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Lacront Neu 03.10.2018 Mittwoch, 03. Oktober 2018 16:02 2 gefällt das | ||||
![]() Daniel Schweiz . ZH |
Wenn es ein europäisches Landmark gibt, das fachgerecht fürs Cold Opening einer fast nicht in Kurzfassung erklärbaren Trip-Prämisse herhalten kann, dann wohl das berühmte Atomium in Brüssel, der Hauptstadt von Belgien. ![]() Apropos spinnen: Mein lieber Schwan, kann einen die Trip-Planung nach Brüssel in den Wahnsinn treiben! Hotel- und v.a. Anreisepreise mit jedweden Verkehrsmitteln schwanken je nach Datum wie die berühmte Aufwärtsrampe des ursprünglichen Rattlers in San Antonio! Lange Rede, kurzer Sinn: Entstanden ist auf diese Art ein dreitägiger Ego-Roadtrip nach Brüssel, auf welchem die Piscine Olympique d'Amnéville, Walibi Belgium und eben das zum Ende verdammte Océade mitgenommen wurden - und darum soll sich der vorliegende Bericht auch drehen. ![]() Die etwas mehr als zwei weitere Fahrstunden weiter nördlich und eine Ortschaft vom Walygator entfernt gelegene Zone Touristique von Amnéville ist eine wahrlich eigenartige und irgendwie höchst französische Konstruktion. Der Zoo d'Amnéville, der Thermalbadekomplex Thermapolis, eine Skihalle, ein Casino, verschiedene Kinos, das Aquarium, diverse Indoor-Freizeiteinrichtungen und eben die für mich zur zweiten Fahrpause angedachte Schwimm- und Eislaufanlage teilen sich hier einen riiiesig langen Parkplatz, der einfach als breite Schneise in die Landschaft unter gigantischen, dafür aber hübsch dekorierten Strommasten gehauen wurde. Seht euch das ganze mal aus der Luft an und versucht, die Augenbrauen an Ort und Stelle zu halten. ![]() Die Piscine Olympique & Patinoire liegt ungefähr mittig an der erwähnten Schneise und ein gutes Stück südlich. Direkt vor dem gemeinsamen Eingang zu Schwimmbad und Eislaufbahn gibt es weitere Parkplätze. Hätte ja schon cool ausgesehen... Zum Trost gab es dafür die Einstandsmahlzeit im nahe gelegenen Buffalo Grill (bis dahin tatsächlich noch nie ausprobiert) und weiter ging die Fahrt in Richtung Luxembourg. Wo ich wegen einer dank unhöflichen Dränglern nicht erwischten Abfahrt auf dem Autobahnkreuz noch unfreiwillig die Grand Tour über einen horrormässigen dreispurigen Kreisel und sogar hinter dem Hauptbahnhof durch mitgemacht habe, jedoch bei einer Shell auch günstig tanken konnte. ![]() Sowohl Google Maps als auch unser Navi machten mich auf einen 25-minütigen Zeitverlust durch eine Baustelle an der Grenze zu Belgien aufmerksam, wo für zwölf Kilometer zwei Spuren zu einer vereinigt werden. Das habe ich halt in Kauf genommen, um mal behaupten zu können, wenigstens einmal im Grossherzogtum mit seinen berühmten günstigen Tankmöglichkeiten gewesen zu sein. ![]() Auch dies eine trotz vielmaligen Antreffens noch nie geschlossene Bildungslücke, die sich für meine Bedürfnisse und Unternehmungen aber als absolut ideal erwiesen hat - kann ich nur weiterempfehlen, durch die Laufnähe zum nebenan liegenden S-Bahnhof gerade auch für etwas ÖV-konzentriertere Trips. Der Teppichboden im Vestibule (Chandler lässt grüssen! ![]() Nach diesem furchtbar anstrengenden Schlauch von Anreise sah die Welt nach einem erholsamen tiefen Schlaf und einem wirklich sehr guten Frühstück tags darauf dann zum Glück wieder etwas rosiger aus, so dass ich nach dem Frischmachen nun das erste Ziel für heute und den ersten Hauptgegenstand des Berichts ansteuerte: Walibi Belgium. Die Fahrt dahin war von Vilvoorde aus zwar nicht mehr sehr lang, aber für einen ortsunkundigen Touristen dennoch eine kleine Herausforderung. Auf dem Papier sieht die zu fahrende Strecke absolut machbar aus, beinhaltet aber zwei Manöver, wo man auf der Ringautobahn innert kurzer Distanz über mehrere Spuren nach links wechseln muss - wobei aber zu jeder Tages- und Nachtzeit ein krasser Kontrast zwischen den rechten und linken zwei Spuren herrscht, da auf der einen Seite praktisch alles still steht und auf der anderen mit 120 bedrohlich gedrängelt wird. Wundert mich echt, dass da überhaupt die Höchstgeschwindigkeit zugelassen ist - solche Stellen wären in unserem Sprachraum eher auf 100 oder gar 80 reguliert. Und selbst wenn man es dann mal rüber geschafft hat, war es furchtbar unangenehm, am letztmöglichen Punkt praktisch im Stillstand mit Blinker nach links zu stehen und zu hoffen, dass sich irgendein Fahrer da mal erbarmt und einen reinlässt, während mit beängstigendem Tempo sich von hinten nähernde Nachkommer hupten und superknapp rechts an einem vorbeidüsten - nur um dann noch weiter vorn dasselbe wie ich zu machen, aber schon weit über die gestrichelte Linie hinaus. ![]() ![]() WALIBI BELGIUM Irgendwann war dann endlich der Ort des Geschehens erreicht, wo sich trotz zeitiger Ankunft vor der Öffnung um 10.00 Uhr bereits eine beachtliche Menschen- und Fahrzeugmenge auf dem Parkplatz eingefunden hatte. Anlässlich des Feiertags der französischen Gemeinschaft Belgiens war der Park ausnahmsweise mal an einem Donnerstag geöffnet, wo man ansonsten bereits zu Weekend-only-Operations übergegangen war. Klar wollten dies viele Wallonier nicht ungenutzt lassen - trotz noch kühlen 12°C herrschte ja allerschönstes Sonnenscheinwetter vor. Da ich mein Ticket vorab bereits online gekauft und aufs Smartphone geladen hatte, brauchte ich dies am Eingang nur noch zu zücken und abzuscannen - und schon stand ich in der einladenden Mainstreet des Parks. An deren Ende wurde man bis punkt 10.00 Uhr noch zurück gehalten, dann wurde das Tor aufgesperrt und die aufgestaute Meute in den Park gelassen. Disclaimer vorab: Da das ebenfalls noch am gleichen Tag zu absolvierende Océade bloss bis 18.00 Uhr geöffnet hatte, konnte ich dem Park nicht die Zeit einräumen, die er eigentlich verdienen und angesichts der heutigen Fülle schlicht auch benötigen würde. Ich hatte mich im Vorfeld darauf eingestellt, nach dem Tor erst einmal nach links zu marschieren und den Park entgegen des gemeinhin üblichen Kundenstroms also im Uhrzeigersinn um den See herum zu erkundigen und zu sehen, was sich auf diese Weise alles schaffen lässt. Zwischen 14.30 und 15.00 Uhr musste ich spätestens weiter, um noch rechtzeitig beim Océade zu sein - daher rechnete ich mit maximal einer Fahrt auf den sieben Coastern und notfalls noch mit erkauften Bonus-Fahrten, da der Park für 15€ eine recht faire Light-Speedy-Pass-Variante anbietet, die viermaliges Vordrängeln erlaubt. Diese etwas gehetzte Besuchsweise mit Tendenz zum Abfrühstücken wird sich im Bericht leider zwangsläufig ein bisschen widerspiegeln. Seid euch aber bewusst, dass das von der Planung her einfach nicht anders ging und ich angesichts des vorgestellten Masterplans für die nächsten paar Jahre eh in Bälde vorhabe, für eine ausführlichere Visite zurück zu kehren. ![]() Nach dem Aufsperren der Tore ging es also schnurstracks nach links, an den Rutschen des dem Park zugehörigen Plauschbads Aqualibi und der Seefront vorbei. Dann landet man als erstes beim Vekoma Boomerang Cobra, der als Tageseinstieg komplett schlangenlos - kicher! - mitgenommen werden durfte. ![]() Zur ausreichend bekannten Fahrt eines Boomerangs muss glaube ich nicht mehr viel geschrieben werden. Wenn so ein Ding ohne Wartezeit mitgenommen werden kann und es darüber hinaus noch ein so smoothes Exemplar wie das hiesige ist, dann machen mir die Dinger unglaublich viel Spass! Besonders der immer wieder unterschätze Druck im Looping während der Rückwärtsrunde machte nach so langer Pause - den letzten richtigen Boomerang bin ich meine ich vor zwei Jahren in Darien Lake gefahren - so richtig Laune! Randnotiz: Obwohl gleich zwei Ride-OPs während der Bügelkontrolle nichts beanstandet haben, wies mich ein offenbar zu einem kurzen Check vorbeigekommener und am Ausgang der Bahn stehender Parkaufseher an, ich solle meine Sonnenbrille absetzen und während der Fahrt in die Hand nehmen. Wieder mal helvetisch paraphrasiert: Der hat wohl auch nur was gesagt, damit er heute auch tatsächlich was zu sagen hatte. ![]() Als nächstes an der Reihe war eine sehr geschichtsträchtige Bahn mit Seltenheitswert! Der heute als Psyké Underground auftretende Schwarzkopf Shuttle Loop wurde 1982 quasi als Hand-me-down von einem seine Bestellung storniert habenden japanischen Park gekauft und eröffnete als Sirocco hier im Park. Spätestens 1997 hat sich die Anlage ins öffentliche Gedächtnis, öhm, katapultiert ( ![]() ![]() In der Saison 2008 häuften sich die Probleme mit der Bahn, so dass zuletzt nur noch alle fünf Minuten ein Zug abgeschossen werden konnte und daraufhin schliesslich die Reissleine gezogen wurde. Fast vier Jahre lang stand die Bahn still, bevor in Zusammenarbeit mit Gerstlauer das Launchsystem von Flywheel auf LIM umgerüstet wurde und die Anlage mit neuen Schwarzkopf-Replik-Zügen gleichen Hauses, nunmehr beidseitig eingehausten Spikes zur Lärmreduzierung für die Anwohner und natürlich neuem Thema 2013 eben als Psyké Underground neu eröffnete. Die Thematisierung der Bahn ist heute im 2011 ge-revampten oder hier vielleicht passender ausgedrückt relaunchten ( ![]() ![]() Gewiss zähle ich natürlich überhaupt nicht zur anvisierten Zielgruppe und habe auch nicht den Vergleich zu vorher, da der im Bericht geschilderte ja mein Erstbesuch in einem Walibi-Park überhaupt war. Man muss aber zweifellos - wie obig ja auch zitiert - anerkennen, dass der mit dem Rebranding einhergehende Investitionsschub den Walibi-Parks ganz allgemein wohl sehr gut getan hat, und man den Shuttle Loop ohne diesen womöglich gar nicht fahren könnte in der heutigen Form. Trotz inzwischen jahrzehntelanger Coaster-Nachpilgerei und v.a. vollkommen massloser Anwendung dieses Coastertypus in der RCT-Franchise - gerne auch mit Interlocking Loops um noch mehr Geld zu scheffeln ![]() Nachdem die Skunx-Tante (?) auf den Screens mit dem Vorlauf-Jingle ihr Tantrum von wegen das System endlich zu starten beendet hat, rollt man ein kleines Stück weit in Schritttempo aus der Station in den Launchtunnel hinein. Erst dort wird nach einem weiteren kurzen Countdown dann der eigentliche Hauptschub eingeleitet. Damit hab ich ganz ehrlich gar nicht gerechnet - von der alten Turbine hatte ich noch Videos im Hinterkopf, wonach man dort aus dem Stillstand in der Station direkt voll beschleunigt wurde; und ich hab wohl einfach ohne mich grossartig vorab über Psyké Underground zu informieren angenommen, dass das auch bei der Umrüstung so gehandhabt wird. Aber rein grundsätzlich ist das ja gar nichts Schlechtes, da der Launch auf diese Art womöglich sogar etwas knackiger ist, da das gleiche Tempo innert kürzerer Distanz erreicht werden muss? Vielleicht ist das halt eine Frage des Erstkontakts, da man doch von einigen Stimmen liest, die den alten Schwungrad-Abschuss etwas thrilliger fanden. Aber da ich persönlich den Vergleich hierzu halt nicht habe, kann ich nur sagen: Bombensache und ein überaus hübsches Trittchen, dieser Launch! Danach rast man in völliger Dunkelheit durch den gewohnt druckvollen, kreisrunden Schwarzkopf-Looping - wobei man durch den konstanten Pressdruck ganz Flight-of-Fear-mässig nicht so recht weiss, wo oben und unten ist. Anschliessend pendelt man auf dem bis zu 42 Meter Höhe erreichenden Vorwärtsspike aus und absolviert mit dem so gewonnenen Tempo dies Plaisirchen von Loop nun bekanntlich noch einmal rückwärts - einfach klasse! Was für ein Ritt! Meine Shuttle-Loop-Premiere hat jedenfalls nicht enttäuscht und bei einem leeren Park wäre ich hier wohl kaum mehr wegzukriegen gewesen. Gerstlauer hat hier wirklich eine tolle Leistung erbracht, das alte Goldstück erfolgreich für die 2010er- und hoffentlich auch noch viele weitere Jahre wieder fahrtüchtig zu machen. Alle Daumen rauf! Nun war der See in der Parkmitte zur Hälfte umrundet und die nächste Station daher der Exoten-Themenbereich, wo sich die Neuheit dieses Jahres befindet: der Gerstlauer Bobsled Tiki-Waka. Der Themenbereich und die Anlage selbst machen einiges her, erinnern durch die Gestaltungselemente tatsächlich ein wenig an die Busch Gardens Tampa Bay und werden vom Publikum auch sehr gut angenommen. Also nichts wie rein in die zu dieser Uhrzeit noch überschaubar aussehende Schlange! Leider hatte ich hier so richtig Pech. Die Schlange reichte zu meinem Eintreffen ein kleines Stück über die Tiki-Statue mit den drehbaren Gesichtsteilen im letzten Drittel der Schlange hinaus. Ich hätte geschätzt, dass man ab da bei Normalbetrieb noch allerhöchstens 20-25 Minuten steht. Unglücklicherweise gab es ganz kurz nach meinem Eintreffen etwa einen zehnminütigen Komplettstillstand. Da ging absolut gar nichts mehr, alle fünf Wagen standen in der Station und den Bremsbereichen. Nachdem wahrscheinlich dann irgendwann die Techniker kamen und die Bahn irgendwie wieder kurzzeitig zum Laufen brachten - reine Vermutung von mir, da ich zu dieser Zeit ja an einer Stelle weit unterhalb stand, wo man nicht sieht, was in der Station gerade passiert - fanden dann vier oder fünf Fahrten mit Passagieren statt und kurz danach gab es wieder etwa fünf bis sieben Minuten Stillstand. Nach den daraufhin folgenden Leerfahrten schien dann alles wieder klar zu sein und die Wagen konnten wieder normal Passagiere aufnehmen. Bis ich dann Platz nehmen konnte dauerte es dennoch etwas - insgesamt habe ich mit allen Pannen einberechnet eine Dreiviertelstunde gewartet. Vom oberen Deck beim Einsteigebereich sah man, dass sich die Warteschlange aufgrund der Downtimes nun einmal quer über den ganzen Vorplatz erstreckte und dann vom Personal auch der letzte Zickzack-Abschnitt der Queue geöffnet wurde. Nach absolvierter Fahrt war die Wartezeit auf den Bildschirmen im Park konstant mit 65-75 Min. beziffert. Was halt auch nicht half: Speedy-Pass-Inhaber wurden beim Einteilen seeehr bevorzugt behandelt (ich meine, es sassen in jedem zweiten Wagen vier Speedy-Pass-Inhaber) und ironischerweise eben auch beim Einlass an sich mit nicht zu verachtendem zusätzlichem Zeitaufwand. Da aufgrund des Novitätsfaktors und der im Vergleich mit anderen Anlagen im Park schon eher niedrigen Kapazität von 600 pph beim Unlimited Pass nur eine Fahrt mit Tiki-Waka inklusive ist, wird dieser mit so einer Schaffner-mässigen Kontrollzange abgeknipst. Und bei der Variante mit 4x Vordrängeln wo man nach dem Kauf einfach vier Zettelchen erhält, die man an den entsprechenden Zugängen dem Personal aushändigen muss, müsste theoretisch auch ein gesamter allfälliger Restbestand noch abgeknipst werden, um sicherzustellen, dass die Inhaber während ihres Parkbesuchs auch wirklich nur einmal mit Tiki-Waka fahren. Dass das dauert versteht sich ja von selbst. Kurios erscheint zudem auch, dass immer nur ein Viererwagen beladen wird, während zwei mit noch geschlossenen Bügeln dahinter warten. Gerade bei diesem Bahnentypus mit so einer langen Station und Fastpass-Handling verwundert es doch sehr, dass man nicht einen separaten Aussteigebereich einrichtet oder zwei Wagen simultan belädt... Nunja, einmal drin ist die Fahrt an sich dann aber wirklich spassig! Besonders die kleine Slalomstrecke direkt nach dem First Drop sieht so nach nichts aus, kommt aber unverhofft richtig gut! ![]() Bautechnisches Gimmick: Die Strecke kommt nach dem Lifthill bis auf einzelne Ausnahmen in Blockbremsen und Tälern grossteils mit Dreipunkt-Schienen daher und wechselt kurz vor der dritten Blockbremse dann komplett zu einem flachen Profil. Also voll anti-Galaxy-Orbiter in der West Edmonton Mall. ![]() Tolles Bähnchen! Zwischenzeitlich am Westernbereich angekommen war es nun an der Zeit für eine weitere Vekoma-Perle: Calamity Mine. Angeschrieben waren hier noch überschaubare 35 Minuten Wartezeit, effektiv waren es dann aber knappe 20 oder so. Flotter Dreizugbetrieb sorgt auf solchen Minetrains für eine Mordskapazität. ![]() Ich fand es auf Videos der Bahn schon immer toll, dass sich die Züge hier bei den parallelen Lifthills und noch zwei weitere Male auf der Strecke begegnen - das ist frei nach RCT der Erregungsrate ja leidlich zuträglich. ![]() ![]() Ist einfach eine Augenweide, diese Anlage! Mit den Felsen, den Holztunnels, dem See, dem Wasserfall und hunderten liebevoll platzierter Details schlicht ein Paradebeispiel dafür, dass auch ein später mehrfach repliziertes Standardlayout echt toll thematisiert werden kann. Ein richtiger "Sehr hoch, Hoch, Mittel"-Minetrain eben. ![]() ![]() Zur Fahrt an sich kann ich auch nur in den Grundtenor mit einstimmen: einfach schick und spassig zu fahren. Und zudem genau richtig für das Hauptpublikum an diesem Tag - im Gegensatz zu Tiki-Waka aber mit anständigem Throughput. Mit etwas nervösem Blick auf die Uhr, die Wartezeitanzeigen und den mir unablässig vom Eingang her immer noch entgegen kommenden Kundenstrom wurde der Fall leider klar: Wenn ich die grossen Attraktionen und das Océade - den eigentlichen Hauptaufhänger der ganzen Reise - noch schaffen will, dann muss unglücklicherweise eine Drängelhilfe her. Was aber grundsätzlich nicht am Park lag - mit Ausnahme von Tiki-Waka vielleicht wurde überall das absolute Optimum aus den Operations rausgeholt - sondern einfach an der schieren Fülle an diesem ausnahmsweise geöffneten Feiertag und dem leider nur kurzen Zeitfenster, das ich dem Park einberaumen konnte. Alle grösseren Bahnen hatten zu dem Zeitpunkt bereits über 50 Minuten Wartezeit angeschrieben, einzige Ausnahme war eigentlich nur Pulsar mit stetig 35 Minuten. Daher ging ich also in einen Souvenirshop in der Mainstreet und kaufte neben dem sowieso noch zu erstehenden Parkplatz-Ticket eben auch einen 4x Speedy Pass für 15€, der viermaliges Vordrängeln erlaubte. Ich fühlte mich zwar schon wie Daria, die für den Kaffeetreff der Schule keine Schokoriegel mehr an Menschen verkaufen wollte, denen sie offensichtlich nicht gut tun ("the bad kind of dirty." ![]() Die erste der beim Kauf ausgehändigten Quittungen wurde kurz darauf beim Vekoma SLC Vampire eingelöst, der mit seiner beeindruckenden Erscheinung ein eigenes kleines Parkeck samt da hinüberführender Brücke spendiert bekommen hat. Durch den Ausgang also rein in den Bahnhof und sofort durfte ich zum Auffüllen in Reihe vier Platz nehmen, wo nur eine Single Riderin sass - prima, so fühlte ich mich ein Stück weniger schuldig. ![]() ![]() Aber davon ab: Einmal den First Drop runtergedüst war ich trotz aller positiven Vorwarnungen komplett baff darüber, wie sanft sich dieser SLC gefahren ist. An der Spitze des Rollovers angelangt dachte ich mir so: "Der Mind Eraser in den Elitch Gardens war bis hierhin auch smooth - abwarten!" Nach Vollstreckung des Sidewinders schoss es mir in den Sinn: "Infusion in Blackpool fuhr bis zu diesem Punkt im Layout ebenfalls sanft - da kommt doch sicher noch was!" Aber es kam - man höre und staune - schlicht und ergreifend nichts Gravierendes mehr. ![]() ![]() Nicht falsch verstehen: Selbstredend ist man hier immer noch ein respektables Stück davon entfernt, von einer butterweichen Fahrt sprechen zu können. Aber so rein im gattungsinternen Vergleich nimmt dieser SLC fahrkomfortmässig einen absoluten Spitzenplatz ein. Vampire ist quasi der Tennessee Tornado unter den SLCs. ![]() ![]() Eine der absoluten Überraschungen des Tages! Als nächstes war der zweite Fabelwesen-Coaster gleich nebenan an der Reihe: der Vekoma-Woodie Loup-Garou! Ich muss zugeben, dass diese mit Seltenheitswert beschenkte Anlage mit ausschlaggebend dafür war, Walibi Belgium unbedingt auch noch in die Tour mit einzubauen. Aufgrund der reduzierten Spätsaisons-Öffnungszeiten, der in frühen Planungsstadien noch nicht definitiv bestätigten Freitagen auf der Arbeit sowie der Tatsache, dass man Walibi Belgium notfalls immer noch nachholen könnte, Océade aber nicht, spielte ich durchaus mit dem Gedanken, ihn ganz zu kippen und allenfalls eine reine Rutschentour aus dem Reisli zu machen. Loup-Garous Zukunft im jetzigen Erscheinungsbild steht allerdings auf wackeligen Beinen, da die Bahn laut erwähntem Masterplan auf die Saison 2021 hin ein "neues Thema" erhalten soll. Was wohl heisst, dass die Bahn im Rahmen der angedachten Umgestaltung einen neuen Namen, neue Deko und neue Züge erhalten wird. Da die originalen Woodie-Züge der Firma auf den anderen beiden Vekoma-Woodies bereits Geschichte sind, ist es also allerhöchste Zeit, sich hiervon unbedingt noch ein eigenes Bild zu machen, solange es noch geht. Und gerade von den Zügen war ich aufs Positivste überrascht, als ich via separierten Speedy-Pass-Aufgang dann mit einem tapferen jungen Single Rider in die Backrow zugeteilt wurde und einen ersten genaueren Blick darauf werfen konnte. Rein von der weichen Kunstleder-Polsterung und dem Sitztrenner her erinnerte das Design grundsätzlich an eine Mixtur aus Millennium Flyern (auch durch die durchgehenden Stangen hinter den Sitzbankwänden) und PTC-Zügen, allerdings mit gewissen Gerstlauer-Woodie-Zug-Elementen aufgemotzt, wie z.B. den Gitterfronten vorn an allen Sechserwaggons. Die allergrösste Überraschung waren dann aber die mir super-komfortabel aufliegenden Hydraulik-T-Bügel. Ich habe zwar schon einmal Fotos und Filmaufnahmen davon gesehen, konnte mir anhand dessen aber schlicht nicht vorstellen, wie sowas überhaupt ansatzweise praktisch oder schmerzfrei sein kann. Allerdings hat auf dieser Erstvisierung der Winkel total getäuscht. Nur der untere Teil der "ovalen Bügelelipse" (aus Ermangelung eines treffenderen Begriffs) dient nämlich der Fahrgastsicherung - der vordere steht leicht nach oben gewinkelt hervor und ist als Haltestange gedacht. So simpel, genial und bequem. In einer Chat-Schilderung meiner Reiseerlebnisse hab ich Sitze und Bügel als "wie PTCs, wenn sich PTC mal an T-Bügeln oder Hydraulik versuchen würde" geschildert - und nach den positiven Erfahrungen auf Loup-Garou damit hätte ich wirklich nichts dagegen, wenn PTC oder andere Hersteller sich hier mal was abschauen. ![]() Die Wiese vor der Bahn, auf der sich früher das Riesenrad befand, ist in dieser Saison eine Loungezone, bevor zur nächsten dann die Marienkäferbahn hierher kommt. Ohne die Aussichten aus dem Riesenrad ist das schöne Holzungetüm mitunter etwas schwierig vor die Linse zu kriegen. Daher folgen ab hier zur visuellen Ergänzung noch einige aus dem Riesenrad gemachte Retro-Shots, die mir Tobias (Stormrunn3r) freundlicherweise von seiner Website zur Verfügung gestellt hat! ![]() © Stormrunn3r © Stormrunn3r © Stormrunn3r © Stormrunn3r Einmal den gemächlich seinen Dienst tuenden Lifthill hochgekraxelt und aus den so erreichten 28 Höhenmetern wieder runter gedonnert, entfährt mir im ersten Tal tatsächlich ein "Auweia!" - wenn der Rest der Strecke so polterig absolviert wird wie hier, dann gute Nacht. Allerdings stellte sich diese eine rappelige Stelle voll als Megafobia-Syndrom heraus: Bereits in der folgenden hochgelagerten Kehre stellt sich eine Woodie-Fahrdynamik ein, die einfach genau richtig ist und für den gesamten Rest der aufregenden Strecke auch erhalten bleibt. Und die weiss schlicht zu begeistern! Tolle Kurven und Kehren, ein paar besonders im hinteren Zugteil richtig grandiose Airtime-Momente, schniek zu fahrende charakteristische S-Kurven-Schwenker, fantastische Near-Misses mit dem massiv verbauten Stützwerk... Ein total fulminantes Action-Feuerwerk, das irgendwie gar nicht mehr aufhören will und mein absolutes Highlight im Park! ![]() Der Werwolf hat nicht nur alles gehalten, was ich mir davon versprochen habe, sondern hat auch noch mit ein paar tollen Zusatz-Gimmicks aufgewartet, die diesen schönen Vekoma-Woodie im Ranking nun auf einen Platz weit oben in den persönlichen Holzcharts gehievt haben! ![]() ![]() In jedem Falle glänzt Loup-Garou mit einer richtig schicken langen Strecke, einer vom ersten Tal mal abgesehen durchgehend leckeren Woodie-Fahrweise, schmissiger Airtime, tollen Zügen und einem einfach genialen Gesamterlebnis mit Seltenheitswert. Für mich die beste Bahn im Park - wohl absolut nicht verwunderlich, dass ich mein noch übriges Vordrängelticket dann für eine zweite Fahrt hierauf verwendet hab. Hoffentlich werden sich die 2021 kommenden Veränderungen am einmaligen Spirit dieser beachtlichen Holzachterbahn orientieren. Das Madhouse Palais du Génie hab ich zwischendurch auch noch rasch mitgenommen, da dies an dem Tag eine der wenigen Attraktionen im Park war, die nicht 45 Minuten und mehr Wartezeit angeschrieben hatten. Die Pre-Show ist irgendwie schräg, da sie bilingue abgehalten wird und zweimal hintereinander eigentlich das Gleiche gesagt wird. Übersetzungs-Szene in der Synchronfassung vom Urteil von Nürnberg ahoi? ![]() ![]() Trotz den immer noch etwas frischen 14°C hab ich mich dann doch dazu entschlossen, eine Fahrt mit dem Mack Power Splash Pulsar zu wagen. Die Drehplattform ist wirklich ein kleines Wunder an Ingenieurskunst und eine Ausgeburt an Erfindergeist - da hab ich mich fast nicht dran sattsehen können! ![]() ![]() Kurios: Auf dieser Aufnahme vom frühen Morgen sieht man noch zwei Fahrgäste in der Frontrow sitzen. Bei allen im weiteren Tagesverlauf beobachteten Fahrten und auf allen anderen geschossenen Fotos erkennbar wurde die erste Reihe danach wohl nicht mehr beladen - die war immer leer. Da man das auf den Fotos in Ingos Bericht vom letzten Herbst auch immer so sieht, handelt es sich dabei wohl um eine Herbstmassnahme. Die frühmorgens bei noch kühleren Temperaturen als am Nachmittag wohl einfach noch keine Anwendung fand. Auch hier nutzte ich ein Speedy-Pass-Ticket. Die Wartezeit war zwar mit durchgängig 35 Minuten angegeben und auch mit der überschaubar aussehenden Single Rider Line hätte man wohl eine Fahrt ohne grosse Wartezeit schaffen können, aber da der Abfahrtszeitpunkt gen Océade immer näher rückte, wollte ich dann doch lieber nichts riskieren. Zugeteilt wurde ich auf dem Aussensitz von Reihe 3 und war auch hier wieder sehr von den Bügeln angetan. Solche hab ich auf einer Mack-Bahn glaube ich noch nie gesehen. Im Prinzip kann man sich dabei einen normalen U-Bügel vorstellen, dessen Seitenstangen aber leicht "nach oben geschwungen" angebracht sind und damit überhaupt nicht an den Beinen scheuern, da sie gar nicht mit ihnen in Kontakt kommen. Wunderbar, und dank Hydraulik auch wieder äusserst komfortabel aufliegend. Auf los geht es also los und man wird über die Drehplattform also in den Parcours hinein rotiert. Aus dem Stillstand beschleunigt man zunächst gemächlich rückwärts, überquert dabei den flachen Hump, durchsaust das noch leere Schleusenbecken und pendelt am hinteren Spike aus. Mit dem neu gewonnenen Schwung durch die senkrechte Schussfahrt absolviert man das Ganze nun noch einmal vorwärts, wird unmittelbar vor dem Hügelchen aber noch einmal merklich beschleunigt. Dieser Zusatzkick sorgt für unerwartet schnittige Schwebezeit über die flache Kuppe hinweg - da man von aussen zusehend überhaupt nicht mit sowas rechnet, geht einem mit grossen Augen unweigerlich ein Bugs-Bunny-mässiges "Meiner Treu!" durch den Kopf. Oder in Counter-Lingo vielleicht näher an der Originalaussprache des Englischen: Miner Troy. ![]() Nunmehr am vorderen Senkrechtturm angelangt erreicht man dort eine stattliche Höhe und pendelt auch da mit herrlichem Druck gegens Bügelchen wieder thrillig aus. Jetzt wird der Hump zum dritten Mal überflogen - rückwärts und nun auch mit einem Maximum an Schmackes und Airtime. Anschliessend durchflitzt man erneut den Schleusenbereich und erklimmt den hinteren Spike zum zweiten Mal. Auch in den vorderen Reihen kriegt man die Auswirkungen des "Knicks nach hinten" ganz oben recht deutlich zu spüren und kann auch erkennen, dass sich das Bassin am Fusse der Schussfahrt nun mit Seewasser flutet. Schliesslich donnert man auch hier airtimereich talwärts und schlittert endlich ins Wasser wo dann eine gigantische Fontäne ausgelöst wird, die sämtliche Passagiere anständig nass macht. War für mich bei der Temperatur schon eher an der Grenze, ging aber gerade noch so - ein Riesenspass! ![]() Was für ein Technikwunder, was für eine Konstruktion, was für ein genialer Einfall und was für ein Spass! Pulsar passt absolut hervorragend nach Walibi Belgium, setzt ganz neue Thrill-Massstäbe was Wasserrides angeht und auch das per Drehplattform gelöste und Zweizugbetrieb erlaubende Shuttle-Prinzip ist einfach nur brutal genial. Ich hoffe sehr, dass solche Dinger noch in vielen anderen Parks zum Stehen kommen - hoffentlich auch in welchem mit dafür geeignetem Klima. Absolut top! ![]() Tja, und da ab hier nur noch die zweite Fahrt auf Loup-Garou absolviert und noch eine höchst belgische Spezialität zum Lunch ausprobiert wurde, bevor es dann weiter in Richtung Zweit-Tagesziel ging, heisst es nun: Restfotos ahoi! Kinderland I Kinderland II Flashback Radja River. Angesichts des Folgeprogramms, der Temperaturen, der Warteschlange und der zeitlichen Knappheit leider auch nicht gemacht. Der 77 Meter hohe Intamin Freefall namens Dalton Terror lief mit allen Spuren - und dann sei der Park richtig voll, hab ich mir sagen lassen. Musste angesichts 55 Minuten Wartezeit schaderweise auch für den nächsten Besuch aufgeschoben werden, generell mag ich die Dinger ja ausserordentlich. ![]() Beim Top Spin Buzzsaw hab ich dem Hörensagen nach wohl nicht viel verpasst. Am 3D-Kino gab es am Tag der französischen Gemeinschaft Belgiens zwangsläufig recht einseitige Wartezeiten. ![]() Gold River Adventure. Oder frei nach Pepe Le Pew: "Le gvouâg, le gvouâg". ![]() Wave Swinger, vormals als French Cancan bekannt. Grand Carrousel Aqualibi. Da es gleich noch zu kultigeren Rutschen geht, kann mich auch das 5€-Aufpreis-Special heute nicht hier reinlocken. ![]() Schmeckt genauso wie es sich anhört - ekelhaft aber geil! ![]() ![]() Walibi Belgium wäre zwar grundsätzlich ein sehr toller und lohnenswerter Freizeitpark, aber wie man aus dem Bericht ja rauslesen kann, konnte ich ihm einfach nicht die Zeit und Aufmerksamkeit widmen, die er eigentlich verdient und angesichts des Füllegrads an dem Tag ja auch gebraucht hätte. Aufgrund der zeitlichen Knappheit musste ich etliche Must-Dos wie z.B. die potentiell ja sehr tollen Wasserbahnen auslassen und schaffte nur mit Speedy-Pass-Hilfe gerade so die grossen Coaster. Aber grundsätzlich hab ich das im Voraus eigentlich schon so erwartet und trug da wegen der ab einem gewissen Punkt halt nicht mehr flexiblen Reiseplanung ja selber eine Mitschuld - denn an den Operations im Park gab es wie gesagt nicht viel auszusetzen und viele der Attraktionen hier haben halt von Natur aus einen eingeschränkten stündlichen Throughput. Dennoch war ich froh, den Park auch im etwas gehetzten Schnelldurchlaufverfahren mal kennengelernt zu haben und bin schon gespannt darauf, wie sich die Lage durch den vielversprechenden Masterplan in den nächsten Jahren hier so entwickeln wird. Schon alleine um den während meines Besuchs geschlossenen Challenge of Tutankhamon mal nachzuholen und des interessanten Mega-Coaster-Projekts wegen ist eine baldige Rückkehr wohl schon in naher Zeit mal vorgesehen. ![]() Für heute kehrte ich nun zurück zu meinem treuen Honda und wurde ohne Einziehen des Parking-Vouchers über irgendeine Seitenstrasse vom Parkplatz weggeleitet. Den Kauf hätte ich mir also eigentlich sparen können, aber vor 15.00 Uhr war die Gebühr an dem Tag 2€ günstiger, drum motze ich mal nicht. ![]() Die Anfahrtstipps auf der Website empfehlen die offiziellen Parkplätze der Métrostation Heysel für 6€ Tagesgebühr, aber es gab zu der Tageszeit noch unzählige freie Strassenparkplätze in unmittelbarer Nähe, wo man an den Parkuhren per Tastatur sein Nummernschild und die Abfahrtszeit eingeben und den so um einiges geringeren Betrag sogar mit Kreditkarte bezahlen konnte - prima! Entsprechend war es nur noch ein kurzer Fussmarsch über das Bruparck heissende Gelände, auf dem sich eben das Atomium, ein Miniaturland namens Mini-Europe mit Wahrzeichensrepliken vom gesamten Kontinent, verschiedene Imax-Kinos und diverse andere Freizeit- und Vergnügungseinrichtungen zusammengruppieren. OCÉADE Und wenig später bin ich am Eingang des eigentlichen Reisegrunds angelangt. Durch die Verkehrsüberlastungen habe ich halt einiges der für das Bad einberaumten knappen Zeit verloren, so dass ich an der Kasse nochmals darauf aufmerksam gemacht wurde, dass man bereits um 18.00 Uhr schliessen würde. Dennoch bezahlte ich den Vier-Stunden-Tarif von 20€ und stand schon wenig später fertig zum Wasserspass umgezogen in der grossen Halle. Positiv hervorzuheben: Da sich das Bad im flämischen Teil der Stadt und des Landes befindet (oder befand, muss man inzwischen ja leider schreiben) sind eng anliegende Badeshorts wie im Aqualibi nicht vorgeschrieben. Eher negativ hervorzuheben: die Umkleidebereiche. Zwar sind sie dank einem Kabinensystem mit zwei Türen, wo man auf der einen Seite in Strassenkleidung rein und auf der anderen in Badekleidung umgezogen wieder raus geht sehr sauber und auch grosszügig angelegt. Allerdings zeigte sich hier wieder dasselbe Problem wie damals im Aquaboulevard in Paris: Schafft man es im französischen Sprachraum denn echt nicht, leicht anwinkelbare Türen bei sowas einzubauen, damit von aussen klar ersichtlich ist, welche Kabinen besetzt sind und welche nicht? Die jetzigen Installationen haben nämlich zur Folge, dass impertinente Bälgier™ johlend jede einzelne Tür laut anstossen und wieder zuknallen lassen. Den ganzen Umziehvorgang über ist man so von einer unglaublich nervtötenden und hektischen Geräuschkulisse umgeben. Nun ja, einmal kurz angenetzt und vom Vampire-Bügelgeschmier gesäubert muss man nur noch einen Satz Treppen überwinden und schon steht man in der grossen Haupthalle. Sieht durch die karibische Gestaltung mit Piratenthema wirklich einladend aus und erinnert, wie von Tuberides auch festgestellt, v.a. durch das Glasdach mit den geschwungenen Holzbanken ein bisschen an den Aquaparc Le Bouveret. Disclaimer: Die Fotos wurden wieder einmal heimlich und in aller Hast gemacht, da eigentlich streng verboten - also bitte ich die verwackelte Qualität zu entschuldigen. ![]() Hier am Wellenbecken werden alle 20 Minuten relativ seichte Wogen auf den flach auslaufenden Brandungsstrand losgelassen. Für richtigen Spass sorgen sie allerdings anderswo: Auf der in Blickrichtung gegen die Wellenmaschine linken Bassinseite zweigt ein enger Kanal ab, wo die Wellen in "konzentrierterer" Form dann nur so durchpeitschen! Ausserdem gibt es neben Hangelseilen dort auch eine Art Bucht, wo die Wellen bei Betrieb anschlagen und man zum Hochspringen gezwungen wird - macht Spass! Und bei abgeschaltetem Wellenbetrieb gibt es im tieferen Bereich ein Affenschwanz-Seil zum Hochklettern sowie zwei parallele gelbe Kinderrutschen im Brandungsbereich. Oberhalb der Wellenmaschine und auf der rechten Beckenseite gibt es zusätzlich noch zwei warme Whirlpools, die merkwürdig gelb und grün schimmern, obgleich keine entsprechenden Lichtstrahler darin zu erkennen sind. Der erwähnte Kanal ist direkt mit einem kleinen Indoor-Erlebnisbecken verbunden, wo sich diverse Sprudelattraktionen und auch der Übergang zum Freiluft-Teil befindet. Auf diesem ganz kurz vor Betriebsschluss gemachten Foto ist der mit dem üblichen durchsichtigen Plastikvorhang versehene Durchgang allerdings bereits mit einer weissen Store verschlossen. Lustig: Die vom Wellenbecken herkommenden Wogen brechen weder im Kanal noch hier sonderlich zu einer kleineren Erscheinungsform runter, so dass sie bei Wellenbetrieb immer gegen den Plastikvorhang knallen und sogar ins Aussenbecken weiterrollen. Ist man also draussen und hört den langen Jingle nicht, der den Beginn des Wellenbetriebs jeweils ankündigt, merkt man also irgendwann dennoch, dass in der Halle die Wellen laufen. Ähm, LOL? ![]() Im Aussenteil des Bassins gibt es einen kleinen Strömungskreisel (gerade mit Wellen vom Wellenbad gespiesen noch zusätzlich witzig ![]() Und zudem gerade hier draussen irgendwie recht trübes Wasser. Keine Ahnung, ob das durch die Befliesung des Bassins im Tageslicht einfach so wirkt, und bei einem Naturbad hätte ich dafür ja auch Verständnis, aber bei einem grundsätzlichen Chlorwasser-Bad bin ich da dann doch eher heikel und möchte das Untertauchen gern auf ein Minimum beschränken. ![]() ![]() Allerdings sind wir hier auch an einem guten Überleitungsstichwort angelangt: Direkt hinter besagtem Saunahäuschen befindet sich nämlich die Aufgangstreppe zum Outdoor-Rutschenturm - und dafür sind wir doch eigentlich hergekommen. Lustigerweise waren diese Rutschen auch stets im Winter in Betrieb: Sowohl Tuberides als auch verschiedene Tripadvisor-Reviews bestätigen, dass die Rutschen ab 5°C Aussentemperatur wahrhaftig liefen! Da fühlt sich der Alpamare-gewöhnte Schweizer ja schon fast wieder heimisch. ![]() ![]() Zur eingehenden Bahnenvorstellung bediene ich mich ab hier wieder einmal den professionell gemachten Onslides von Rutscherlebnis.de! Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
Bala de Cañón Bei der Doppelanlage Bala de Cañón handelt es sich um sogenannte Cannonball-Rutschen, die nur aus einer Schussfahrt bestehen und ein gutes Stück über dem Auffangbassin einfach aufhören. Wie auf dem obigen Foto auch gut zu erkennen führt das unmittelbare Röhrenstück nach der Schussfahrt sogar noch ein klitzekleines Stückchen aufwärts, so dass man auch einen schön weiten Schanzensprung hinlegt! ![]() ![]() Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
Salto Angel Diese eine Etage über den Balas de Cañón startende Anlage ist eine sogenannte Multipiste-Rutsche, wo man sich auf vier parallelen Spuren ein Wettrennen über zwei Schussfahrten liefern kann. Durch die engen Wechsel zwischen flachen und steilen Abschnitten, das stechende kühle Spritzwasser und die sehr abrupte Abbremsung im Auslaufbereich langte mir hier eine Pflichtfahrt. Aber unbedingt erwähnenswert: Wie von Tuberides und vom oben angefügten Foto ansatzweise dokumentiert, kann man auf der ganz linken türkisen Spur die Wassermassen auf den Gehweg neben dem Bad rüberprasseln lassen und so unwissende Passanten soaken! Yee-haw! ![]() Die vier rutschenmässigen Sahnestücke des Bads - die eigentlichen Trip-Durchführ-Gründe - starten von einem engen und am höchsten Punkt 18 Meter hohen Rutschenturm aus. Vom zweitobersten Deck startet die nachträglich angebaute Anaconda, eine Van-Egdom-Rutsche mit Magic-Eye-Profil. Und ganz zuoberst haben L'Ouragan, Caméléon und Barracuda ihren Start. Bei diesen dreien handelt es sich um Anlagen, die ursprünglich von der legendären holländischen Rutschenschmiede PPK Promoplast designt wurden - berüchtigt für ihre heftigen 90er-Jahre-Layouts und z.B. auch für den Blauen Wal (Typhoon) oder den originalen Grünen Hai (Blizzard) im Miramar Weinheim verantwortlich. 2010 resp. 2012 wurden die Anlagen hier von Van Egdom mit 1:1 beibehaltenem Layout erneuert. Wodurch also ein historisch wertvolles Stück Rutschen-Brutalitätsgeschichte für die 2010er-Jahre konserviert wurde, könnte man sagen. ![]() Zu den Rutschenstarts führt eine enge Wendeltreppe den Turm hinauf - und Mann, hat die irgendwann ihren Tribut gefordert! ![]() ![]() ![]() Zeitweise wird der Einlass zum Turm von den Lifeguards geregelt. Die meiste Zeit während meines Besuchs über war vor dem Aufgang eine Wand aus Plastikbarrieren und Reifenstapeln aufgebaut, so dass man immer erst über den rund ums Landebassin von Barracuda rumführenden Steg laufen musste, um dort einen Reifen zu schnappen oder eben von den Bademeistern noch kurz zurück gehalten zu werden. In der letzten Betriebsstunde des Tages wurde da aber alles weggeräumt, da dann allgemein weniger Andrang im Turm herrschte. Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
Anaconda Die 132 Meter lange Anaconda ist eine Magic-Eye-Rutsche, oder "Oval Slide" im Van-Egdom-Sprech. Gerutscht werden darf hier mit Einer-, Zweier- und solchen dreieckigen Dreierreifen in denen man mit dem Rücken zueinander "nach aussen zeigend" sitzt. Sogar als Bodyslide darf sie genutzt werden, wovon ich aber eher abraten würde, denn die Fugen spürt man dabei so zwickig und unsanft im Rücken wie wenn man z.B. auf der Cresta Canyon im Alpamare den Reifen verliert. ![]() ![]() ![]() Der Rutschenverlauf an sich ist, wie bei solchen Magic Eyes meistens, eher unspektakulär. Er beginnt mit einer Doppelhelix, die in der zweiten Hälfte gefühlt ein wenig den Radius variiert und einen dabei ab und an doch ordentlich zum Schaukeln bringt oder an der Wand kleben lässt. Danach folgen noch einige weitere Kurven und sogar zwei Jumps, die etwas Abwechslung ins Layout bringen. Dies alles ergibt mit dem stetigen Wechsel zwischen Daylight-Ringen, kleinen Lichtfensterchen oder aber dunklen Abschnitten mit Lichteffekten ein durchaus solides Machwerk, das gerade auch durch die zugelassene Bandbreite an Rutschweisen zu vielen Wiederholungsfahrten anstachelt. Und natürlich die Tatsache, dass man die olle Turmtreppe hierfür nicht ganz bis nach oben bezwingen muss. ![]() Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
L'Ouragan Dabei handelt es sich um eine bei 18 Metern Starthöhe bloss 80 Meter lange pinke Turborutsche - entsprechend wird man sich denken können, dass es hier relativ heftig zur Sache geht. ![]() Ich mag diesen Rutschentypus per se ja nicht so, bin hier aber doch einige Male runter, da der Ouragan schlicht und ergreifend eine der "erträglicheren" Ausgaben dieses Typs ist und sogar für mich einfach nur ein Riesengaudi war. Ich kann ganz besonders hier aber wirklich nur raten: unbedingt richtig verschnaufen und tief Luft holen bevor es los geht. Nicht nur zwingen einen die gnadenlosen G-Kräfte zu einer Art Pressatmung, sondern man kriegt trotz der Tatsache, dass man eigentlich die ganze Zeit über neben dem Wasserfilm rutscht, badewannenweise Gischt direkt in die Nase katapultiert. Sofern man die Körperspannung beibehält ist auch die Landung relativ sanft, obwohl man eine Kollision mit der linken Wand des Auffangbereichs eigentlich nicht vermeiden kann. Dennoch: der absolute Wahnsinn! ![]() Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
Caméléon Kommen wir nun zum absoluten Pièce de Résistance des Bads, dem Caméléon! Dabei handelt es sich um eine 140 Meter lange White-Hole-Rutsche, die ihrem Namen alle Ehre macht, da man am Start zwischen gesamthaft acht verschiedenen Lichteffekt-Programmen im Innern auswählen kann. Sie hat 2012 die Cyclone-Rutsche gleichen Verlaufs ersetzt und ist wie die PPK-Vorgängerin (und auch die Nachbarin daneben, nebenbei bemerkt) im breiten Reifenrutschen-Durchmesser von 140 Zentimetern ausgeführt - darf aber ausschliesslich als Bodyslide benutzt werden! ![]() ![]() Gleich zu Beginn holt man auf einer gut drei Meter hohen Schussfahrt schon ordentlich Schwung und prescht damit durch eine enge Rechtshelix, die einen so weit an die Ränder aufschwingen lässt, dass man - egal was man tut - den gesamten Fliesswasserbestand auf die nach oben zeigende Körperhälfte drauf befördert. Immer und immer wieder! Ein irrsinniger Spass, der aber unabdingbar die richtige Atemtechnik voraussetzt! Gerade mit den je nach Programm total vom Layout ablenkenden Lichteffekten kann das fatal sein - hier musste sich wirklich ein Lernprozess einstellen, um die Stelle bei Wiederholungsfahrten ohne Chlorinjektion heil zu überstehen. ![]() Nach und nach ein wenig auspendelnd, aber nie sein enormes Tempo verlierend rauscht man nach der um insgesamt 540° wendenden Spirale nun über eine flache Abwärtsrampe, wo man noch mehr Geschwindigkeit rausholt. Der daraufhin folgende Richtungswechsel in eine enge Rechtshelix ist schlicht und ergreifend der komplette Irrsinn - man hat den Eindruck im 140-Zentimeter-Rohr einen Overbanked-Turn-Winkel zu erreichen und kriegt richtig Bammel vor den Auswirkungen des Zurückschwingens! Einfach grandios! ![]() ![]() ![]() ![]() Holy hell, ist das eine geile Wasserrutsche! Der gewohnt heftige PPK-Promoplast-Verlauf, die unerreicht jenseitigen Ausschwingmomente im 140-Zentimeter-Durchmesser, die richtig brutalen Jumps, die zu unzähligen Wiederholungsdurchgängen anstachelnden Lichteffekte (allein schon deshalb, weil der Tastendruck am Panel wohl nicht jedes Mal richtig anhängt ![]() ![]() In jedem Falle eins der absoluten Rutschhighlights wo gab und eigentlich im Alleingang schon ein triftiger Rechtfertigungsgrund für die völlig bekloppte Anreise. ![]() Dieses Video wird direkt von youtube.com abgespielt. onride.de übernimmt keine Haftung für die dargestellten Inhalte.
Barracuda Als letzte im Verbunde bleibt dann noch Barracuda übrig, die 146 Meter lange benachbarte Spur zu Caméléon, die 2012 die PPK-Vorgängerin Bounty Raft an gleicher Stelle 1:1 ersetzt hat. Hier darf ihrer Spurbreiten-Natur gemäss eigentlich nur in Einzelreifen gerutscht werden, aber man hat hier auch oft Doppelreifen oder die Körpernutzung beobachten können. Hat mich ehrlich gesagt erstaunt, das so geregelt anzutreffen, denn ich war mir fast sicher, irgendwo einmal gelesen zu haben, dass diese Rutsche als erste Doppelreifen-Rutsche Belgiens promotet wurde, und sowohl auf älteren Fotos als auch im oben verlinkten Video ist auf der Rutschanleitung am Start, so meine ich zumindest, ein Piktogramm für die Nutzung in Doppelbobs zu erkennen... Wie auch immer: Auch hier wird über den ordentlich steilen Initialsturz erst einmal zünftig Geschwindigkeit aufgebaut, bevor es dann parallel zur Nachbarin verlaufend demgemäss zuerst durch die weite Rechts- und danach durch die enge Linkshelix geht; dabei stets zwischen transluzenten, dunklen und Daylight-Abschnitten abwechselnd. Im Reifen sitzend wirkt das Aufschaukeln in den Richtungswechseln natürlich etwas weniger intensiv als auf dem Rücken liegend, gleichwohl ist man schlicht fassungslos darüber, was hier für Schräglagen erreicht werden können! Wenn man mit dem Kopf zur Strecke mitwippt, muss man wirklich aufpassen, ihn nicht an der Röhrenwand anzuhauen. ![]() Im Prinzip folgt hierauf spiegelverkehrt ein ähnlicher Verlauf wie auf dem Caméléon, anstatt einer flachen Rampe hier jedoch mit einem markanten Jump ausgestattet. Es folgt also ein sehr abrupter Richtungswechsel in eine enge Linksspirale - und hier interessanterweise mit einem kurz hellblauen Röhrensegment. Das wurde der Vorgängerin Bounty Raft nämlich bereits vor dem Neubau von Van Egdom eingesetzt und in der Replik der Gesamtanlage dann einfach übernommen - hier gut zu erkennen. In jedem Falle ist auch dieses Aufschaukeln wieder jenseits von gut und böse und sorgt für eine konstante Pendelbewegung durch die ganze Resthelix und auch über die daraufhin absolvierte Abschlussrampe, die per Plumpsauslauf schliesslich in ein klassisches Schwimmbecken mündet. Und nach der sechsten Fahrt oder so hat man auch die optimale Gewichtsverlagerung drauf, mit der man hier hübsch übers Wasser bis zur Haltestange am Bassinrand schlittern kann und nicht aus dem Reifen kugelt. ![]() Auch Barracuda ist ein gigantisches Feuerwerk an schaukeligem Rutschenspass! Die enorm abrupten Richtungswechsel, der abwechslungsreiche Verlauf, die flickwerkartige Variation der Röhrenausführung und nicht zuletzt auch der Plumpsauslauf - immer witzig bei einer Reifenrutsche und heute nur noch sehr selten anzutreffen - machen auch diese Rutsche zu einem absoluten Highlight. Ich würde sogar sagen, dass es sich dabei um eine der besten Raftingrutschen handelt, die ich je bezwungen hab. Auch hier ein klares Thumbs up! Leuchtet sicherlich von selbst ein, dass hier mit kurzen Beinschon-Pausen zum Wellenbetrieb und in den Whirlpools sehr rasch 18.00 Uhr war. Kurz vorm Umziehen hab ich dann doch noch rasch die Kamera aus dem Spind geholt, um ein paar letzte Innenaufnahmen dieses schon drei Tage später für immer schliessenden Bads zu machen. Hat es sich nun gelohnt, die elendig lange Strecke von Zürich hierher zu fahren, um die zum Tode geweihte Anlage noch ein letztes Mal erleben zu können und den Aufenthalt in Walibi Belgium extra deswegen auch etwas kurz zu halten? Ja. Aber sowas von. Jedoch muss man auch ganz klar betonen: nur wegen den Rutschen. Gerade die PPK-Nachbauten von Van Egdom sind absolut Weltklasse und es würde mich wirklich traurig stimmen, wenn sie nicht an einem anderen Standort ein neues Zuhause finden würden. So alt sind sie ja noch gar nicht. Das Bad selbst hat seine Glanzzeiten aber schon eher hinter sich. Gerade die inzwischen ziemlich überall feststellbaren Baumängel und die eklig wirkende Wasserqualität im Aussenbassin-Teil hinterliessen bei dem doch eher auf stolzem Niveau angesiedelten Eintrittspreis einen schon ziemlich schalen Eindruck. Die Stadt Brüssel hält weiterhin am Projekt Neo fest, so dass das Bad in nächster Zeit also definitiv plattgemacht wird, um neuem Wohnraum und Einkaufsflächen zu weichen. Vielleicht ist das auch ganz gut so. Vor vielen Jahren wurde zwar mal ein Neubau an anderem Standort in der Stadt diskutiert, aber die Pläne verliefen glaube ich zwischenzeitlich im Sande - pun intended. ![]() Vorderhand "duschte" ich mich unter einem erbärmlichen Rinnsal (nie wieder werde ich mich über die Aqua-Clic-Spardüsen meines sekundären Stamm-Schwimmbads beschweren ![]() Tags darauf wurde nach einem wiederum sehr guten Frühstück zusammengepackt und ausgecheckt, danach begab ich mich auf die lange Heimreise. Nach zwei Abschieds-Bouchons auf dem Brüsseler Autobahnring dann aufs Gesamte gesehen extrem flüssig und mit nur noch kurzen Zwischenstopps bei Ikea Arlon (Verschnaufen und Wifi), Cora Foetz in Luxembourg (Tanken und Sandwich) und Auchan Illkirch-Graffenstaden (Lieblings-Duschmittel-Bunkern und Wifi). Selbst durch Basel war ich an diesem Freitagnachmittag erstaunlich reibungslos gekommen, so dass die Heimat trotz der drei Pausen in siebeneinhalb Stunden von Tür zu Tür wieder erreicht war. Würde ich es wieder so machen? Für so geniale Rutschen wie die im nun seligen Océade müsste die Antwort unter den gegebenen Rahmenbedingungen auch bei einem zweiten Mal ja lauten. ![]() ![]() Die Geschichte ist vorerst einmal zu Ende erzählt - besten Dank fürs Durchhalten und das Lesen! Noch ist nichts in trockenen Tüchern, aber die Planung eines weiteren Trips auf den letzten Drücker ist bereits im Gange. Möglicherweise folgt in Bälde nämlich noch ein "Tour de Tourschlusspanik"-Bericht aus Amsterdam über einen gewissen Waldkollegen von Loup-Garou. ![]() |
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Bends Neu 03.10.2018 Mittwoch, 03. Oktober 2018 22:37 | ||||
![]() Deutschland . NW |
Danke für den Bericht. Tiki Waka hat - wenn ich mich richtig erinnern kann - durchaus einen separaten Ausstieg, der aber mit einer Spanplatte verschlossen ist. Weshalb der bis heute nicht genutzt wird fällt wohl unter "Belgian Solution". | |||
DerMarvin Neu 04.10.2018 Donnerstag, 04. Oktober 2018 11:47 | ||||
![]() Marvin Deutschland . NW |
Ist der andere Vekoma aus dem Wald nicht schon Geschichte? Ich meine die letzten Fahrten seien bereits gemacht. Verbessert mich wenn ich Blödsinn erzähle. | |||
jezero Neu 04.10.2018 Donnerstag, 04. Oktober 2018 13:27 1 gefällt das | ||||
![]() Torsten Grothe Bochum Deutschland . NW |
Danke für den Bericht, du hast dich mal wieder selber übertroffen, hat Spass gemacht zu lesen.
Wo du dich gerade so gesund ernährst, wie wäre es mal wieder mit einer Currywurst? ![]() |
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Runner Neu 04.10.2018 Donnerstag, 04. Oktober 2018 15:55 | ||||
![]() Dominik Leinen Beilingen Deutschland . RP |
Schöner Bericht aus einem Park, der auch mir sehr gut gefallen hat. Wobei ich den halt bisher nur mit schlechterem Wetter und schön leer kenne. Mit Tutanchamun und den Wasserbahnen hast du natürlich wesentliche Attraktionen verpasst, aber wenn es ja wenigstens zu zwei Fahrten mit dem Werwolf gereicht hat, ist doch alles paletti. Dass man bei Pulsar ausgerechnet die erste Reihe frei lässt, wenn es kalt wird, verstehe ich aber nicht so ganz. Auf den Außenplätzen ganz hinten bekommt man tatsächlich mehr ab als vorne - zumindest nach meiner Erfahrung.
Auf jeden Fall musst du dann Bescheid geben, wenn es zum Wiederholungsbesuch kommt. Wenn die ihren Masterplan umgesetzt haben, will ich schließlich mal wieder die ganzen roten Punkte in Belgien eliminieren. ![]() Auch ein Dank für die Einblicke das nun geschlossene Bad. Wirklich schade drum, das wäre eine super Gelegenheit gewesen, wirklich mal am Atomium Halt zu machen. Chance verpasst, ich bin in Sachen Freizeitbäder und Rutschen einfach zu schlecht informiert. |
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Lacront Neu 05.10.2018 Freitag, 05. Oktober 2018 08:26 | ||||
![]() Daniel Schweiz . ZH |
Hmmm, also bei der Ankündigung der RMC-Transformation hiess es doch, dass Robin Hood in Urform noch bis Ende Oktober und Saisonende gefahren werden kann. Ausserdem wird sie noch ganz regulär auf der Website gelistet, bei RCDB heisst es schlicht "will close during 10/2018"... Woher hast du denn die Info? Ich hoffe ja sehr, dass ich noch nicht zu spät dran bin. ![]() Die Antwort darauf kennst du genau. ![]() |
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DerMarvin Neu 05.10.2018 Freitag, 05. Oktober 2018 10:21 | ||||
![]() Marvin Deutschland . NW |
Ich meine (das ist aber leider nur Hörensagen aus dritter Hand), dass die letzten öffentlichen Fahrten am Fanday unternommen wurden. Ein Youtuber sagte in einem Podcast, dass er wohl eine der letzten öffentlichen Fahrten auf der Bahn gemacht habe. Ich bleibe bei meiner ganz persönlichen Meinung, dass es um die Bahn kein Verlust ist. Gerade im direkten Vergleich zu der hier erwähnten Loup-Garou. | |||
Caruso Neu 06.10.2018 Samstag, 06. Oktober 2018 14:44 1 gefällt das | ||||
![]() Nicolas Deutschland . BW |
Yeah, nach fast einem Jahr endlich wieder ein Lacront'scher Bericht! Danke dafür und auch für den Neologismus Bälgier, einfach zu treffend!
Freut mich, dass dir Loup-Garou so gut gefallen hat. Ich könnte das Ding auch stundenlang fahren und ist für mich und viele andere von den drei Vekoma-Woodies eindeutig der beste (Wobei ich den Thundercoaster nur mit den deutlich leichteren Timberlinern kenne. Robin Hood hat btw noch die orginalen Züge, nur das Bügelsystem wurde von KumbaK ersetzt, was ich jetzt im Vergleich als nicht so schlimm empfand, v.a. in der drittletzten Reihe, wo sich die Bügel nicht durch +G's schließen und er weit geöffnet bleibt). Bloß blöd, dass auf der anderen Seeseite ein Sinneverdreher steht und auch Pulsar super ist. Da weiß der Gast nicht, was er bei ausreichender Zeit dauerfahren soll. Das wirst du dann bald auch noch nachholen. Natürlich freut es mich auch für dich, dass es mit der Tour zu deiner "Space World" geklappt hat. Im Nachhinein bin ich schon traurig, dass es bei mir zeitlich nicht für ein Mitkommen gereicht hat, aber was Rutschen angeht wurde ich vor kurzem ja herrlich entschädigt. |
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Lacront Neu 10.10.2018 Mittwoch, 10. Oktober 2018 10:08 1 gefällt das | ||||
![]() Daniel Schweiz . ZH |
Mittlerweile hab ich bei Walibi Holland per E-Mail wegen Robin Hood angefragt. Wie angekündigt kann die Bahn bis Ende Oktober noch in der alten Form gefahren werden. Bei den Infos aus diesem Podcast wird es sich irgendwie um ein Missverständnis handeln müssen.
Und gute Nachrichten für die Rutschen des Océade: Offenbar ziehen sie nach Rumänien um. rtbf.be detail_l-oceade-c-etait-la-plage-et-les-vagues-au-coeur-de-la-ville Den Infos im Beschreibungstext des neuesten Tuberides-Videos zufolge kommen sie in ein Plauschbad nahe Bukarest. Noch wird nicht erwähnt, ob es alle oder nur die vier grossen sind, aber dennoch hat es mich gefreut, das zu lesen. ![]() |
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