn die Füße den Bodenkontakt verlieren und bei dem zumindest seitlich etwas vorhandenen Platz mitschwingen, auch toll. Ach was sag ich: Mega geil!



Rechts zieht es durch die flotte Drehung den Sitz bei der Einfahrt weg, links zieht der Bügel den Körper bei der Ausfahrt wieder zurück. Beides toll.



Und am Herrn hinten links über dem Blumenkübel ist nun ein Problem zu erkennen, das meine Schmerzen im folgenden Fahrtverlauf etwas lindern würde.


Schon bei Wildfire ist mir aufgefallen, dass die Bügel keine Möglichkeit bieten, sich irgendwo festzuhalten. Bei Wildfire ist dies jetzt nicht unbedingt so schlimm gewesen, aber hier folgen nun etliche Elemente, wo ich mich und v.a. meine Schienbeine vor dem Bügel schützen wollte.


Jetzt heißt es wirklich tapfer zu sein. V.a. wenn jemand mehrmals fahren möchte.



Denn diese komischen neuen V-Bügel haben diese Beinkrallen, die kaum noch Platz für die Beine lassen. Wenigstens schließen sich die Bügel nicht wie bei Wildfire immer weiter, bis sie die Blutzufuhr irgendwann abdrücken.



Durch die sehr abrupten und echt krassen Ejector-Airtime-Momente, die ab diesem Double-Up wirken, sind meine Schienbeine immer wieder gegen diese harten Krallen geknallt.


Mich dagegen wehren ging nicht, da ich mich nirgends festhalten konnte, um ausreichend Kraft zu entwickeln, dass ich die Beine unten halten konnte. Erst als ich nach ein paar Fahrten auf die Idee gekommen bin, ab diesem Zeitpunkt auf Zehenspitzen zu fahren, hat es sich minimal gebessert, da die Beine nicht mehr so viel Anlauf nehmen können.


Bei der ersten Fahrt ist mir zum ersten Mal ein lautes "Ah" vor Schmerzen herausgerutscht.



Auch der zweite Up und der folgende Double Down fahren sich nicht besser.


Während meiner Single-Rider Fahrten vernahm ich und auch mein Kumpel, der noch weitaus öfters gefahren ist, sehr oft ein "Aua". Es hat sich jedes Mal angefühlt, als würde mir jemand in diesem Moment mit einer Hartplastikstange auf die Schienbeine klopfen.

Das folgende Element habe ich vor lauter Schmerzen erst später am Tag wahrgenommen, als ich den Trick mit den Zehenspitzen raus hatte. Die stark überneigte Kurve nach links fährt sich dann nochmal wie der erste Teil der Bahn: Angenehm bescheuert. Rechts hinten gibt es dabei erst ein Katapulteffekt in den Bügel und aufgrund der direkt anschließenden Drehung im Uhrzeigersinn zurück zur Horizontalen auch ein Mitziehen durch den Bügel. Auf dem linken Platz passiert dies in umgekehrter Reihenfolge, was mir aber nicht so viel Spaß gemacht hat.


Dann ein Schlenker nach rechts und die nächste Prügelattacke. Ich verweise dabei auf die Haare der Dame in der 4. Reihe ...



Der Hopser zum Foto - auch nicht weniger heftig.



Auch dieses Ding. Rechts sitzend kommt dabei auch noch das Mitreißen durch den Bügel dazu.


Am krassesten (am schmerzhaftesten) finde ich den Hopser durch das Stützenwerk vor der Rolle.


Diese fährt sich dann wenigstens mit toller Hangtime nochmal ordentlich, ohne mir das Schienbein brechen zu wollen.



Die folgende Abfahrt ist vorne noch recht angenehm, dafür hinten ebenso schmerzhaft und wie die vorherigen Hüpfer sehr abrupt einsetzend und ebenso abrupt wieder vorbei.



Dann ist glücklicherweise die Schlussbremse erreicht, bevor der Zug sein Werk vollendet.



Aber nicht ohne nochmal die Mitfahrer in den vorderen Sitzen nach oben zu knallen.


Wer mich kennt weiß, dass ich noch auf den schmerzhaftesten Bahnen meinen Spaß habe. So haben mich auch die Schmerzen in den Schienbeinen nicht davon abgehalten mit dem Ding circa 20 Fahrten an dem Tag zu machen, da der erste Teil der Strecke zu gut ist. Aber ab dem Double-Up-Down Element ist der Fahrspaß für mich dahin. Ich habe an diesem Tag zahlreiche Leute in den Warteschlangen oder im Zug sitzend kennengelernt und alle waren sich einig, dass die Züge unbequem und die letzten Ejector Hüpfer dadurch schmerzhaft sind und der Flow verloren geht. Das waren dabei eine Coastergruppe aus Schottland und Belgien, eine super nette Familie aus der Nähe von Alton Towers und eine Truppe aus den Niederlanden. Sogar ein Coasterfriend war not amused darüber, wenngleich er natürlich die Hüpfer abfeiert. Das Ende ist wahrlich ein Out-of-control-Feeling für Ejector-Airtime-Fans. Nur stehe ich auf sowas nicht, v.a. in Anbetracht des Out-of-Shinebone-Feelings. Irgendwie kommt es mir auch so vor, dass das Walibi soviele Elemente wie möglich in die Bahn quetschen wollte.

Die Bahn ist vorne deutlich intensiver, dafür hinten etwas harmonischer. Daher habe ich mich über die Fahrten am Morgen und am Mittag im hinteren Teil des Zuges sehr gefreut, da er an den für mich wichtigen Stellen noch schnell unterwegs war, jedoch beim für mich im Vergleich zum ersten Teil der Bahn völlig uninspirierten zweiten Teil schon Geschwindigkeit verloren hatte. Die Coasterfriends hatten an diesem Abend eine ERT auf der Bahn und es war das erste Mal, dass ich nicht neidisch auf so etwas war. Ich wünsche trotzdem allen Teilnehmern viel Spaß am Fanday und mit anderem Körperbau sollte das Schienbeinproblem auch nicht ganz so schlimm sein.

Leider sind diese Schienbeinschoner nötig, da ich ohne sie in den jeweils vorderen Reihen der Wagen locker mit den Füßen in den Zwischenbereich und an das Rad kommen hätte können. Wenn die Beinzwingen etwas weiter vorne sitzen, einen anderen Winkel hätten oder aus einem anderen Material bestehen würden, wäre es noch zu verschmerzen. So ist mir später aufgefallen, dass mir diese blöden Schienbeinbrecher die Haare an den Schienbeinen epiliert und die oberste Hautschicht abgetragen haben.


So kann ich zum ersten Teil der Bahn nur beide Daumen heben, ...



... beim zweiten Teil jedoch nur die Hände vor dem Gesicht zusammenschlagen.



Eines muss RMC aber zugestanden werden: Untamed ist zusammen mit dem Lech Coaster die smootheste Achterbahn, die ich bislang gefahren bin. Die neue Generation der Züge ist zumindest in dieser Hinsicht gelungen.



Auch aufgrund der Vergangenheit ist die Bahn äußerst fotogen durch die Holzstützen.


Und wenn der Park vier Mitarbeiter zum Bügelzudrücken abstellt geht es auch zügig voran.


Den Skydiver werde ich wohl nie machen.



Verlagern wir das Geschehen in die Schienbein-verschonende Speed Zone.



Mit einer guten Huss-Enterprise mit der wohl langsamsten und unmotiviertesten Abfertigung, die ich bislang an solch einem Fahrgeschäft erlebt habe.



Ein Raketenantrieb wäre da von Vorteil gewesen.



Der Space Shot war Anfang August noch geschlossen, beim zweiten Besuch sind die benötigten Ersatzteile dann wenigstens geliefert gewesen. Die Single Rider Line ist erstaunlich flott voran gegangen.



Die Karts waren nach einem Unfall im letzten Jahr auch dieses Jahr geschlossen.



In der Sackgasse des Todes liegt dann glücklicherweise eine Bahn mit bequemen Beckenbügel und ohne schmerzende Ejector-Hüpfer.



Als RCT-Jünger habe ich mich Jahre auf diese Bahn gefreut, wenn auch mit einer anderen Farbgebung. Wobei ich sagen muss, dass mir das Blau mit den schwarzen Stützen vor Ort echt gut gefallen hat.



Wenn auch die Station etwas mager ist.



Interessiert mich aber wenig, die Location von Goliath reicht.



Beim Einhaken des Kabellifts in den Zug könnte ich immer wieder Zuschauen.



Schon bei der 1. Abfahrt zeigt der eine Wagen mehr im Vergleich zur Geforce seine Wirkung.



Wie bei Untamed nimmt das negative G immer weiter zu, bis der Oberschenkel mit dem Bügel kuschelt.



Der erste Hügel fährt sich dann mit seinem g-Kraft-Spiel in der letzten Reihe überragend, ähnlich Fujiyama oder dem Untamed Hügel zur Mittagszeit. Vorne wird dagegen sofort abrupt mit dem Bügel Kontakt aufgenommen.



Es folgt mein erster Stengel-Dive, der sich auf den rechten vorderen Plätzen etwas interessanter fährt, v.a. wenn dabei in den Himmel geschaut wird.



Es schließt sich eine sehr lange Kurve über den See an, wo es mir unausgeschlafen und ohne großes Frühstück gegen Ende doch etwas das Sichtfeld eintrübt. Etwas, was nicht nur ich bei Untamed vermisse.



Ich würde Goliath jederzeit mit der Geforce tauschen, nur den Umschwung würde ich behalten. Die beiden hiesigen sind etwas schwach auf der Brust.



Ist aber nicht schlimm, die folgenden Hügel reißen es dann wieder raus.



Vorne wieder deutlich heftiger, ...



... hinten dagegen mit dem Spiel der g-Kräfte. Und das auf allen drei Hügeln.



Und zum Schluss noch die geniale Highspeedkurve, die wohl auch bei einem ranghohen Phantasialand-Mitarbeiter Anklang gefunden hat.


Goliath gefällt mir deutlich besser als die heimische Geforce, da mich diese mit ihren durchgängigen Ejector-Hügeln mit blauen Flecken beschenkt. Leider fuhr sie Anfang August trotz sehr vollem Park nur mit einem Zug, wodurch Wartezeiten über 90 Minuten resultierten. Erst am Abend wurde der zweite Zug eingesetzt, bei dem die letzten fünf Reihen gesperrt waren. So konnte ich den miserablen Besuchstag wenigstens mit zwei tollen Runden auf der Goliath abschließen, da die Wartezeit am Abend auf 10 Minuten eingegangen ist. Auch beim zweiten Besuch fuhr die Bahn zunächst wieder mit dem zweiten Zug ohne die letzten Reihen, so aber wenigstens nur mit 15 Minuten Wartezeit am Morgen. Jedoch ist mir aufgefallen, dass dort die Click Fix Gurte fehlten. Später ist die Wartezeit dann auf 60 Minuten angestiegen, da der zweite Zug herausgenommen wurde. Mein Kollege war zu dieser Zeit gerade dort und es kam tatsächlich an diesem Tag ein Paket mit neuen Click Fix Gurten an, die in dieser Zeit eingebaut wurden. Als ich später dann selbst nochmal dort war, war die Überraschung über beide vollbesetzte Züge und die nagelneuen Click Fixe groß.

Dann heißt es wieder den weiten Weg zurück zum Platz um den Space Shot. Von dort führt ein Weg durch eine Spielmeile mit Mitarbeitern, die einen dazu animieren wollen dort das Geld zu lassen. Besser schnell weiter. Vorbei an einem großen Platz, wo früher ein Breakdance und gegenüber ein Huss Rainbow bis zum Unfall in Liseberg ihre Runden gedreht haben.


An der Hacienda ist dann der Exotic Themenbereich erreicht.



Hinter einer kleinen Bühne versteckt sich eine Sombrero-Fahrt.


Wenn jetzt jemand nach meiner Kritik an den RMC Zügen denkt, dass ich zur Mimose mutiert bin:


Das hier ist die Bahn, die ich an dem vollen Besuchstag am 8. August am häufigsten gefahren bin.



Für mich mit den schicken Farben der schönste SLC weit und breit.



Auch bei meinem Erstbesuch bin ich abends kurz vom Woodie weg, um hier nochmals bei keiner Wartezeit fahren zu können.


Damals wurde gerade der zweite Zug herausgenommen, worauf der andere noch drei Testrunden drehen musste. Was soll denn der Sinn davon sein? Zumindest hat das Ding eine Single Rider Line und bei Zweizugbetrieb geht es in dieser auch flott voran.


In den verkürzten Zügen sitzend hinauf zum SLC Prototyp Condor. Dieser Bahntyp lässt als einer der wenigen bei fast jeder Fahrt mein Nebennierenmark auf Hochtouren laufen.



Rollover, ...



... wo der Zug "etwas" rappelig hindurch fährt.



In der Rolle zur Abfahrt gibt es dann einen Schlag, der mich bei der ersten Fahrt in der letzten Reihe von der Rückenlehne befreit hat und ich mit Platz zum Bügel aus einem Schwebezustand in die Abfahrt heruntergerissen wurde. Geil.



In der überneigten Kurve wird Schwung geholt ...



... für den Sidewinder.



Die einen lachen, die anderen weinen. Vor Freude oder Schmerzen?



Mit solch einem Grinsen fahre ich auch immer durch die Kurve.



Nach dem doppelten Inline-Twist ist es fast überstanden.



Am Prototyp mag ich, dass hier der angedeutete Schlenker für die zusätzliche Helix fehlt. Da gibt's hinten sogar minimalste Airtime.



Sofern diese bei der komischen Fahrweise noch bemerkbar ist. Vorne ist die Auffahrt zur Schlussbremse recht gut. Diese knallt dann aber ordentlich den Körper in den Bügel.



Aus ästhetischer Sicht mein Lieblingsschienenprofil. Toll, dass es das hier im Park gleich mehrmals zu sehen gibt.



Bei meinem letzten Besuch kam es zu einer Störung und ein Besucher konnte für knapp 20 Minuten nicht aus dem Wagen befreit werden.


Irgendwann kam der Cheftechniker mit einem großen Hammer und hat auf den Schließmechanismus eingedroschen. Das war ein Anblick für Götter und einfach passend zu dieser Bahn und dem Bahntyp. Interessant war es dann auch mal zu sehen, wie der zweite Zug rückwärts auf das Abstellgleis gefahren wird. Das gleicht ja fast einem Launch ...


Noch ein kurzes Selfie. Also den Marathon für den guten Zweck könnte ich ohne Probleme zur Vollendung führen.


Ich verstehe aber auch jeden, der um die Bahn einen großen Bogen macht, wobei es für mich SLCs mit schlechteren Fahreigenschaften gibt. Wie gerne würde ich das Ding mal mit den Odyssey Bügel fahren ...


Auf den Weg zurück zum Riesenrad folgt dann das nächste Vekoma Produkt.



Auch wenn El Rio Grande nun mit Hafema Booten betrieben wird. Mit den alten Booten wäre ich auch mal gerne gefahren. Diese Stangen sollen wohl die Leute daran erinnern während der Fahrt nicht aufzustehen.



Bringt aber trotzdem nichts.



Viel hängen geblieben ist von der Fahrt im letzten Jahr bis auf einige Stromschnellen und der kurzen Wand mit Wasserfall aber wenig.


Eher die extremst unfreundliche Mitarbeiterin ist mir im Gedächtnis geblieben. Da an der Ausstiegsplattform ein paar Bilder einer sonst etwas schüchternen Bahn geschossen werden können, habe ich dort meine Kamera ausgepackt, worauf mich diese Mitarbeiterin attackiert hat und meinte, dass Kameras auf der Fahrt verboten wären und ich die Bilder löschen müsste. Wohlgemerkt befanden wir uns nicht mehr in der Fahrt und einfach auf Verdacht jemanden ansprechen und mir unterstellen, dass ich die schon auf der Fahrt genutzt hätte - da bin ich dann mal etwas lauter geworden ...

Dann ist auch schon wieder der Platz vor dem Riesenrad erreicht. Langsam haben sich die Besuchermassen aus dem Eingangsbereich zurückgezogen.


Daher am Brunnen, ...



... sowie der mir ebenso aus RCT bekannten Tour de Jardins vorbei und durch das große Eingangsgebäude hindurch.



Die zweite schicke Vekoma-Schiene vom Xpress.



Mit einer richtig genialen Warteschlange. Nur leider am Ende des Tages meist häufig zugemüllt. Die niederländische Jugend ...



Wenn sich die Tore zur Plattform 13 öffnen, erwischt einen erstmal ein starker Windstoß. Da denkt man wirklich, dass in ein U-Bahn-Zug eingestiegen wird.


Die aber ihre 90 km/h Höchstgeschwindigkeit in Windeseile erreicht. Der Abschuss ist in Anbetracht der Länge des Zuges und dessen Gewichts einfach genial und nagelt den Kopf erstmal an die Kopfstütze. Verbunden mit den Sound- und Lichteffekten ein toller Auftakt.


Das Schienenknäuel ist dann vom Park aus selbst leider nicht sonderlich einsehbar.



Und mit dem Temporausch wird erstmal ordentlich die G-Keule rausgehauen bei der Auffahrt zum Sea Serpent.



Dabei fährt sich nicht nur dieser, sondern auch die folgenden Kurven äußerst angenehm im Vergleich zum Condor.



Dann die Zwischenbremse ohne Bremse.



Der Zug nimmt wieder Tempo auf für die dritte Inversion. Nach meinem Erstbesuch im Disneyland fehlt hier ohne Aerosmith etwas. Aber die Fahrt über das Wasser ist auch toll.


Die Ausfahrt aus der zweiten Blockbremse, bei der auch eine eingebaut ist, gibt dann einen schönen Kick nach rechts, der in Paris aber etwas mehr Würze hatte. Dafür ist der kleine Hügel vor der Einfahrt in die Schlussbremse aber auf beiden Bahnen super. Und um wieder die Illusion der U-Bahn aufleben zu lassen, gibt es direkt neben dem Verschiebegleis nochmal einen tollen Effekt, der aber nur im vorderen Teil des Zuges wahrgenommen werden kann. Der Ausgang führt anschließend direkt in den Parkshop, von wo aus ein Weg ...


... zur W.A.B. Plaza führt.



Das W steht wohl für Wasser, ...



... das A für Karussell, ...



... noch eins, ...



... aller guten Dinge sind drei ...



... und das B für Boomerang.



Mit den neuen Westenbügel und Onboardsound für den Speed of Sound, der sich zum Namen passend der Geschwindigkeit anpasst. Und einem Single Rider Eingang.



Eine Bahn drei Jahre schließen, dann bisschen umgestalten und schwupps, so kann auch eine Neuheit beworben werden.



Habe ich schon erwähnt, dass mir das Schienenprofil gefällt? Schade, dass die neuen Bahnen dieses nicht mehr haben.



Auch wenn ich die Bahn lieber mit den normalen Bügeln fahre, die den Oberkörper nicht ganz so arg einengen. Der Druck im Looping bei der Rückwärtsfahrt bleibt aber trotzdem ziemlich genial.



Auch ein normaler Spielplatz hat hier Öffnungszeiten.



Das Playland ist erreicht.



Und dies ist das einzige Foto, das ich in drei Besuchen aus diesem Bereich gemacht habe. Zeugt davon, dass es dort nicht sonderlich hübsch ist. Die folgende Zero-Zone lebt auch von ihrer Themenbezugslosigkeit.



Mit Tomahawk ein wenig Wildwest. Das Schaukeln finde ich super, da gibt es in passender Position sogar ein leichtes Magenkribbeln. Wenn jedoch die Drehung dazu kommt ist dieses Gefühl leider weg.



Die Station von Drako und ...



... "das Theming" passen auch noch dazu. Früher stand der Tivoli mal ein paar Meter weiter im Playland, zog nach dem Abgang der Wilden Maus aber hier her.



Ob der wegen der Bremse so verärgert ist? Im wilden Westen gibt's doch in jeder größeren Stadt eine Clinic, ...



... die helfen könnte. Am "Untamed ist eigentlich kaputt, aber für Filmaufnahmen reichts"-Tag habe ich dann auch mal den Schritt hinein gewagt.


Mir wurde letztes Jahr erzählt, dass dort mit Schreckeffekten und Co gearbeitet wird und weshalb ich einen großen Bogen darum gemacht habe. Über den Tag lernte ich beim Brettertauschenbeobachten noch ein paar andere Fans kennen, die mich dann von einem Gang in die Klinik überzeugen konnten. Und bei 10 Minuten Wartezeit war das an diesem Tag auch der einzige Moment, wo ich mal richtig Vorfreude hatte.

Und ich war äußerst positiv überrascht. An diesem Tag waren das dort die einzig wahren Mitarbeiter, die auch ihre Rolle richtig gespielt haben. Die ganze Aufmachung und die versteckten Details fand ich super. Endlich mal eine Attraktion, wo VR für mich Sinn macht. Laut Erzählungen von den beiden Bekannten soll es aber früher noch besser gewesen sein, da es keinen grünen Bildschirm zu Beginn und am Ende gab. Ich fand es trotzdem super.


Im Wilden Westen kam es früher auch häufig vor, dass die Gravitation verloren geht.



Da muss beim Laufen im Schulbus aufgepasst werden. Nette Idee für die Quickpassler.



Bis die normale Schlange mal durchgelaufen ist um den Lost of Gravity zu spüren.


Dann besser als Single Rider. Aber dort kann es recht schnell recht voll werden. Zumindest wird dann meist auf dem besten Sitz Platz genommen: Links außen.


Ein kurzer 180° Schlenker zum Lift, der einen erstaunlich schnell auf 32 Meter Höhe bringt.



Die Abfahrt zieht einem rechts wiedermal den Sitz unterm Hintern weg. Durch den geringen Radius kommt nur die Drehung nicht richtig zur Geltung.



Je weiter links dagegen Platz genommen wird, desto mehr Katapulteffekt gibt es durch den weiteren Radius nach außen, was auch an den Haaren zu sehen ist.



Dann folgt das, was ich bei dem kleinen Hüpfer nach dem Lift bei Untamed erwartet habe. Krank.



Sowas habe ich bei Mack noch nicht erlebt. Mit den bequemen Zügen ist das glücklicherweise auch kein Problem, auch wenn die Schiene gehörig wackelt.



Auch das nächste Element ist herrlich verrückt. Quasi ein Immalmann-Turn, der an der Spitze über ein seitlich liegendes Airtimehügelchen verfügt. Bei dieser Lage ein überraschender Moment.



Aber auch die Abfahrt dort runter ist nicht von schlechten Eltern.



Links sitzend kommt einem dabei zudem wieder die Drehung des Zuges zu Gute und der Bügel muss den Fahrgast mitziehen.



Und die Bahn hört mit den negativen g-Kräften gar nicht mehr auf ...



Sehr schicke lang anhaltende Floater. So mag ich das.



Auch bei der Auffahrt zur ungebankten Kurve zur Blockbremse. Diese nimmt leider etwas den Flow aus der Bahn.



Durch die gefühlte Vollbremsung ist wenigstens der Dive Drop mit Hangtime versehen.



Scheint zu gefallen.



Falls jemand vergessen hat, wie die Bahn heißt.



Dann ein netter Umschwung, der sich rechts besser fährt und damit hinein in mein Highlight:



Zero-G-Roll.



Links mit einem tollen Drang in den Bügel und nach außen.



1, 2 km/h mehr hätten es aber trotzdem gerne sein dürfen. So ist die Rolle eher mit Hangtime, als mit Schweben verbunden. Durch die Züge kann ich wenigstens die Füße von mir wegstrecken.



Auch in der folgenden Wende fehlen gefühlt ein paar Stundenkilometer.



Anhand der Haare zu erkennen: Ebenso auf diesem Umschwung.



Der kleine schwarze Hüpfer mit den durchgehenden schwarzen Schienen zeigt dann aber nochmal ziemlich abrupt, wo der Hammer hängt.



Noch Salutieren vor dem Erlebnisfoto und dann ist auch schon das Fahrtende erreicht.


Vom Layout her und vom Freiraum für die Füße auf den Außensitzen bin ich echt überzeugt von dieser Bahn. Wenn die Blockbremse nicht ganz so stark greifen würde, wären die letzten Meter noch etwas spannender, wenngleich dann wohl der letzte Hügel etwas heftig sein könnte. Aber so wie der erste Hüpfer überfahren wird, wäre das auch kein großes Problem.

Leider vibriert die Strecke extrem. Nach zig Fahrten Condor steige ich ohne jegliche Probleme aus, aber hier hatte ich schon nach einer Fahrt Kopfschmerzen. Daher blieb es in diesem Jahr auch bei nur einer einzigen Fahrt, weil ich mir bei der langen Wartezeit lieber etwas anderes antue.

Für die Bahn wurde nicht nur das Schaukelschiff abgerissen (wobei die Fundamente noch auf Satellitenbildern zu sehen sind und die Attraktion eigentlich nicht genau auf dem Standort stand), sondern wohl auch ...


... die Strecke der Eisenbahn etwas verändert. Zumindest interpretiere ich manche Luftbilder so. Gefahren bin ich mit dem Ding noch nie. Dieser Fotozeitpunkt war der einzige Moment, an dem ich dem Zug einmal begegnet bin.



Am Dönerladen vorbei ist dann wieder etwas Western angesagt.



Was das Arbeitsamt dazu sagen würde?



Der Crazy River hat mir mit seiner natürlichen Lage sehr gut gefallen.


Der Double Down ist wie bei den Mack-Bahnen typisch auch passend zur Attraktion daneben ein loss of gravity. Und ein wenig nass wird es auch noch.

Und schwupps ist wieder der zentrale Platz vor dem Riesenrad erreicht.


Und wie am Morgen zieht es mich in den Sherwood Forest.


Rechts folgt ein Campingplatz, wo bis 2006 ein seltener Huss Tri-Star seine Kreise drehte, bevor er in das damals noch zur gleichen Betreiberfirma gehörende La Mer de Sable ziehen musste.


Den Topspin gab es aber noch, auch wenn er im jetzigen Wilderness Bereich zum Blast umbenannt wurde.



Nachdem Walibi den Rächer der Enterbten und den Sheriff von Nottingham aus seiner Burg vertrieben hat, ...



... ist dieses doch etwas arg verunstaltet worden. Wobei das Eingangsportal geht sogar noch.



Glücklicherweise wurde das Innere von Merlins Zauberschloss nicht angerührt. Ganz im Gegensatz zu einem meiner geliebten Woodies ...



Der Grund für die Reise im letzten Jahr.



Und in einem Park mit drei Stahlachterbahnen von Vekoma ist es selbstverständlich, dass auch der Woodie von dieser Firma ist. Oder besser: War. Einer von nur dreien, ...



... dafür noch mit den passenden Vekoma Zügen. Und wie sollte es anders sein: Auch hier wurde zuvor der Mageninhalt in den Zug entleert.



Eine hübsche und schlichte Station. Ohne irgendwelche Love, Be Brave oder sonstige Schilder.



Im super bequemen Zug mit T-Bügel und ohne Schienbeinbrecher Platz genommen geht die Reise mit einer 180° Kurve zum Lifthill los. Ach wie vermisse ich das Hin- und Herschlingern der Züge.



Langsam geht es hinauf auf den wunderschönen 32 Meter hohen Lift.



Schade, dass es diesen Anblick nicht mehr gibt.



Im Gegensatz zur neuen Bahn gab der Lift leider nicht Gas, weswegen es erst kurz vor dem Umkehrpunkt in der Abfahrt zu einem kurzen Hüpfer in den Bügel kam.


Im Tal lohnte es sich dann in den jeweils ersten Reihen der Wagen gesessen zu haben. So drückte es mir während den abendlichen Dauerfahrten in der letzten Reihe sitzend immer den Bügel zu, wohingegen er in der drittletzten Reihe ohne jegliches zutun auf dem zuvor erkämpften Abstand blieb und mir trotzdem eine Fahrt auf der Achse bescherte. Die zwei Reihen habe ich gerne geopfert, zumal sich das Fahrgefühl im Vergleich eh nicht unterschied und am Ende bei nur noch einem Zug auf der Strecke nur noch Leute für die mittleren oder die jeweils vordersten oder hintersten anstellten. Die drittletzte Reihe blieb so häufig frei und ich musste nicht aussteigen.


Dann der folgende Hügel mit eingebauter Linkskurve. Auch hier wieder das Schlackern der Züge zusammen mit dem Holpern über die Strecke und ...



... einem kurzen Airtime-Hüpfer in der Abfahrt, wie an den Haaren in der Mitte des Zuges erkennbar.



Nach den kurzen Schwerelosmomenten spendiert dieser kleine Hügel des Double Ups einen längeren und auch etwas deftigeren.



Wie beim heutigen Rippenschmeichler gab es auch damals beim zweiten Up eine Kurve nach links.


Nur mit dem Unterschied, dass diese früher weit oben blieb und heute noch der zusätzliche tolle Airtimehügel eingebaut wurde. Aber tolle Airtime hatte die hochgelegene Kurve auch zu bieten. Vergleichbar mit der Regina im Tobu Zoo nahm der Zug mit einer leichten Abfahrt immer mehr Schwung auf, bevor es dann steil in den Abgrund ging. Wie in Japan dadurch auf jedem Platz toll zu fahren, hinten aber natürlich besonders, v.a. mit Platz zum Bügel!


Es folgt ein langgezogener Hügel über den See. Mit minimalst unter 1g verlaufender Kraft, dafür mit nettem Geschüttel.



Die Auffahrt zur langen Wende birgt dann nochmal einen besseren Magenheber. Die Abfahrt trifft dann aber wieder mit satter Airtime ins Schwarze.



Noch besser sind die beiden folgenden Hügel mit schicken langanhaltenden negativen g-Kräften. Da stellte es wie heute auch die Haare senkrecht nach oben, nur ohne Schmerzen durch den Bügel.



Es folgt eine schnell durchfahrene ungebankte Kurve, die in einer weiteren tollen Abfahrt mündet und es einen das bequeme Sofa nach unten wegzieht.



Am besten in Erinnerung ist mir dieser kleine Hügel geblieben, der flott überfahren wird, aber dessen starke Airtime auch abrupt beendet wird.



Und nach einem letzten Hüpfer ist die anschließend wackelnde Schlussbremse erreicht.



Bis der Zug dann richtig eingeparkt hatte vergingen gefühlt nochmal fünf Minuten.


Ach was habe ich mich gefreut, dass auf der letzten Fahrt (glücklicherweise in der drittletzten Reihe) noch weitere Fans der alten Holzkunst gesessen sind und lautstark "Nog een keer!" gebrüllt haben. Das ließ ich mir natürlich nicht entgehen und habe mitgeholfen beim Grölen und die damals echt netten Mitarbeiter haben uns tatsächlich nochmal fahren lassen.

Ich habe zwar etwas gebraucht, aber mit jeder sitzengebliebenen Runde auf der warmgefahrenen Robin Hood hat mir die Bahn immer besser gefallen (Woodie von Vekoma, wie sollte es auch anders sein). Wobei ich gestehen muss, dass mir Loup-Garou mit seinem Double Down und etwas mehr Abwechslung noch etwas besser gefällt. Den Thundercoaster nehme ich ohne seine richtigen Züge aus dem Vergleich heraus. Trotzdem tut es weh, dass ich dieses tolle Stück Holz nicht mehr fahren kann und habe ihn Anfang August schmerzlich vermisst, v.a. da das Nachfolgermodell nicht fahrbereit war. Und egal wie toll Untamed in der ersten Hälfte der Fahrt auch sein mag, für mich geht einfach nichts über das Rattern eines Holzachterbahnzuges auf hölzernen Schienen.


Daher freut es mich, dass der Park seinem alten Schmuckstück ein Denkmal gesetzt hat.



Und ich bin froh, den weiten Weg im letzten Jahr noch zurückgelegt zu haben, damit ich diese Schienen noch in Aktion erleben durfte.


Ich war nun in über der Hälfte der holländischen Parks. In jedem fühle ich mich äußerst wohl und würde jederzeit wiederkommen. Nur hier im Walibi habe ich dieses Gefühl irgendwie nicht. Trotz der tollen Attraktionsauswahl gibt es für mich daher erstmal keinen Grund wieder einmal den weiten Weg dort nach oben anzutreten (ohne Robin Hood sowieso) und bin froh, dass zumindest im zweiten Versuch die diesjährige Neuheit lief. In anderen Parks in den Niederlanden wird der Besucher mit einem Lächeln und der Freude der Mitarbeiter begrüßt, was ich in diesem Park nur sehr vereinzelt feststellen konnte und für mich einfach zum Gesamterlebnis dazugehört. Wobei ich dem Park aber wirklich zu Gute kommen lassen muss, dass er nach dem Totalausfall immerhin den Gästen entgegen gekommen ist und auch der Parkeintritt selbst dem Gebotenen angemessen ist (mit den ganzen Rabattaktionen sowieso).


Toll fand ich übrigens auch, dass ähnlich zu Efteling bei meinem Condor ein zu kleines Kind Knöpfchen drücken durfte.


Und für meine Vekoma-Kisten werde ich sicherlich auch irgendwann wieder nach Zwolle fahren. Für Untamed nehme ich dann aber Schienbeinschützer mit ...

Ich bedanke mich für das Interesse an meinem Bericht und wünsche allen Teilnehmern des Fandays einen schönen Tag!

Mata ne!
Nicolas


Ich vermisse den Woodie. Und die Familie der Dame hinter mir ihrer Lautstärke beim Brüllen für eine zweite Runde nach auch.
Hopa
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Link zum Beitrag #1018317 Verfasst am Mittwoch, 11. September 2019 08:05 2 gefällt das Relax
Ganz starker Bericht mit tollen Bildern - vielen Dank dafür!

Meine Untamed-Premiere steht erst in ein paar Tagen an. Bisher kenne ich nur Wildifre, Outlaw Run und Goliath. Bei jeder der Bahnen waren die Bügel für mich eine Zumutung. Sicherlich ist das auch meinem Körperbau geschuldet. Dennoch verstehe ich nicht, wie RMC alles so richtig machen kann und dann beim Komfort komplett verkackt. Bin mal gespannt. Vielleicht sind Schienbeinschoner wirklich eine Möglichkeit?
Lacront
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Mitglied Daniel

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Link zum Beitrag #1018370 Verfasst am Donnerstag, 12. September 2019 13:33 Relax
Vielen Dank für den tollen Bericht und die Hommage an Robin Hood. Gerade so einen Woodie mit Seltenheitswert hätte ich ganz gerne noch in seiner ursprünglichen Form erlebt, gerade weil mich Bruder Loup-Garou letzten Herbst so positiv überrascht hat. Aber dazu ist es leider aus verschiedenen Gründen nicht mehr gekommen.

Caruso Ein Jahr später erreichte mich dann die Nachricht, dass dieser Liste leider eine zweite Bahn hinzugefügt werden muss.

Ist da denn inzwischen etwas Konkreteres bekannt? In dem von dir im Regina-Thread geposteten Zeitungsartikel hiess es doch "nur", man wolle die Holzstruktur wiederverwenden und schiele dafür zum Nagashima Spaland...

Caruso Eher die extremst unfreundliche Mitarbeiterin ist mir im Gedächtnis geblieben. Da an der Ausstiegsplattform ein paar Bilder einer sonst etwas schüchternen Bahn geschossen werden können, habe ich dort meine Kamera ausgepackt, worauf mich diese Mitarbeiterin attackiert hat und meinte, dass Kameras auf der Fahrt verboten wären und ich die Bilder löschen müsste. Wohlgemerkt befanden wir uns nicht mehr in der Fahrt und einfach auf Verdacht jemanden ansprechen und mir unterstellen, dass ich die schon auf der Fahrt genutzt hätte - da bin ich dann mal etwas lauter geworden...

Schade, dass du da auch so einen knöbeligen Zwischenfall hattest. Smilie :413: - Diddi - 90821 Zugriffe Klar setzt das Personal in solchen Fällen oft nur Vorschriften durch und leider gibt es ja auch genug Passagiere, die in einem solchen Falle den Verdacht nahelegen, dass die Kamera auch schon während der Fahrt im Einsatz war. Dennoch kann der Tonfall der Personals hier schon einiges ausmachen. Ein positives Beispiel war da der Ride-OP an Treetops in Oakwood, der mich beim Fotografieren während des Wartens zwar auch eher doof angemacht hat, der sich aber auch höchst britisch (oder walisisch? S) entschuldigt hat, nachdem er erkannt hatte, dass die Kamera noch vor dem Platznehmen im Zug selbstverständlich in der Cargo-Tasche verschwand. Gerade anhand dieses Beispiels sehr treffend: "Wie es in den Wald hineinruft...". S

Caruso Ich habe an diesem Tag zahlreiche Leute in den Warteschlangen oder im Zug sitzend kennengelernt und alle waren sich einig, dass die Züge unbequem und die letzten Ejector Hüpfer dadurch schmerzhaft sind und der Flow verloren geht.

Irgendwie ist es einfach schade, dass RMCs mit so unvorteilhaftem Rollmaterial unterwegs sind. Wie an anderer Stelle schon diskutiert, war ich bei Wicked Cyclone in Six Flags New England und Storm Chaser in Kentucky Kingdom zwar sogar positiv überrascht von den Zügen und den Bügeln - da hab ich nach den ganzen negativen Vorabberichten etwas viel Schlimmeres erwartet und mir persönlich sind die wunderbar angelegen. Allerdings ist man bei den Bügeln afaik seit Twisted Timbers ja von einer H- zu einer V-Form übergegangen, so dass Faktoren wie die Polsterung der Schienbeinschoner, die Beinlänge und insbesondere eben die Länge der Oberschenkel (sprich: wie ein langes Bein durch das Knie "aufgeteilt" ist) die entscheidende Rolle bei der Komfortfrage spielen.
"Sometimes your shallowness is so thorough it's almost like depth."
Coronet
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Link zum Beitrag #1018404 Verfasst am Samstag, 14. September 2019 08:11 Relax
Vielen Dank für den Bericht, eine tolle Perspektive auf das, was da im letzten Jahr vollbracht (und "vernichtet") wurde. Ich werde selbst in grob 2 Wochen in den Genuss kommen. Was ich aber niemals vergessen werde ist die Privat-ERT, die ich letztes Jahr im Frühjahr auf Robin Hood hatte. Der Park war sowieso recht leer und die letzte Stunde war tatsächlich sitzen bleiben angesagt. Das haben wir dann auch gerne getan und mit jeder weiteren Runde hat man Robin Hood mehr und mehr lieben gelernt.
Caruso
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Assistent Nicolas Mayer

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Link zum Beitrag #1018439 Verfasst am Sonntag, 15. September 2019 11:03
Themenersteller
Relax
Vielen Dank euch dreien!

Nachdem ich nach dem Fanday mit ein paar (ehemaligen) ECClern gesprochen habe, kommt es bei den neuen Zügen wohl wirklich auf die Beinlänge an. In der Gruppe wurde aber auch schon von einem Fan in Polen berichtet, der mit Polstern auf den Schienbeinen gefahren ist. Wäre wohl wirklich eine Idee, wenn ich mal wieder nach Walibi kommen sollte ...

Lacront
Caruso Ein Jahr später erreichte mich dann die Nachricht, dass dieser Liste leider eine zweite Bahn hinzugefügt werden muss.


Ist da denn inzwischen etwas Konkreteres bekannt? In dem von dir im Regina-Thread geposteten Zeitungsartikel hiess es doch "nur", man wolle die Holzstruktur wiederverwenden und schiele dafür zum Nagashima Spaland...


Damit war Robin Hood gemeint. 2017 kam die Nachricht mit White Cyclone und ein Jahr später die Meldung zu Robin Hood. Ich schaue mir immer mal wieder bei Twitter aktuelle Fotos aus dem Tobu Zoo an, aber bislang steht Regina unverändert im Park. Mal schaun, ob das die dritte Bahn auf der Liste wird ...
TopHat
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Link zum Beitrag #1018466 Verfasst am Sonntag, 15. September 2019 14:05 Relax
Bei mir ist es so, dass der eigentliche Bügel gar nicht richtig zu geht, da die Beinschiene eher anlegt. Ist zwar gut für die Airtime aber angenehm ist sicher anders. S
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